Das Jahr in Bildern

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Das Jahr in Bildern

Von Journal21, 30.12.2019

Der Jahresrückblick von Journal21.ch
  • JANUAR

1. Januar: Der erste Sonnenaufgang des Jahres

Das neue Jahr ist da: Inder füttern auf dem Jamuna-Fluss in Delhi Möwen. Der Jamuna ist ein Nebenfluss des Ganges. (Foto: Keystone/AP/Manish Swarup)
Das neue Jahr ist da: Inder füttern auf dem Jamuna-Fluss in Delhi Möwen. Der Jamuna ist ein Nebenfluss des Ganges. (Foto: Keystone/AP/Manish Swarup)

1. Januar: Stürmische Kampfansage

Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren, eine der schärfsten Gegnerinnen und Gegner von Präsident Trump, gibt ihre Präsidentschaftskandidatur bekannt. Die linksstehende Warren will „die korrupteste Regierung seit Menschengedenken“ ablösen. In den Umfragen gehört die 70-Jährige neben Joe Biden und Bernie Sanders zu den aussichtsreichsten Bewerbern und Bewerberinnen. (Foto: Keystone/CJ Gunther)
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren, eine der schärfsten Gegnerinnen und Gegner von Präsident Trump, gibt ihre Präsidentschaftskandidatur bekannt. Die linksstehende Warren will „die korrupteste Regierung seit Menschengedenken“ ablösen. In den Umfragen gehört die 70-Jährige neben Joe Biden und Bernie Sanders zu den aussichtsreichsten Bewerbern und Bewerberinnen. (Foto: Keystone/CJ Gunther)

1. Januar: Amtsantritt eines Ultrarechten

Der im Oktober 2018 mit 55 Prozent der Stimmen gewählte brasilianische Präsident Jair Bolsnaro tritt sein Amt an. Nach seiner Vereidigung fährt er im offenen Wagen mit seiner Frau Michelle durch Brasilia. Seine Finger, die Pistolen andeuten, werden Gegenstand heftiger Diskussionen. Bolsonaros Gegner fürchten, er werde das Land in Richtung einer Militärdiktatur treiben. Seine Anhänger hoffen, er werde mit eisernem Besen die Korruption und die Kriminalität bekämpfen. (Foto: Keystone/AP/Andre Penner)
Der im Oktober 2018 mit 55 Prozent der Stimmen gewählte brasilianische Präsident Jair Bolsnaro tritt sein Amt an. Nach seiner Vereidigung fährt er im offenen Wagen mit seiner Frau Michelle durch Brasilia. Seine Finger, die Pistolen andeuten, werden Gegenstand heftiger Diskussionen. Bolsonaros Gegner fürchten, er werde das Land in Richtung einer Militärdiktatur treiben. Seine Anhänger hoffen, er werde mit eisernem Besen die Korruption und die Kriminalität bekämpfen. (Foto: Keystone/AP/Andre Penner)

14. Januar: Doppelt so viel Schnee wie üblich

In weiten Teilen der Alpen liegt doppelt so viel Schnee wie zu dieser Jahreszeit üblich. In St. Antönien wurden an einem Tag 73 Zentimeter Neuschnee gemessen. Das Bild vom 14. Januar zeigt Schneeräumarbeiten in Göschenen im Kanton Uri. (Foto: Keystone/Urs Flüeler)
In weiten Teilen der Alpen liegt doppelt so viel Schnee wie zu dieser Jahreszeit üblich. In St. Antönien wurden an einem Tag 73 Zentimeter Neuschnee gemessen. Das Bild vom 14. Januar zeigt Schneeräumarbeiten in Göschenen im Kanton Uri. (Foto: Keystone/Urs Flüeler)

19: Januar: Hexen im Schuss

Während die besten Skiläufer am Lauberhorn um Hundertstelsekunden kämpften, findet im Oberwallis die „Hexenabfahrt“ statt. Rund Tausend Skiläuferinnen und -Läufer, verkleidet als Hexen, beteiligen sich am 37. Hexenrennen auf der Belalp oberhalb von Naters. Die Hexenabfahrt geht auf eine Walliser Sage zurück. Übrigens: die Hexen müssen während ihrer Abfahrt einen Helm tragen. (Foto: Keystone/Valentin Flauraud)
Während die besten Skiläufer am Lauberhorn um Hundertstelsekunden kämpften, findet im Oberwallis die „Hexenabfahrt“ statt. Rund Tausend Skiläuferinnen und -Läufer, verkleidet als Hexen, beteiligen sich am 37. Hexenrennen auf der Belalp oberhalb von Naters. Die Hexenabfahrt geht auf eine Walliser Sage zurück. Übrigens: die Hexen müssen während ihrer Abfahrt einen Helm tragen. (Foto: Keystone/Valentin Flauraud)

21. Januar: Kurze Annäherung

In Aachen beschwören Emmanuel Macron und Angela Merkel die französisch-deutsche Freundschaft. Im Krönungssaal des Rathauses unterzeichnen sie einen neuen Freundschaftspakt. Macron hatte gehofft, in der Kanzlerin eine Mitkämpferin für seine Vision eines reformierten Europas gefunden zu haben. Später kritisiert Macron die Deutschen, weil sie seiner Meinung nach zu wenig für die Reform Europas tun. (Foto: Keystone/AP/Martin Meissner)
In Aachen beschwören Emmanuel Macron und Angela Merkel die französisch-deutsche Freundschaft. Im Krönungssaal des Rathauses unterzeichnen sie einen neuen Freundschaftspakt. Macron hatte gehofft, in der Kanzlerin eine Mitkämpferin für seine Vision eines reformierten Europas gefunden zu haben. Später kritisiert Macron die Deutschen, weil sie seiner Meinung nach zu wenig für die Reform Europas tun. (Foto: Keystone/AP/Martin Meissner)

21. Januar: „Super-Blutmond“

Der „Blutmond“, aufgenommen in Allaman bei Morges (VD) am Genfersee. Die nächste totale Mondfinsternis findet 2022 statt. (Foto: Keystone/Valentin Flauraud)
Der „Blutmond“, aufgenommen in Allaman bei Morges (VD) am Genfersee. Die nächste totale Mondfinsternis findet 2022 statt. (Foto: Keystone/Valentin Flauraud)

24. Januar: Umsturz-Versuch in Venezuela

Juan Guaidó, der 35-jährige Präsident des entmachteten Parlaments, erklärt sich zum Präsidenten. Präsident Trump erkennt ihn umgehend an. Staatspräsident Nicolás Maduro hatte sich zwei Wochen zuvor für seine zweite Amtszeit vereidigen lassen. Da die Wahlen gefälscht seien, anerkennen ihn zahlreiche Staaten nicht mehr als Präsidenten. Zehntausende gehen auf die Strassen und jubeln Guaidó zu. (Foto: Keystone/EPA/Cristian Hernandez)
Juan Guaidó, der 35-jährige Präsident des entmachteten Parlaments, erklärt sich zum Präsidenten. Präsident Trump erkennt ihn umgehend an. Staatspräsident Nicolás Maduro hatte sich zwei Wochen zuvor für seine zweite Amtszeit vereidigen lassen. Da die Wahlen gefälscht seien, anerkennen ihn zahlreiche Staaten nicht mehr als Präsidenten. Zehntausende gehen auf die Strassen und jubeln Guaidó zu. (Foto: Keystone/EPA/Cristian Hernandez)

31. Januar: Eiszeit

Eisige Temperaturen haben weite Teile der USA im Griff. Mehrere amerikanische Bundesstaaten haben den Notstand ausgerufen. In Ponsford in Minnesota werden gefühlte Temperaturen von minus 55 Grad Celsius errechnet. 21 Menschen werden Opfer der Kältewelle in den USA und in Kanada. Im Bild der teilweise gefrorene Lake Michigan. (Foto: Keystone/AP)
Eisige Temperaturen haben weite Teile der USA im Griff. Mehrere amerikanische Bundesstaaten haben den Notstand ausgerufen. In Ponsford in Minnesota werden gefühlte Temperaturen von minus 55 Grad Celsius errechnet. 21 Menschen werden Opfer der Kältewelle in den USA und in Kanada. Im Bild der teilweise gefrorene Lake Michigan. (Foto: Keystone/AP)

Die eisigen Temperaturen verwandeln die Niagara-Fälle in eine spektakuläre Winterlandschaft. (Foto: Keystone/AP/Tara Walton/The Canadian Press)
Die eisigen Temperaturen verwandeln die Niagara-Fälle in eine spektakuläre Winterlandschaft. (Foto: Keystone/AP/Tara Walton/The Canadian Press)
  • FEBRUAR

2. Februar: Aufstand gegen Maduro

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro gerät mehr und mehr unter Druck. Zehntausende fordern in Caracas seine Absetzung. Ihm wird vorgeworfen, das einst reiche Venezuela ins wirtschaftliche Chaos geführt und ein diktatorisches Regime errichtet zu haben. Präsident Trump verhängt Sanktionen über das Land. Russland und China sagen Maduro ihre Unterstüzung zu. (Foto: Keystone/AP/Rodrigo Abd)
Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro gerät mehr und mehr unter Druck. Zehntausende fordern in Caracas seine Absetzung. Ihm wird vorgeworfen, das einst reiche Venezuela ins wirtschaftliche Chaos geführt und ein diktatorisches Regime errichtet zu haben. Präsident Trump verhängt Sanktionen über das Land. Russland und China sagen Maduro ihre Unterstüzung zu. (Foto: Keystone/AP/Rodrigo Abd)

2. Februar: Versicherungssumme: 4 Milliarden

„Kulturhöhepunkt des Jahres 2019“: So nennt die Fondation Beyeler ihre neue Ausstellung über den jungen Pablo Picasso (1881–1973). Es ist die grösste, teuerste und zeitraubendste Schau, die Beyeler je veranstaltet hat. Im Bild: Pablo Picasso, Femme en chemise (Madeleine), 1904–1905, Öl auf Leinwand, 72,7 x 60 cm, London, Tate, Hinterlassen C. Frank Stoop, 1933, © Succession Picasso / 2018, ProLitteris, Zürich, Foto: © Tate, London 2018
„Kulturhöhepunkt des Jahres 2019“: So nennt die Fondation Beyeler ihre neue Ausstellung über den jungen Pablo Picasso (1881–1973). Es ist die grösste, teuerste und zeitraubendste Schau, die Beyeler je veranstaltet hat. Im Bild: Pablo Picasso, Femme en chemise (Madeleine), 1904–1905, Öl auf Leinwand, 72,7 x 60 cm, London, Tate, Hinterlassen C. Frank Stoop, 1933, © Succession Picasso / 2018, ProLitteris, Zürich, Foto: © Tate, London 2018

Pablo Picasso, La Vie, 1903, Öl auf Leinwand, 197 x 127,3 cm
The Cleveland Museum of Art, Schenkung Hanna Fund
© Succession Picasso / 2018, ProLitteris, Zürich
Foto: © The Cleveland Museum of Art
Pablo Picasso, La Vie, 1903, Öl auf Leinwand, 197 x 127,3 cm
The Cleveland Museum of Art, Schenkung Hanna Fund
© Succession Picasso / 2018, ProLitteris, Zürich
Foto: © The Cleveland Museum of Art

4. Februar: Vier Millionen leidende Kinder

Unter dem Krieg in Afghanistan leiden Kinder ganz besonders. Im Bild: Jugendliche und Kinder in einem Auffanglager der Uno nahe der westafghanischen Stadt Herat. Laut Angaben des Uno-Hochkommissariats für das Flüchtlingswesen (UNHCR) brauchen fast vier Millionen Kinder dringend Hilfe. (Foto: Keystone/EPA/Jalil Rezayee)
Unter dem Krieg in Afghanistan leiden Kinder ganz besonders. Im Bild: Jugendliche und Kinder in einem Auffanglager der Uno nahe der westafghanischen Stadt Herat. Laut Angaben des Uno-Hochkommissariats für das Flüchtlingswesen (UNHCR) brauchen fast vier Millionen Kinder dringend Hilfe. (Foto: Keystone/EPA/Jalil Rezayee)

6. Februar: „State of the Union Show“

Der amerikanische Präsident begrüsst Nancy Pelosi, die demokratische Speakerin des Repräsentantenhauses und harte Widersacherin des Präsidenten. Anschliessend setzt Trump zu seiner „State of the Union"-Botschaft an, in der er die Demokraten zur Zusammenarbeit aufruft, aber keinerlei Konzessionen macht. Amerikanische Medien bezeichnen den Auftritt als „Show“ mit falschen Fakten, Drohungen, Übertreibungen und ausschweifenden, widersprüchlichen Einlagen. (Foto: Keystone/Doug Mills/The New York Times via AP, Pool)
Der amerikanische Präsident begrüsst Nancy Pelosi, die demokratische Speakerin des Repräsentantenhauses und harte Widersacherin des Präsidenten. Anschliessend setzt Trump zu seiner „State of the Union"-Botschaft an, in der er die Demokraten zur Zusammenarbeit aufruft, aber keinerlei Konzessionen macht. Amerikanische Medien bezeichnen den Auftritt als „Show“ mit falschen Fakten, Drohungen, Übertreibungen und ausschweifenden, widersprüchlichen Einlagen. (Foto: Keystone/Doug Mills/The New York Times via AP, Pool)

8. Februar: Georg Gerster †

Der Pionier der Flugbildfotografie, Journalist und Journal21-Autor stirbt im Alter von 90 Jahren. Im Journal21.ch veröffentlichte er sieben Jahre lang regelmässig Kostproben seiner Flugbildfotografie. Gerster wurde vor allem durch seine grossformatigen Swissair-Kalender bekannt. Er arbeitete unter anderem für die Neue Zürcher Zeitung, das National Geographic Magazine, das Sunday Times Magazine und Geo. Das Bild stammt vom 2. April 2008. (Foto: Keyston: Gaetan Bally)
Der Pionier der Flugbildfotografie, Journalist und Journal21-Autor stirbt im Alter von 90 Jahren. Im Journal21.ch veröffentlichte er sieben Jahre lang regelmässig Kostproben seiner Flugbildfotografie. Gerster wurde vor allem durch seine grossformatigen Swissair-Kalender bekannt. Er arbeitete unter anderem für die Neue Zürcher Zeitung, das National Geographic Magazine, das Sunday Times Magazine und Geo. Das Bild stammt vom 2. April 2008. (Foto: Keyston: Gaetan Bally)

Eines der letzten Bilder von Georg Gerster. Es zeigt ihn am 10. September 2018 an der achten Geburtstagsfeier von Journal21.ch in einem historischen Zürcher Tram. (Foto: Keystone/Anthony Anex)
Eines der letzten Bilder von Georg Gerster. Es zeigt ihn am 10. September 2018 an der achten Geburtstagsfeier von Journal21.ch in einem historischen Zürcher Tram. (Foto: Keystone/Anthony Anex)

9. Februar: Prix de Lausanne: „Jeune espoir“

Konzentration vor dem grossen Auftritt: Der „Prix de Lausanne“ ist der weltweit wichtigste Wettbewerb für junge Tänzerinnen und Tänzer. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind zwischen 15 und 18 Jahre alt. Viele schafften später eine internationale Karriere. Die Amerikanerin Mackenzie Brown, hier beim Aufwärmen, gewinnt den ersten Preis in der Kategorie „Jeune espoir“. (Foto: Keystone/Valentin Flauraud)
Konzentration vor dem grossen Auftritt: Der „Prix de Lausanne“ ist der weltweit wichtigste Wettbewerb für junge Tänzerinnen und Tänzer. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind zwischen 15 und 18 Jahre alt. Viele schafften später eine internationale Karriere. Die Amerikanerin Mackenzie Brown, hier beim Aufwärmen, gewinnt den ersten Preis in der Kategorie „Jeune espoir“. (Foto: Keystone/Valentin Flauraud)

