Ein ukrainischer Soldat der 65. motorisierten Schützenbrigade bereitet in der Region Saporischschja eine Hornet-Drohne für einen Angriff auf Russland vor. Die Mittelstrecken-«Hornet»-Drohnen haben eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern. Zusätzlich setzt die Ukraine immer mehr grosse Schwärme billiger Langstreckendrohnen mit einer Reichweite von bis zu 3’000 Kilometern ein. Damit werden im russischen Hinterland Raffinerien und Industrieanlagen angegriffen.
Inzwischen setzen die ukrainischen Drohnenangriffe Russland erheblich zu, vor allem bei der Treibstoffversorgung. Ende August lag Russlands Benzinproduktion laut Reuters-Quellen nur noch bei ungefähr 70% des heimischen Bedarfs. Moskau hat deshalb die Beschränkungen für Diesel- und andere Treibstoffexporte erneut verlängert. Das Institute for the Study of War bewertet die ukrainischen Angriffe inzwischen als spürbare Belastung für Russlands Wirtschaft und die Fähigkeit, den Krieg langfristig zu finanzieren und zu versorgen.
Die Angriffe sind inzwischen strategisch relevant und verursachen reale wirtschaftliche Einbussen. Ob daraus eine echte Krise für die russische Kriegsführung wird, hängt laut Analytikern vor allem davon ab, ob die Ukraine diese Angriffsintensität über Monate aufrechterhalten kann.