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Neue US-Partei

«American Party»

5. Juli 2025
Elon Musk
Elon Musk am 30. März in Green Bay (Wisconsin) (Keystone/AP/Jeffrey Phelps)

Nun also doch: Elon Musk, der reichste Mann der Welt, gründet eine eigene Partei. Wie er am Freitagabend auf X mitteilte, soll sie «American Party» heissen. Der Schritt erfolgt aus Wut über die Annahme von Trumps Steuer- und Ausgabengesetze «Big Beautiful Bill». Musk bezeichnet das Paket als «Irrsinn». Mit der Gründung der «American Party» scheint der Bruch zwischen dem mächtigsten und dem reichsten Mann der Welt endgültig vollzogen.

«Heute wird die ‹American Party› gegründet, um Euch Eure Freiheit zurückzugeben», kündigt Musk auf X an. Er stört sich vor allem daran, dass ihn Trump missbraucht hat. Der Präsident stellte ihn an, um die staatlichen Ausgaben in den Griff zu bekommen. Doch mit «Big Beautiful Bill» (BBB) zeigt nun Trump, dass er es wenig von Finanzdisziplin hält. Die Verschuldung Amerikas beträgt mehr als 120 Prozent der Wirtschaftskraft.

Musk hatte auf X eine Umfrage aufgeschaltet und wollte wissen, was die Leute von einer dritten Partei halten. «Im Verhältnis 2:1 wollen Sie eine neue politische Partei und Sie werden sie bekommen!», teilte er am Freitagabend mit. 

Bereits jetzt müssen die USA jährlich 1,1 Billionen US-Dollar an Zinsen auf ihre Staatsverschuldung zahlen (Quelle: Congressional Budget Office, Treasury Department). Die Militärausgaben 2024/2025 betragen zwischen 850 bis 900 Milliarden US-Dollar. Also: Wegen der hohen Verschuldung zahlen die USA mehr für Zinsen als für das Verteidigungsbudget.

Musk stört sich auch daran, dass er Trump auf den Leim gekrochen ist und die Republikaner im Wahlkampf mit etwa 280 Millionen Dollar unterstützt hat. 

Der Tech-Milliardär, dessen Vermögen laut Bloomberg auf 365 Milliarden Dollar geschätzt wird und der nach den Wahlen ständig im Weissen Haus verkehrte, hat Ende Mai seine Arbeit als Trumps Berater für beendet erklärt und den Präsidenten wegen seiner Ausgabenpolitik öffentlich kritisiert. Sollte das von Trump geplante BBB-Gesetz angenommen werden, drohte er letzte Woche, werde er eine eigene Partei gründen. Das ist jetzt geschehen.

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