17. Februar: Aufstände gegen den serbischen Präsidenten

Vor dem Gebäude der serbischen Nationalversammlung in Belgrad versammeln sich jeden Sonntagabend Tausende, manchmal Zehntausende. Sie werden Präsident Aleksandar Vučić vor, er ersticke mit seinem autoritären Regierungsstil die demokratischen Freiheiten. Auch in anderen serbischen Städten protestieren immer mehr Menschen, so in Niš, Kragujevac, Novi Sad, Kuršumlija, Kraljevo und Požega. (Keystone/EPA, Koca Sulejmanovic)
Vor dem Gebäude der serbischen Nationalversammlung in Belgrad versammeln sich jeden Sonntagabend Tausende, manchmal Zehntausende. Sie werden Präsident Aleksandar Vučić vor, er ersticke mit seinem autoritären Regierungsstil die demokratischen Freiheiten. Auch in anderen serbischen Städten protestieren immer mehr Menschen, so in Niš, Kragujevac, Novi Sad, Kuršumlija, Kraljevo und Požega. (Keystone/EPA, Koca Sulejmanovic)

16. Februar: Bruno Ganz †

Der Schweizer Schauspieler, einer der ganz Grossen, stirbt in Zürich im Alter von 77 Jahren. Im Bild: Bruno Ganz am 16. Februar 2017 bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin. Prägend für ihn war die lange Zusammenarbeit mit dem Theaterregisseur Peter Stein. Im Film setzten wichtige Regisseure wie Werner Herzog, Volker Schlöndorff, Wim Wenders, Silvio Soldini, Bernd Eichinger und andere auf den Schweizer. Der Durchbruch zu internationaler Bekanntheit kam mit seiner Rolle als Hitler in Eichingers „Der Untergang“ (2004). (Keystone/EPA, Guillaume Horcajuelo)
Der Schweizer Schauspieler, einer der ganz Grossen, stirbt in Zürich im Alter von 77 Jahren. Im Bild: Bruno Ganz am 16. Februar 2017 bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin. Prägend für ihn war die lange Zusammenarbeit mit dem Theaterregisseur Peter Stein. Im Film setzten wichtige Regisseure wie Werner Herzog, Volker Schlöndorff, Wim Wenders, Silvio Soldini, Bernd Eichinger und andere auf den Schweizer. Der Durchbruch zu internationaler Bekanntheit kam mit seiner Rolle als Hitler in Eichingers „Der Untergang“ (2004). (Keystone/EPA, Guillaume Horcajuelo)

18. Februar: „Ach dieses Schlamassel!“

„Putzfrau Gretl“ will saubermachen. Als „Gretl“ tritt Annegret Kramp-Karrenbauer zum achten Mal bei der „Saarländischen Narrenschau“ auf und demonstriert damit Volksverbundenheit. Die neue CDU-Bundesvorsitzende AKK war früher Ministerpräsidentin des Saarlandes. Jetzt wird sie als neue Kanzlerin ins Spiel gebracht. AKK hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Viele zweifeln daran, ob sie die Fähigkeiten hat, Kanzlerin Merkel zu beerben. (Foto: Keystone/DPA/Boris Roessler)
„Putzfrau Gretl“ will saubermachen. Als „Gretl“ tritt Annegret Kramp-Karrenbauer zum achten Mal bei der „Saarländischen Narrenschau“ auf und demonstriert damit Volksverbundenheit. Die neue CDU-Bundesvorsitzende AKK war früher Ministerpräsidentin des Saarlandes. Jetzt wird sie als neue Kanzlerin ins Spiel gebracht. AKK hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Viele zweifeln daran, ob sie die Fähigkeiten hat, Kanzlerin Merkel zu beerben. (Foto: Keystone/DPA/Boris Roessler)

19. Februar: Karl Lagerfeld †

Der vermutlich 1933 geborene Modeschöpfer, Designer, Fotograf und Kostümbildner stirbt in Neuilly-sur-Seine. Seit 1983 fungierte er als Kreativdirektor und Chefdesigner bei dem französischen Modehaus Chanel. Über sein Geburtsjahr herrscht Unklarheit. Seine Eltern nannten das Jahr 1933, er sprach von 1938 und 1935. (Foto: Keystone/DPA/Caroline Seidel)
Der vermutlich 1933 geborene Modeschöpfer, Designer, Fotograf und Kostümbildner stirbt in Neuilly-sur-Seine. Seit 1983 fungierte er als Kreativdirektor und Chefdesigner bei dem französischen Modehaus Chanel. Über sein Geburtsjahr herrscht Unklarheit. Seine Eltern nannten das Jahr 1933, er sprach von 1938 und 1935. (Foto: Keystone/DPA/Caroline Seidel)

Karl Lagerfeld am 19. Februar 2009 an der Art Basel. (Foto: Keystone/Heinz Hug)
Karl Lagerfeld am 19. Februar 2009 an der Art Basel. (Foto: Keystone/Heinz Hug)

27. Februar: Abruptes Ende

Der zweite Gipfel zwischen Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim geht abrupt zu Ende. Nicht näher kamen sich die beiden bei den Themen Denuklearisierung und Sanktionen. Am zweiten Tag der Zusammenkunft in Hanoi teilt das Weisse Haus überraschend mit, es sei keine Einigung erzielt worden. Gegen Ende Jahr verschärfen sich die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea wieder.  (Foto: Keystone/AP/Evan Vucci)
Der zweite Gipfel zwischen Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim geht abrupt zu Ende. Nicht näher kamen sich die beiden bei den Themen Denuklearisierung und Sanktionen. Am zweiten Tag der Zusammenkunft in Hanoi teilt das Weisse Haus überraschend mit, es sei keine Einigung erzielt worden. Gegen Ende Jahr verschärfen sich die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea wieder. (Foto: Keystone/AP/Evan Vucci)
  • MÄRZ

6. März: Ladies in blue

Vor 50 Jahren wurde der damals neunjährige Prinz Charles (Charles Mountbatten-Windsor) als 21. „Prince of Wales“ eingesetzt. Das wird jetzt gefeiert. Bei der Reception im Buckingham-Palast macht auch Premierministerin Theresa May ihre Aufwartung. Der „Prince of Wales“ gilt traditionell als Thronfolger. (Foto: Keystone/Pool/via AP/Dominic Lipinski)
Vor 50 Jahren wurde der damals neunjährige Prinz Charles (Charles Mountbatten-Windsor) als 21. „Prince of Wales“ eingesetzt. Das wird jetzt gefeiert. Bei der Reception im Buckingham-Palast macht auch Premierministerin Theresa May ihre Aufwartung. Der „Prince of Wales“ gilt traditionell als Thronfolger. (Foto: Keystone/Pool/via AP/Dominic Lipinski)

8. März: Kein Kunstwerk

Was aussieht wie ein Kunstwerk ist eine menschliche T-Zelle, die vom HI-Virus befallen ist. Das mit einem Elektronenmikroskop entstandene Bild wird vom amerikanischen „National Institut of Health“ veröffentlicht. Die gesunde T-Zellenmaterie ist blau eingefärbt. Das HI-Virus, das Aids erzeugt, wird gelb dargestellt. (Foto: Keystone/National Institute of Health/via AP)
Was aussieht wie ein Kunstwerk ist eine menschliche T-Zelle, die vom HI-Virus befallen ist. Das mit einem Elektronenmikroskop entstandene Bild wird vom amerikanischen „National Institut of Health“ veröffentlicht. Die gesunde T-Zellenmaterie ist blau eingefärbt. Das HI-Virus, das Aids erzeugt, wird gelb dargestellt. (Foto: Keystone/National Institute of Health/via AP)

9. März: „La primera dama más linda“
First Lady in Spe? Fabiana Rosales, eine 26-jährige Journalistin und Frau des selbsternannten venezolanischen Präsidenten Juan Guaidó, fordert am „Tag der Frau“ in Caracas die Bevölkerung zum Widerstand gegen „das tyrannische Regime von Präsident Maduro“ auf. Venezolanische Medien bezeichnen Rosales als „la primera dama más linda“ (die hübscheste First Lady). Ende März empfängt Donald Trump Fabiana Rosales im Weissen Haus. Im Laufe des Jahres ist es ruhiger geworden um Juan Guaidó und seine Frau. (Foto: Keystone/EPA/Rayner Pena)
First Lady in Spe? Fabiana Rosales, eine 26-jährige Journalistin und Frau des selbsternannten venezolanischen Präsidenten Juan Guaidó, fordert am „Tag der Frau“ in Caracas die Bevölkerung zum Widerstand gegen „das tyrannische Regime von Präsident Maduro“ auf. Venezolanische Medien bezeichnen Rosales als „la primera dama más linda“ (die hübscheste First Lady). Ende März empfängt Donald Trump Fabiana Rosales im Weissen Haus. Im Laufe des Jahres ist es ruhiger geworden um Juan Guaidó und seine Frau. (Foto: Keystone/EPA/Rayner Pena)

10. März: Zweiter Absturz einer 737 Max 8

Eine Boeing 737 Max 8 der Ethiopian Airlines stürzt kurz nach dem Start in Addis Abeba auf dem Weg nach Nairobi östlich der Stadt Bishoftu ab. 149 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Bei der Maschine handelte es sich um ein neues Flugzeug; der Pilot hatte jahrelange Erfahrung. Fünf Monate zuvor war ein Flugzeug des gleichen Typs der indonesischen Gesellschaft Lion Air verunglückt. 189 Menschen starben. Nach dem zweiten Absturz wurde ein weltweites Grounding aller Boeing 737 MAX 8 und MAX 9 angeordnet. Dies bringt dem Flugzeughersteller Boeing schwere Verluste und einen nicht bezifferbaren Image-Schaden. Im Dezember gibt Boeing bekannt, dass die Produktion der 737 Max 8 bis auf Weiteres gestoppt wird. Boeing-Chef Dennis Muilenburg tritt zurück. (Foto: Keystone/AP/Mulugeta Ayene)
Eine Boeing 737 Max 8 der Ethiopian Airlines stürzt kurz nach dem Start in Addis Abeba auf dem Weg nach Nairobi östlich der Stadt Bishoftu ab. 149 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Bei der Maschine handelte es sich um ein neues Flugzeug; der Pilot hatte jahrelange Erfahrung. Fünf Monate zuvor war ein Flugzeug des gleichen Typs der indonesischen Gesellschaft Lion Air verunglückt. 189 Menschen starben. Nach dem zweiten Absturz wurde ein weltweites Grounding aller Boeing 737 MAX 8 und MAX 9 angeordnet. Dies bringt dem Flugzeughersteller Boeing schwere Verluste und einen nicht bezifferbaren Image-Schaden. Im Dezember gibt Boeing bekannt, dass die Produktion der 737 Max 8 bis auf Weiteres gestoppt wird. Boeing-Chef Dennis Muilenburg tritt zurück. (Foto: Keystone/AP/Mulugeta Ayene)

12. März: „Übermenschlich“

Wie eine Löwin kämpft sie um ein Brexit-Abkommen. Obwohl sie von der eigenen Partei und vom Parlament immer wieder desavouiert wird, gibt sie nicht auf. Was sie tut ist „übermenschlich“, gestehen sogar ihre Gegner. Im Sommer streckt sie die Waffen und überlässt das Feld ihrem Widersacher Boris Johnson. (Foto: Keystone/AP)
Wie eine Löwin kämpft sie um ein Brexit-Abkommen. Obwohl sie von der eigenen Partei und vom Parlament immer wieder desavouiert wird, gibt sie nicht auf. Was sie tut ist „übermenschlich“, gestehen sogar ihre Gegner. Im Sommer streckt sie die Waffen und überlässt das Feld ihrem Widersacher Boris Johnson. (Foto: Keystone/AP)

17. März: Entfesselte Gelbwesten

Tausende Gelbwesten verwüsten erneut die Champs-Élysées. Zahlreiche Autos brennen, Nobelboutiquen werden eingeschlagen und geplündert. Das Prominentenrestaurant Le Fouquet’s wird teils in Brand gesteckt. Immer mehr mischen sich Extremisten in die Proteste ein. (Foto: Keystone/AP/Christophe Ena)
Tausende Gelbwesten verwüsten erneut die Champs-Élysées. Zahlreiche Autos brennen, Nobelboutiquen werden eingeschlagen und geplündert. Das Prominentenrestaurant Le Fouquet’s wird teils in Brand gesteckt. Immer mehr mischen sich Extremisten in die Proteste ein. (Foto: Keystone/AP/Christophe Ena)

15. März: Terroranschläge in Christchurch

Beim Terroranschlag auf zwei Moscheen in Christchurch (Neuseeland) erschiesst der aus Australien stammende Rechtsterrorist Brenton Tarrant 51 Menschen und verletzt weitere 50. Tarrant filmt seine Tat und überträgt die Bilder live in den sozialen Medien. Er zeigt Sympathien für den norwegischen Massenmörder Anders Breivik, lobt die weisse Rasse und sagt dem „Grossen Bevölkerungsaustausch“ den Kampf an. (Foto: Keystone/AP/Vincent Thian)
Beim Terroranschlag auf zwei Moscheen in Christchurch (Neuseeland) erschiesst der aus Australien stammende Rechtsterrorist Brenton Tarrant 51 Menschen und verletzt weitere 50. Tarrant filmt seine Tat und überträgt die Bilder live in den sozialen Medien. Er zeigt Sympathien für den norwegischen Massenmörder Anders Breivik, lobt die weisse Rasse und sagt dem „Grossen Bevölkerungsaustausch“ den Kampf an. (Foto: Keystone/AP/Vincent Thian)

16. März: Petarden statt Fussball

Das Spiel zwischen dem FC Sion und den Zürcher Grasshoppers (GC) wird nach 56 Minuten beim Stand von 2:0 für die Walliser abgebrochen. Anhänger der Grasshoppers hatten immer wieder Feuerwerkskörper aufs Spielfeld geworfen. Die Disziplinarkommission der Swiss Football League wertet das Spiel mit 3:0 forfait für den FC Sion. GC steigt Ende der Saison in die Challenge League ab. (Foto: Keystone/Salvatore Di Nolfi)
Das Spiel zwischen dem FC Sion und den Zürcher Grasshoppers (GC) wird nach 56 Minuten beim Stand von 2:0 für die Walliser abgebrochen. Anhänger der Grasshoppers hatten immer wieder Feuerwerkskörper aufs Spielfeld geworfen. Die Disziplinarkommission der Swiss Football League wertet das Spiel mit 3:0 forfait für den FC Sion. GC steigt Ende der Saison in die Challenge League ab. (Foto: Keystone/Salvatore Di Nolfi)

23. März: „Remain!“

Mehr als eine Million Britinnen und Briten demonstrieren in London für einen Verbleib Grossbritanniens in der EU. Die Manifestanten verlangen eine zweite Volksabstimmung über den Brexit. Zuvor hatten viereinhalb Millionen Briten – 16 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung – dem Parlament eine Petition übergeben, in der ein Verbleib des Landes in der EU gefordert wird. Premierministerin Theresa May, die als Totengräberin der britischen Wirtschaft bezichtigt wird, stemmt sich gegen eine neuerliche Volksbefragung. (Foto: Keystone/AP/Tim Ireland)
Mehr als eine Million Britinnen und Briten demonstrieren in London für einen Verbleib Grossbritanniens in der EU. Die Manifestanten verlangen eine zweite Volksabstimmung über den Brexit. Zuvor hatten viereinhalb Millionen Briten – 16 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung – dem Parlament eine Petition übergeben, in der ein Verbleib des Landes in der EU gefordert wird. Premierministerin Theresa May, die als Totengräberin der britischen Wirtschaft bezichtigt wird, stemmt sich gegen eine neuerliche Volksbefragung. (Foto: Keystone/AP/Tim Ireland)
  • APRIL

1. April: Überraschung in der Slowakei

Während in Tschechien ein Oligarch und Altkommunist immer skrupelloser regiert, wird in der benachbarten Slowakei die progressive, sozialliberale Zuzana Caputová, eine Umweltaktivistin, zur Präsidentin gewählt. Caputovás Wahl ist eine Absage an die notorisch korrupte Politik in der Slowakei. (Keystone/EPA, Martin Divisek)
Während in Tschechien ein Oligarch und Altkommunist immer skrupelloser regiert, wird in der benachbarten Slowakei die progressive, sozialliberale Zuzana Caputová, eine Umweltaktivistin, zur Präsidentin gewählt. Caputovás Wahl ist eine Absage an die notorisch korrupte Politik in der Slowakei. (Keystone/EPA, Martin Divisek)

