Protokoll einer turbulenten Wahl

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Protokoll einer turbulenten Wahl

Von Journal21, 04.11.2020

Noch ist alles möglich. Beide Kandidaten hielten bisher ihre Hochburgen. In den Battleground-Staaten ist das Rennen eng. Trump gewinnt Ohio, Florida und Texas. Das definitive Ergebnis könnte erst in einigen Tagen bekannt sein.

Alle Zeitangaben in Schweizer Zeit (MEZ).

08:24 Uhr: Trump tritt im Weissen Haus vor Anhänger und Medien, die ihm genehm sind. Er sagt: „Wir gewannen Pennsylvania, Michigan und Wisconsin. Die Briefstimmen können das nicht wettmachen.“ Weiter spricht er von Wahlmanipulation. Er werde den Supreme Court anrufen. „Wir haben diese Wahl gewonnen.“ Millionen hätten für ihn gestimmt. „Eine sehr traurige Gruppe von Menschen versucht, diese Gruppe von Menschen zu entrechten.“ Vizepräsident Pence fügt bei: „We are on the road to victory and we are maklng America great again.“

Journalisten weisen darauf hin, dass Trumps Aussagen „total falsch“ sind. Noch seien Millionen von Stimmen nicht ausgezählt. „Trump falsely claims victory“, schreibt CNN.

07.37 Uhr: Trump gewinnt Montana (3 Elektoren)

07.21 Uhr: Zwischenstand: Biden 219 Elektoren, Trump 209

07.19 Uhr: TRUMP GEWINNT TEXAS (38 ELEKTOREN)

07.13: Biden gewinnt Rhode Island (4 Elektoren)

07.12 Uhr: TRUMP GEWINNT FLORIDA (29 ELEKTOREN)

06.41 Uhr: Trump erklärt: "They are trying to steal the election. Wir werden das nie zulassen.“

06.50: Trump gewinnt Iowa (6 Elektoren).

06.40 Uhr: Biden tritt an seinem Wohnort Wilmington (Delaware) vor die Kameras der Fernsehstationen und einige jubelnden Anhänger. „Wir fühlen uns gut, wo wir stehen. Wir müssen Geduld haben. Wegen der Briefwahlstimmen kann es noch dauern, bis das Endergebnis bekannt ist. Ich bin optimistisch über den Ausgang. Wir glauben, dass wir auf gutem Weg sind, die Wahl zu gewinnen.“

06.40 Uhr: Zwischenergebnis: Biden: 215 Elektoren, Trump: 165

06.37 Uhr: Biden gewinnt Minnesota (10 Elektoren)

06.17 Uhr: Bekannt wird, dass Biden „shortly“ eine Erklärung abgeben wird. CNN-Anchor John King fragte: „Was will er denn sagen? Wir wissen nichts, wir wissen nicht, wer gewinnt.“

06.12 Uhr: Trump gewinnt Idaho (4 Elektoren).

06.05 Uhr: Zwischenergebnis: Biden: 205 Elektoren, Trump: 136 Elektoren. Nötig sind mindestens 270 Elektorenstimmen, um die Wahl zu gewinnen.

06.03 Uhr: TRUMP GEWINNT DEN BATTLEGROUND-STAAT OHIO (18 ELEKTOREN). Bisher hat kein Republikaner die Präsidentschaft gewonnen, ohne Ohio zu gewinnen. Ohio gilt als traditionell republikanischer Staat.

04.58 Uhr: Bisher hat kein Staat anders gewählt als vor vier Jahren. Trump, der sich besser hält, als die Demokraten hofften, kann seine Hochburgen halten, Biden gewinnt dort, wo schon Hillary Clinton gewonnen hat. In den meisten umstrittenen Battleground-Staaten zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. In Florida hat Trump Chancen, erneut zu gewinnen. Offen ist das Rennen in den wichtigen Staaten Pennsylvania, Michigan, Wisconsin, North Carolina, Arizona und Ohio. Dort führt Trump laut Zwischenergebnisse. Diese könnten jedoch dann zugunsten von Biden korrigiert werden, wenn die Briefwahlstimmen ausgezählt werden. Es steht fest, dass vor allem die Demokraten von der Briefwahl Gebrauch machten. Im Schlüsselstaat Pennsylvania, wo die Wahlen entschieden werden könnten, sind mehr als eine Million Briefwahlstimmen eingegangen, die noch nicht gezählt sind. Wenn es knapp wird, könnte das definitve Schlussergebnis erst in zwei, drei Tagen feststehen.

