Damals am 20. Februar

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Damals am 20. Februar

Von Journal21, 20.02.2020

Geburt von Alfred Escher - Geburt von Ella Maillart - Rätoromanisch wird 4. Landessprache - John Glenn umkreist die Erde - Annahme der Alpeninitiative - Blutbad in Kiew - Tod von Claude Goretta

Herausgegriffen

20. Februar 2014: Blutbad in Kiew: Die öffentliche Ordnung bricht zusammen. Ukrainische Aktivisten beschiessen auf dem Kiewer Maidan-Platz vom Konservatorium aus Polizisten. Sicherheitskräfte schiessen auf Demonstranten. Die Truppen, die am 18. Februar den Platz gestürmt hatten, ziehen sich zurück, verfolgt von Demonstranten. Bei den anschliessenden Zusammenstössen sterben mindestens 40 Menschen. In der Nacht danach flieht Präsident Wiktor Janukowytsch aus Kiew.
20. Februar 2014: Blutbad in Kiew: Die öffentliche Ordnung bricht zusammen. Ukrainische Aktivisten beschiessen auf dem Kiewer Maidan-Platz vom Konservatorium aus Polizisten. Sicherheitskräfte schiessen auf Demonstranten. Die Truppen, die am 18. Februar den Platz gestürmt hatten, ziehen sich zurück, verfolgt von Demonstranten. Bei den anschliessenden Zusammenstössen sterben mindestens 40 Menschen. In der Nacht danach flieht Präsident Wiktor Janukowytsch aus Kiew.

Es geschah an einem 20. Februar

1547: Edward VI. wird englischer König. Er folgt seinem verstorbenen Vater Heinrich VIII.

1694: Voltaire behauptet, an diesem Tag geboren zu sein. Der offizielle Geburtstag Voltaires ist der 21. November.

1790: Geburt von Joseph II. (Joseph Benedikt August Johann Anton Michael Adam), römisch-deutscher König (1764–1790), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (1765–1790).

1810: Der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer wird in Mantua standrechtlich erschossen. Er hatte gegen Frankreich und Bayern gekämpft.

1816: In Rom wird „Der Barbier von Sevilla“ von Gioachino Rossini uraufgeführt.

1819: Geburt von Alfred Escher, Politiker, Wirtschaftsführer, Eisenbahnunternehmer, Gründer der Nordostbahn, des Eidgenössischen Polytechnikums, der Schweizerischen Kreditanstalt sowie der Gotthardbahn. 1871 präsidiert er die Gotthardbahn-Gesellschaft. Wegen Kostenüberschreitungen wird er 1880 nicht zum Durchstich des Gotthardtunnels eingeladen. Zur Eröffnung des Tunnels erhält er zwar eine Einladung, kann aber wegen seiner angeschlagenen Gesundheit nicht teilnehmen. 

1844: Geburt von Joshua Slocum, britisch-kanadisch-amerikanischer Seefahrer und Schriftsteller. Mit seinem Einhandsegler „Spray“ umsegelte er 1985 bis 1898 als erster Mensch die Welt. Bestsellerautor: „Alleine um die Welt“ (1899).

1867: Geburt von Hedwig Courths-Mahler, deutsche Schriftstellerin. Sie schreibt über 200 Liebesromane, die eine Auflage von über 80 Millionen Exemplaren erreichen. Sie stirbt am 26. November 1950.

1872: In New York wird das „Metropolitan Museum of Art“ eröffnet.

1887: Geburt von Emil Nietlispach, Schweizer Politiker (KVP/CVP/AG), Bundesrichter, Nationalrat, Parteipräsident der Schweizerischen Konservativen Volkspartei (KVP, heute: CVP) von 1935 bis 1940. Von 1942 bis 1959 ist er Richter am Eidgenössischen Versicherungsgericht, 1950/51 sowie 1958/59 Präsident des Versicherungsgerichts.

1895: Tod von Frederick Douglass, amerikanischer Abolitionist und Publizist, ehemaliger Sklave, führender Kämpfer für die Abschaffung der Sklaverei. 

