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Israel

«Die Schuldgefühle gehen nicht weg»

7. September 2026
Ignaz Staub
Ignaz Staub
Israel
Ein israelischer Soldat nach einem Angriff israelischer Siedler im Dorf Qusra im Westjordanland (Keystone/AP/Majdi Mohammed)

Eine beträchtliche Zahl israelischer Soldatinnen und Soldaten leiden nach längeren Einsätzen in Gaza, im Westjordanland und im Libanon unter gravierenden psychischen Problemen. Einige unter ihnen sind selbstmordgefährdet. Doch die Armee leistet ihnen eher zögerlich therapeutische Hilfe.

Die 22-jährige Yael meldete sich im August 2022 hoch motiviert zum Dienst in der israelischen Armee. Sie wurde für Kampfeinätze und als Sanitäterin ausgebildet, einem Artilleriebataillon zugeteilt und diente in Gaza und im Libanon. Dort half sie Truppen an der Front, Tausend von Artilleriegranaten abzufeuern. Doch erst nach ihrer Entlassung dämmerte es ihr, was für Folgen ihr Dienst gehabt hatte.

«Ich verliess die Armee und sah die Zahl der Kinder, die getötet worden waren, und ich war schockiert. Ich begann online fieberhaft nach Informationen zu suchen. Ich suchte die Quartiere und die Dörfer, die wir attackiert hatten», berichtet die Soldatin der Zeitung «Haaretz»: «Ich sah, dass viele unschuldige Leute an diesen Orten getötet worden waren, ich sah Bilder toter Kinder. In der Armee sagten sie uns, wir würden nur Terroristen töten, aber das ist eine Lüge. Artilleriefeuer ist nicht genau; die Armee hält einen Treffer innerhalb eines Radius von 50 Metern für einen guten Treffer.»

 «Unerträgliche psychische Schmerzen»

Und Yael fährt fort: «Ich habe Albträume. Ich sehe in meinem Kopf tote Kinder, weinende Mütter. Ich stelle mir vor, wie die Leichen geborgen werden. Die Schuldgefühle gehen nicht weg. Wie könnte sie es auch? Ich habe ein unschuldiges Kind getötet, Ich war jene, die das Ziel vorgegeben hat, es ist meine Schuld.» Je mehr Zeit seit ihrer Entlassung aus dem Dienst vergangen war, desto klarer realisierte sie, was ihre Tätigkeit für Folgen gehabt hatte. «Sie erfährt unerträgliche psychische Schmerzen», schrieb ein Psychiater, der sie behandelte: «Sie erfüllt alle relevanten Symptome eines posttraumatischen Stresssyndroms (PTSD). Ihr Geisteszustand bleibt komplex und schwierig.»

Doch wie in anderen Fällen von Soldatinnen und Soldaten mit PTSD dauerte es, bis das israelische Verteidigungsministerium die Diagnose als solche anerkannte. In Yaels Fall waren es Monate. Das Ministerium verlangt jeweils «einen klaren kausalen Zusammenhang», der dokumentiert werden muss, was aber Vorgesetzte im Feld häufig vernachlässigen – besonders dann, wenn sie sich geirrt oder ihre Autorität überschritten haben; «Sie ziehen es vor, Sachen unter den Teppich zu kehren und alles innerhalb der Einheit zu behalten, was es sehr schwierig macht, Vorfälle zu untersuchen und Berichte zu verifizieren.»

«Äussert intensive Vorfälle»

Nach einer Zeit zu viert auf einem Aussenposten an der libanesischen Grenze, den die Hisbollah auch beschoss, wurde Yael nach Gaza verlegt, wo intensiv gekämpft wurde. «Es waren äussert schwierige Tage, äusserst intensive Vorfälle. Wir haben nicht zu kämpfen aufgehört», erinnert sich die Soldatin: «Wir haben Unterdrückungsfeuer eingesetzt, um Truppen im Gaza-Streifen zu retten, die in unmittelbarer Gefahr waren. Ich hörte über das Radio die Schreie, das Gewehrfeuer, die Hilferufe. Währenddessen hatte ich zu funktionieren, Ziele vorzugeben. Ich tat es mit Tränen in den Augen.» 

