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Verheerende Waldbrände im südlichen Europa

Waldbrände Frankreich
Keystone/AP Photo, Caroline Blumberg

Ein Löschflugzeug bekämpft am 24. Juli 2026 einen Waldbrand im westfranzösischen Arès. Grosse Gebiete in Griechenland, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal werden seit Tagen von verheerenden Buschfeuern und Waldbränden heimgesucht. Extreme Temperaturen, lang anhaltende Trockenheit und starke Winde sorgen für die Ausbreitunng der Brände. Besonders stark betroffen ist Frankreich. An der französischen Atlantikküste müssen Zehntausende Menschen evakuiert werden. Auch Schiffe werden dafür eingesetzt. Eines der beiden Grossfeuer ist auf die Fläche des Stadtgebiets von Paris angewachsen.

Mehr als 65’000 Menschen mussten wegen der Waldbrände an der französischen Atlantikküste bislang ihre Häuser verlassen. An der Küste bei Bordeaux, am Becken von Arcachon, mussten bislang etwa 44’000 Menschen evakuiert werden, wie Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez sagte.

Das Feuer hat sich nach Behördenangaben inzwischen auf 12’500 Hektar ausgedehnt, eine Fläche knapp so gross wie Paris. Mehr als 50 Gebäude und ein Campingplatz wurden von den Flammen zerstört. Aus der Bevölkerung kam bislang niemand zu Schaden, allerdings wurden 42 Feuerwehrleute verletzt.

Insgesamt kämpfen in der Region 1’500 Feuerwehrfrauen und -männer gegen den Brand. Unterstützt werden sie von einer grossen Zahl von Löschflugzeugen.

Ein weiterer Brand südlich von Bordeaux, in der Gegend um Biscarosse, hält ebenfalls Feuerwehr, Einwohner und Feriengäste in Atem. Dort war ein Lieferwagen in Brand geraten. Das Feuer griff schnell auf die Natur über und hat sich laut Minister Nuñez inzwischen auf 2’500 Hektar Fläche ausgedehnt. 100 Häuser wurden durch den Brand beschädigt, 700 Feuerwehrleute sind im Einsatz. 23’000 Menschen wurden bislang evakuiert – vor allem von Campingplätzen und aus Hotels oder Ferienwohnungen.

In der beliebten Ferienregion um Bordeaux, Biscarosse und Arcachon sind Tausende Touristen betroffen. Sie kamen in Notunterkünften und Ausweichquartieren in angrenzenden Ferienorten unter. In Bordeaux wurde auch eine Messehalle zur Einquartierung evakuierter Touristen geöffnet. Die Gendarmerie koordiniert die Evakuierungen und bewacht die verwaisten Campingplätze und Ferienzentren, wo viele Menschen Wohnwagen und Zelte zurücklassen mussten.

Die Eindämmung und Bekämpfung der Brände bleibt schwierig. In der Region werden erneut Temperaturen von bis zu 39 Grad erwartet. Ausserdem wehen starke Winde. Die Lage bleibt somit weiter sehr kritisch.

Unterstützung bekommt Frankreich über den Hilfsmechanismus der Europäischen Union. Wie Präsident Emmanuel Macron erklärte, kämen unter anderem zwei Löschflugzeuge aus Kroatien sowie Hubschrauber aus Tschechien und der Slowakei zu Hilfe. Ausserdem rüstet Frankreich kurzfristig ein grosses Militärtransportflugzeug des Typs Airbus A400M für Löscheinsätze um, das schon binnen einiger Tage einsatzbereit sein soll.

Die Waldbrände treffen Frankreich dieses Jahr besonders hart. Wie Nuñez sagte, seien bislang bereits 50’000 Hektar Fläche betroffen, dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum.

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