1903: Geburt von Ella Maillart

Das Bild zeigt sie (rechts im Bild) mit Annemarie Schwarzenbach im Mai 1939 in Genf vor ihrer Abreise in den Vorderen Orient. Maillart, Genfer Reiseschriftstellerin, Sportlerin und Fotografin, gründet den ersten Landhockey-Club für Frauen in der Westschweiz. 1924 nimmt sie als Seglerin an den Olympischen Sommerspielen in Paris teil. Sie ist Mitglied der Schweizer Ski-Nationalmannschaft. Für die Ufa dreht sie Stuntaufnahmen. Ab 1930 folgen Reisen nach Asien, in die zentralasiatischen Sowjetrepubliken, China, Kaschmir, Afghanistan, Iran und die Türkei. In monatelangen Fussmärschen durchquert sie Tibet und gelangt nach Indien. 1939 folgt eine Reise mit Annemarie Schwarzenbach nach Kabul. Ihr Buch „Verbotene Reise“ wird ein Bestseller. Ella Maillart stirbt 1997. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv)
Das Bild zeigt sie (rechts im Bild) mit Annemarie Schwarzenbach im Mai 1939 in Genf vor ihrer Abreise in den Vorderen Orient. Maillart, Genfer Reiseschriftstellerin, Sportlerin und Fotografin, gründet den ersten Landhockey-Club für Frauen in der Westschweiz. 1924 nimmt sie als Seglerin an den Olympischen Sommerspielen in Paris teil. Sie ist Mitglied der Schweizer Ski-Nationalmannschaft. Für die Ufa dreht sie Stuntaufnahmen. Ab 1930 folgen Reisen nach Asien, in die zentralasiatischen Sowjetrepubliken, China, Kaschmir, Afghanistan, Iran und die Türkei. In monatelangen Fussmärschen durchquert sie Tibet und gelangt nach Indien. 1939 folgt eine Reise mit Annemarie Schwarzenbach nach Kabul. Ihr Buch „Verbotene Reise“ wird ein Bestseller. Ella Maillart stirbt 1997. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv)

1909: Geburt von Heinz Erhardt, deutscher Komiker (u. a. „Was ist denn bloss mit Willi los?“)

1909: In Bern stirbt Rudolf Lindt, Schweizer Schokoladenfabrikant, Erfinder der Conchiermaschine (1879) zur Verfeinerung der Schokoladenqualität. 

1913: Grundsteinlegung für die geplante australische Hauptstadt Canberra.

1920: Geburt von Karl Hans Albrecht, deutscher Unternehmer, „Aldi“. 

1920: Tod von Robert Edwin Peary, amerikanischer Polarforscher. Nach eigenen Angaben stand er zusammen mit Matthew Henson am 6. April 1909 als erste Mensch am Nordpol.

1925: Geburt von Robert Bernard Altman, amerikanischer Regisseur („MASH“ 1970, „McCabe & Mrs. Miller“ 1971, „Nashville“ 1975, „Gosford Park“ 2001), Produzent, Drehbuchautor, Oscar-Preisträger.

1927: Geburt von Ibrahim Ferrer Planas, kubanischer Sänger und Musiker, Mitglied des „Buena Vista Social Club“.

1927: Geburt von Sidney Poitier, amerikanischer Schauspieler („Lilien auf dem Felde“ 1963, „Little Nikita“ 1988), Regisseur und Oscar-Preisträger. Er ist der erste Schwarze, der für eine Hauptrolle mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. 

1933: Deutsche Grossindustrielle versprechen Hitler Wahlkampfhilfen im Werte von drei Millionen Reichsmark.

1938: Rätoromanisch wird vierte schweizerische Landessprache. 91,6 Prozent der stimmenden Männer sagen Ja zur Vorlage, alle Kantone sind dafür.

1942: Tod von Louis Soutter, Schweizer Kunstmaler, Musiker, Cousin von Le Corbusier. Nach einem unsteten Leben wird er früh unter Vormundschaft gestellt und mit 52 Jahren in ein Altersheim eingewiesen. Dort beginnt er mit Malen und Zeichnen. Er gilt als wichtiger Vertreter der Art Brut.

1962: John Glenn umkreist als erster amerikanischer Astronaut die Erde.

1963: In Berlin wird „Der Stellvertreter“ von Rolf Hochhuth uraufgeführt.

1966: Geburt von Cindy (Cynthia) Crawford, amerikanisches Model, Moderatorin und Schauspielerin. 1995 war sie mit einem Jahreseinkommen von 6,9 Millionen US-Dollar nach Angaben des Forbes Magazine das am besten bezahlte Model weltweit.

