Mit dem Beschuss saudischer Tanker im Roten Meer und der Drohung, die Meerenge Bab al-Mandab zu schliessen, sind die Iran-treuen Huthi zu einem äusserst gefährlichen Player im Nahostkonflikt geworden. Woher stammt eigentlich der Name «Huthi»? Dieser Mann ist der Namensgeber der anti-amerikanischen und anti-israelischen politisch-militärischen Bewegung.
Der 1959 geborene Hussein Badreddin al-Huthi war im Jemen ein politischer und militärischer Führer der Zaiditen, einem Zweig der Schiiten. Er wurde 2004 getötet.
In den Neunzigerjahren war er Mitglied der «al-Haqq»-Partei (Die Wahrheit) und sass im jemenitischen Repräsentantenhaus. Bald wurde er zur Zielscheibe der offiziellen jemenitischen Regierung und floh nach Syrien und in den Iran. Er war es, der die bewaffnete Organisation «Ansar Allah» (Helfer Gottes) gründete, die gegen die offizielle jemenitische Regierung kämpft.
Im Jahr 2000 riefen die Huthi erstmals den Slogan «Allah ist gross! Tod den USA! Tod Israel! Verdammt seien die Juden! Sieg dem Islam!» aus.
Hussein Badreddin al-Huthi war der Initiant einer Armee, die zwölf Jahre nach seinem Tod über etwa 350’000 Kämpfer und über teils modernste Waffen verfügt. Dazu gehören Land- und Mittelstreckenraketen, Angriffsraketen, Kampfdrohnen, Unterwasserraketen, Schnellboote und Seeminen.
Am 10. September 2004 starb Hussein Badreddin al-Huthi bei Kämpfen mit den jemenitischen Sicherheitskräften im Nordwesten des Landes. Nach seinem Tod nahm die von ihm initiierte Bewegung «Ansar Allah» seinen Namen an.
Heute werden die Huthi von Abdul-Malik al-Huthi angeführt. Er ist ein Bruder des 2004 getöteten Hussein al-Huthi. Er gilt als resoluter, kompromissloser, draufgängerischer Führer mit besten Kontakten zu Iran und der Hisbollah.
Übrigens: Wikipedia schreibt, dass der Ausdruck «Huthi» wie im Englischen mit einem «th» [θ]) (Stimmloser dentaler Frikativ) ausgesprochen wird. Im deutschsprachigen Raum ist das unüblich.