5.20 Uhr: Biden gewinnt Virginia (13 Elektoren)

05.02 Uhr: Biden gewinnt erwartungsgemäss in Washington (12 Elektoren), Oregon (7 Elektoren) und in Kalifornien (55 Elektoren).

05.00 Uhr: In Idaho, Washington, Oregon und Kalifornien schliessen die Wahllokale. Um 06.00 Uhr folgt Hawaii und um 07.00 Uhr Alaska. Hawaii ist ein demokratischer und Alaska ein republikanischer Staat.

04.52 Uhr: Zwischenstand: Biden 118 Elektoren, Trump 105

04.51 Uhr: Trump gewinnt Missouri (10 Elektoren) und Mississippi (6 Elektoren).

04.51 Uhr: Biden gewinnt Illinois (Elektoren).

04.42 Uhr: Biden gewinnt New Hampshire (4 Elektoren).

CNN-Anchor John King am Mittwochfrüh um 04.50 Uhr (Bild: CNN Stream)
CNN-Anchor John King am Mittwochfrüh um 04.50 Uhr (Bild: CNN Stream)

04.41 Uhr: Trump gewinnt in Louisiana 8 Elektoren, in Utah 6 Elektoren, in Nebraska 5 Elektoren und in Kansas 6 Elektoren.

04.29 Uhr: Biden gewinnt New Mexico mit 5 Elektoren.

03.53: Zwischenstand um 03.53 Uhr: Biden 89 Elektoren, Trump 72

04.00 Uhr: Die Wahllokale in Iowa, Montana, Nevada, Utah schliessen.

03.50 Uhr: Trump gewinnt South Carolina mit 9 Elektoren.

03.50 Uhr: Trump gewinnt Alabama mit 9 Elektoren.

03.30 Uhr: Biden gewinnt Colorado mit 9 Elektoren.

03.15 Uhr: Biden gewinnt Connecitcut mit 7 Elektoren.

03.15 Uhr: Trump gewinnt South Dakota mit 3 Elektoren

03.07 Uhr: Zwischenstand um 03.00 Uhr: Biden 73 Elektoren, Trump 48

03.06 Uhr: Biden gewinnt New Jersey (14 Elektoren).

03.05 Uhr: Trump gewinnt Arkansas (3 Elektoren).

03.00 Uhr: Biden gewinnt erwartungsgemäss New York (29 Elektoren).

03.00 Uhr: Die Wahllokale schliessen in Minnesota, Louisiana, North Dakota, South Dakota, Nebraska, Kansas, Texas, Wyoming, Clorado, New Mexico, Arizona, Wisconsin.

02.56 Uhr: Trump gewinnt laut CNN Indiana mit 11 Elektoren.

02:47 Uhr: Zwischenstand um 02.40 Uhr: Trump: 42 Elektoren, Biden 30 Elektoren

02.30 Uhr: Die Wahllokale in Arkansas schliessen.

02.20 Uhr: Bis jetzt bringen die Wahlen keine Überraschung. Trump hält die Staaten, die er schon vor vier Jahren gewann. Biden gewinnt die Staaten, die schon Hillary Clinton für sich entschied.

02.21 Uhr: Trump gewinnt West Virginia mitmit 5 Elektoren.

02.19 Uhr: Trump gewinnt Tennessee mit 11 Elektoren. Tennessee stimmte vor vier Jahren ebenfalls für Trump.

02.07 Uhr: Zwischenstand um 02.00 Uhr: Biden verfügt über 30 Elektoren, Trump über 26. Um gewählt zu werden, braucht ein Kandidat mindestens 270 Elektorenstimmen.

