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Mecklenburg-Vorpommern/Berlin

«Ein Desaster»

Friedrich Merz
Friedrich Merz am Sonntagabend (Keyystone/AP/Schreiber)

Nach Bekanntgabe des Sieges der AfD in Mecklenburg-Vorpommern tritt Bundeskanzler Friedrich Merz vor die Medien und spricht von einem «Desaster». Er wolle jedoch Bundeskanzler und CDU-Chef bleiben, sagt er trotzig. Seiner CDU droht in Mecklenburg-Vorpommern laut einer Hochrechnung von 21.07 Uhr eine Katastrophe. Mit 5,0 Prozent liegen die Christdemokraten haarscharf über der 5-Prozent-Hürde. Fliegt die Partei aus dem Landesparlament? In Berlin triumphiert die Linke. Erhält die Hauptstadt erstmals eine linke Bürgermeisterin?

Im norddeutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern gewinnt die AfD unter Führung von Leif-Erik Holm laut einer Hochrechnung 21,2 Prozent der Stimmen und kommt auf 37,9 Prozent. Die SPD mit Spitzenkandidatin und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig lag in den letzten Wochen in Umfragen zurück, hatte aber in den letzten Tagen gehofft, das Steuer doch noch herumreissen zu können. Das gelang nicht. Die SPD erzielt etwa 36,0 Prozent (-3,6).

Leif-Erik Holm mit seiner Frau Wenke
AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm mit seiner Frau Wenke bei der Stimmabgabe (Keystone/DPA/Jens Büttner)
Manuela Schwesig, Stefan Schwesig
Manuela Schwesig und ihr Mann Stefan Schwesig bei der Stimmabgabe in Schwerin (Keystone/EPA/Filip Singer)

Für Die Linke werden laut Hochrechnung in Mecklenburg-Vorpommern 6,5 Prozent (-3,4) prognostiziert. Ob die CDU mit 5,0 Prozent (-8,3 Prozent) die 5-Prozent-Hürde schafft, ist noch unklar. Es wäre das erste deutsche Bundesland, in dem die CDU oder die CSU nicht im Landesparlament vertreten wäre.

Die Grünen verlieren 0,9 Prozent und kommen auf 5,4 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) schafft mit 4,8 Prozent den Einzug in den Landtag nicht. Die FDP bricht zusammen. Sie verliert 4,8 Prozent und totalisiert noch 1 Prozent.

Aus der Wahl für das Abgeordnetenhaus in Berlin geht Die Linke mit Spitzenkandidatin Elif Eralp als stärkste Partei hervor. Ob Elif Eralp erste linke Bürgermeisterin von Berlin wird, hängt von der Regierungsbildung ab.

Elif Eralp
Elif Eralp, die Spitzenkandidatin der Linken am Sonntag an der Wahlparty in Berlin-Kreuzberg (Keystone(DPA/Sebastian Gollnow)

Die Linke kommt in Berlin gemäss Hochrechnung auf 25,5 Prozent der Stimmen (+13,3 Prozent), die CDU auf 20,0 Prozent (-8,2), die Grünen auf 15,4 Prozent (-3,0), die AfD auf 13,9 Prozent (+4,8), die SPD auf 12,0 Prozent (-6,4), das Bündnis Sahra Wagenknecht auf 5,0 Prozent (+5,0).

Wird aktualisiert.

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