Ein alter Fischer am Malecón, der berühmten Flaniermeile der kubanischen Hauptstadt Havanna. Das Leben in Kuba wird wegen der schweren Versorgungs- und Energiekrise immer schwieriger. Auf der Insel befürchtet man, dass der Sieg der Pro-Trump-Kräfte in Brasilien dazu führt, dass der amerikanische Präsident nun auch Kuba definitiv in die Knie zwingen will.
Trump hat fast ganz Lateinamerika unter seine Fuchtel gebracht. Kuba fehlt ihm noch in seinem Palmarès. Das Land befindet sich in einem desolaten Zustand. Das Stromnetz ist extrem instabil, immer wieder kommt es zu langen Stromausfällen. Es herrscht ein massiver Treibstoffmangel. Dadurch sind Verkehr, Stromproduktion und Versorgung betroffen. Die meisten internationalen Fluggesellschaften haben ihre Kuba-Verbindungen eingestellt oder reduziert.
Lebensmittel und Medikamente sind knapp. In der Bevölkerung wächst die Unzufriedenheit, immer häufiger kommt es zu öffentlichen Protesten, was früher undenkbar war. Die Regierung steht unter Druck, die USA verschärfen ihre wirtschaftlichen Sanktionen. Washington verlangt politische und wirtschaftliche Veränderungen. Havanna macht die US-Sanktionen für die missliche Lage verantwortlich.