02.06 Uhr: Trump gewinnt Kentucky mit 8 Elektoren. Der Staat stimmte 2016 für Biden.

02.04 Uhr: Trump gewinnt Oklahoma mit 7 Elektoren. Oklahoma stimmte schon vor 4 Jahren für Trump.

02.03 Uhr: Biden gewinnt Maryland mit 10 Elektorenstimmen. Der Staat stimmte 2016 für Clinton.

02.01: Biden gewinnt Delaware mit 3 Elektoren. Der Staat stimmte vor vier Jahren für Hillary Clinton.

02.01: Biden gewinnt Washington D.C. mit 3 Elektorenstimmen. Washington D.C. ist fest in demokratischer Hand.

02.00 Uhr: Die Wahllokale schliessen in New Hamphire, Maine, Rhode Island, Massachussetts, Alabama, Connecticut, Delaware, New Jersey, Maryland, Washington D.C., Pennsylvania, Illinois, Tennesse, Missouri, Mississippi, Oklahoma, Florida.

01.59 Uhr: Laut einer Projektion von CNN gewinnt Biden Massachussetts. Der Staat hat 11 Elektorenstimmen und stimmte vor vier Jahren für Hillary Clinton.

01.51 Uhr: Laut einer Projektion von CNN gewinnt Biden Vermont. Der Staat hat 3 Elektorenstimmen und stimmte vor vier Jahren für Hillary Clinton.

01.30 Uhr: In Ohio, West Virginia und North Carolina schliessen die Wahllokale. Prognosen sind noch keine möglich.

01.19 Uhr: Nach Auszählung von 50 Prozent der Stimmen führt Trump in Florida mit 49,6 Prozent zu 49,5 Prozent. Florida ist ein Schlüsselstaat. Vor vier Jahren gewann hier Trump mit 1,2 Prozent Vorsprung auf Hillary Clinton.-

01.06 Uhr: Noch keine verlässlichen Voraussagen möglich sind  in Vermont, Virginia, South Carolina, Georgia, Kentucky.

01.01 Uhr: Laut CNN hat Trump die Wahlen in Indiana gewonnen. Indiana hat 11 Elektorenstimmen und stimmte schon vor vier Jahren für Trump.

01.00 Uhr: In den ersten Bundesstaaten sind die Wahlen zu Ende. Um 01.00 Uhr Schweizer Zeit (7 p.m) schlossen die Wahllokale in Vermont, Virginia, South Carolina, Georgia, Indiana, Kentucky.

00:39: Nach Auszählung von 10 Prozent der Stimmen führt Biden in Kentucky mit 50,4 Prozent. Kentucky stimmte vor vier Jahren für Trump.

00:31 Uhr: Viele CNN-Journalisten berichten mit Masken aus den einzelnen Bundesstaaten.

00.22: Nach Auszählung von 2 Prozent der Stimmen in Kentucky führt Trump mit 67,5 zu 31,1 Prozent. Kentucky hat 8 Elektorenstimmen und stimmte 2016 für Trump.

00.18 Uhr: Das erste Ergebnis ist da. Nach Auszählung von 1 Prozent der Stimmen führt Trump in Indiana mit 66,5 zu 31,5 Prozent. Das Ergebnis ist nicht aussagekräftig. Indiana hat 11 Elektorenstimmen und stimmte vor vier Jahren für Trump.

00.012 Uhr Mittwoch: Laut CNN sitzt Trump im Westflügel des Weissen Hauses und wartet auf die ersten Ergebnisse.

21.09 Uhr: Nach Angaben der New York Times verliefen die Wahlen bisher „relativ friedlich“. Es habe bisher nur einige „isolierte Zwischenfälle“ gegeben.

20.59 Uhr: Nate Silver, der renommierte Wahlstatistiker und Demoskop, wiederholt am Abend „Joe Biden is favored to beat President Trump“. Trump habe nur eine 1:10-Chance, die Wahl zu gewinnen. Auch die Senatswahlen könnten die Demokraten gewinnen. Sie haben laut Nate Silver eine 3:4-Chance, die Mehrheit im Senat zu erobern.

