Sir Arthur Seymour Sullivan (1842-1900) war ein britischer Komponist, Musikwissenschaftler, Organist und Dirigent. Gilbert (Textdichter) und Sullivan (Musik) steht für ein ganz eigenes musikalisches Genre, worunter man leichte und vergnügliche Komödien britischer Herkunft versteht.
Hier beschäftigen wir uns mit jenen Werken, die Sullivan selbst als «Incidental Music», also Zwischenaktmusik bezeichnete. Also Musik beispielsweise zu Shakespeares «Der Kaufmann von Venedig» (1871), zu Heinrich VIII. (1877) oder zu «Das Halsband aus Saphir» (1864).
Passt ein Operettenstil überhaupt zur britischen Mentalität? Gilbert und Sullivan versuchen es jedenfalls. Sie hatten damit auch Erfolg, auch wenn ihre Musik etwas stark nach dem Muster von Jacques Offenbach gestrickt ist. Nur eben etwas pompöser und weniger witzig als dieser. Gibt es auch Barcarolen, Walzer, Märsche, Stücke, die wie eine Wassermusik klingen, Melodramen, groteske Tänze und graziöse Tänze. Gilbert und Sullivan haben etwas versucht, das unsere Aufmerksamkeit verdient.
Ich empfehle die Aufnahme mit Emmanuel Lawler und dem RTÉ Concert Orchestra unter der Leitung von Andrew Penny. Sie erschien bei Naxos 1992.