Die aus den Wahlen Costa Ricas vom 2. Februar siegreich als Präsidentin hervorgegangene Laura Fernandez ist am 8. Mai für die Periode 2026–2030 im Nationalstadion in San José inauguriert worden. Die 39-jährige Politologin war die Wunschkandidatin des amtierenden rechtspopulistischen Präsidenten Rodrigo Chaves.
Fernandez hatte bereits im ersten Wahlgang klar gesiegt, sodass keine Stichwahl mehr nötig war. Sie verfügt als Präsidentin mit ihrer Partei «Souveränes Volk» über eine Mehrheit im Parlament. Die angestrebte Zweidrittelmehrheit wurde jedoch knapp verfehlt. Im Wahlkampf setzte Fernandez vor allem auf das Thema Sicherheit. Der starke Anstieg der Kriminalität in Costa Rica und das Thema Drogen und Bandengewalt waren Hauptgründe für den Wahlsieg der Chaves-Nachfolgerin.
Mit ihrem Wahlsieg hat die Partei der Präsidentin einen deutlichen Machtzuwachs errungen. Beobachter befürchten, dass Fernandez die von ihrem Vorgänger praktizierte konfrontative Politik weiter akzentuieren und die Errungenschaften der für ihre Stabilität bewunderten Demokratie Costa Ricas über Bord werfen wird.