4. April: Franz Weber †

Er kämpfte wie ein Löwe, ein Leben lang. Er sammelte Unterschriften, zerstritt sich mit Politikern, organisierte Demonstrationen, führte Prozesse. Jetzt ist der Tier- und Landschaftsschützer Franz Weber gestorben. Der gebürtige Basler wurde 91 Jahre alt. Er kämpfte gegen die Elefantenjagd („Niemand braucht einen Elefantenzahn ausser die Elefanten“) und rettete das Grandhotel Giessbach oberhalb des Brienzersees. Im Bild: Franz Weber am 27. Juli 2007 im Hotel Giessbach. (Foto: Keystone/Peter Schneider)
Er kämpfte wie ein Löwe, ein Leben lang. Er sammelte Unterschriften, zerstritt sich mit Politikern, organisierte Demonstrationen, führte Prozesse. Jetzt ist der Tier- und Landschaftsschützer Franz Weber gestorben. Der gebürtige Basler wurde 91 Jahre alt. Er kämpfte gegen die Elefantenjagd („Niemand braucht einen Elefantenzahn ausser die Elefanten“) und rettete das Grandhotel Giessbach oberhalb des Brienzersees. Im Bild: Franz Weber am 27. Juli 2007 im Hotel Giessbach. (Foto: Keystone/Peter Schneider)

1977 begannen Franz Weber und Brigitte Bardot medienwirksam zusammenzuarbeiten und gegen das Abschlachten der „Bébé Phoques“ (der jungen Robben) zu kämpfen, ein Kampf, der schliesslich zum Erfolg führte. Seine Gegner bezeichneten ihn als „Querulanten und Besessenen“. Einmal sagte er: „Ich bin gerne ein Querulant, wenn ich damit nur ein Tier rette.“ Im Bild: Franz Weber mit Brigitte Bardot am 21. März 1977. (Foto: Keystone/Yannick Müller)
1977 begannen Franz Weber und Brigitte Bardot medienwirksam zusammenzuarbeiten und gegen das Abschlachten der „Bébé Phoques“ (der jungen Robben) zu kämpfen, ein Kampf, der schliesslich zum Erfolg führte. Seine Gegner bezeichneten ihn als „Querulanten und Besessenen“. Einmal sagte er: „Ich bin gerne ein Querulant, wenn ich damit nur ein Tier rette.“ Im Bild: Franz Weber mit Brigitte Bardot am 21. März 1977. (Foto: Keystone/Yannick Müller)

6. April: „Es gibt keinen Planeten B“

Etwa 50’000 Menschen demonstrieren in mehreren Schweizer Städten für den Klimaschutz. In Basel sind es 3’000 Menschen. Sie singen: „Öl Lobbyischte, ab ind Kischte.“. (Foto: Keystone/Georgios Kefalas)
Etwa 50’000 Menschen demonstrieren in mehreren Schweizer Städten für den Klimaschutz. In Basel sind es 3’000 Menschen. Sie singen: „Öl Lobbyischte, ab ind Kischte.“. (Foto: Keystone/Georgios Kefalas)

In Luzern demonstrieren etwa 2’000 Personen. Die Neue Luzerner Zeitung kommentiert: „Herz und Seele der Bewegung sind immer noch die Jungen – eine reine Jugendbewegung ist es aber längst nicht mehr.“ Auf Transparenten heisst es: „Es gibt keinen Planeten B“. Und: „I’m dreaming of a white Christmas“. (Foto: Keystone/Alexandra Wey)
In Luzern demonstrieren etwa 2’000 Personen. Die Neue Luzerner Zeitung kommentiert: „Herz und Seele der Bewegung sind immer noch die Jungen – eine reine Jugendbewegung ist es aber längst nicht mehr.“ Auf Transparenten heisst es: „Es gibt keinen Planeten B“. Und: „I’m dreaming of a white Christmas“. (Foto: Keystone/Alexandra Wey)

In Zürich gehen nach Angaben der Organisatoren 15’000 Menschen auf die Strasse. Die Manifestation verläuft weitgehend friedlich. Die Demonstranten versammeln sich auf dem Helvetiaplatz und ziehen dann Richtung Bahnhofstrasse und zurück zum Helvetiaplatz. (Foto: Keystone/Ennio Leanza)
In Zürich gehen nach Angaben der Organisatoren 15’000 Menschen auf die Strasse. Die Manifestation verläuft weitgehend friedlich. Die Demonstranten versammeln sich auf dem Helvetiaplatz und ziehen dann Richtung Bahnhofstrasse und zurück zum Helvetiaplatz. (Foto: Keystone/Ennio Leanza)

12. April: „Foto des Jahres“

Das „Foto des Jahres“ der „World Press Photo“-Organisation zeigt eine zweijährige honduranische Asylsuchende an der mexikanisch-amerikanischen Grenze. Das Mädchen schreit, weil es von ihrer Mutter getrennt wurde. Tausende Kinder illegaler Einwanderer waren im Sommer 2018 nach dem Grenzübertritt von ihren Eltern separiert worden, was in der Öffentlichkeit einen Sturm der Empörung ausgelöst hatte. Die Regierung Trump verordnete schliesslich, dass Kinder nicht mehr von ihren asylsuchenden Eltern getrennt werden dürfen. Das prämierte Foto trug wesentlich dazu bei, dass die amerikanische Regierung ihre bisherige Praxis änderte. (Foto: Keystone/EPA/World Press Photo/John Moore/Getty Images)
Das „Foto des Jahres“ der „World Press Photo“-Organisation zeigt eine zweijährige honduranische Asylsuchende an der mexikanisch-amerikanischen Grenze. Das Mädchen schreit, weil es von ihrer Mutter getrennt wurde. Tausende Kinder illegaler Einwanderer waren im Sommer 2018 nach dem Grenzübertritt von ihren Eltern separiert worden, was in der Öffentlichkeit einen Sturm der Empörung ausgelöst hatte. Die Regierung Trump verordnete schliesslich, dass Kinder nicht mehr von ihren asylsuchenden Eltern getrennt werden dürfen. Das prämierte Foto trug wesentlich dazu bei, dass die amerikanische Regierung ihre bisherige Praxis änderte. (Foto: Keystone/EPA/World Press Photo/John Moore/Getty Images)

11. April: Assange festgenommen

Der Wikileaks-Gründer auf dem Weg zum Westminster Magistrates’ Court in London. Schweden hatte 2010 einen Haftbefehl gegen ihn wegen Vergewaltigung ausgestellt. Julian Assange flüchtete daraufhin in die ecuadorianische Botschaft in London, wo er sich sieben Jahre aufhielt. Der ecuadorianische Präsident Correa hatte ihm politisches Asyl und die Staatsbürgerschaft gewährt. Im April 2019 entzog ihm der neue ecuadorianische Präsident Moreno dann sowohl das Asylrecht als auch die Staatsbürgerschaft wieder. Kurz darauf wurde Assange in der ecuadorianischen Botschaft von der britischen Polizei festgenommen. Inzwischen hat Schweden den Vorwurf der Vergewaltigung niedergelegt. Ärzte erklären, Assage sei todkrank und könnte im Gefängnis sterben. (Foto: Keystone/PA via AP/Victoria Jones)
Der Wikileaks-Gründer auf dem Weg zum Westminster Magistrates’ Court in London. Schweden hatte 2010 einen Haftbefehl gegen ihn wegen Vergewaltigung ausgestellt. Julian Assange flüchtete daraufhin in die ecuadorianische Botschaft in London, wo er sich sieben Jahre aufhielt. Der ecuadorianische Präsident Correa hatte ihm politisches Asyl und die Staatsbürgerschaft gewährt. Im April 2019 entzog ihm der neue ecuadorianische Präsident Moreno dann sowohl das Asylrecht als auch die Staatsbürgerschaft wieder. Kurz darauf wurde Assange in der ecuadorianischen Botschaft von der britischen Polizei festgenommen. Inzwischen hat Schweden den Vorwurf der Vergewaltigung niedergelegt. Ärzte erklären, Assage sei todkrank und könnte im Gefängnis sterben. (Foto: Keystone/PA via AP/Victoria Jones)

15. April: Notre-Dame brennt

Der Grossband in der Pariser Kathedrale war um 18.50 Uhr ausgebrochen. Die Pariser Bürgermeisterin, Anne Hidalgo, twittert: „Ein schreckliches Feuer wütet in Notre-Dame“. Die Polizei fordert die Bevölkerung auf, die Kathedrale weiträumig zu meiden. (Pool)
Der Grossband in der Pariser Kathedrale war um 18.50 Uhr ausgebrochen. Die Pariser Bürgermeisterin, Anne Hidalgo, twittert: „Ein schreckliches Feuer wütet in Notre-Dame“. Die Polizei fordert die Bevölkerung auf, die Kathedrale weiträumig zu meiden. (Pool)

Hunderte Feuerwehrleute sind schnell im Einsatz. Ihnen gelingt es nach vier Stunden, den Brand auf den Dachstuhl zu begrenzen und die Struktur der Kathedrale zu retten. (Pool)
Hunderte Feuerwehrleute sind schnell im Einsatz. Ihnen gelingt es nach vier Stunden, den Brand auf den Dachstuhl zu begrenzen und die Struktur der Kathedrale zu retten. (Pool)

Die Westfassade, die Haupttürme, die Wände des Mittelschiffs sowie fast das ganze Deckengewölbe und das Strebewerk können gerettet werden. Die Bilder, Malereien und Kunstgegenstände im Innern der Kirche bleiben grösstenteils unversehrt, werden jedoch durch Rauch, Russ und Löschwasser teilweise verschmutzt. (Pool)
Die Westfassade, die Haupttürme, die Wände des Mittelschiffs sowie fast das ganze Deckengewölbe und das Strebewerk können gerettet werden. Die Bilder, Malereien und Kunstgegenstände im Innern der Kirche bleiben grösstenteils unversehrt, werden jedoch durch Rauch, Russ und Löschwasser teilweise verschmutzt. (Pool)

Das Feuer war durch Schweissarbeiten im Dachstuhl ausgebrochen. Die Renovationsarbeiten hatten wenige Wochen vor dem Brand begonnen. Die gotische Kathedrale, die auf der Île de la Cité steht, ist eine der meist besuchten Touristenattraktionen der Welt. (Pool)
Das Feuer war durch Schweissarbeiten im Dachstuhl ausgebrochen. Die Renovationsarbeiten hatten wenige Wochen vor dem Brand begonnen. Die gotische Kathedrale, die auf der Île de la Cité steht, ist eine der meist besuchten Touristenattraktionen der Welt. (Pool)

21. April: Machtwechsel in der Ukraine

Die Ukraine hat einen neuen Präsidenten: Der 41-jährige Wolodimir Selenski erhält bei den Präsidentschaftswahlen rund 73 Prozent der Stimmen. Noch nie hat in der unabhängigen Ukraine ein Präsidentschaftskandidat ein solch gutes Ergebnis erzielt. Von Beruf war Selenski bisher Schauspieler. Er wird der jüngste Präsident der Ukraine sein. Im Bild: Selenski nach Bekanntgabe des Ergebnisses mit seiner Frau Olena. (Foto: Keystone/AP/Vadim Ghirda)
Die Ukraine hat einen neuen Präsidenten: Der 41-jährige Wolodimir Selenski erhält bei den Präsidentschaftswahlen rund 73 Prozent der Stimmen. Noch nie hat in der unabhängigen Ukraine ein Präsidentschaftskandidat ein solch gutes Ergebnis erzielt. Von Beruf war Selenski bisher Schauspieler. Er wird der jüngste Präsident der Ukraine sein. Im Bild: Selenski nach Bekanntgabe des Ergebnisses mit seiner Frau Olena. (Foto: Keystone/AP/Vadim Ghirda)

21. April: Terror in Sri Lanka am Ostersonntag

Bei acht Bombenanschlägen sterben 253 Menschen, 485 weitere werden verletzt. Die Explosionen ereignen sich sowohl in Kirchen in verschiedenen Städten als auch in drei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo. Unter den Toten befinden sich auch zwei Schweizer, wie das Eidgenössische Departement des Äussern am Montagabend mitteilt. Die Behörden machen eine örtliche, radikal islamistische Gruppierung und Jihadisten für die Terroranschläge verantwortlich. Der IS reklamierte die Attentate für sich. Im Bild die Sankt Sebastianskirche in Negombo nach dem Anschlag. (Foto: Keystone/AP/Chamila Karunarathne)
Bei acht Bombenanschlägen sterben 253 Menschen, 485 weitere werden verletzt. Die Explosionen ereignen sich sowohl in Kirchen in verschiedenen Städten als auch in drei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo. Unter den Toten befinden sich auch zwei Schweizer, wie das Eidgenössische Departement des Äussern am Montagabend mitteilt. Die Behörden machen eine örtliche, radikal islamistische Gruppierung und Jihadisten für die Terroranschläge verantwortlich. Der IS reklamierte die Attentate für sich. Im Bild die Sankt Sebastianskirche in Negombo nach dem Anschlag. (Foto: Keystone/AP/Chamila Karunarathne)

28. April: Ein Sieg für nichts

Ministerpräsident Pedro Sánchez gewinnt die spanischen Parlamentswahlen. Seine sozialistische Partei PSOE legt um über 6 Prozent zu. Doch weder das linke noch das rechte Lager verfügen im Parlament über die absolute Mehrheit. Sánchez gelingt es nicht, eine Koalition zu bilden. Deshalb finden am 8. November erneut Wahlen statt, die ebenfalls keine Mehrheit für eine regierungsfähige Koalition bringen. Im Bild Sánchez mit seiner Frau María Begoña Gómez Fernández am Wahlabend in Madrid. (Foto: Keystone/AP/Andrea Comas)
Ministerpräsident Pedro Sánchez gewinnt die spanischen Parlamentswahlen. Seine sozialistische Partei PSOE legt um über 6 Prozent zu. Doch weder das linke noch das rechte Lager verfügen im Parlament über die absolute Mehrheit. Sánchez gelingt es nicht, eine Koalition zu bilden. Deshalb finden am 8. November erneut Wahlen statt, die ebenfalls keine Mehrheit für eine regierungsfähige Koalition bringen. Im Bild Sánchez mit seiner Frau María Begoña Gómez Fernández am Wahlabend in Madrid. (Foto: Keystone/AP/Andrea Comas)

30. April: Gescheiterter Putsch in Venezuela

Der selbsternannte Präsident Juan Guaidó ruft das Militär zum Putsch gegen Präsident Nicolas Maduro auf. Doch die Armeeführung hält zu Maduro. Am Tag nach dem gescheiterten Umsturzversuch brechen in Caracas schwere Unruhen aus. Maduro spricht von einer „kleinen Gruppe von militärischen Verrätern“, die rebellierten. Er bezeichnet Guaidó als Marionette in einem von den USA gesteuerten Umsturzversuch. (Foto: Keystone/AP/Fernando Llano)
Der selbsternannte Präsident Juan Guaidó ruft das Militär zum Putsch gegen Präsident Nicolas Maduro auf. Doch die Armeeführung hält zu Maduro. Am Tag nach dem gescheiterten Umsturzversuch brechen in Caracas schwere Unruhen aus. Maduro spricht von einer „kleinen Gruppe von militärischen Verrätern“, die rebellierten. Er bezeichnet Guaidó als Marionette in einem von den USA gesteuerten Umsturzversuch. (Foto: Keystone/AP/Fernando Llano)
  • MAI

1. Mai: Seltsame königliche Sitten

Kurz vor seiner Krönung heiratet der thailändische König Maha Vajiralongkorn Bodindradebayavarangkun seine langjährige Begleiterin Suthida Vajiralongkorn na Ayudhya. In der Amphorn Sathan Residential Hall im Dusit-Palast in Bangkok kriecht die neue Königin vor den Monarchen, der ein geheiligtes Wasser über sie träufelt. Die frühere Stewardess und spätere Chefin der royalen häuslichen Leibgarde steht seit Ende 2016 im Generalsrang. Am 2. Mai wird der Monarch offiziell als Rama X. zum König gekrönt. Rama X., der ein ausschweifendes Privatleben führte und beim Volk wenig beliebt ist, lebt oft in Bayern und ist jetzt zum vierten Mal verheiratet. (Foto: EPA/Royal Household Bureau).
Kurz vor seiner Krönung heiratet der thailändische König Maha Vajiralongkorn Bodindradebayavarangkun seine langjährige Begleiterin Suthida Vajiralongkorn na Ayudhya. In der Amphorn Sathan Residential Hall im Dusit-Palast in Bangkok kriecht die neue Königin vor den Monarchen, der ein geheiligtes Wasser über sie träufelt. Die frühere Stewardess und spätere Chefin der royalen häuslichen Leibgarde steht seit Ende 2016 im Generalsrang. Am 2. Mai wird der Monarch offiziell als Rama X. zum König gekrönt. Rama X., der ein ausschweifendes Privatleben führte und beim Volk wenig beliebt ist, lebt oft in Bayern und ist jetzt zum vierten Mal verheiratet. (Foto: EPA/Royal Household Bureau).

