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Nervosität nach Fund fremder Kampfdrohne bei ukrainischen Transportmaschinen

Drohnenvorfall Leipzig/Halle
Keystone/DPA, Hendrik Schmidt

7. August 2026, Sachsen, Schkeuditz: Ukrainische Antonov-Maschinen parken am Flughafen Leipzig/Halle. Nach dem Drohnenvorfall in der Nacht zum Mittwoch laufen die Ermittlungen. Die für einen Angriff ausgerüstete Drohne war nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine sichergestellt worden. Die deutschen Sicherheitsbehörden sind alarmiert.

Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. Grund sei die besondere Bedeutung des Falles, teilte die Behörde am Donnerstagabend mit. Es bestehe der Verdacht des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion sowie des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

«Es handelt sich um einen schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland», teilte die Bundesanwaltschaft mit. «Damit ist die Tat geeignet, die äussere und innere Sicherheit der Bundesrepublik zu beeinträchtigen.»

Spezialisten der Bundespolizei hatten die Sprengvorrichtung an der Drohne entschärft. Nach Angaben des LKA wurde der Zünder entfernt. Später wurde die Bombe kontrolliert gesprengt. Dass es nicht zur Explosion kam, lag demnach daran, dass der Zünder defekt war. Laut Informationen aus Sicherheitskreisen war die Drohne mit Semtex beladen gewesen, einem militärischen Plastiksprengstoff.

Die Suche nach einer zweiten Drohne läuft weiter. Diese war mutmasslich mit einem Frachtflugzeug zusammengestossen, nachdem das Flugzeug wegen der zuvor erfolgten Sperrung der Landebahn beim Landeanflug durchgestartet sei. Bei der Maschine seien nach der Landung in Hannover leichte Beschädigungen festgestellt worden, hiess es.

Der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Oleksii Makeiev, vermutet Russland hinter dem Drohnenvorfall. «Ich hoffe, dass auch all die Behörden in Deutschland jetzt die Tatsachen feststellen. Aber wer könnte es noch sein ausser Russland?», sagte er dem Nachrichtensender Welt TV. 

Der Fall weckt Erinnerungen: 2024 entzündete sich im DHL-Logistikzentrum in Leipzig ein Luftfrachtpaket. Sicherheitskreise gehen davon aus, dass das Paket im Auftrag Russlands platziert wurde. Laut dem früheren Verfassungsschutz-Präsidenten, Thomas Haldenwang, war Deutschland damals nur knapp an einem Flugzeugabsturz vorbeigeschrammt. Es sei einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass das Paket noch am Boden und nicht während des Fluges in Brand geraten sei. Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen.

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