Diese Eindrücke liessen Yael später nicht mehr los: «Ich wachte morgens auf und hörte ständig Schreie, Ich wusste nicht, wie ich mit der Realität fertig werden sollte, in der ich lebte, dass Soldaten getötet und verwundet wurden und dass ich mich damit abfinden musste, dass ihre Leben von mir abhängig waren, dass ich ihre Überlebenschancen beeinflusste. All das weckte Schuldgefühle. Ich lebe bis heute damit. Ich erinnere mich an die Schreie. Ich habe Albträume. Ich fürchte mich davor, Soldaten in Uniform zu sehen, weil ich sie mir umgehend als blutend, mit Wunden, mit abgetrennten Gliedern vor mir sehe.»

«Es muss sich ändern»

Heute ist die Armee-Veteranin noch immer in psychiatrischer Behandlung und muss Medikamente nehmen: «Vor meinem Dienst war ich extrem rechts, eine, die jeweils ‘Tod den Arabern’ rief. Das war ein Mythos, der mich von der Schule her beeinflusste. Nach dem Krieg verstand ich aber, dass es einen Unterschied zwischen Hamas-Terroristen und palästinensischen Zivilisten gibt, die Frieden wollen, die ein Leben wollen. Ich sah die Verhältnisse, unter denen die Menschen in Gaza lebten. Ich realisierte, dass sich das ändern muss, dass wir nach Gleichheit, nach Frieden streben müssen. Das ist der einzige Weg, um die Kinder zu retten, um uns alle zu retten.» Yael möchte Kinderkrankenschwester werden.

Die israelische Armee (IDF) betont derweil, dass sie «die geistige Gesundheit ihrer Angehörigen als integralen Bestandteil ihrer Verantwortung ihnen gegenüber versteht, was wiederum ein wichtiges Element ihrer Fitness ist.» Die betreffende Soldatin sei während der fraglichen Zeit von relevantem medizinischem Personal und von Vorgesetzen gemäss professionellen Empfehlungen betreut worden. Mehr könne man aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes dazu nicht sagen.

Die Traumata des 7. Oktober

Nicht zu vergessen das psychische Trauma, welches das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 in der israelischen Gesellschaft ausgelöst hat. «Der 7. Oktober war wie ein Schalter und das Trauma, das er ausgelöst hat, ist weit verbreitet und dauert an», sagt Tuly Flint, eine israelische Therapeutin und Armee-Veteranin. Die Menschen hätten ihren Glauben an die Gesellschaft, die Regierung und an Institutionen verloren: «Es gibt dafür keine Behandlung, nur Genesung.» 

Gemäss einer jüngsten Studie der Maccabi Healthcare Services glauben rund ein Drittel der Israelis, sie sie benötigten professionelle psychologische Hilfe. Israels Verteidigungsministerium berichtet, dass seit September 2023 die Zahl der Fälle von Armeeangehörigen mit PTSD um fast 40 Prozent gestiegen ist. Auch die Zahl der Selbstmorde in den Reihen der IDF hat zugenommen: 2024 waren 78 Prozent der Selbsttötungen Folge von Kampfeinsätzen in Gaza, im Westjordanland und im Libanon.  

«Moralische Verletzungen»

Psychiater in Israel unterscheiden zwischen posttraumatischem Stresssyndrom und «moralischer Verletzung». «PTSD ist eine Angst-basierte Reaktion, die durch die Erfahrung eines traumatischen Vorfalls ausgelöst wird, der Gefahr für die betreffenden Person oder für Leute um sie herum beinhaltet», sagt Professor Yossi Levi-Belz von der Universität Haifa. Typische Symptome können Über-Erregung und Vermeidungsreaktionen sein.