4. Mai: Maduro hält sich

Eine Venezolanerin beschimpft die Sicherheitskräfte. Wieder demonstrieren in Caracas Tausende gegen Präsident Nicolás Maduro. Der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó  fordert erneut die Armeeangehörigen auf, zu ihm überzulaufen. Davon ist nichts zu sehen. In einem für die Medien inszenierten „Loyalitätsmarsch“ zeigen sich im Bundesstaat Cojedes die Armeespitzen, hochrangige Offiziere und Hunderte Soldaten Seite an Seite mit dem Präsidenten. (Foto: Keystone/AP/Martin Mejia)
Eine Venezolanerin beschimpft die Sicherheitskräfte. Wieder demonstrieren in Caracas Tausende gegen Präsident Nicolás Maduro. Der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó fordert erneut die Armeeangehörigen auf, zu ihm überzulaufen. Davon ist nichts zu sehen. In einem für die Medien inszenierten „Loyalitätsmarsch“ zeigen sich im Bundesstaat Cojedes die Armeespitzen, hochrangige Offiziere und Hunderte Soldaten Seite an Seite mit dem Präsidenten. (Foto: Keystone/AP/Martin Mejia)

5. Mai: Rache für Rache

Die israelische Armee bombardiert Ziele im Gaza-Streifen. Dabei werden 16 Palästinenser getötet. Zuvor hatte die radikalislamische „Hamas“ nach israelischen Angaben 600 Raketen auf israelisches Gebiet abgeschossen. Dabei kamen vier Israeli ums Leben. Es ist das erste Mal seit dem Gaza-Krieg 2014, dass zivile Israeli von Raketen getötet werden. Israel verstärkt seine Streitkräfte an der Grenze zum Gaza-Streifen mit Panzer-, Artillerie- und Infanterietruppen. (Foto: Keystone/EPA/Mohammed Saber)
Die israelische Armee bombardiert Ziele im Gaza-Streifen. Dabei werden 16 Palästinenser getötet. Zuvor hatte die radikalislamische „Hamas“ nach israelischen Angaben 600 Raketen auf israelisches Gebiet abgeschossen. Dabei kamen vier Israeli ums Leben. Es ist das erste Mal seit dem Gaza-Krieg 2014, dass zivile Israeli von Raketen getötet werden. Israel verstärkt seine Streitkräfte an der Grenze zum Gaza-Streifen mit Panzer-, Artillerie- und Infanterietruppen. (Foto: Keystone/EPA/Mohammed Saber)

5. Mai: Bruchlandung in Moskau

Ein Suchoi Superjet 100 der Aeroflot fängt bei einer harten Notlandung auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo Feuer. Zuvor war die Maschine, die sich auf dem Weg von Moskau nach Murmansk befand, wahrscheinlich von einem Blitz getroffen worden. Nachdem viele Instrumente ausgefallen waren, entschieden sich die Piloten zur Rückkehr nach Moskau. Beim harten Aufprall auf der Piste fliesst Treibstoff aus, der sich entzündet. 41 der 78 Personen an Bord sterben. Der Pilot kann sich abseilen. (Foto: Keystone/EPA/dpa/Russian Investigative Committee)
Ein Suchoi Superjet 100 der Aeroflot fängt bei einer harten Notlandung auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo Feuer. Zuvor war die Maschine, die sich auf dem Weg von Moskau nach Murmansk befand, wahrscheinlich von einem Blitz getroffen worden. Nachdem viele Instrumente ausgefallen waren, entschieden sich die Piloten zur Rückkehr nach Moskau. Beim harten Aufprall auf der Piste fliesst Treibstoff aus, der sich entzündet. 41 der 78 Personen an Bord sterben. Der Pilot kann sich abseilen. (Foto: Keystone/EPA/dpa/Russian Investigative Committee)

9. Mai: Archie

Archie ist da. Der Sohn von Harry, Duke of Sussex und Meghan, Duchess of Sussex wird im Portland Hospital in London geboren. Am 6. Juli wird Archie auf Schloss Windsor getauft. Rund um die Geburt entstand ein Medienrummel, der auch seriöse Medien infizierte. (Foto: Keystone/EPA/Dominic Lipinski/Pool)
Archie ist da. Der Sohn von Harry, Duke of Sussex und Meghan, Duchess of Sussex wird im Portland Hospital in London geboren. Am 6. Juli wird Archie auf Schloss Windsor getauft. Rund um die Geburt entstand ein Medienrummel, der auch seriöse Medien infizierte. (Foto: Keystone/EPA/Dominic Lipinski/Pool)

11. Mai: Konfetti für einen Hoffnungsträger

Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa kann für fünf weitere Jahre regieren. Der frühere Freiheitskämpfer löste im Februar 2018 Präsident Jacob Zuma ab, der wegen schwerer Korruptionsvorwürfe zurücktreten musste. Doch der Rückhalt für Ramaphosas Afrikanischen Nationalkongress ANC sinkt. Mit 57,5 Prozent der Stimmen rutschte der ANC bei den jetzigen Wahlen erstmals unter die 60-Prozent-Marke. Mit diesem Ergebnis wird die Partei für Misswirtschaft und ihre Korruptionsskandale bestraft. Seit längerem tobt in Ramaphosas Partei ein erbitterter Machtkampf. (Foto: Keystone/AP/Ben Curtis)
Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa kann für fünf weitere Jahre regieren. Der frühere Freiheitskämpfer löste im Februar 2018 Präsident Jacob Zuma ab, der wegen schwerer Korruptionsvorwürfe zurücktreten musste. Doch der Rückhalt für Ramaphosas Afrikanischen Nationalkongress ANC sinkt. Mit 57,5 Prozent der Stimmen rutschte der ANC bei den jetzigen Wahlen erstmals unter die 60-Prozent-Marke. Mit diesem Ergebnis wird die Partei für Misswirtschaft und ihre Korruptionsskandale bestraft. Seit längerem tobt in Ramaphosas Partei ein erbitterter Machtkampf. (Foto: Keystone/AP/Ben Curtis)

16. Mai: Ueli Maurer im Oval Office

Zum zweiten Mal wird ein Schweizer Bundespräsident im Weissen Haus empfangen. Donald Trump und Ueli Maurer sprechen im Oval Office 40 Minuten miteinander. Maurer betont anschliessend, das Treffen habe in freundschaftlicher Atmosphäre stattgefunden. Trump bedankt sich für die Guten Dienste der Schweiz. Erörtert wird auch ein mögliches Freihandelsabkommen zwischen den beiden Ländern. 1992 war Bundespräsident René Felber im Weissen Haus empfangen worden. (Foto: Keystone)
Zum zweiten Mal wird ein Schweizer Bundespräsident im Weissen Haus empfangen. Donald Trump und Ueli Maurer sprechen im Oval Office 40 Minuten miteinander. Maurer betont anschliessend, das Treffen habe in freundschaftlicher Atmosphäre stattgefunden. Trump bedankt sich für die Guten Dienste der Schweiz. Erörtert wird auch ein mögliches Freihandelsabkommen zwischen den beiden Ländern. 1992 war Bundespräsident René Felber im Weissen Haus empfangen worden. (Foto: Keystone)

17. Mai: Ibiza-Gate

Der Spiegel und die Süddeutsche Zeitung veröffentlichen ein heimlich gefilmtes Video. Es zeigt den rechtspopulistischen Chef der österreichischen FPÖ, Heinz-Christian Strache (vorne), in einer Villa auf Ibiza. Dabei ist eine angeblich russische Oligarchen-Nichte. Strache stellt ihr Staatsaufträge im Austausch mit Wahlkampf-Hilfe in Aussicht. Zudem bietet er an, dass die angeblich reiche Russin das mächtige Boulevardblatt „Kronen-Zeitung“ kauft und dann für Straches FPÖ Wahlwerbung macht. ÖVP-Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigt daraufhin die Koalition mit der FPÖ. Bei den Nationalratswahlen im September erleidet die FPÖ schwere Verluste. Strache kündigt am 1. Oktober an, sich aus der Politik zurückzuziehen. Im Dezember wird Strache aus der FPÖ ausgeschlossen. (Foto: Spiegel/Süddeutsche Zeitung)
Der Spiegel und die Süddeutsche Zeitung veröffentlichen ein heimlich gefilmtes Video. Es zeigt den rechtspopulistischen Chef der österreichischen FPÖ, Heinz-Christian Strache (vorne), in einer Villa auf Ibiza. Dabei ist eine angeblich russische Oligarchen-Nichte. Strache stellt ihr Staatsaufträge im Austausch mit Wahlkampf-Hilfe in Aussicht. Zudem bietet er an, dass die angeblich reiche Russin das mächtige Boulevardblatt „Kronen-Zeitung“ kauft und dann für Straches FPÖ Wahlwerbung macht. ÖVP-Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigt daraufhin die Koalition mit der FPÖ. Bei den Nationalratswahlen im September erleidet die FPÖ schwere Verluste. Strache kündigt am 1. Oktober an, sich aus der Politik zurückzuziehen. Im Dezember wird Strache aus der FPÖ ausgeschlossen. (Foto: Spiegel/Süddeutsche Zeitung)

21. Mai: Arnold Hottinger †

Arnold Hottinger, einer der weltbesten Nahost-Kenner, stirbt im Alter von 92 Jahren in Zug. Für Journal21 hat er über 600 Artikel geschrieben. Seit der Gründung von Journal21 im Jahr 2010 war er mit dabei. Das Bild zeigt Hottinger an der Feier zu seinem 90. Geburtstag im Zürcher Zunfthaus Rüden. (Foto: Keystone/Anthony Anex)
Arnold Hottinger, einer der weltbesten Nahost-Kenner, stirbt im Alter von 92 Jahren in Zug. Für Journal21 hat er über 600 Artikel geschrieben. Seit der Gründung von Journal21 im Jahr 2010 war er mit dabei. Das Bild zeigt Hottinger an der Feier zu seinem 90. Geburtstag im Zürcher Zunfthaus Rüden. (Foto: Keystone/Anthony Anex)

Hottinger, während langen Jahren NZZ-Korrespondent im Nahen Osten, sprach neben Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch auch sieben arabische Dialekte. Während Jahrzehnten reiste er durch alle arabischen und islamischen Länder. Er verfasste mehrere Bücher, seine Texte sind mehrfach preisgekrönt. Seine Passion für die Ereignisse im Nahen Osten war bis zum Schluss nicht zu zügeln. Selbst vom Spitalbett aus verfasste Hottinger noch Texte für Journal21. Seinen letzten Artikel publizierten wir am 21. Januar. Thema: Demokratiebewegung im Sudan. (Foto: Keystone/Anthony Anex)
Hottinger, während langen Jahren NZZ-Korrespondent im Nahen Osten, sprach neben Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch auch sieben arabische Dialekte. Während Jahrzehnten reiste er durch alle arabischen und islamischen Länder. Er verfasste mehrere Bücher, seine Texte sind mehrfach preisgekrönt. Seine Passion für die Ereignisse im Nahen Osten war bis zum Schluss nicht zu zügeln. Selbst vom Spitalbett aus verfasste Hottinger noch Texte für Journal21. Seinen letzten Artikel publizierten wir am 21. Januar. Thema: Demokratiebewegung im Sudan. (Foto: Keystone/Anthony Anex)

Das Bild wurde 1963 in der algerischen Wüste während des algerisch-marokkanischen Krieges nahe der marokkanischen Grenze aufgenommen. Auf dem Meilenstein steht die Zahl 21. Vielleicht war das eine Vorsehung, dass sich Hottinger später für Journal21 engagierte. Aufgenommen wurde das Bild vom berühmten Fotografen Ernst Scheidegger.
Das Bild wurde 1963 in der algerischen Wüste während des algerisch-marokkanischen Krieges nahe der marokkanischen Grenze aufgenommen. Auf dem Meilenstein steht die Zahl 21. Vielleicht war das eine Vorsehung, dass sich Hottinger später für Journal21 engagierte. Aufgenommen wurde das Bild vom berühmten Fotografen Ernst Scheidegger.

27. Mai: Jubelnde Grüne

Bei den Europa-Wahlen verdoppeln die deutschen Grünen ihre Stimmenzahl. Im Bild:
Annalena Baerbock (links), Grünen-Vorsitzende, und Katrin Göring-Eckard, Grünen-Fraktionschefin, nach Bekanntgabe der Ergebnisse in Berlin. Die Grünen sind jetzt zweitstärkste deutsche Partei. CDU und SPD erleiden herbe Verluste. Die AfD wird gebremst. In Frankreich schwingt Marine Le Pen obenauf. In Italien wird die Lega erwartungsgemnäss stärkste Partei. Die Christ- und Sozialdemokraten gehören zu den grossen Verlierern. Zum ersten Mal haben sie zusammen die absolute Mehrheit verloren. Drittstärkste Kraft nach den Christdemokraten und den Sozialdemokraten werden die Liberalen, denen auch Präsident Macrons Bewegung „En Marche“ angehört.(Foto: Keystone/DPA/Kay Nietfeld)
Bei den Europa-Wahlen verdoppeln die deutschen Grünen ihre Stimmenzahl. Im Bild:
Annalena Baerbock (links), Grünen-Vorsitzende, und Katrin Göring-Eckard, Grünen-Fraktionschefin, nach Bekanntgabe der Ergebnisse in Berlin. Die Grünen sind jetzt zweitstärkste deutsche Partei. CDU und SPD erleiden herbe Verluste. Die AfD wird gebremst. In Frankreich schwingt Marine Le Pen obenauf. In Italien wird die Lega erwartungsgemnäss stärkste Partei. Die Christ- und Sozialdemokraten gehören zu den grossen Verlierern. Zum ersten Mal haben sie zusammen die absolute Mehrheit verloren. Drittstärkste Kraft nach den Christdemokraten und den Sozialdemokraten werden die Liberalen, denen auch Präsident Macrons Bewegung „En Marche“ angehört.(Foto: Keystone/DPA/Kay Nietfeld)
  • JUNI

2. Juni: Nahles geht

Andrea Nahles tritt als Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD zurück. Auch ihr Bundestagsmandat legt sie nieder und verabschiedet sich damit vollständig aus der Bundespolitik. Sie zieht damit die Konsequenzen aus dem schlechten Ergebnis der SPD bei den Europawahlen und der zunehmenden innerparteilichen Kritik an ihr. Nahles war 13 Monate lang SPD-Vorsitzende. Sie war die erste SPD-Parteipräsidentin. (Foto: Keystone/DPA/Wolfang Kumm)
Andrea Nahles tritt als Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD zurück. Auch ihr Bundestagsmandat legt sie nieder und verabschiedet sich damit vollständig aus der Bundespolitik. Sie zieht damit die Konsequenzen aus dem schlechten Ergebnis der SPD bei den Europawahlen und der zunehmenden innerparteilichen Kritik an ihr. Nahles war 13 Monate lang SPD-Vorsitzende. Sie war die erste SPD-Parteipräsidentin. (Foto: Keystone/DPA/Wolfang Kumm)

