Direkt zum Inhalt
  • Politik
  • Kultur
  • Wirtschaft
  • Gesellschaft
  • Medien
  • Über uns
close
Venezuela

Tausende Tote?

Catia la Mar
Catia la Mar an der Küste bei Caracas (Keystone/EPA/Ronald Pena)

Internationale Rettungsteams – unter anderem 80 Spezialisten und Spezialistinnen der «Rettungskette Schweiz – haben in Venezuela begonnen, Überlebende unter den Trümmern zu suchen. Zehntausende Menschen sind vermisst. Bisher wurden 900 Tote geborgen. Doch es wird vermutet, dass die tatsächliche Zahl der Todesopfer über 10’000 betragen könnte. Dies geht aus einer Modellrechnung des geologischen Dienstes der USA hervor.

Caria La Mar
Verletzte liegen draussen vor dem stark beschädigten Spital in Catia La Mar. (Keystone/EPA/Pedro Mattey)

Die Mitglieder der Rettungskette Schweiz sind wenige Stunden nach den Erdbeben nach Caracas geflogen. Dabei sind acht Suchhunde sowie 18 Tonnen Rettungsmaterial.

Lokale Teams suchten die ganze Nacht hindurch in eingestürzten Gebäuden in Caracas und im Bundesstaat La Guaira. Menschen unter den Trümmern riefen um Hilfe.

La Guaira
La Guaira (Keystone/EPA/Ronald Pena)
La Guaira
La Guaria (Keystone/AP/Ariana Cubillos)

Es waren die stärksten Erdbeben in Venezuela seit über hundert Jahren. Das erste Beben am Mittwochabend um 18.04 Uhr Ortszeit hatte eine Stärke von 7,2 auf der Magnitudenskala. Es traf vor allem die Region San Felipe westlich von Carcas. Nur 39 Sekunden später folgte wenige Kilometer weiter östlich eine zweite heftige Erschütterung. Sie erreichte eine Stärke von 7,5.

Die Erdbebenherde lagen in einer Tiefe von nur 10 bis 13 Kilometer, was ihre zerstörerische Wirkung verstärkte. Besonders schwer betroffen wurden Caracas und der Küstenstaat La Guaira.

Das gleich zwei solch schwere Erdstösse stattfanden, bezeichnen Experten als «sehr aussergewöhnlich». Venezuela liegt auf einer sehr aktiven Störungszone, auf der Grenze zweier Erdplatten: der karibischen und der südamerikanischen Platte. Beide verschieben sich in entgegengesetzter Richtung und bauen so Spannungen auf. 

La Guaira
La Guaira (Keystone/AP/Javier Campos)

Die Beben ereigneten sich in einem Gebiet, in dem insgesamt Millionen Menschen wohnen. Die Katastrophe trifft ein Land, dass bereits tief in einer humanitären und wirtschaftlichen Krise steckt. «Die Ärmsten trifft es immer am härtesten», erklärt ein Helfer. 

Ein Arzt in La Guaira berichtet der BBC, dass die beiden grössten Spitäler des Bundesstaates «völlig überfordert» seien und es einen «kritischen Mangel» an medizinischem Material gebe

Dutzende Län der, auch die meisten lateinamerikanischen Staaten schickten Hilfsgüter und Hilfspersonal. Auch Donald Trump, der das Land jahrelang mit wirtschaftlichen Sanktionen belegte und den autoritär regierenden Präsidenten Nicolás Maduro stürzte und in ein amerikanisches Gefängnis brachte, versprach Hilfe.

Letzte Artikel

Iran zwischen dem verpassten Deal 2003 und Chinas stillem Aufstieg

Reinhard Schulze 25. Juni 2026

«Die Kinder werden niemals vergessen»

Ignaz Staub 25. Juni 2026

Die Verlierer werden (fast) als Sieger gesehen

Beat Allenbach 25. Juni 2026

Iran und USA widersprechen einander fundamental

Erich Gysling 24. Juni 2026

Doppelte Revolte: Karystianou und Samaras gegen das Establishment

Daniel Funk 24. Juni 2026

Trump und das Ende des Westens

Tim Guldimann 24. Juni 2026

Abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter!

Zurück zur Startseite
Leserbrief schreiben
Journal 21 Logo

Journal 21
Journalistischer Mehrwert

  • Kontakt
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Newsletter
To top

© Journal21, 2021. Alle Rechte vorbehalten. Erstellt mit PRIMER - powered by Drupal.