20:13 Uhr: Wie das U.S. Elctions Project am Abend bekanntgab, haben über hundert Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner vor dem heutigen Wahltag ihre Stimme abgegeben. 100'978'567 stimmten entweder per Brief ab und gingen in ein Wahllokal. Die Zahl der Briefwähler beläuft sich auf 65'055'514. Vorzeitig in ein Wahllokal gingen 35'923'053 Personen.

19.26 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie haben rund 100 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner per Brief gewählt. Zudem ist die Wahlbeteiligung rekordverdächtig hoch. Vor den Wahllokalen bilden sich lange Schlangen.

Die Briefwahlstimmen werden in mehreren Staaten erst später gezählt. Das kann bis zu drei Tagen dauern. Pennsylvania, ein Schlüsselstaat, liess verlauten, das Endergebnis könnte erst am Freitag feststehen.

Zwischenergebnisse, die schon in der Nacht auf Mittwoch (Schweizer Zeit) bekanntgegeben werden, haben also nur eine bedingte Aussagekraft. Sie könnten ein falsches Bild vermitteln, da zuerst die Stimmgen gezählt werden, die in den Wahllokalen abgegeben wurden – noch nicht aber die Briefwahlstimmen.

Fest steht, dass vor allem die Republikaner sich in die Wahllokale bemühen, während die Demokraten per Brief abstimmen. Erste Teilergebnisse könnten also die Republikaner bevorzugen.

Journal21.ch berichtet in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch laufend mit den neuesten Ergebnissen über die Wahlen in den USA. Klicken Sie uns an! Wir halten Sie ab 01.00 Uhr auf dem Laufenden.

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19:15 Uhr: Auch wenn in der Wahlnacht noch nicht feststeht, wer die Wahlen gewonnen hat, könnten erste Ergebnisse wichtige Hinweise geben. Florida schliesst seine Wahllokale um 02.00 Uhr. Der Staat ist für eine schnelle Auszählung bekannt. Auch die Briefwahlstimmen werden dort zügig gezählt. Das Ergebnis in Florida könnte ein wichtiger Barometer für die gesamte Wahl sein. Vor vier Jahren gewann Trump in Florida äusserst knapp.

Neben Florida könnten bis zum Morgen auch erste aussagekräftige Ergebnisse aus Delaware, Vermont und New Hampshire eintreffen.

18:09: Wann schliessen die Wahllokale? Das Interesse konzentriert sich auf die fett eingezeichneten Staaten

Die ersten Wahllokale schliessen um 01.00 Uhr Schweizer Zeit.
Das sind: Vermont, Virginia, South Carolina, Georgia, Indiana, Kentucky

Es folgen um 01.30 Uhr Schweizer Zeit
Ohio, West Virginia, North Carolina

Um 02.00 Uhr Schweizer Zeit schliessen
New Hamphire, Maine, Rhode Island, Massachussetts, Alabama, Connecticut, Delaware, New Jersey, Maryland, Washington D.C., Pennsylvania, Illinois, Tennesse, Missouri, Mississippi, Oklahoma, Florida

Um 02.30 Uhr schliessen
Arkansas

Um 03.00 Uhr schliessen
Minnesota, Louisiana, North Dakota, South Dakota, Nebraska, Kansas, Texas, Wyoming, Clorado, New Mexico, Arizona, Wisconsin

Um 04.00 Uhr schliessen
Iowa, Montana, Nevada, Utah

Um 05.00 Uhr schliessen
Idaho, Washington, Oregon, Kalifornien

Um 06.00 Uhr schliesst
Hawaii

Um 07.00 Uhr schliesst
Alaska
 

15:27 Uhr: Wegen der verschiedenen Zeitzonen öffnen die Wahllokale gestaffelt. Dort, wo sie schon offen sind, bilden sich lange Schlangen. Wegen der Polarisierung im Land rechnet man mit einer rekordhohen Wahlbeteiligung.

15.26 Uhr: Trump sagte dem Sender FOX, er sehe für sich „eine solide Chance“ zu gewinnen. Er werde einen Wahlsieg nur dann erklären, „wenn es wirklich einen Sieg gibt“.