3. Juni: Gut sieht er aus

Der amerikanische Präsident einmal anders. Das Bild zeigt Donald Trump in der „McLean Bibel-Kirche“ in Vienna (Virginia) bei Washington. Der Präsident nimmt an einer Trauerfeier für die Opfer des Amoklaufs in Virginia Beach teil, bei dem zwölf Menschen erschossen wurden. In der Bible Church in McLean versammeln sich jedes Wochenende über 10’000 Menschen zum Gebet. (Foto: Keystone/AP/Jacquelyn Martin)
Der amerikanische Präsident einmal anders. Das Bild zeigt Donald Trump in der „McLean Bibel-Kirche“ in Vienna (Virginia) bei Washington. Der Präsident nimmt an einer Trauerfeier für die Opfer des Amoklaufs in Virginia Beach teil, bei dem zwölf Menschen erschossen wurden. In der Bible Church in McLean versammeln sich jedes Wochenende über 10’000 Menschen zum Gebet. (Foto: Keystone/AP/Jacquelyn Martin)

9. Juni: Eine Million auf der Strasse

In Hongkong gehen Hunderttausende auf die Strasse. Es ist die grösste Demonstration seit den Protesten auf dem Tian'anmen-Massaker am 4. Juni 1989 in Peking. Laut Angaben der Organisatoren demonstrieren eine Million Menschen gegen ein geplantes Gesetz, das die Auslieferung von Verdächtigen an die Volksrepublik China vorsieht – sofern China dies verlangt. Anwaltsverbände, Menschenrechtsgruppen, ausländische Handelskammern und Regierungen sind besorgt. Demonstranten tragen Transparente mit „Keine Auslieferung nach China“ oder „Nach China ausgeliefert, für immer verschwunden“. Kritiker argumentieren, dass das Justizsystem in China nicht unabhängig sei, internationalen Standards nicht entspreche und politisch Andersdenkende verfolge. (Foto: Keystone/EPA/Jérôme Favre)
In Hongkong gehen Hunderttausende auf die Strasse. Es ist die grösste Demonstration seit den Protesten auf dem Tian'anmen-Massaker am 4. Juni 1989 in Peking. Laut Angaben der Organisatoren demonstrieren eine Million Menschen gegen ein geplantes Gesetz, das die Auslieferung von Verdächtigen an die Volksrepublik China vorsieht – sofern China dies verlangt. Anwaltsverbände, Menschenrechtsgruppen, ausländische Handelskammern und Regierungen sind besorgt. Demonstranten tragen Transparente mit „Keine Auslieferung nach China“ oder „Nach China ausgeliefert, für immer verschwunden“. Kritiker argumentieren, dass das Justizsystem in China nicht unabhängig sei, internationalen Standards nicht entspreche und politisch Andersdenkende verfolge. (Foto: Keystone/EPA/Jérôme Favre)

13. Juni: Eskalation im Golf von Oman

Zwei Öltanker, die je von einer deutschen und einer norwegischen Reederei betrieben werden, sind das Ziel von Attacken im Golf von Oman. Das Bild der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irib zeigt den norwegischen Tanker „Front Altair“, in dem Feuer ausbrach. Die Matrosen wurden evakuiert. Die USA und Saudi-Arabien machen Iran für die jüngsten Attentate verantwortlich. Teheran weist jede Schuld von sich und spricht von „Verschwörungstheorien“. Bereits vor einem Monat sind vier Tanker im Golf von Oman angegriffen worden. Die Spannungen nehmen weiter zu, als Iran am 20. Juni über der Strasse von Hormus eine amerikanische Drohne vom Typ „RQ-4A Global Hawk“ abschiesst. (Foto: Keystone/AP/Irib/Islamic Republic of Iran Broadcasting and News Agency).
Zwei Öltanker, die je von einer deutschen und einer norwegischen Reederei betrieben werden, sind das Ziel von Attacken im Golf von Oman. Das Bild der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irib zeigt den norwegischen Tanker „Front Altair“, in dem Feuer ausbrach. Die Matrosen wurden evakuiert. Die USA und Saudi-Arabien machen Iran für die jüngsten Attentate verantwortlich. Teheran weist jede Schuld von sich und spricht von „Verschwörungstheorien“. Bereits vor einem Monat sind vier Tanker im Golf von Oman angegriffen worden. Die Spannungen nehmen weiter zu, als Iran am 20. Juni über der Strasse von Hormus eine amerikanische Drohne vom Typ „RQ-4A Global Hawk“ abschiesst. (Foto: Keystone/AP/Irib/Islamic Republic of Iran Broadcasting and News Agency).

14. Juni: Stark befolgter Frauenstreik

Hunderttausende Frauen gehen im ganzen Land auf die Strasse, wesentlich mehr als erwartet. Die Organisatorinnen sprechen von einem Grosserfolg. Im Bild: Demonstration auf dem Berner Bundesplatz (Foto: Keystone/Peter Klaunzer)
Hunderttausende Frauen gehen im ganzen Land auf die Strasse, wesentlich mehr als erwartet. Die Organisatorinnen sprechen von einem Grosserfolg. Im Bild: Demonstration auf dem Berner Bundesplatz (Foto: Keystone/Peter Klaunzer)

Demonstration in Zürich (Foto: Keystone/Walter Bieri)
Demonstration in Zürich (Foto: Keystone/Walter Bieri)

Nationalrätinnen im Nationalratssaal: Das Parlament unterbricht wegen des Frauenstreiks seine Arbeit symbolisch für eine Viertelstunde (Foto: Keystone/Peter Klaunzer)
Nationalrätinnen im Nationalratssaal: Das Parlament unterbricht wegen des Frauenstreiks seine Arbeit symbolisch für eine Viertelstunde (Foto: Keystone/Peter Klaunzer)

16. Juni: Franco Zeffirelli †

Er war einer der berühmtesten und gefeiertesten italienischen Film- und Opernregisseure: Franco Zeffirelli, unehelicher Sohn eines Stoffhändlers, fasziniert von Sizilien, ein Egozentriker, homosexuell, stets extravagant gekleidet, ein Freund Berlusconis und Senator. Bekannt wurde er zunächst durch Shakespeare-Verfilmungen. 1967 realisierte er mit Elizabeth Taylor und Richard Burton „Der Widerspenstigen Zähmung“, ein Jahr später „Romeo und Julia“ mit Leonard Whiting und Olivia Hussey. Für Romeo und Julia erhielt er eine Oscar-Nominierung. Weltberühmt wurde er 1977 durch die sechsstündige Bibelverfilmung „Jesus von Nazareth“. Zeffirelli stirbt im Alter von 96 Jahren in Rom. Im Bild: Franco Zeffirelli 2014 in seiner Wohnung in Rom (Foto: Keystone/EPA/Ansa/Alessandro di Meo)
Er war einer der berühmtesten und gefeiertesten italienischen Film- und Opernregisseure: Franco Zeffirelli, unehelicher Sohn eines Stoffhändlers, fasziniert von Sizilien, ein Egozentriker, homosexuell, stets extravagant gekleidet, ein Freund Berlusconis und Senator. Bekannt wurde er zunächst durch Shakespeare-Verfilmungen. 1967 realisierte er mit Elizabeth Taylor und Richard Burton „Der Widerspenstigen Zähmung“, ein Jahr später „Romeo und Julia“ mit Leonard Whiting und Olivia Hussey. Für Romeo und Julia erhielt er eine Oscar-Nominierung. Weltberühmt wurde er 1977 durch die sechsstündige Bibelverfilmung „Jesus von Nazareth“. Zeffirelli stirbt im Alter von 96 Jahren in Rom. Im Bild: Franco Zeffirelli 2014 in seiner Wohnung in Rom (Foto: Keystone/EPA/Ansa/Alessandro di Meo)

18. Juni: Andrea Camilleri †

Er verkaufte 25 Millionen Bücher. Kein Schriftsteller ist in Italien so beliebt wie er. „Commissario Montalbano“ ist die Hauptfigur in seinen süffigen Romanen. Alle kennen ihn, von Como im Norden bis hinunter nach Agrigento an der Südküste Siziliens. Dort spielen die meisten seiner Bücher. Auch Leute, die nie ein Buch gelesen haben, kennen Camilleri und schwärmen von ihm. Andrea Camilleri stirbt im Römer Spital Santo Spirito im Alter von 93 Jahren, nachdem er dort am 17. Juni nach einem Herzstillstand eingeliefert worden war.
Er verkaufte 25 Millionen Bücher. Kein Schriftsteller ist in Italien so beliebt wie er. „Commissario Montalbano“ ist die Hauptfigur in seinen süffigen Romanen. Alle kennen ihn, von Como im Norden bis hinunter nach Agrigento an der Südküste Siziliens. Dort spielen die meisten seiner Bücher. Auch Leute, die nie ein Buch gelesen haben, kennen Camilleri und schwärmen von ihm. Andrea Camilleri stirbt im Römer Spital Santo Spirito im Alter von 93 Jahren, nachdem er dort am 17. Juni nach einem Herzstillstand eingeliefert worden war.

23. Juni: Schlag für Erdoğan

Schwere Niederlage für Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan. Der oppositionelle Kandidat Ekrem İmamoğlu gewinnt die Bürgermeisterwahlen in Istanbul klar. Im Bild:  İmamoğlu mit seiner Frau Dilek. (Foto: Keystone/EPA/Erdem Sahin)
Schwere Niederlage für Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan. Der oppositionelle Kandidat Ekrem İmamoğlu gewinnt die Bürgermeisterwahlen in Istanbul klar. Im Bild: İmamoğlu mit seiner Frau Dilek. (Foto: Keystone/EPA/Erdem Sahin)

Freudenkundgebung in Istanbul nach Ekrem İmamoğlus Sieg. Auf  den 49-jährigen Oppositionskandidaten enfallen rund  53 Prozent der Stimmen. Sein schärfster Gegenkandidat Binali Yıldırım von der AKP erhält 45 Prozent. (Foto: Keystone/Onur Gunal/CHP Press Office)
Freudenkundgebung in Istanbul nach Ekrem İmamoğlus Sieg. Auf den 49-jährigen Oppositionskandidaten enfallen rund 53 Prozent der Stimmen. Sein schärfster Gegenkandidat Binali Yıldırım von der AKP erhält 45 Prozent. (Foto: Keystone/Onur Gunal/CHP Press Office)

28. Juni: 4000 Tonnen gesprengt

Um 09.28 Uhr ertönen Sirenen. Dann ist ein lauter Knall und ein gespenstisches, minutenlanges Grollen zu hören. Knapp zehn Monate nach dem Einsturz der Morandi-Brücke in Genua werden die noch stehenden Pfeiler gesprengt. Um der aufgewirbelten Staubwolke Herr zu werden, werden die 4’000 Tonnen schweren Trümmer sofort mit Dutzenden Wasserkanonen bespritzt. Die Brücke war am 14. August 2018 teilweise eingestürzt. 35 Personenautos und drei Lastwagen stürzten in die Tiefe. 43 Menschen starben. (Foto: Keystone/EPA/Ansa/Luca Zennaro)
Um 09.28 Uhr ertönen Sirenen. Dann ist ein lauter Knall und ein gespenstisches, minutenlanges Grollen zu hören. Knapp zehn Monate nach dem Einsturz der Morandi-Brücke in Genua werden die noch stehenden Pfeiler gesprengt. Um der aufgewirbelten Staubwolke Herr zu werden, werden die 4’000 Tonnen schweren Trümmer sofort mit Dutzenden Wasserkanonen bespritzt. Die Brücke war am 14. August 2018 teilweise eingestürzt. 35 Personenautos und drei Lastwagen stürzten in die Tiefe. 43 Menschen starben. (Foto: Keystone/EPA/Ansa/Luca Zennaro)

Die Sprengung erfolgt nach Plan. Eine kleine Verzögerung gibt es, weil ein Bewohner eines Hauses unter der Brücke nicht evakuiert werden will. Über 3’000 Anwohner im Umkreis von 300 Metern mussten ihre Häuser verlassen. Sie durften erst am Abend in ihre Häuser zurückkehren. Die 400 Meter lange Brücke, die 1967 eingeweiht worden war, hatte grosse wirtschaftliche Bedeutung für Italien. Sie wurde pro Jahr von über 25 Millionen Autos befahren. Sie war eine der Zufahrtsstrecken zum Hafen und wurde pro Stunde von bis zu 100 Lastwagen überquert. (Foto: Keystone/EPA/Ansa/Luca Zennaro)
Die Sprengung erfolgt nach Plan. Eine kleine Verzögerung gibt es, weil ein Bewohner eines Hauses unter der Brücke nicht evakuiert werden will. Über 3’000 Anwohner im Umkreis von 300 Metern mussten ihre Häuser verlassen. Sie durften erst am Abend in ihre Häuser zurückkehren. Die 400 Meter lange Brücke, die 1967 eingeweiht worden war, hatte grosse wirtschaftliche Bedeutung für Italien. Sie wurde pro Jahr von über 25 Millionen Autos befahren. Sie war eine der Zufahrtsstrecken zum Hafen und wurde pro Stunde von bis zu 100 Lastwagen überquert. (Foto: Keystone/EPA/Ansa/Luca Zennaro)

Im November wird bekannt, dass namhafte Experten schon 2014 ernsthaft vor einem Einsturz der Brücke gewarnt hatten. Die Warnungen wurden missachtet. Die Berichte der Experten verschwanden und wurden auf den Computern auf unerklärliche Weise gelöscht. Die Justizbehörden haben eine Untersuchung eingeleitet. (Foto: Keystone/EPA/Ansa/Luca Zennaro)
Im November wird bekannt, dass namhafte Experten schon 2014 ernsthaft vor einem Einsturz der Brücke gewarnt hatten. Die Warnungen wurden missachtet. Die Berichte der Experten verschwanden und wurden auf den Computern auf unerklärliche Weise gelöscht. Die Justizbehörden haben eine Untersuchung eingeleitet. (Foto: Keystone/EPA/Ansa/Luca Zennaro)
  • JULI

3. Juli: Die Unbeugsame

Für die einen ist sie „die Heldin“, für Matteo Salvini „eine Rotznase“. Die deutsche Kapitänin Carola Rackete steuert trotz ausdrücklichen Verbots die „Seawatch 3“ in den Hafen von Lampedusa. Sie wird sogleich festgenommen. Das Schiff hat 40 Migranten an Bord. Der rechtspopulistische Innenminister Salvini hatte die italienischen Häfen für Migranten-Schiffe geschlossen. Eine Richterin verfügte später die Freilassung Racketes. (Foto: Keystone/AP/Ansa/Matteo Guidelli)
Für die einen ist sie „die Heldin“, für Matteo Salvini „eine Rotznase“. Die deutsche Kapitänin Carola Rackete steuert trotz ausdrücklichen Verbots die „Seawatch 3“ in den Hafen von Lampedusa. Sie wird sogleich festgenommen. Das Schiff hat 40 Migranten an Bord. Der rechtspopulistische Innenminister Salvini hatte die italienischen Häfen für Migranten-Schiffe geschlossen. Eine Richterin verfügte später die Freilassung Racketes. (Foto: Keystone/AP/Ansa/Matteo Guidelli)

7. Juli: João Gilberto †

Er war einer der Komponisten des weltberühmten „Girls from Ipanema“. João Gilberto, brasilianischer Sänger, Gitarrist, Komponist und Wegbereiter des Bossa Nova, stirbt im Alter von 88 Jahren vereinsamt und hoch verschuldet in Rio. Das 1962 entstandene „Girl from Ipanema“ (Garota de Ipanema) war eine Gemeinschaftsproduktion von Gilberto, Antônio Carlos Jobim und Stan Getz. Vor allem die Mitwirkung des Jazz-Saxophonisten Getz trug wesentlich zum Erfolg des Stücks bei. Gesungen wurde es von Gilberto und seiner damaligen Frau Astrud Gilberto, die das Lied zunächst nur auf Brasilianisch vortrugen. Später wurde der Text auf Englisch übersetzt. Im Bild: João Gilberto am 14. August 2008 in São Paulo (Foto: Keystone/EPA/Marcos Hermes)
Er war einer der Komponisten des weltberühmten „Girls from Ipanema“. João Gilberto, brasilianischer Sänger, Gitarrist, Komponist und Wegbereiter des Bossa Nova, stirbt im Alter von 88 Jahren vereinsamt und hoch verschuldet in Rio. Das 1962 entstandene „Girl from Ipanema“ (Garota de Ipanema) war eine Gemeinschaftsproduktion von Gilberto, Antônio Carlos Jobim und Stan Getz. Vor allem die Mitwirkung des Jazz-Saxophonisten Getz trug wesentlich zum Erfolg des Stücks bei. Gesungen wurde es von Gilberto und seiner damaligen Frau Astrud Gilberto, die das Lied zunächst nur auf Brasilianisch vortrugen. Später wurde der Text auf Englisch übersetzt. Im Bild: João Gilberto am 14. August 2008 in São Paulo (Foto: Keystone/EPA/Marcos Hermes)