Eine moralische Verletzung verursacht dem Psychiater zufolge die Erfahrung von Ereignissen, die als fundamentale Verletzung grundlegender eigener oder fremder moralischer Werte wahrgenommen werden: «Sie beinhaltet typischerweise Schuldgefühle, Scham, Zorn, Ekel, Entfremdung, Vertrauensverlust und einen Kollaps, was die Identität, die Bedeutung und den Sinn der Menschlichkeit betrifft.» Im Gegensatz zum PTSD anerkennt das israelische Verteidigungsministerium moralische Verletzung noch nicht als Diagnose, wogegen sie für Betroffene gezielt mehr als bisher  unternehmen müsste. Das soll sich aber gemäss einer öffentlichen Kommission künftig ändern. 

 «Von Kugeln durchsiebt»

Moralische Verletzungen könne es geben, so Professor Levi-Belz, wenn jemand etwas tue oder beobachte, was den eigenen moralischen Kodex verletzt. Dies sei umso eher der Fall, wenn eine Person nicht versucht habe, eine andere Person zu stoppen und wenn die andere Person eine Autoritätsfigur gewesen sei. Wenn der Krieg vorbei sei, komme eine Soldatin oder ein Soldat heim und die Welt scheine plötzlich komplexer zu sein. 

Der 34-jährige Yuval erinnert sich an einen Vorfall im Dezember 2023 in Khan Yunis im Süden Gazas. Eine Drohne habe verdächtige Individuen identifiziert und sie hätten angegriffen: «Ich feuerte wie ein Verrückter, so wie sie es unserem Zug in der Grundausbildung beigebracht hatten.» Als sie vor Ort ankamen, habe er festgestellt, dass die anvisierten Individuen keine Terroristen, sondern Zivilisten waren: ein älterer Mann und drei Knaben, vielleicht Teenager: «Keiner von ihnen war bewaffnet. Aber ihre Körper waren von Kugeln durchsiebt, ihre Organe hingen heraus. Ich hatte noch nie so etwas aus der Nähe gesehen.»

Niemand sagte was

Alle hätten sie geschwiegen, sagt Yuval, und niemand habe etwa gesagt: «Dann kam der Bataillonskommandant mit seinen Leuten vorbei und einer von ihnen spuckte auf die Leichen und schrie ‘Das passiert jedem, der sich mit Israel anlegt, ihr Hurensöhne’. Ich war schockiert, sagte aber nichts, weil ich ein Verlierer, weil ich ein Feigling bin.»

Der Israeli wurde drei Monate später aus der Armee entlassen, machte zwei Wochen Ferien und kehrte in seinen Job zurück, den er aber wenige Monate später aufgab, weil die Scham über das Erlebte zu stark wurde: «Vielleicht will ich einfach sterben, um darüber hinwegzukommen. Ich töte mich aber nicht selbst, weil ich das meiner Mutter versprochen habe. Ich muss aber zugeben, dass ich nicht weiss, wie lange ich das aushalten kann.»

Hunderte von Schüssen

Für Maya, die Philosophie studiert und Hunderte Tage als Offizierin der Reserve in einem Panzerkorps diente, war es ein Vorfall bei einem Aussenposten der Armee im Süden Gazas, der bei ihr psychisch nachwirkt. Plötzlich habe die Wache eines Tages fünf Palästinenser entdeckt, die eine verbotene Grenze nach Nord-Gaza überqueren wollten: «Alle reagierten wie verrückt. Es war ein riesiges Durcheinander. Der Bataillonskommandant gab den Befahl, die Männer mit Feuer zu überwältigen, obwohl sie als nicht bewaffnet oder sonst wie bedrohlich wahrgenommen worden waren. Ein Panzer begann, mit einem Maschinengewehr auf sie zu schiessen. Hunderte von Schüssen.»