15.21 Uhr: Der Elefant und der Esel

Der Esel ist das inoffizielle Logo der Demokraten. Andrew Jackson, der als erster Demokrat 1828 zu Präsidentschaftswahlen antrat, wurde während des Wahlkampfs von seinen Gegnern als Esel bezeichnet. Er drehte den Spiess um, sprach von einem willensstarken Tier und machte es zum Symbol und Maskottchen seiner Partei. Mit 56 % der Stimmen wurde er zum Präsidenten gewählt. Vor allem der Karikaturist Thomas Nast machte den demokratischen Esel dann populär.

Nast war es auch, der den republikanischen Elefanten erfand. Im Magazin „Harper’s Weekly“ zeichnete er die republikanische Wählerschaft als Elefanten. Die Republikaner hoben schnell die positiven, starken Eigenschaften des Tiers hervor und kürten den Elefanten offiziell zu ihrem Maskottchen.

15.20 Uhr: Trump hatte 2016 in folgenden Staaten gewonnen.
indiana, Kentucky, Oklahoma, West Virginia, Mississippi, Alabama, Tennessee, Texas, Wyoming, North Dakota, South Dakota, Nebraska, Kansas, South Carolina, Arkansas, Louisiana, Montana, Missouri, Ohio, Idaho, North Carolina, Utah, Iowa, Florida, Georgia.

Hillary Clinton gewann folgende Staaten
Vermont, Massachusetts, Maryland, New Jersey, Delaware, Washington D.C., Illinois, Rhode Island, New York, Connecticut, New Mexico, Virginia, Colorado, Kalifornien, Hawaii, Oregon, Nevada

15.07 Uhr: Wie die Washington Post am Dienstag berichtet, haben Amerikanerinnen und Amerikaner zehn Millionen Anrufe erhalten. Eine Roboterstimme habe sie gewarnt, an den Wahlen teilzunehmen.

14.58 Uhr: Präsident Trump forderte laut CNN am Dienstag erneut, dass die Auszählung der Stimmen noch in der Wahlnacht abgeschlossen werden müsse. Damit würde ein grosser Teil der demokratischen Briefwahlstimmen gar nicht berücksichtigt. Vor allem die Demokraten haben mit Brief abgestimmt, während die Republikaner am Wahltag in die Wahllokale strömen. Briefwahlstimmen werden in den meisten Staaten aber erst nach den Stimmen gezählt, die in Wahllokalen abgegeben werden. Zwischenergebnisse werden als Trump klar begünstigen. Viele fürchten, dass Trump sich aufgrund dieser Teilergebnisse, die viele demokratische Briefwahlstimmen nicht mitberechnen, zum Sieger ausrufen wird.

14.48 Uhr: Meagan Wolfe, der oberste Wahlbeamte von Wisconsin, sagte laut CNN, es werde wahrscheinlich bis Mittwoch dauern, bis ein inoffizielles Ergebnis seines Bundesstaates bekanntgegeben werden könne. Grund dafür sei die hohe Zahl von Briefwahlstimmen.

14:32 Uhr: Die Auseinandersetzung darüber, welche Stimmzettel gezählt oder nicht gezählt werden sollen, hält auch am Wahltag an. „Hunderte Anwälte auf beiden Seiten“ seien im Einsatz, schreibt am Dienstag die New York Times. Das gehe „weit über das hinaus, was seit dem umstrittenen Ergebnis im Jahr 2000 normal geworden ist“. Die Republikaner hätten, laut der New York Times, bereits in mehreren Staaten versucht, Stimmzettel vor ihrer Auszählung zu annullieren.

14.22 Uhr: Facebook, Twitter und YouTube haben Schritte eingeleitet, um die Verbreitung von Fehlinformationen am Wahltag zu verhindern. Dutzende Mitarbeiter wurden in einem War Room aufgeboten. Vor allem sollen sie dafür sorgen, dass niemand ungeprüfte Siegesmeldungen verbreitet. Auch Fehlinformationen, die die Integration der Wahl in Zweifel stellen und die Bevölkerung aufwiegeln, sollen verhindert werden. Die Demokraten fürchten, dass Trump seinen Sieg erklären könnte, obwohl noch nicht alle Stimmen ausgezählt sind.

