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Eidgenössische Volksabstimmung

Eine saftige Klatsche zum Schluss

27. September 2026
Teleblocher
Christoph Blocher am Sonntagabend mit Matthias Ackeret auf Blochers YouTube-Kanal «Teleblocher»

Geplant war, dass Christoph Blocher seine lange politische Karriere mit einem glorreichen Sieg krönt. Daraus wurde nichts. Der 85-jährige SVP-Übervater wurde an diesem Sonntag mit einer deftigen Niederlage verabschiedet. 70,2  Prozent der stimmenden Schweizerinnen und Schweizer lehnten seine Neutralitätsinitiative ab. 

Die Sieger
Freude bei den Siegern in Bern: Von links, SP Co-Präsident Nationalrat Cedric Wermuth, SP-AG, die Nationalrätinnen Corina Gredig, GLP-ZH, und Sibel Arslan, GP-BS, die Nationalräte Fabian Molina, SP-ZH, Heinz Theiler, FDP-SZ, und Jon Pult, SP-GR, Ständerätin Mathilde Crevoisier Crelier, SP-JU, FDP Co-Präsidentin Susanne Vincenz-Stauffacher, FDP-SG, Nationalrat Heinz Theiler, FDP-SZ, Monika Rühl, Direktorin von Economiesuisse, Nationalrätin Simone De Montmollin, FDP-GE, sowie die Ständerätinnen Andrea Gmür, Mitte-LU, und Marianne Binder-Keller, Mitte-AG (Keystone/Alessandro della Valle)

Letzte Meinungsumfragen hatten den Gegnern der Initiative noch einen Sieg von 63 Prozent vorausgesagt. Dass es jetzt sogar 70,2 Prozent sind, ist umso beeindruckender als dem Ja-Komitee etwa zweieinhalb Mal so viel Geld im Abstimmungskampf zur Verfügung stand. Allein Blocher hat vier Millionnen Franken aufgeworfen.

Die Niederlage Blochers ist für ihn und die SVP umso schmerzvoller, weil kein einziger Kanton, nicht einmal ein SVP-freundlicher Kanton, die Vorlage nur annähernd angenommen hat. Das wuchtigste Nein kam aus Neuenburg: 75,5 Prozent. Am wenigsten stark Nein sagte das Tessin: 51,7 Prozent. 

Die Stimmbeteiligung lag bei 47 Prozent.

In einer ersten Reakion sagte Blocher auf seinenm YouTube-Kanal Teleblocher, die Kriegsgefahr habe heute zugenommen. Die Niederlage schmerze ihn vor allem für die Schweiz: Das Nein sei ein Schlag für die künftige Sicherheit der Schweiz.

Verlierer
Lange Gesichter bei den Verlierern: Stephan Rietiker, Präsident Pro Schweiz (links), Alt-Nationalrat Walter Wobmann, SVP-SO (zweiter von links) am Sonntag in Bern (Keystone/Peter Schneider)

Die Ernährungsinitiative wurde mit 72,5 Prozent Nein abgelehnt. Kein einziger Kanton befürwortete die Initiative. 

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