Vier der fünf Männer seien getötet worden, erzählt Maya. Einige Stunden später habe ein Bulldozer die Leiche im Sand verscharrt. Der überlebende Palästinenser wurde auf dem Posten in einen Käfig gesperrt, bis ein Agent des Shin Bet, des israelischen Inlandgeheimdiensts, ihn verhören konnte. Das Verhör fand erst am übernächsten Tag statt. Der Agent kam zum Schluss, der Mann sei kein Kämpfer der Hamas, sondern irgendein Kerl, der einfach nach Hause zurückkehren wollte. Der Gefangene kam später frei.

Lachen ohne Ende

In der Nacht zuvor aber sei sie von den anderen Soldaten als einzige Frau des Aussenpostens zum Käfig gerufen worden, wo der Gefangene gefesselt und mit verbundenen Augen frierend wartete. Plötzlich habe einer der Soldaten seinen Penis hervorgeholt und auf den Palästinenser zu urinieren begonnen: «Das ist für Be’eri (ein Kibbuz, wo die Hamas am 7. Oktober 2023 Menschen massakrierte), du Arschloch, das ist für Nova (das Musikfestival, das die Hamas gleichentags attackierte).» Niemand, vielleicht auch sie, habe zu lachen aufhören können.

«Ich fühlte mich wie eine Heuchlerin, dreckig», erinnert sich die Soldatin: «Ich pflegte dreimal am Tag zu duschen; das Bild der Hilflosigkeit liess mich nicht mehr los. Gedanken nagten ständig an mir. Wie konnte ich nur dabeistehen und nichts tun? Wie konnte ich als eine, die moralisch agiert, freiwillig Flüchtlingen hilft und an Proteste geht, damit einverstanden sein? Warum habe ich nichts zu ihnen gesagt und was sagt das über mich? Ich habe keine Antwort.»

«Das ist Mord»

Yehuda, der zu einer anderen Zeit als Maya auf dem fraglichen Aussenposten diente, erlitt ebenfalls eine schwere moralische Verletzung».  Er erlebte, wie sich eines Nachts ein Palästinenser der Stellung näherte. Die Soldaten rückten aus und umzingelten ihn. Der Mann hob sofort die Hände; er war zweifellos unbewaffnet. Der kommandierende Offizier, ein Amerikaner dubioser Herkunft, nährte sich ihm, wartete ein paar Sekunden  und erschoss ihn, ohne Fragen zu stellen.

«Das ist Mord, purer Mord», sagte Yehuda zufolge einer der älteren Offiziere, die den Vorfall auf dem Posten mittels einer Drohne beobachtet hatten. Doch die Vorgesetzten unternahmen nichts und meldeten dem Hauptquartier der Brigade, ein Terrorist sei getötet worden. Es gab keine Nachbesprechung. Der Offizier diente weiter, als wäre nichts geschehen.

Tränenausbruch im Prado

Zwei Monate später besuchte Yehuda in den Ferien mit seiner Frau, einer Kunsthistorikerin, in Madrid den Prado. Er sei an Kunst nicht besonders interessiert gewesen, habe aber im Museum plötzlich vor einem Gemälde (Goyas «Erschiessung der Aufständischen») gestanden, das einen Mann mit erhobenen Händen zeigt, der vor Soldasten mit Gewehren steht: «Ich sah mir das Bild genauer an und es erinnerte mich exakt daran, was (in Gaza) geschehen war: der Blick in seinen Augen, die Furcht, der Terror.»

Er habe nicht aufhören können, das Bild anzustarren, und auch zu schwitzen begonnen: «Es war schrecklich und plötzlich fing ich zu weinen an. Ich weine sonst nie und konnte nicht verstehen, wie mir geschah. Meine Frau wusste nicht, was mit mir los war und die Leute schauten mich an. (…)  Versuch’ mal zu erklären, wieso du mitten in einem Museum in Tränen ausbrichst.» Noch in der folgenden Nacht habe er ihr versprochen, in Israel therapeutische Hilfe zu suchen: «ich versuche, zu lernen, das Ganze zu verstehen, aber es ist schwierig. Ich höre nicht auf, mich zu schämen. Wie bin ich jemand geworden, der danebensteht und nicht tut, was sich gehört?»

