Damals am 21. April

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Damals am 21. April

Von Journal21, 21.04.2017

Gründung von Rom - Geburt von Charlotte Brontë - Bier-Aufstand in Frankfurt - Tod von Mark Twain - Die Rote Armee dringt in Berlin ein - Militärputsch in Griechenland - Tod von Prince

Herausgegriffen

21. April 1967: Am frühen Morgen putscht sich in Griechenland das Militär an die Macht. Hochrangige Militäroffiziere unter der Leitung von Georgis Papadopoulos (links im Bild) errichten eine repressive Diktatur. Zehntausend Personen werden verhaftet, Künstler, Journalisten, Anwälte, Partisanen des Zweiten Weltkrieges und Hunderte aktiver Mitglieder aller politischen Parteien. Die Militärdiktatur, das „Regime der Obristen“, dauert von 1967 bis 1974.
21. April 1967: Am frühen Morgen putscht sich in Griechenland das Militär an die Macht. Hochrangige Militäroffiziere unter der Leitung von Georgis Papadopoulos (links im Bild) errichten eine repressive Diktatur. Zehntausend Personen werden verhaftet, Künstler, Journalisten, Anwälte, Partisanen des Zweiten Weltkrieges und Hunderte aktiver Mitglieder aller politischen Parteien. Die Militärdiktatur, das „Regime der Obristen“, dauert von 1967 bis 1974.

Es geschah an einem 21. April

753 vor Christus: Romulus gründet die Stadt Rom.

1509: Henry VIII. (Heinrich VIII.) wird König von England (bis 1547). Er trennt die englische Kirche von Rom und errichtet die Anglikanische Staatskriche.

1519: Der spanische Eroberer Hernan Cortés landet bei Veracruz in Mexiko und beginnt mit der Eroberung des Landes.

1699: Tod von Jean Baptiste Racine, französischer Dramatiker der französischen Klassik (u. a. „Andromache“ 1667, „Phèdre“ 1677, „Athalie“ 1691).

1792: Joaquim José da Silva Xavier wird in Brasilien hingerichtet. Er hatte versucht, eine demokratische Revolution durchzuführen und wurde zum Nationalhelden. Sein Todestag ist der brasilianische Nationalfeiertag.

1816: Geburt von Charlotte Brontë

In Yorkshire in Nordengland wird Charlotte Brontë geboren, eines von sechs Kindern eines aus Nordirland eingewanderten Pfarrers. Zusammen mit ihren Schwestern Emily und Anne ist sie früh literarisch tätig und gilt als Chronistin ihrer Familie. Nach der Veröffentlichung ihres ersten erfolgreichen Romans „Jane Eyre“ sterben Emily und Anne. Zwei andere Schwestern sind schon früher gestorben, der einzige Sohn der Familie ist dem Alkohol verfallen. Charlotte vertritt immer wieder emanzipatorische Vorstellungen, verlangt Freiheit und Selbstbestimmung, auch für Frauen, was im viktorianischen England Skandale auslöst. Auch erotische Fantasien äussert sie offen. Charlotte veröffentlicht ihre Romane unter dem männlichen Pseudonym „Currer Bell“, gibt sich aber dann als Frau zu erkennen (neben dem 1847 entstandenen „Jane Eyre“ sind bekannt: „Shirley“ 1849, „Villette“ 1853, „The Professor“ postum 1857). Sie stirbt am 31. März 1855 während der Schwangerschaft. (Zeichnung: George Richmond, 1850, National Portair Gallery, London)
In Yorkshire in Nordengland wird Charlotte Brontë geboren, eines von sechs Kindern eines aus Nordirland eingewanderten Pfarrers. Zusammen mit ihren Schwestern Emily und Anne ist sie früh literarisch tätig und gilt als Chronistin ihrer Familie. Nach der Veröffentlichung ihres ersten erfolgreichen Romans „Jane Eyre“ sterben Emily und Anne. Zwei andere Schwestern sind schon früher gestorben, der einzige Sohn der Familie ist dem Alkohol verfallen. Charlotte vertritt immer wieder emanzipatorische Vorstellungen, verlangt Freiheit und Selbstbestimmung, auch für Frauen, was im viktorianischen England Skandale auslöst. Auch erotische Fantasien äussert sie offen. Charlotte veröffentlicht ihre Romane unter dem männlichen Pseudonym „Currer Bell“, gibt sich aber dann als Frau zu erkennen (neben dem 1847 entstandenen „Jane Eyre“ sind bekannt: „Shirley“ 1849, „Villette“ 1853, „The Professor“ postum 1857). Sie stirbt am 31. März 1855 während der Schwangerschaft. (Zeichnung: George Richmond, 1850, National Portair Gallery, London)

1864: Geburt von Max Weber, deutscher Soziologe, Jurist und Nationalökonom (u. a. „Die protestantische Ethik und der ‚Geist‘ des Kapitalismus“ 1904/1905,  „Wirtschaft und Gesellschaft“ 1921/1922).

