In dieser Schrebergarten-Anlage in Berlin-Spandau wird Abdud B. am Sonntagabend erschossen, nachdem er mit einer Stichwaffe Polizisten angegriffen hatte. Am Samstagabend war der 21-Jährige mit einem Van in der Nähe des Potsdamer Platzes in Berlin in eine Menschenmenge gefahren, die den Christopher Street Day feierte. Eine Frau wurde getötet, 29 Menschen wurden verletzt. Abdul B., ein Deutscher mit libanesischen Wurzeln, wird der radikal-islamistischen Szene zugeordnet.
Sein Fahrzeug prallte schliesslich gegen einen Baum. Er flüchtete daraufhin zu Fuss. Dabei soll er weitere Menschen mit einer Machete angegriffen haben. Er ist schon länger auf dem Radar der Strafverfolgungsbehörden und wurde kürzlich wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zu einem Jahr und zehn Monaten Haft verurteilt, jedoch auf Bewährung freigelassen. Gemäss Medienberichten zeigte Abdul B. Sympathien für den bewaffneten Kampf des «Islamischen Staats» (IS).
Laut Informationen der Süddeutschen Zeitung und der ARD wurde unabhängig von dem Polizeieinsatz im Schrebergarten eine zweite Person festgenommen. Noch ist aber unklar, welchen Bezug sie zur Tat hat und ob sie während des Anschlags im Tatfahrzeug sass.