«Die Gesichter bleiben»

Einige Soldaten berichten, ihre moralischen Verletzungen hätten mit den Methoden zu tun, mit denen sie in Gaza kämpften. Mehrere Scharfschützen der Nahal-Brigade zum Beispiel erschossen Palästinenserinnen und Palästinenser, die auf der Suche nach Nahrung eine willkürlich gezogene Grenze der Armee überschritten hatten. «Wenn du jemanden durch das Zielfernrohr eines Scharfschützen erschiesst, scheint alles ganz nahe zu sein, wie in einem Computerspiel», weiss ein Schütze: «Du vergisst die Gesichter der Leute nicht, die du getötet hast, Sie bleiben bei dir.» 

Seit er entlassen worden sei, sagt der Soldat, mache er nachts ins Bett: «Ich fühle, als hätte man mich allein gelassen, als könne niemand mir helfen. Ich verbrachte einen Monat im Spital. Sie versuchten mir zu erklären, dass ich akzeptieren müsse, dass du die Uhr nicht zurückdrehen kannst. Das ist für sie leicht zu sagen. Sie sind nicht jene Leute, die, wenn immer sie ihre Augen schliessen, jemanden sehen, der eine Kugel in den Kopf kriegt.»

Verletzungen fern der Front

Experten zufolge können auch Menschen unter moralischen Verletzungen leiden, die nicht direkt am Kampfgeschehen beteiligt sind. Zum Beispiel Ran, der keinen einzigen Tag in Gaza diente, aber als Reserve-Offizier der Luftwaffe im Hauptquartier in Tel Aviv in einer Einheit diente, die Luftangriffe plante: «Nach dem 7. Oktober ist alles anders geworden. Alles, was ich über Kollateralschäden wusste, galt nicht mehr. Wir pflegten Angriffe zu planen und die Erlaubnis dafür zu erhalten, von denen wir wussten, dass sie Dutzende von Zivilisten und manchmal noch mehr Leute töten würden. Das machte keinen Unterschied. Mein Cousin wurde beim Nova-Festival ermordet. Ich war blind vor Rache und Wut und wurde von Emotionen überwältigt.»

Was geschah, sei unverhältnismässig gewesen, sagt der Offizier heute: «Als die Tage vergingen, begann mich das schwer zu bedrücken. In einem Augenblick planten wir einen Luftangriff, bei dem Kinder sterben würden, und im nächsten Moment sassen wir auf Ibn Gabriol (einer Strasse in Tel Aviv), um einen Hamburger zu essen. Es ist eine Dissonanz, die du nicht ausschalten kannst und ich hatte das Gefühlt, auf meiner Stirne wachse ein Kainsmal.»

Ein Fall von Selbstfolter

Der Knackpunkt für Ran kam am 18. März 2025, als Israel eine Waffenruhe mit der Hamas brach und in einer einzige Nacht Luftangriffe lancierte, die Hunderte von Menschen, die meisten unter ihnen Zivilisten, töteten: «Ich konnte nicht mehr ein Teil davon sei. Ich fühlte, dass ich, falls ich weiter diente, alles Gute verraten würde, was es in mir noch gab, die Person, die ich sein wollte.» 

Er kehrte nach Hause zurück, konnte aber nicht mehr arbeiten: «Ich entwickelte diesen Zwang, mir die schlimmsten Bilder toter und verwundeter Palästinenserinnen und Palästinenser anzuschauen. Ich versuche zu rekonstruieren, ob ich etwas damit zu tun hatte, ob ich für diese Bilder verantwortlich bin.» Sein Psychologe habe ihm gesagt, das töne, als ob er sich selbst foltern wolle. Er habe ihn aufgefordert, damit aufzuhören, aber er könne es nicht.: «Ich habe das Gefühlt, ich hätte es verdient.»

Quellen: Haaretz, CNN, Al Jazeera, Reuters  

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