1873: In Frankfurt demonstrieren Bürger gegen die heraufgesetzten Preise für Bier. Der Aufstand wird niedergeschlagen. 20 Menschen sterben.

1889: Geburt von Paul Karrer, Schweizer Chemiker. Zusammen mit Walter Norman Haworth wird ihm 1937 der Nobelpreises für Chemie verliehen, und zwar „für seine Forschungen über die Carotinoide und Flavine sowie über die Vitamine A und B2“. 

1910: Tod von Mark Twain (Samuel Langhorne Clemens), amerikanischer Journalist und Schriftsteller, bekannt vor allem als Autor der Abenteuerbücher „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“. Er gilt als scharfer Kritiker der von Heuchelei und Verlogenheit durchsetzten amerikanischen Gesellschaft. Twain wurde hofiert von gekrönten Häuptern, Generälen und Präsidenten, war immer wieder auf Reisen und lebte lange Zeit in Fiesole bei Florenz. Er hasste die deutsche Sprache. Von ihm stammt der Satz: Die deutsche Sprache sollte „sanft und ehrerbietig zu den toten Sprachen gestellt werden, denn nur die Toten haben genügend Zeit, sie zu lernen".

1915: Geburt von Anthony Quinn, mexikanisch-amerikanischer Filmschauspieler, u. a. in Fellinis „La Strada“ 1954 und Michael Cacoyannis' „Alexis Sorbas“ 1964, Schlagersänger „I love you“. Er stirbt am 3. Juni 2001.

1919: Geburt von Licio Gelli, italienischer Faschist, Gründer der Geheimloge P2 und verantwortlich für zahlreiche Morde. Er soll auch in die Ermordung des Mailänder Bankiers Roberto Calvi verwickelt gewesen sein. Auch eine Mitschuld am Bombenanschlag auf den Bahnhof Bologna 1980 (85 Tote) und ein Anschlag im Eisenbahntunnel zwischen Bologna und Florenz 1984 (17 Tote) wird ihm vorgeworfen. In der Schweiz wird er wegen seiner spektakulären Flucht aus dem Genfer Gefängnis Champ-Dollon bekannt. Er stirbt am 15. Dezember 2015. 

1924: Tod von Eleonora Duse, italienische Schauspielerin. Neben Sarah Bernhardt gehört „La Duse“ zu den grössten Schauspielerinnen ihrer Zeit. 



 

1926: Geburt von Queen Elizabeth II., seit dem 6. Februar 1952 Königin des Vereinigten Königreichs und des 53 Staaten umfassenden Commonwealth of Nations.

1934: Der 18 Kilometer lange Eisenbahntunnel zwischen Bologna und Florenz, der durch den Apennin führt, wird eingeweiht.

1941: Geburt von Christiane Langenberger, Schweizer Politikerin (FDP/VD). Als erste Frau präsidiert sie die Freisinnig-Demokratische Partei, und zwar von Januar 2003 bis April 2004. 1995 bis 1999 ist sie Nationalrätin. Am 6. Dezember 1999 wird sie in den Ständerat gewählt, dem sie bis 2007 angehört. Bei der Bundesratswahl 1998 ist sie offizielle FDP-Kandidatin für die Nachfolge von Jean-Pascal Delamuraz; sie unterliegt Pascal Couchepin. Sie stirbt am 16. August 2015.

1945: Die Rote Armee dringt in Berlin ein. Die ersten Einheiten von Marschall Georgi Schukows Truppe überschreiten die Stadtgrenze im Nordosten Berlins bei Marzahn.

1946: Die ostdeutsche KPD und die ostdeutsche SPD vereinigten sich zur SED, der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands.

1960: Brasilia wird Hauptstadt Brasiliens und löst Rio ab.

1967: Militärputsch in Griechenland: Beginn der Diktatur von Georogios Papadopoulos.

2002: Bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich erhält der gaullistische Kandidat Jacques Chirac die meisten Stimmen, jedoch nicht die absolute Mehrheit. Auf dem zweiten Platz landet der rechtsextreme Jean-Marie Le Pen, der damit in die Stichwahl am 5. Mai kommt.

2013: Erstmals zieht in der Stadt Zürich ein Vertreter der linken „Alternativen Liste“ (AL) in die Exekutive ein. Richard Wolff wird zum Stadtrat gewählt – auf Kosten der Freisinnigen.

2016: Im Alter von 57 Jahren stirbt Prince (Prince Rogers Nelson), amerikanischer Sänger, Komponist, Songwriter, Musikproduzent und Multiinstrumentalist, Funkmusiker, Megastar der Eighties (u. a. „Purple Rain“ 1984).

 

 

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