Das Grab von Ali Khamenei in der nordiranischen Stadt Maschad. Mit der Beerdigung im Imam-Reza-Schrein gingen die sechstägigen Trauer- und Beisetzungszeremonien zu Ende. Bedeckt ist die Grabstätte nach schiitischer Tradition mit roten Rosen und Rosenblättern. Ali Khamenei hatte das Land seit 1989 diktatorisch regiert und ein totalitäres, islamistisches Regime errichtet.
Zum Nachfolger des bei einem israelisch-amerikanischen Angriff getöteten Ali Khamenei war Motjtaba Khamenei, einer seiner Söhne, ernannt worden. Er fehlte bei den Begräbnisfeiern, was Spekulationen Auftrieb gab, er sei schwer verletzt oder gar tot. Wo er sich befindet, ist unklar. Ein weiterer Sohn, Mostafa Khamenei, hatte vor dem Sarg im Imam-Reza-Schrein ein Gebet geleitet. Maschad, die Heimatstadt von Ali Khamenei, gilt als eine der sieben heiligen Stätten des schiitischen Islam.
Nach den Begräbnisfeiern wurde eine schriftliche Botschaft veröffentlicht, die Mojtaba Khamenei zugeschrieben wurde. Darin verlangt der neue Oberste Führer «Rache», die «mit Sicherheit vollzogen werden muss». Zuvor hatte Trump erklärt, dass «die Raketen geladen und bereit» seien, um Iran anzugreifen, sollte Teheran versuchen, ihn zu töten. Trumps Drohung folgt auf Informationen israelischer Geheimdienstmitarbeiter über angebliche Morddrohungen gegen ihn.
Vermittler bemühen sich darum, die Gespräche zwischen den USA und Iran wieder in Gang zu bringen. Unterdessen erklärten hochrangige US-Beamte, Washington erwarte, dass Teheran bald eine Erklärung abgeben werde, wonach die Strasse offen sei und Handelsschiffe nicht angegriffen würden.