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Musik des Tages 2026-34

Ein Bach-Sohn und das Cello

18. Mai 2026
Iso Camartin
Carl Philipp Emanuel Bach
Carl Philipp Emanuel Bach, gemalt von seinem Neffen sechsten Grades Johann Philipp Bach.

Schon Johann Sebastian Bach hat mit seinen Cello-suiten das Herz aller Cellisten gewonnen. Der Sohn Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) hat das Erbe fortgeführt und eine ganze Reihe von ganzen Konzerten komponiert für Cello und Orchester.  Er war der zweite überlebende Sohn von Bach, und wirkte vor allem in Berlin und Hamburg, wo er auch starb.

Die hier eingespielten drei Konzerte sind sehr virtuos und verlangen von den Spielern die höchste Technik im Umgang mit dem Cello. Sie sind aber ebenso einschmeichelnd fürs Ohr, lyrisch und dramatisch. Also gar nichts für Laienspieler. Die Kadenzen stammen zum Teil vom Komponisten selbst, zum Teil von grossen Meistern des Cellospiels wie Mørk oder Anner Bylsma.

Diese Einspielung steht für etwas, was man die schönste Frucht familiärer Musikertraditionen nennen kann. Der Vater legt den Grundstein, der Sohn entwickelt es in schönster Weise weiter.

Ich empfehle eine Aufnahme mit dem Cellisten Truls Mørk und Les Violons du Roy unter Bernard Labadie, erschienen bei Vergib Classics 2008.

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