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Sprach-Akrobatik

Das Kleingedruckte

17. Juni 2016
Alex Bänninger
Das Kleingedruckte ist ein notwendiges Übel - so lange wir klein beigeben.

Das Kleingedruckte ist die unverschämteste Mitteilungsform. Dreist auch, dass die seitenlang aneinandergereihten Winzigbuchstaben "Allgemeine" und nicht "Gemeine Geschäftsbedingungen" heissen. Mit ihnen diktieren die Anbieter von Waren und Dienstleistungen der Kundschaft, was sie an Einschränkungen und Pflichten ohne Murren schlucken soll.

Darüber regen wir uns hier mal nicht juristisch auf, sondern sprachlich im Sinne der Zumutbarkeit. Der Affront beginnt mit der kaum entzifferbaren Schrift, setzt sich fort mit dem jeden Geduldsfaden zerreissenden Textumfang und endet bei den harmlos klingenden, aber oft arglistigen Formulierungen.

Was immer uns die Anbieter sagen wollen: so himmeltraurig kommunizierend geht es nicht. Gross befehlen und klein drucken ist die schlitzohrige Tarnung des grossen Drucks auf die Kleinen. Es braucht einen Gegendruck von den Kunden mit dem Entschluss, nur noch zu kaufen, was ohne Buch mit sieben Siegeln geliefert wird.

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