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Vollmond überstrahlt das Schauspiel der Meteorschauer

Vollmond
Keystone/EPA, Toms Kalnins

Ein Vollmond geht am 29. Juli 2026 in Kabile, Lettland, auf. Dass er so besonders gross erscheint und prächtig leuchtet, hat allerdings den Nachteil, dass die gleichzeitigen Meteorschauer am Nachthimmel nur schwer zu erkennen sind.

Der Vollmond im Juli wird auch «Heumond» genannt – ein Name, der sich auf die traditionelle Heuernte im Hochsommer bezieht. «Dank der sogenannten Mondtäuschung erscheint er uns besonders prächtig», erklärt der Astrophysiker Björn Voss. Der Direktor des Planetariums Hamburg ergänzt: «Obwohl seine physikalische Grösse unverändert ist, erscheint er uns viel grösser als hoch am Himmel. Denn unser Gehirn stuft den Horizont fälschlicherweise als weiter entfernt ein als den Zenit über unseren Köpfen. Ein tief stehender Vollmond wird dann ganz automatisch mit Bäumen oder Häusern verglichen und unbewusst als besonders imposant eingestuft.»

Ende Juli sind mehrere Meteorschauer gleichzeitig aktiv und sorgen für ein seltenes Sternschnuppen-Spektakel. Einen ersten Höhepunkt bildet laut Star Walk die Nacht vom 30. auf den 31. Juli, wenn die Südlichen Delta-Aquariiden und die Alpha-Capricorniden zeitgleich ihr Maximum erreichen. Während die Delta-Aquariiden zahlreiche mittelschnelle Sternschnuppen liefern, sind die Alpha-Capricorniden zwar deutlich schwächer, dafür aber für ihre besonders hellen und langsam über den Himmel ziehenden Feuerkugeln bekannt.

Die Beobachtungsbedingungen sind 2026 allerdings nicht optimal. Da der Höhepunkt der beiden Meteorschauer unmittelbar auf den Vollmond fällt, wird der Himmel stark aufgehellt. Viele lichtschwache Meteore bleiben dadurch unsichtbar. Auf einer den Mond abdeckenden Beobachtungsposition hat man in der kommenden Nacht dennoch gute Chancen, das Meteorspektakel beobachten zu können.

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