María Corina Machado ist überraschend in Panama aufgetreten. Die venezolanische Oppositionsführerin, die ihre Aufenthaltsorte aus Sicherheitsgründen geheim hält, hatte 2025 den Friedensnobelpreis erhalten. Sie vermachte die Auszeichnung Donald Trump und hoffte, vom amerikanischen Präsidenten nach dem Sturz Maduros als Regierungschefin eingesetzt zu werden. Doch Trump versetzte ihr einen Schlag ins Gesicht und überging sie.
Statt Machado beauftragte der amerikanische Präsident die bisherige venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez mit der Führung der Regierung. Rodríguez gilt als enge Vertraute des gestürzten Präsidenten Nicolás Maduro. Machado erklärte, sie plane eine Rückkehr nach Venezuela «zum richtigen Zeitpunkt».
Die 58-jährige Machado, die das Regime von Maduro als «mafiöse, grausame Militärdiktatur» bezeichnete, war in den letzten fünf Jahren die profilierteste Oppositionsführerin. Eine Beteiligung an den Wahlen 2024 war ihr verboten worden.
Deshalb schickte sie den Diplomaten Edmundo González ins Rennen. Nach Meinung fast aller internationaler Beobachter hatte er die Wahlen klar gewonnen. Maduro liess das Ergebnis zu seinen Gunsten fälschen. González musste nach Spanien flüchten.
Auch Machado verliess Venezuela. Von Anhängern des gestürzten Maduro wird sie mit dem Tod bedroht.