1967: Geburt von Kurt Cobain, Lead-Sänger, Gitarrist und Song-Schreiber der Band „Nirvana“. Am 24. Februar 1992 heiratet er die Sängerin Courtney Love. Seine Auftritte und seine Songs brachten ihm ein Vermögen von rund 100 Millionen Dollar. Cobain leidet an schweren Magenproblemen. Anfang der Neunzigerjahre wird er schwer drogen- und alkoholsüchtig. Er stirbt am 5. April 1994 in seinem Haus in Seattle, nachdem er sich eine Überdosis Heroin verabreicht und sich mit einer Browning-Flinte in den Kopf geschossen hatte. In seinem Abschiedsbrief schrieb er: „It’s better to burn out than to fade away.“ (u. a. „Bleach“ 1989, „Nevermind“ 1991, „In Utero“ 1993, „Incedicide“ 1992) Seine bekanntesten Single sind „Smells Like Teen Spirit“ 1991, „Come As You Are“ 1992, „Heart-Shaped Box“ 1993“. Das Bild stammt aus dem Jahr 1993. (Foto: Keystone/AP/Mark J.Terrill). Cobain stirbt mit 27 Jahren am 5. April 1994. Kurt Cobain: Smells Like Teen Spirit

1969: Tod von Ernest Ansermet, Schweizer Dirigent.

1969: Geburt von Danis Tanović, bosnischer Filmregisseur und Drehbuchautor, „No Man’s Land“ (2001), Oscar-Preisträger. 

1988: Geburt von Rihanna (Robyn Rihanna Fenty), barbadische Sängerin („Unfaithful“ 2006, „Umbrella“ 2007, „Disturbia 2008“), achtfache Grammy-Preisträgerin. Sie verkauft fast 200 Millionen Tonträger und gehört damit zu den erfolgreichsten Künstlern weltweit.

1993: Tod von Ferruccio Lamborghini, italienischer Ingenieur, Automobil- und Helikopterkonstrukteur, Gründer des Autoherstellers „Lamborghini“ (1948). 

1994: Ja zum Schutz der Alpen

Die Schweizer Stimmberechtigten befürworten mit 51,9 Prozent die Alpeninitiative. Sie soll das Alpengebiet vor überbordendem Transitverkehr schützen. Vor allem der Durchgangskanton Uri, durch den der Gotthard-Verkehr rollt, machte sich stark für die Initiative. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses feiert der Urner Landsammann Hansruedi Stadler mit einem Zooge-am-Booge-Tanz das Ergebnis. (Bild: Keystone)
Die Schweizer Stimmberechtigten befürworten mit 51,9 Prozent die Alpeninitiative. Sie soll das Alpengebiet vor überbordendem Transitverkehr schützen. Vor allem der Durchgangskanton Uri, durch den der Gotthard-Verkehr rollt, machte sich stark für die Initiative. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses feiert der Urner Landsammann Hansruedi Stadler mit einem Zooge-am-Booge-Tanz das Ergebnis. (Bild: Keystone)

1995: Tod von Robert Oxton Bolt, britischer Dramatiker, Drehbuchautor („Lawrence von Arabien“ 1962, „Doktor Schiwago“ 1965, „Ein Mann zu jeder Jahreszeit“ 1966, „The Mission“ 1986), zweifacher Oscar-Preisträger. 

2002: Bei einem Zugsunglück in der Nähe von Kairo sterben 370 Menschen.

2005: In Portugal gewinnen die Sozialisten unter Führung von José Socrates die absolute Mehrheit.

2010: Tod von Alexander Haig, amerikanischer Politiker und General, Nato-Oberbefehlshaber in Europa, zuvor Stabschef des Weissen Hauses, Aussenminister unter Ronald Reagan 1981/82.

2011: Immer mehr Flüchtlinge erreichen von Nordafrika aus die italienische Insel Lampedusa. Hunderte ertrinken.

2012: Der prominente spanische Richter Balthasar Garzòn wird des Amtes enthoben. Zuvor war er mit einem Berufsverbot belegt worden. Garzòn hatte die Greueltaten der Franco-Zeit untersucht.

2012: In Kairo fordert die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe für den früheren Präsidenten Hosni Mubarak. Er wird für den Tod von Demonstranten verantwortlich gemacht. Bei den Protesten, die 2011 zu seinem Sturz führten, waren fast 900 Menschen ums Leben gekommen. Am 2. März 2017 wird er in letzter Instanz freigesprochen.

2019: In Genf stirbt im Alter von 89 Jahren der Westschweizer Filmregisseur Claude Goretta. Er gehörte zu jenen, die in den Sechziger- und Siebzigerjahren dem neuen Schweizer Film das Terrain bereiteten und ihm das Gepräge gaben. Seine Hauptfiguren waren meist einfache, kleinbürgerliche, oft gescheiterte Menschen, die er mit viel psychologischem Einfühlungsvermögen porträtierte (u. a.  „La dentellière“ 1977 mit Isabelle Huppert, „Pas si méchant que ça“ 1975 mit Gérard Depardieu, „La provinciale“ 1980 mit Bruno Ganz und Nathalie Baye). Das Bild zeigt Goretta am 6. Mai 1977 in Zürich anlässlich der Uraufführung von „La dentellière“. (Foto: Keystone/Str)

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