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USA/Israel

Friedensnobelpreis für Donald Trump?

8. Juli 2025
Weisses Haus
Amerikanisch-israelisches Abendessen im Weissen Haus (Keystone/AP/Alex Brandon)

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schlägt Donald Trump für den Friedensnobelpreis vor. Während eines gemeinsamen Abendessens im Weissen Haus sagte Netanjahu, er habe einen entsprechenden Brief dem Nobelpreiskomitee in Oslo geschickt, denn der amerikanische Präsident «strebe nach Frieden und Sicherheit.» «Wow», antwortete Trump. 

Vor laufenden Kameras überreichte Netanjahu dem amerikanischen Präsidenten eine Kopie des Briefes, den er nach Oslo geschicht hatte. Trump fühlte sich geschmeichelt. Dass dieser Vorschlag vom israelischen Ministerpräsidenten komme, sei «sehr bedeutungsvoll».

Trotz demonstrierter Harmonie: Bei der Friedenssuche im Nahen Osten gibt es zwischen den USA und Israel noch schwierige Fragen zu klären. Ein Waffenstillstand in Gaza «sei jetzt oberste Priorität», sagte Trumps Sprecherin. Doch unter welchen Bedingungen soll es dazu kommen? Da herrscht offenbar Uneinigkeit. Auch die von Trump angestrebte Wiederaufnahme des diplomatischen Dialogs mit Iran sieht Netanjahu mit Skepsis.

Als Gegenleistung für den amerikanischen Einsatz gegen Iran verlangt Trump jetzt von Netanjahu, dass er einem Waffenstillstand in Gaza zustimmt, und zwar unter US-Bedingungen. Steve Witkoff, der Sonderbeauftragte von Trump, sagte, für einen «Friedensdeal» mit der Hamas gebe es jetzt eine gute Gelegenheit. Witkoff wird noch diese Woche nach Katar fliegen, um Waffenstillstandsverhandlungen zu führen. «Trump will und braucht jetzt eine Waffenruhe in Gaza», erklären hohe US-Diplomaten in Washington.

Der amerikanische Plan sieht eine zunächst sechzigtägige Waffenruhe vor. Die israelischen Streitkräfte sollen sich «umgehend» aus einem grossen Teil des Gazastreifens zurückziehen. Hamas soll im Gegenzug mehrere Geiseln freilassen. Im Gegenzug muss Israel palästinensische Häftlinge auf freien Fuss setzen. Während dieses Prozesses sollen beide Seiten über ein endgültiges Ende des Krieges verhandeln.

Netanjahu äusserte schon früher Bedenken zu einem solchen Plan. In seiner Regierung sitzen einflussreiche rechtsextreme Minister, die den Krieg fortsetzen wollen. 

(J21)

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