«Die Halbierungsinitiative ist eine bemerkenswert schlechte Idee».
Schlecht informierte Menschen treffen keine sachkundigen Entscheide. Die Demokratie braucht kompetente Information, welche die Breite der Stimmbevölkerung erreicht. In dieser Zeit der schwindenden privaten Medienangebote auch noch der SRG den Geldhahn abzudrehen, ist eine bemerkenswert schlechte Idee.
Unabhängiger, handwerklich solider, nach allen Seiten offener Journalismus ist für eine Demokratie, für die möglichst rationale demokratische Auseinandersetzung unabdingbar und angesichts der Krise der privaten Medien und der Flut von Fake-News wichtiger denn je.
Im Bereich der elektronischen Medien, Radio, Fernsehen, Online, ist seriöse, kompetente Information, aber auch ein vielfältiges Kulturangebot über den Markt nicht finanzierbar, schon gar nicht in vier Sprachen.
Wenn man den SRG-Medien die publikumsintensiven Bereiche Unterhaltung und Sport entzieht, wie die Befürworter der Halbierungsinitiative zur Behebung des von ihnen selber anzurichtenden Schadens vorschlagen, reduziert man die SRG-Angebote auf Nischenprodukte und leitet damit deren Ende ein.
Der Club Helvétique setzt sich ein für die direkte Demokratie, für eine Schweiz, die ihrem liberalen Staatsaufbau, dem Rechtsstaat und der konsensorientierten politischen Kultur treu bleibt. Unter diesen Gesichtspunkten ist für die Abstimmung am 8. März 2026 nur eine Haltung denkbar: ein entschiedenes NEIN. Mit der Helebarde lässt sich die digitale Medienwelt der Zukunft nicht organisieren.
Für den Club Helvétique 14. Januar 2026
Marco Curti, Co-Vorsitzender, ehem. Chief Investment Officer ZKB
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Casper Selg, ehem. Redaktionsleiter « Echo der Zeit»
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