8. Juli: Sudanesischer Frühling?

Jubel in Khartum, Hoffnung im Sudan: Das sudanesische Militär und die Opposition schliessen einen Pakt und bilden eine gemeinsame Übergangsregierung. In 39 Monaten sollen freie Wahlen stattfinden. (Foto: Keystone/EPA/Marwan Ali)
Jubel in Khartum, Hoffnung im Sudan: Das sudanesische Militär und die Opposition schliessen einen Pakt und bilden eine gemeinsame Übergangsregierung. In 39 Monaten sollen freie Wahlen stattfinden. (Foto: Keystone/EPA/Marwan Ali)

Zehntausende Menschen feiern in den Strassen von Khartum die Einigung. 26 Jahre lang hatte der Langzeit-Diktator Umar al-Baschir das Land dominiert. Nachdem Ende letzten Jahres die Regierung eine Brotpreis-Erhöhung verordnet hatte, war es im ganzen Land zu schweren Unruhen gekommen. Im April setzte das Militär Baschir ab. Weil die Armee die Macht jedoch nicht abgeben wollte, kam es zu wochenlangen Demonstrationen, die in einem Blutbad endeten. 130 Demonstranten wurden erschossen. Schliesslich einigte sich die Armee und die Opposition auf die Bildung eines „Souveränen Rates“, der aus Militärs und Zivilisten besteht. (Foto: Keystone/AP)
Zehntausende Menschen feiern in den Strassen von Khartum die Einigung. 26 Jahre lang hatte der Langzeit-Diktator Umar al-Baschir das Land dominiert. Nachdem Ende letzten Jahres die Regierung eine Brotpreis-Erhöhung verordnet hatte, war es im ganzen Land zu schweren Unruhen gekommen. Im April setzte das Militär Baschir ab. Weil die Armee die Macht jedoch nicht abgeben wollte, kam es zu wochenlangen Demonstrationen, die in einem Blutbad endeten. 130 Demonstranten wurden erschossen. Schliesslich einigte sich die Armee und die Opposition auf die Bildung eines „Souveränen Rates“, der aus Militärs und Zivilisten besteht. (Foto: Keystone/AP)

15. Juli: Drei Jahre nach dem Putsch

Eine Türkin während eines Auftritts von Recep Tayyip Erdoğan in Istanbul. Noch kann der türkische Präsident auf Dutzende Millionen Türkinnen und Türken zählen. Er und seine Anhängerinnen und Anhänger gedenken jetzt des gescheiterten Umsturzversuches vor drei Jahren. (Foto: Keystone/AP/Lefteris Pitarakis)
Eine Türkin während eines Auftritts von Recep Tayyip Erdoğan in Istanbul. Noch kann der türkische Präsident auf Dutzende Millionen Türkinnen und Türken zählen. Er und seine Anhängerinnen und Anhänger gedenken jetzt des gescheiterten Umsturzversuches vor drei Jahren. (Foto: Keystone/AP/Lefteris Pitarakis)

16. Juli: Frau Kommissionspräsidentin

Die deutsche CDU-Politikerin und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wird zur neuen Kommissionspräsidentin der EU gewählt. Sie tritt ihr Amt am 1. Dezember an und folgt auf den Luxemburger Jean-Claude Juncker. Mit von der Leyen wurde erstmals eine Frau in das höchste EU-Amt gewählt. Die neue EU-Chefin will mit einem  „Green Deal“ Geschichte schreiben. Sie plant ein Programm mit neuen Gesetzen und Initiativen für ein klimafreundliches Europa. Ziel ist ein klimaneutrales Europa bis 2050. Ihr Billionen-Vorhaben stösst auf Widerstände. (Foto: Keystone/AP/Jean-François Badias)
Die deutsche CDU-Politikerin und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wird zur neuen Kommissionspräsidentin der EU gewählt. Sie tritt ihr Amt am 1. Dezember an und folgt auf den Luxemburger Jean-Claude Juncker. Mit von der Leyen wurde erstmals eine Frau in das höchste EU-Amt gewählt. Die neue EU-Chefin will mit einem „Green Deal“ Geschichte schreiben. Sie plant ein Programm mit neuen Gesetzen und Initiativen für ein klimafreundliches Europa. Ziel ist ein klimaneutrales Europa bis 2050. Ihr Billionen-Vorhaben stösst auf Widerstände. (Foto: Keystone/AP/Jean-François Badias)

19. Juli: Eine Hymne an den Wein

In Vevey beginnt eines der grössten und farbenprächtigsten Volksfeste der Schweiz. Eine Million Besucher und Besucherinnen strömen an den Genfersee. Das Winzerfest, die „Fête des Vignerons“, findet nur alle 20 bis 25 Jahre statt: einmal pro Generation. (Foto: Keystone/Valentin Flauraud)
In Vevey beginnt eines der grössten und farbenprächtigsten Volksfeste der Schweiz. Eine Million Besucher und Besucherinnen strömen an den Genfersee. Das Winzerfest, die „Fête des Vignerons“, findet nur alle 20 bis 25 Jahre statt: einmal pro Generation. (Foto: Keystone/Valentin Flauraud)


Eröffnet wird das über dreiwöchige Fest mit einer fast dreistündigen Freilichtaufführung auf der Place du Marché in Vevey, einem der grössten Plätze der Schweiz. An dem poetischen Schauspiel beteiligen sich 5’500 Laiendarsteller. Die Arena fasst 20’000 Zuschauer. Auch Bundesrat Guy Parmelin, ein früherer Winzer, ist dabei. Obwohl das Fest künsterlisch ein Erfolg ist, bringt es doch ein Millionendefizit. (Foto: Keystone/Valantin Flauraud)
Eröffnet wird das über dreiwöchige Fest mit einer fast dreistündigen Freilichtaufführung auf der Place du Marché in Vevey, einem der grössten Plätze der Schweiz. An dem poetischen Schauspiel beteiligen sich 5’500 Laiendarsteller. Die Arena fasst 20’000 Zuschauer. Auch Bundesrat Guy Parmelin, ein früherer Winzer, ist dabei. Obwohl das Fest künsterlisch ein Erfolg ist, bringt es doch ein Millionendefizit. (Foto: Keystone/Valantin Flauraud)

21. Juli: Bahn frei für Selenski

Bei den Parlamentswahlen in der Ukraine gewinnt die Partei des neuen Präsidenten Wolodimir Selenski überraschend die absolute Mehrheit im Parlament. Er kann damit ohne Koalitionspartner regieren. Selenskis Partei „Diener des Volkes“ kommt auf 254 der 450 Abgeordneten. Der Präsident erklärte, er wolle die Ukraine grundlegend reformieren. Zu den ersten Prioritäten gehört eine Beilegung des Konflikts im Donbass. Im Bild: Selenski mit seiner Frau Olena Selenska bei der Stimmabgabe in Kiew. (Foto: Keystone/AP/Evgeniy Maloletka)
Bei den Parlamentswahlen in der Ukraine gewinnt die Partei des neuen Präsidenten Wolodimir Selenski überraschend die absolute Mehrheit im Parlament. Er kann damit ohne Koalitionspartner regieren. Selenskis Partei „Diener des Volkes“ kommt auf 254 der 450 Abgeordneten. Der Präsident erklärte, er wolle die Ukraine grundlegend reformieren. Zu den ersten Prioritäten gehört eine Beilegung des Konflikts im Donbass. Im Bild: Selenski mit seiner Frau Olena Selenska bei der Stimmabgabe in Kiew. (Foto: Keystone/AP/Evgeniy Maloletka)

21. Juli: Sommerwind

Der 140 Meter hohe Genfer Jet d'eau, das Wahrzeichen der Stadt, wird von 32 Grad heissen Sommerböen weggeblasen.  (Foto: Keystone/Salvatore Di Nolfi)
Der 140 Meter hohe Genfer Jet d'eau, das Wahrzeichen der Stadt, wird von 32 Grad heissen Sommerböen weggeblasen. (Foto: Keystone/Salvatore Di Nolfi)

23. Juli: Prime Minister Boris

Die Parteibasis der Tories spricht sich in einer Urabstimmung klar für Boris Johnson aus. 92’153 Parteimitglieder der Konservativen votieren für Johnson (66 Prozent), während sein Konkurrent Jeremy Hunt 46’656 Parteimitglieder (34 Prozent) von sich überzeugen kann. Damit wird Johnson automatisch neuer Premierminister und Nachfolger von Theresa May. (Foto: Keystone/PA via AP/Yui Mok)
Die Parteibasis der Tories spricht sich in einer Urabstimmung klar für Boris Johnson aus. 92’153 Parteimitglieder der Konservativen votieren für Johnson (66 Prozent), während sein Konkurrent Jeremy Hunt 46’656 Parteimitglieder (34 Prozent) von sich überzeugen kann. Damit wird Johnson automatisch neuer Premierminister und Nachfolger von Theresa May. (Foto: Keystone/PA via AP/Yui Mok)

24. Juli: „Die Unwahrheit“

Boris Johnson kämpft verbissen um den Austritt Grossbritanniens aus der EU. Dazu sind ihm offenbar alle Mittel recht. Seine Kritiker sagen, er habe der Königin nicht die Wahrheit gesagt, als er sie bat, ein Dekret zu billigen, das die Abgeordneten für fünf Wochen in die Zwangsferien schickt. Damit habe er die Parlamentarier daran hindern wollen, seinen Brexit-Kurs zu durchkreuzen. (Foto: Keystone/EPA/Association Pool/Victoria Jones)
Boris Johnson kämpft verbissen um den Austritt Grossbritanniens aus der EU. Dazu sind ihm offenbar alle Mittel recht. Seine Kritiker sagen, er habe der Königin nicht die Wahrheit gesagt, als er sie bat, ein Dekret zu billigen, das die Abgeordneten für fünf Wochen in die Zwangsferien schickt. Damit habe er die Parlamentarier daran hindern wollen, seinen Brexit-Kurs zu durchkreuzen. (Foto: Keystone/EPA/Association Pool/Victoria Jones)

28. Juli: Ein Elefant blickt ins Tal

„Elephant Walk" heisst diese Skulptur des britischen Künstlers Zav Ové. Sie steht auf einer Weide bei La Chaux et Les Ruinettes bei Verbier im Unterwallis. (Foto: Keystone/Jean-Christophe Bott)
„Elephant Walk" heisst diese Skulptur des britischen Künstlers Zav Ové. Sie steht auf einer Weide bei La Chaux et Les Ruinettes bei Verbier im Unterwallis. (Foto: Keystone/Jean-Christophe Bott)

28. Juli: „Schämt euch!“

In Moskau gehen Sicherheitskräfte mit grosser Härte gegen Demonstranten vor, die freie Wahlen verlangen. Die Manifestation war nicht bewilligt worden. Die Behörden hatten eindringlich vor einer Teilnahme gewarnt. Trotzdem kommen Tausende, vor allem viele Junge. Die Polizei nimmt zahlreiche Demonstranten fest. „Schämt euch!“, rufen die Manifestanten in Sprechchören. „Wir sind friedliche Menschen, wir wollen freie Wahlen.“ (Foto: Keystone/AP/Pavel Golovkin)
In Moskau gehen Sicherheitskräfte mit grosser Härte gegen Demonstranten vor, die freie Wahlen verlangen. Die Manifestation war nicht bewilligt worden. Die Behörden hatten eindringlich vor einer Teilnahme gewarnt. Trotzdem kommen Tausende, vor allem viele Junge. Die Polizei nimmt zahlreiche Demonstranten fest. „Schämt euch!“, rufen die Manifestanten in Sprechchören. „Wir sind friedliche Menschen, wir wollen freie Wahlen.“ (Foto: Keystone/AP/Pavel Golovkin)

Die EU verurteilt das Vorgehen der Sicherheitskräfte als „unverhältnismässigen Einsatz von Gewalt gegen friedliche Demonstranten“. (Foto: Keystone/AP/Alexander Zemlianichenko)
Die EU verurteilt das Vorgehen der Sicherheitskräfte als „unverhältnismässigen Einsatz von Gewalt gegen friedliche Demonstranten“. (Foto: Keystone/AP/Alexander Zemlianichenko)

Die Demonstrationen richten sich gegen den Ausschluss wichtiger Oppositionskandidaten von den Regionalwahlen, die im September stattfinden. Zahlreichen prominenten Putin-kritischen Kandidaten war die Teilnahme an den Wahlen unter absurden Rechtfertigungen verweigert worden. Anfang August versammeln sich bei der genehmigten Protestkundgebung auf dem Sacharow-Prospekt 50’000 Menschen. Es ist die grösste Protestaktion seit den Manifestationen im Winter 2011/2012. (Foto: Keystone/EPA/Yuri Kochetkov)
Die Demonstrationen richten sich gegen den Ausschluss wichtiger Oppositionskandidaten von den Regionalwahlen, die im September stattfinden. Zahlreichen prominenten Putin-kritischen Kandidaten war die Teilnahme an den Wahlen unter absurden Rechtfertigungen verweigert worden. Anfang August versammeln sich bei der genehmigten Protestkundgebung auf dem Sacharow-Prospekt 50’000 Menschen. Es ist die grösste Protestaktion seit den Manifestationen im Winter 2011/2012. (Foto: Keystone/EPA/Yuri Kochetkov)
  • AUGUST

8. August: Ziemlich selbstsicher

Matteo Salvini fühlt sich sicher im Sattel. Nach dem guten Abschneiden seiner rechtspopulistischen Lega bei den Europa-Wahlen gibt er sich selbstherrlicher denn je. Während sich die Regierungsmannschaft in einem chaotischen Auflösungsprozess befindet, treibt er Wahlkampf an den italienischen Stränden. Täglich zelebrieren die beiden Koalitionspartner, die Cinque Stelle und Lega, ihre Zerrissenheit. Salvini ist eigentlich „nur“ Innenminister, doch er drückt alle an die Wand. Selbst seinen Chef, Ministerpräsident Giuseppe Conte, kanzelt er ab: „Was der sagt, interessiert mich unter-null“, sagt Salvini. Drei Wochen später ist alles anders. (Foto: Twitter)
Matteo Salvini fühlt sich sicher im Sattel. Nach dem guten Abschneiden seiner rechtspopulistischen Lega bei den Europa-Wahlen gibt er sich selbstherrlicher denn je. Während sich die Regierungsmannschaft in einem chaotischen Auflösungsprozess befindet, treibt er Wahlkampf an den italienischen Stränden. Täglich zelebrieren die beiden Koalitionspartner, die Cinque Stelle und Lega, ihre Zerrissenheit. Salvini ist eigentlich „nur“ Innenminister, doch er drückt alle an die Wand. Selbst seinen Chef, Ministerpräsident Giuseppe Conte, kanzelt er ab: „Was der sagt, interessiert mich unter-null“, sagt Salvini. Drei Wochen später ist alles anders. (Foto: Twitter)

11. August: Oh, du schöne Ferienzeit

Die Playa de la Malvarrosa bei Valencia .(Foto: Keystone/EPA/Kai Foersterling)
Die Playa de la Malvarrosa bei Valencia .(Foto: Keystone/EPA/Kai Foersterling)