14.13 Uhr: Das Endergebnis von Pennsylvania, das die Wahl entscheiden könnte, steht nicht vor dem 6. November, also vor dem kommenden Freitag fest. Einige Counties von Pennsylvania werden die Briefwahlstimmen nicht am Wahltag selbst zählen, sondern später. Gültig sind nur Briefwahlstimmen, die vor dem heutigen Wahltag oder am Wahltag selbst aufgegeben wurden. Zwischenergebnisse werden schon früher und laufend bekanntgegebebn.

12.00 Uhr: So hat Amerika vor vier Jahren gewählt. Die rot eingezeichneten Staaten stimmten für Trump, die blau markierten für Hillary Clinton. In den schraffierten Staaten war das Ergebnis für Trump äussert knapp. Dort machen sich jetzt die Demokraten Hoffnung.

11.55 Uhr: Entscheidet sich die Wahl in Pennsylvania? Trump hatte 2016 die „rust-belt“-Staaten Pennsylvania, Michigan und Wisconsin äusserst knapp gewonnen (+0,3 – 0,7 Prozent). Vor allem Pennsylvania steht jetzt im Fokus. Der Staat mit seinen 20 Elektorenstimmen könnte für die amerikanischen Wahlen entscheidend sein, sagt der renommierte Wahlforscher Nate Silver.

11.50 Uhr: Laut allerletzten Meinungsumfragen hat Trump in mehreren umstrittenen Staaten in den letzten Stunden zugelegt. Der Umfrage-Aggregator Real Clear Politics gibt Biden im wichtigen Staat Pennsylvania nur noch einen Vorsprung von 2,6 Prozent. Dieser Wert liegt innerhalb der normalen Fehlerquote von +/- 4 Prozent.

Für Florida errechnet Real Celar Politics ein Plus für Biden von 0,9 Prozent. In Wisconsin führt Biden mit 6,7 Prozent, in Michigan mit 5,1 Prozent. In Ohio und Iowa liegt Trump mit je 1,4 Prozent vorn.

11.45 Uhr: Rote und blaue Staaten: Gut 30 der amerikanischen Bundesstaaten stimmen fast regelmässig für die gleiche Partei: entweder für die Demokraten oder die Republikaner. Man spricht von „blauen“ und „roten“ Staaten. Blau ist die Parteifarbe der Demokraten, rot, jene der Republikaner.

Starke republikanische Staaten
Die Staaten mit der stärksten republikanischen Hausmacht waren 2016 West Virginia (68,5 Prozent stimmten republikanisch), Wyoming (67,4), Oklahoma (65,3), Alabama (62,8 Prozent), Kentucky (62,5 Prozent) Der 3. Distrikt von Nebraska stimmte mit fast 74 Prozent für Trump.

Starke demokratische Staaten
Der Staat mit der stärksten demokratischen Hausmacht ist Hawaii. Vor vier Jahren stimmten dort über 62 Prozent der Bevölkerung für die Demokraten, gefolgt von Kalifornien (rund 61 Prozent) und Massachusetts und Maryland mit je rund 60 Prozent. Die Hauptstadt Washington stimmte mit 90 Prozent für Hillary Clinton.

Battleground States
Entscheidend für die Präsidentschaftswahlen sind die Battleground-Staaten, oder Swing-Staaten. Das sind jene Staaten, in den die Mehrheiten immer wieder wechseln.

Real Clear Politics nannte im Vorfeld dieser Wahlen 17 Battleground-Staaten, nämlich: 
Florida, Pennsylvania, Michigan, Wisconsin, Texas, Arizona, Maine, New Mexico, Nevada, North Carolina, Minnesota, Ohio, Georgia, Virginia, New Hampshire, Colorado, Iowa.

