Ein Wanderer in Mill Valley, Kalifornien, watet auf überflutetem Pfad. Die King Tide – Königsflut – ist ein Phänomen, das zustande kommt, wenn Sonne, Mond und Erde sich auf einer Linie befinden und die Gravitationseffekte beider Himmelskörper, welche die Gezeiten mit verursachen, sich addieren. In der Zeit um den 2. Januar entstehen aufgrund der astronomischen Konstellation die Königsfluten.
Der Mond umkreist die Erde auf einer elliptischen Bahn, die er in etwa 29 Tagen umrundet. Die Anziehungskraft ist am grössten, wenn sich der Mond im Perigäum (der Erde am nächsten) befindet, und am geringsten, wenn er sich im Apogäum (der Erde am weitesten entfernt) befindet. Der Mond hat einen grösseren Einfluss auf die Gezeiten als die Sonne, aber auch die Position der Sonne wirkt sich auf die Gezeiten aus. Die Erde umkreist die Sonne auf einer elliptischen Bahn, für die sie etwas mehr als 365 Tage benötigt. Die Anziehungskraft der Sonne ist am grössten, wenn sich die Erde im Perihel befindet – also Anfang Januar am nächsten zur Sonne – und am geringsten, wenn sich die Erde im Aphel befindet – also Anfang Juli am weitesten von der Sonne entfernt.
Die Springfluten treten bei Neumond und Vollmond auf, wenn Erde, Mond und Sonne im Perigäum und Perihel ausgerichtet sind, was zu dem grössten Tidenhub im Laufe eines Jahres führt. Die Gezeiten sind also am stärksten, wenn die Erde jedes Jahr um den 2. Januar herum der Sonne am nächsten ist.
Quellen: AP, Wikipedia