11. August: Sitzen verboten

Die Spanische Treppe in Rom ist die wohl berühmteste Treppe der Welt. Jetzt entschied die Römer Bürgermeisterin Virginia Raggi, dass es verboten ist, sich dort hinzusetzen und Getränke zu konsumieren. Wer es trotzdem tut, zahlt eine Busse von bis zu 400 Euro. Viele Römerinnen und Römer zeigen Sympathie für die Massnahme der Bürgermeisterin. Nicht alle Touristen benehmen sich comme il faut. Da wurde gejohlt und gestritten. Kreuz und quer lagen die halbnackten Touristen auf den 135 Stufen. Einige biwakierten die ganze Nacht, viele waren betrunken, einige erbrachen sich, überall Essensreste, leere Flaschen, Sodom und Gomorrha. Die Treppe gehört zum Weltkulturerbe der Unesco. (Foto: Keystone/EPA/Claudio Peri)
Die Spanische Treppe in Rom ist die wohl berühmteste Treppe der Welt. Jetzt entschied die Römer Bürgermeisterin Virginia Raggi, dass es verboten ist, sich dort hinzusetzen und Getränke zu konsumieren. Wer es trotzdem tut, zahlt eine Busse von bis zu 400 Euro. Viele Römerinnen und Römer zeigen Sympathie für die Massnahme der Bürgermeisterin. Nicht alle Touristen benehmen sich comme il faut. Da wurde gejohlt und gestritten. Kreuz und quer lagen die halbnackten Touristen auf den 135 Stufen. Einige biwakierten die ganze Nacht, viele waren betrunken, einige erbrachen sich, überall Essensreste, leere Flaschen, Sodom und Gomorrha. Die Treppe gehört zum Weltkulturerbe der Unesco. (Foto: Keystone/EPA/Claudio Peri)

16. August: Nicht zu verkaufen

Donald Trump erntet mit seinem Ansinnen, die dänische Insel Grönland zu kaufen, nur Häme, Spott und Verwunderung. Das Wall Street Journal hatte berichtet, Trump erwäge die weltgrösste und strategisch wichtige Insel zu erwerben. Grönland ist seit vierzig Jahren weitgehend autonom und trat 1985 aus der EU aus. Die Insel ist nicht nur strategisch, sondern auch wirtschaftlich interessant. Unter dem Eis werden wertvolle Rohstoffe vermutet. (Foto: Keystone/AP DDP Pool/Michael Kappeler)
Donald Trump erntet mit seinem Ansinnen, die dänische Insel Grönland zu kaufen, nur Häme, Spott und Verwunderung. Das Wall Street Journal hatte berichtet, Trump erwäge die weltgrösste und strategisch wichtige Insel zu erwerben. Grönland ist seit vierzig Jahren weitgehend autonom und trat 1985 aus der EU aus. Die Insel ist nicht nur strategisch, sondern auch wirtschaftlich interessant. Unter dem Eis werden wertvolle Rohstoffe vermutet. (Foto: Keystone/AP DDP Pool/Michael Kappeler)

16. August: Peter Fonda †

Der amerikanische Filmschauspieler, der 1969 mit dem Anti-Establishment-Film „Easy Rider“ schlagartig weltberühmt wurde, stirbt im Alter von 79 Jahren in Los Angeles. Peter Fonda, der jüngere Bruder von Jane Fonda, war zum Idol der Hippie-Bewegung geworden. Er hatte mehrmals Zürich besucht. Die spätere Zürcher SP-Stadt- und Ständerätin Emilie Lieberherr war in den Fünfzigerjahren Fondas Kindermädchen in New York. Das Bild zeigt ihn im Jahr 2009. (Foto: Keystone/AP/Chris Pizzello)
Der amerikanische Filmschauspieler, der 1969 mit dem Anti-Establishment-Film „Easy Rider“ schlagartig weltberühmt wurde, stirbt im Alter von 79 Jahren in Los Angeles. Peter Fonda, der jüngere Bruder von Jane Fonda, war zum Idol der Hippie-Bewegung geworden. Er hatte mehrmals Zürich besucht. Die spätere Zürcher SP-Stadt- und Ständerätin Emilie Lieberherr war in den Fünfzigerjahren Fondas Kindermädchen in New York. Das Bild zeigt ihn im Jahr 2009. (Foto: Keystone/AP/Chris Pizzello)

Peter Fonda mit Emilie Lieberherr auf einer legendären Harley-Davidson während einer Wohltätigkeitstour am 7. Mai 1995 in Dübendorf (Zürich). Das Geld ging an myopathische und behinderte Menschen. (Foto: Keystone/Walter Bieri)
Peter Fonda mit Emilie Lieberherr auf einer legendären Harley-Davidson während einer Wohltätigkeitstour am 7. Mai 1995 in Dübendorf (Zürich). Das Geld ging an myopathische und behinderte Menschen. (Foto: Keystone/Walter Bieri)

17. August: Gut sieht er aus, mit einen 79 Jahren

Ein halbes Jahrhundert nach Woodstock erweist ein Beatle dem legendären Festival doch noch die Ehre. 500’00 Menschen warem vom 15. bis 18. August 1969 nach Bethel (Bundesstaat New York) zum grössten Hippie-Treffen der Welt gepilgert. Unter anderem traten Jimi Hendrix und Janis Joplin auf, ebenso Joan Baez, Carlos Santana, Joe Cocker und The Who. Doch weder die Beatles noch die Rolling Stones waren dabei. Ringo Starr, „einer der weltbesten Schlagzeuger“ (Paul McCartney) sagte, er habe in einer Limousine ein Ice Cream gelutscht, als er von Woodstock erfuhr. Jetzt ist er da. Ein halbes Jahrhundert später gibt der Drummer in Bethel ein Woodstock-Geburtstagskonzert (Foto: Keystone/AP/Seth Wenig)
Ein halbes Jahrhundert nach Woodstock erweist ein Beatle dem legendären Festival doch noch die Ehre. 500’00 Menschen warem vom 15. bis 18. August 1969 nach Bethel (Bundesstaat New York) zum grössten Hippie-Treffen der Welt gepilgert. Unter anderem traten Jimi Hendrix und Janis Joplin auf, ebenso Joan Baez, Carlos Santana, Joe Cocker und The Who. Doch weder die Beatles noch die Rolling Stones waren dabei. Ringo Starr, „einer der weltbesten Schlagzeuger“ (Paul McCartney) sagte, er habe in einer Limousine ein Ice Cream gelutscht, als er von Woodstock erfuhr. Jetzt ist er da. Ein halbes Jahrhundert später gibt der Drummer in Bethel ein Woodstock-Geburtstagskonzert (Foto: Keystone/AP/Seth Wenig)

20. August: „Die Regierung endet hier“

Die italienische Koalitionsregierung zwischen Cinque Stelle und Lega zerbricht. „Die Regierung endet hier“, sagt Ministerpräsident Giuseppe Conte (rechts). Er greift Lega-Chef Matteo Salvini heftig an, tritt zurück und wird später vom Staatspräsidenten erneut mit der Regierungsbildung beauftragt. Damit ging das Kalkül Salvinis nicht auf. Der Lega-Chef geht als vorläufiger Verlierer aus dem Machtkampf hervor. (Foto: Keystone/AP/Gregorio Borgia)
Die italienische Koalitionsregierung zwischen Cinque Stelle und Lega zerbricht. „Die Regierung endet hier“, sagt Ministerpräsident Giuseppe Conte (rechts). Er greift Lega-Chef Matteo Salvini heftig an, tritt zurück und wird später vom Staatspräsidenten erneut mit der Regierungsbildung beauftragt. Damit ging das Kalkül Salvinis nicht auf. Der Lega-Chef geht als vorläufiger Verlierer aus dem Machtkampf hervor. (Foto: Keystone/AP/Gregorio Borgia)

21. August: Ines Torelli †

Die Schweizer Schauspielerin und Sängerin Ines Torelli stirbt mit 88 Jahren in ihrer Wahlheimat Kanada. Sie wurde in St. Gallen als Ines Stierli geboren. Als ihre Karriere Fahrt aufnahm, legte sie sich einen Künstlernahmen zu. „Stierli“ wurde durch die spanische Übersetzung zu „Torelli“. Berühmt wurde Ines Torelli als Hauptdarstellerin in den Musical-Hits „Bibi Balù“, „Golden Girl“ und in Paul Burkhards „Die kleine Niederdorfoper“. Als Sängerin landete sie den Hit „Gigi vo Arosa“, eine Persiflage von Dalidas „Gigi l’Amoroso“. (Foto: SRF)
Die Schweizer Schauspielerin und Sängerin Ines Torelli stirbt mit 88 Jahren in ihrer Wahlheimat Kanada. Sie wurde in St. Gallen als Ines Stierli geboren. Als ihre Karriere Fahrt aufnahm, legte sie sich einen Künstlernahmen zu. „Stierli“ wurde durch die spanische Übersetzung zu „Torelli“. Berühmt wurde Ines Torelli als Hauptdarstellerin in den Musical-Hits „Bibi Balù“, „Golden Girl“ und in Paul Burkhards „Die kleine Niederdorfoper“. Als Sängerin landete sie den Hit „Gigi vo Arosa“, eine Persiflage von Dalidas „Gigi l’Amoroso“. (Foto: SRF)

23. August: Ferner liefen

Silvio Berlusconis Zeit läuft ab. In den Meinungsumfragen kommt seine einst staatstragende Forza-Italia-Partei auf noch rund 6 Prozent der Stimmen. Der 82-Jährige wird von Lega-Chef Matteo Salvini an die Wand gedrängt. Bei den Regionalwahlen in Umbrien erreicht Forza Italia 5 Prozent. Nach dieser Schlappe will der viermaliger Premierminister seine Partei neu gründen. „Altra Italia“ (Anderes Italien) wird die neue Gruppierung heissen. (Foto: Keystone/EPA)
Silvio Berlusconis Zeit läuft ab. In den Meinungsumfragen kommt seine einst staatstragende Forza-Italia-Partei auf noch rund 6 Prozent der Stimmen. Der 82-Jährige wird von Lega-Chef Matteo Salvini an die Wand gedrängt. Bei den Regionalwahlen in Umbrien erreicht Forza Italia 5 Prozent. Nach dieser Schlappe will der viermaliger Premierminister seine Partei neu gründen. „Altra Italia“ (Anderes Italien) wird die neue Gruppierung heissen. (Foto: Keystone/EPA)

23. August: Relaxed

Viele französische und britische Blätter zeigten dieses Bild auf der Frontseite. Zur Relaxtheit hätte Britanniens Premier eigentlich keinen Grund. Macron erteilte ihm bei seinem Besuch in Paris eine saftige Absage. Der französische Präsident hat deutlich gemacht, dass er nichts am Brexit-Vertrag ändern will. Am Tag zuvor hatte schon Angela Merkel Johnson eine Abfuhr erteilt. Das Risiko eines britischen No-Deal-Austritts aus der EU steigt. (Foto: Keystone/EPA/Pool/Christophe Petit Tesson)
Viele französische und britische Blätter zeigten dieses Bild auf der Frontseite. Zur Relaxtheit hätte Britanniens Premier eigentlich keinen Grund. Macron erteilte ihm bei seinem Besuch in Paris eine saftige Absage. Der französische Präsident hat deutlich gemacht, dass er nichts am Brexit-Vertrag ändern will. Am Tag zuvor hatte schon Angela Merkel Johnson eine Abfuhr erteilt. Das Risiko eines britischen No-Deal-Austritts aus der EU steigt. (Foto: Keystone/EPA/Pool/Christophe Petit Tesson)

24. August: G7-Gipfel - wozu?

Beach Art: Der Strand als Malerleinwand. Der französische Künstler Sam Dougados zeichnet die Konterfeis der G-7-Teilnehmer auf die Plage de la Cà’te des Basques bei Biarritz. Am Tag danach wird im französischen Seebad das Gipfeltreffen der sieben mächtigsten Staats- und Regierungschefs eröffnet. Die Erwartungen sind gering. (Foto: Keystone/EPA/Julien de Rosa)
Beach Art: Der Strand als Malerleinwand. Der französische Künstler Sam Dougados zeichnet die Konterfeis der G-7-Teilnehmer auf die Plage de la Cà’te des Basques bei Biarritz. Am Tag danach wird im französischen Seebad das Gipfeltreffen der sieben mächtigsten Staats- und Regierungschefs eröffnet. Die Erwartungen sind gering. (Foto: Keystone/EPA/Julien de Rosa)

Inhaltlich bringt der Gipfel wenig. Grössere Demonstrationen bleiben aus. Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen G7-Treffen zeigte sich Donald Trump zahm und gesittet. Er poltert und beleidigt seine Gastgeber nicht. Die einzige Überraschung ist der von Macron eingefädelte Auftritt des iranischen Aussenministers. Zu einer Entspannung zwischen den USA und Iran, wie dies Macron erhoffte, kommt es allerdings nicht. Im Gegenteil: Wenige Wochen nach Biarritz eskaliert der Konflikt. (Foto: Keystone/EPA/Pool/Ludovic Marin)
Inhaltlich bringt der Gipfel wenig. Grössere Demonstrationen bleiben aus. Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen G7-Treffen zeigte sich Donald Trump zahm und gesittet. Er poltert und beleidigt seine Gastgeber nicht. Die einzige Überraschung ist der von Macron eingefädelte Auftritt des iranischen Aussenministers. Zu einer Entspannung zwischen den USA und Iran, wie dies Macron erhoffte, kommt es allerdings nicht. Im Gegenteil: Wenige Wochen nach Biarritz eskaliert der Konflikt. (Foto: Keystone/EPA/Pool/Ludovic Marin)

29. August: Conte bis

Nach dem Zusammenbruch der italienischen Koalitionsregierung beauftragt Staatspräsident Sergio Mattarella (links) den bisherigen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte mit der Bildung einer neuen Regierung. Conte gelingt es daraufhin, eine Koalition zwischen Cinque Stelle und den Sozialdemokraten zu bilden. (Foto: Keystone/EPA/Paolo Giandotti, Quirinal Press Office)
Nach dem Zusammenbruch der italienischen Koalitionsregierung beauftragt Staatspräsident Sergio Mattarella (links) den bisherigen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte mit der Bildung einer neuen Regierung. Conte gelingt es daraufhin, eine Koalition zwischen Cinque Stelle und den Sozialdemokraten zu bilden. (Foto: Keystone/EPA/Paolo Giandotti, Quirinal Press Office)

31. August: „Revolte“ in Moutier

Pro-Jurassier demonstrieren gegen die Annullierung der Abstimmung vor zwei Jahren. Damals, am 18. Juni 2017, hatte sich eine knappe Mehrheit der Stimmberechtigten für einen Anschluss des bernischen Städtchens Moutier an den Kanton Jura ausgesprochen. 137 Stimmen gaben den Ausschlag. Eine probernische Regierungsstatthalterin hatte anschliessend den Entscheid annulliert. Auch das Berner Verwaltungsgericht taxiert jetzt das Abstimmungsergebnis wegen „gravierender Rechtsverstössen“ für ungültig. Die Pro-Jurassier sprechen von einem „politischen Urteil“. (Foto: Keystone/Jean-Christophe Bott)
Pro-Jurassier demonstrieren gegen die Annullierung der Abstimmung vor zwei Jahren. Damals, am 18. Juni 2017, hatte sich eine knappe Mehrheit der Stimmberechtigten für einen Anschluss des bernischen Städtchens Moutier an den Kanton Jura ausgesprochen. 137 Stimmen gaben den Ausschlag. Eine probernische Regierungsstatthalterin hatte anschliessend den Entscheid annulliert. Auch das Berner Verwaltungsgericht taxiert jetzt das Abstimmungsergebnis wegen „gravierender Rechtsverstössen“ für ungültig. Die Pro-Jurassier sprechen von einem „politischen Urteil“. (Foto: Keystone/Jean-Christophe Bott)
  • SEPTEMBER

