Sie haben genug vom Ausweichverkehr durch ihre Dörfer. Bewohner aus allen Urner Gemeinden protestieren am Samstag, 18. Juli 2026, in Amsteg. Mit einer Fussgängerstreifen-Aktion machen sie auf die Auswirkungen des Gotthard-Staus auf ihren unmittelbaren Lebensraum aufmerksam.
Vor dem Nordportal des Gotthardtunnels stockte am Samstag auf der Autobahn A2 schon frühmorgens der Verkehr. Der Stau erreichte im Lauf des Tages eine Länge von 20 Kilometern. Der Ausweichverkehr verstopfte die engen Strassen in den Dörfern des Kantons Uri. Die Autos standen dort zeitweise dicht an dicht und blockierten alles.
Wie auch an der San-Bernardino-Strecke in Graubünden oder am Brenner im Tirol kommt es auch entlang der Gotthard-Autobahn bei Stau vermehrt zu Ausweichverkehr, was zunehmend Proteste der betroffenen Anwohner hervorruft.