Die wichtigsten Battleground-Staaten
Das Interesse konzentriert sich in diesem Jahr vor allem auf die Battleground-Staaten Wisconsin, Pennsylvania, Michigan, Florida, North Carolina, und Iowa. Dieses Staaten hatte Trump vor vier Jahren mit knapper Mehrheit gewonnen.

11.40 Uhr: Das U.S. Elections Projekt gibt bekannt, dass fast 100 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner vor dem heutigen Wahltag gewählt haben. Insgesamt sind es 99'657'079, die vorzeitig ihre Stimme abgegeben haben. Davon wählten 63'936'249 mit Brief, 35'720'830 gaben ihre Stimme in einem Wahllokal ab.

11.30 Uhr: Ausgangslage: In den 50 amerikanischen Bundessgtaaten werden 538 Wahlmänner/Wahlfrauen (Elektoren) gewählt. Sie bestimmen dann Mitte Dezember den amerikanischen Präsidenten.

Insgesamt besteht das Electoral College aus 538 Wahlleuten. Ein Kandidat muss also mindestens 270 Wahlleute hinter sich haben, um gewählt zu werden (538 : 2 +1). Trump gewann 304 der 538 Wahlleute.

Die Elektoren-stärksten Bundesstaaten
Die Bundesstaaten mit den meisten Wahlleuten sind: Kalifornien (55), Texas (39), New York und Florida (je 29), Illinois (20), Pennsylvania (20). Kalifornien (55), Texas (38), New York (29), Florida (29), Illiois (20), Pennsylvania (20), Ohio (18).

Die Elektoren-schwächsten Bundestaaten
Die Bundesstaaten mit den wenigsten Wahlleuten sind: Alaska (3), Delaware (3), Montana (3), North Dakota (3), South Dakota (3), Vermont (3), Wyoming (3), Washington DC (3).

Washington D.C.
Die Hauptstadt Washington (Washington D.C., District of Columbia) ist kein Bundesstaat, verfügt  jedoch über drei Wahlleute.Magische Zahl: 270

„Winner-Take-All“
Das Electoral College setzt sich aus den Wahlmännern und Wahlfrauen zusammen, die am Wahltag vom Volk in den einzelnen Bundesstaaten bestimmt werden. Jeder Bundesstaat verfügt über so viele Wahlmänner/Wahlfrauen (Elektoren) wie er Abgeordnete im Washingtoner Kongress hat.

In 48 der 50 amerikanischen Bundesstaaten gilt das Prinzip „Winner-Take-All“. Das heisst: Dem Kandidaten, der in einem Bundesstaat (relativ) am meisten Stimmen erhält, werden alle Wahlleute des Bundesstaates zuerkannt.

Einzig im Mittelwest-Staat Nebraska und im Neuengland-Staat Maine gilt eine besondere Regelung. Nebraska verfügt über 5 Wahlleute, Maine über 3. Diese können, je nach Ergebnis, auf die Kandidaten aufgeteilt werden. Trump gewann in Nebraska alle 5 Elektoren der 3 Distrikte. In Maine gewann Clinton 3 Elektoren und Trump 1.

11.00 Uhr: Im Neuengland-Staat Vermont haben um 07.00 Uhr Ortszeit die ersten Wahllokale geöffnet. Damit haben die eigentlichen Wahlen begonnen.

06:00 Uhr Schweizer Zeit: Die Wahlen beginnen im Dörfchen Dixville Notch bereits um Mitternacht. Ein Gesetz erlaubt es Gemeinden mit weniger als hundert Einwohnern, die Urnen schon um Mitternacht zu öffnen. Dutzende Journalisten und Kamerateams warten dann bei oft eisiger Kälte auf das erste Ergebnis. Diese Wahlen haben vor allem Folklore-Charakter. In Dixville Notch erhielt Clinton 4 Stimmen, Trump deren zwei. Jetzt wurden für Joe Biden 5 Stimmen abgegeben, für Trump keine.

Auch in Hart’s Location in New Hampshire wurde in früheren Jahren bereits um Mitternacht gewählt. Wegen der Corona-Pandemie wurde dieser Urnengang abgesagt.

(J21/hh)

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