Hunderttausende wohnen in der nordostiranischen Stadt Maschad der Beisetzung des getöteten Obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei bei. Zuvor war der Sarg auf eine Reise durch das ganze Land geschickt worden. Dabei wurde der Getötete mit Prozessionen und Zeremonien verabschiedet. In Maschad, der Heimatstadt von Ali Khamenei, endete die Reise. Die Stadt gilt als eine der sieben heiligen Stätten des schiitischen Islam.
In Maschad befindet sich der heilige Schrein des achten schiitischen Imams Reza. Es handelt sich um die einzige Grabstätte eines schiitischen Imams auf iranischem Boden.
Das iranische Fernsehen zeigt Bilder mit mehreren Särgen, ohne eine Erklärung dazu abzugeben. Laut den Agenturen AP und Reuters wurde am Donnerstag nicht nur Khamenei in Maschad beigesetzt, sondern auch Familienangehörige, die bei demselben israelisch-amerikanischen Angriff getötet worden waren. AP und Reuters nennen jedoch keine Zuordnung der einzelnen Särge.
Während der Beisetzungsfeiern haben neue Angriffe den Nahen Osten erschüttert: Laut iranischen Staatsmedien haben US-Streitkräfte mehrere weitere Ziele an der iranischen Küste angegriffen. Demgegenüber gab Teheran an, Raketen auf einen US-Stützpunkt in Jordanien abgefeuert zu haben.