1. September: Gewinne für die AfD

Bei den Landtagswahlen in Sachsen kommt die AfD auf 27,5 Prozent der Stimmen, in Brandenburg auf 23,5 Prozent. Im Bild von links: Beatrix von Storch (Bundesvorstandsmitglied), Jörg Urban (AfD-Spitzenkandidat in Sachsen), Jörg Meuthen (Bundesvorsitzender). In Thüringen kommt die AfD am 27. Oktober auf 23,4 Prozent und kann damit ihren Stimmenanteil mehr als verdoppeln. (Foto: Keystone/DPA/Michael Kappeler)
Bei den Landtagswahlen in Sachsen kommt die AfD auf 27,5 Prozent der Stimmen, in Brandenburg auf 23,5 Prozent. Im Bild von links: Beatrix von Storch (Bundesvorstandsmitglied), Jörg Urban (AfD-Spitzenkandidat in Sachsen), Jörg Meuthen (Bundesvorsitzender). In Thüringen kommt die AfD am 27. Oktober auf 23,4 Prozent und kann damit ihren Stimmenanteil mehr als verdoppeln. (Foto: Keystone/DPA/Michael Kappeler)

4. September: Take a break

Die Brexit-Debatte ermüdet. Der Brexit-Hardliner Jacob Rees-Mogg macht ein demonstratives Nickerchen auf der Regierungsbank. Die Aktion des Tory-Abgeordneten sorgt da und dort für Empörung. (Foto: Twitter/Tom Kibasi)
Die Brexit-Debatte ermüdet. Der Brexit-Hardliner Jacob Rees-Mogg macht ein demonstratives Nickerchen auf der Regierungsbank. Die Aktion des Tory-Abgeordneten sorgt da und dort für Empörung. (Foto: Twitter/Tom Kibasi)

5. September: Neues Team, neue Hoffnung

Die neue italienische Regierung steht. Der Koalitionsmannschaft gehören zehn Mitglieder der Cinque Stelle, neun der Sozialdemokraten und eine der linksstehenden Partei „Leu“ (Liberi e Uguali) an. Dazu kommt eine Fachfrau, Luciana Lamborgese, die das wichtige Innenministerium übernimmt. Wirtschafts- und Finanzminister wird der Sozialdemokrat Roberto Gualtieri. (Foto: Keystone/AP/Andrew Medichini)
Die neue italienische Regierung steht. Der Koalitionsmannschaft gehören zehn Mitglieder der Cinque Stelle, neun der Sozialdemokraten und eine der linksstehenden Partei „Leu“ (Liberi e Uguali) an. Dazu kommt eine Fachfrau, Luciana Lamborgese, die das wichtige Innenministerium übernimmt. Wirtschafts- und Finanzminister wird der Sozialdemokrat Roberto Gualtieri. (Foto: Keystone/AP/Andrew Medichini)

Neuer italienischer Aussenminister wird Luigi Di Maio, der Capo politico der Cinque Stelle und bisherige Vizeministerpräsident. Di Maio, hier mit seiner Freundin, ist umstritten. Ihm werden mangelnde Fähigkeiten zugesprochen. Bei den Regionalwahlen in Umbrien im Oktober erleiden die Cinque Stelle eine schwere Niederlage. Sie kommen noch auf 7 Prozent der Stimmen. Dieses Ergebnis erschüttert nicht nur die Partei, sondern auch die Regierung in Rom. (Foto: Keystone/Ansa)
Neuer italienischer Aussenminister wird Luigi Di Maio, der Capo politico der Cinque Stelle und bisherige Vizeministerpräsident. Di Maio, hier mit seiner Freundin, ist umstritten. Ihm werden mangelnde Fähigkeiten zugesprochen. Bei den Regionalwahlen in Umbrien im Oktober erleiden die Cinque Stelle eine schwere Niederlage. Sie kommen noch auf 7 Prozent der Stimmen. Dieses Ergebnis erschüttert nicht nur die Partei, sondern auch die Regierung in Rom. (Foto: Keystone/Ansa)

7. September: Russisch-ukrainischer Gefangenenaustausch

Auf dem internationalen Flughafen Boryspil bei Kiew werden 35 ukrainische Staatsbürger von ihren Angehörigen mit Freudentränen empfangen. Die Freigelassenen hatten mehrere Monate in russischen Gefängnissen verbracht. Unter ihnen befinden sich 24 ukrainische Seeleute, die in der Meerenge von Kertsch festgenommen wurden. Gleichzeitig mit der Landung der Maschine in Kiew landete in Moskau ein ukrainisches Flugzeug und brachte 35 freigelassene Russen zurück nach Russland. Der Gefangenenaustausch zwischen der Ukraine und Russland gilt als wichtiger politischer Erfolg für den neuen ukrainischen Präsidenten Selenski. Viele hoffen, er sei ein erster Schritt zur Entspannung im Donbass. (Foto: Keystone/EPA/Sergey Dolzhenko)
Auf dem internationalen Flughafen Boryspil bei Kiew werden 35 ukrainische Staatsbürger von ihren Angehörigen mit Freudentränen empfangen. Die Freigelassenen hatten mehrere Monate in russischen Gefängnissen verbracht. Unter ihnen befinden sich 24 ukrainische Seeleute, die in der Meerenge von Kertsch festgenommen wurden. Gleichzeitig mit der Landung der Maschine in Kiew landete in Moskau ein ukrainisches Flugzeug und brachte 35 freigelassene Russen zurück nach Russland. Der Gefangenenaustausch zwischen der Ukraine und Russland gilt als wichtiger politischer Erfolg für den neuen ukrainischen Präsidenten Selenski. Viele hoffen, er sei ein erster Schritt zur Entspannung im Donbass. (Foto: Keystone/EPA/Sergey Dolzhenko)

9. September: Robert Frank †

Der Schweizer Fotograf Robert Frank stirbt in der kanadischen Stadt Inverness im Alter von 94 Jahren. Frank war Träger des Swiss Press Photo Lifetime Achievement Award. Er lebte in Kanada und New York und beeinflusste seit Jahrzehnten Fotografen in aller Welt. Das Bild wurde am 28. April 2012 im Kornhausforum in Bern aufgenommen. (Foto: Keystone/Lukas Lehmann)
Der Schweizer Fotograf Robert Frank stirbt in der kanadischen Stadt Inverness im Alter von 94 Jahren. Frank war Träger des Swiss Press Photo Lifetime Achievement Award. Er lebte in Kanada und New York und beeinflusste seit Jahrzehnten Fotografen in aller Welt. Das Bild wurde am 28. April 2012 im Kornhausforum in Bern aufgenommen. (Foto: Keystone/Lukas Lehmann)

14. September: Trauernde Witwe

Der simbabwische Langzeit-Herrscher Robert Mugabe stirbt am 6. September im Alter von 95 Jahren. Im Bild seine Frau First Lady Grace Mugabe während des Staatsbegräbnisses im Nationalen Sportstadion in Harare. Mugabe regierte von 1980 bis 2017. (Foto: Keystone/Aaron Ufumeli)
Der simbabwische Langzeit-Herrscher Robert Mugabe stirbt am 6. September im Alter von 95 Jahren. Im Bild seine Frau First Lady Grace Mugabe während des Staatsbegräbnisses im Nationalen Sportstadion in Harare. Mugabe regierte von 1980 bis 2017. (Foto: Keystone/Aaron Ufumeli)

15. September: Scharzer Rauch über der saudischen Wüste

Jemenitische Huthi-Rebellen greifen nach eigenen Angaben zwei der grössten saudischen Öl-Raffinerien mit mehreren Drohnen an. Die getroffenen Anlagen gehören dem staatlichen Erdölkonzern „Saudi Aramco“ und liegen bei Khurais und Abkaik. Die Attacken reduzieren die saudische Ölförderung auf die Hälfte. Saudi-Arabien und die USA machen Iran für die Angriffe verantwortlich. Teheran dementiert.  Die Satelliten-Aufnahme zeigt die brennende Erdölanlage von Abkaik bei Buqyaq. (Foto: Keystone/Planet Labs Inc via AP)
Jemenitische Huthi-Rebellen greifen nach eigenen Angaben zwei der grössten saudischen Öl-Raffinerien mit mehreren Drohnen an. Die getroffenen Anlagen gehören dem staatlichen Erdölkonzern „Saudi Aramco“ und liegen bei Khurais und Abkaik. Die Attacken reduzieren die saudische Ölförderung auf die Hälfte. Saudi-Arabien und die USA machen Iran für die Angriffe verantwortlich. Teheran dementiert. Die Satelliten-Aufnahme zeigt die brennende Erdölanlage von Abkaik bei Buqyaq. (Foto: Keystone/Planet Labs Inc via AP)

17. September: Patt

Bei den israelischen Parlamentswahlen, den zweiten in diesem Jahr, erreichen weder das Mitte-links-Lager von Benny Gantz noch der rechts-religiöse Block von Benjamin Nethanju (im Bild) die erforderliche absolute Mehrheit der Sitze. Weder Gantz noch Netanjahu gelingt es, eine Koalitionsregierung zu bilden. Im März 2020 sollen erneut Wahlen stattfinden. (Foto: Keystone/AP Photo/Ariel Schalit)
Bei den israelischen Parlamentswahlen, den zweiten in diesem Jahr, erreichen weder das Mitte-links-Lager von Benny Gantz noch der rechts-religiöse Block von Benjamin Nethanju (im Bild) die erforderliche absolute Mehrheit der Sitze. Weder Gantz noch Netanjahu gelingt es, eine Koalitionsregierung zu bilden. Im März 2020 sollen erneut Wahlen stattfinden. (Foto: Keystone/AP Photo/Ariel Schalit)

23. September: Das Jahr der Greta Thunberg

Das amerikanische Magazin „Time“ setzt Greta Thunberg auf die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten. Im Bild die schwedische Klimaschutz-Aktivistin bei ihrer wütenden Rede vor der Uno. Sie fordert die Weltgemeinschaft auf, endlich mehr für den Klimaschutz zu tun. Ihr Einsatz für eine konsequente Klimapolitik findet weltweit Beachtung. Die von ihr initiierten „Schulstreiks für das Klima“ sind zur globalen Bewegung „Fridays for Future“ (FFF) gewachsen. (Foto: Keystone/AP/Jason DeCrow)
Das amerikanische Magazin „Time“ setzt Greta Thunberg auf die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten. Im Bild die schwedische Klimaschutz-Aktivistin bei ihrer wütenden Rede vor der Uno. Sie fordert die Weltgemeinschaft auf, endlich mehr für den Klimaschutz zu tun. Ihr Einsatz für eine konsequente Klimapolitik findet weltweit Beachtung. Die von ihr initiierten „Schulstreiks für das Klima“ sind zur globalen Bewegung „Fridays for Future“ (FFF) gewachsen. (Foto: Keystone/AP/Jason DeCrow)

24. September: Schwerer Schlag für Boris

Lady Hale, die oberste britische Richterin, verkündet, dass Boris Johnson unrechtmässig gehandelt und die Queen belogen hat. Er habe die Königin über seine wahren Motive für die Aussetzung des Parlaments im Unklaren gelassen. Die Zwangspause des britischen Parlaments sei „unrechtmässig“. (Foto: Keystone/EPA/Supreme Court)
Lady Hale, die oberste britische Richterin, verkündet, dass Boris Johnson unrechtmässig gehandelt und die Queen belogen hat. Er habe die Königin über seine wahren Motive für die Aussetzung des Parlaments im Unklaren gelassen. Die Zwangspause des britischen Parlaments sei „unrechtmässig“. (Foto: Keystone/EPA/Supreme Court)

26. September: Jacques Chirac †

Chirac war vom 27. Mai 1974 bis 26. August 1976 und vom 20. März 1986 bis 10. Mai 1988 Premierminister Frankreichs. Vom 25. März 1977 bis zum 16. Mai 1995 war er Maire de Paris und vom 17. Mai 1995 bis 16. Mai 2007 Staatspräsident Frankreichs. Chirac gründete die gaullistische Partei „Rassemblement pour la République“ (RPR). Daraus wurde 2002 die „Union pour un Mouvement Populaire“ (UMP), heute „Les Républicains“ (LR). Im Bild: Chirac mit Bundespräsident Moritz Leuenberger am 6. September 2006 im Élysée-Palast. (Foto: Keystone/AP/Michel Euler)
Chirac war vom 27. Mai 1974 bis 26. August 1976 und vom 20. März 1986 bis 10. Mai 1988 Premierminister Frankreichs. Vom 25. März 1977 bis zum 16. Mai 1995 war er Maire de Paris und vom 17. Mai 1995 bis 16. Mai 2007 Staatspräsident Frankreichs. Chirac gründete die gaullistische Partei „Rassemblement pour la République“ (RPR). Daraus wurde 2002 die „Union pour un Mouvement Populaire“ (UMP), heute „Les Républicains“ (LR). Im Bild: Chirac mit Bundespräsident Moritz Leuenberger am 6. September 2006 im Élysée-Palast. (Foto: Keystone/AP/Michel Euler)

28. September: „Greta in den Nationalrat“

Es ist eine der grössten Demonstrationen in der Schweiz der letzten Jahre. Eine riesige Menschenmenge demonstriert in Bern für griffige Klimaschutz-Massnahmen. Die Organisatoren sprechen zunächst von 25’000, dann von 60’000 und schliesslich von 100’000 Teilnehmern. Die Polizei will sich dazu nicht äussern. Der Andrang ist derart gross, dass es nicht allen gelingt, an der Schlusskundgebung auf dem Berner Bundesplatz teilzunehmen. Auf Transparenten heisst es: „Greta in den Nationalrat“ und „Wir sind der Wandel“. (Foto: Keystone/Anthony Anex)
Es ist eine der grössten Demonstrationen in der Schweiz der letzten Jahre. Eine riesige Menschenmenge demonstriert in Bern für griffige Klimaschutz-Massnahmen. Die Organisatoren sprechen zunächst von 25’000, dann von 60’000 und schliesslich von 100’000 Teilnehmern. Die Polizei will sich dazu nicht äussern. Der Andrang ist derart gross, dass es nicht allen gelingt, an der Schlusskundgebung auf dem Berner Bundesplatz teilzunehmen. Auf Transparenten heisst es: „Greta in den Nationalrat“ und „Wir sind der Wandel“. (Foto: Keystone/Anthony Anex)

Weltweit demonstrieren an diesem Wochenende mehrere Millionen Menschen für das Klima. Im Bild die Demonstration in Wien. (Foto: Keystone/APA/Hans Punz)
Weltweit demonstrieren an diesem Wochenende mehrere Millionen Menschen für das Klima. Im Bild die Demonstration in Wien. (Foto: Keystone/APA/Hans Punz)

29. September: Sebastian Kurz triumphiert

Bei den Parlamentswahlen kann die Österreichische Volkspartei (ÖVP) des bisherigen Kanzlers Sebastian Kurz klar zulegen und kommt auf 37,4 Prozent der Stimmen. Nach dem Ibiza-Skandal mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache war die bisherige ÖVP-FPÖ-Koaliton zerbrochen und Neuwahlen wurden nötig. Die FPÖ zahlt die Zeche für den Skandal und stürzt ab (minus 9,8 Prozent). Die Sozialdemokraten erzielen mit 21,2 Prozent ihr bisher schlechtestes Ergebnis. (Foto: Keystone/EPA/Christian Bruna)
Bei den Parlamentswahlen kann die Österreichische Volkspartei (ÖVP) des bisherigen Kanzlers Sebastian Kurz klar zulegen und kommt auf 37,4 Prozent der Stimmen. Nach dem Ibiza-Skandal mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache war die bisherige ÖVP-FPÖ-Koaliton zerbrochen und Neuwahlen wurden nötig. Die FPÖ zahlt die Zeche für den Skandal und stürzt ab (minus 9,8 Prozent). Die Sozialdemokraten erzielen mit 21,2 Prozent ihr bisher schlechtestes Ergebnis. (Foto: Keystone/EPA/Christian Bruna)

Einen fulminanten Sieg verzeichnen die österreichischen Grünen. Sie waren bei den letzten Wahlen an der 5-Prozent-Hürde gescheitert und aus dem Parlament geflogen. Jetzt gewinnen sie 10,1 Prozent der Stimmen dazu und kommen auf 13,9 Prozent. Damit empfehlen sie sich als Koalitionsparter von Kanzler Sebastian Kurz. (Foto: Keystone/APA/Roland Schlager)
Einen fulminanten Sieg verzeichnen die österreichischen Grünen. Sie waren bei den letzten Wahlen an der 5-Prozent-Hürde gescheitert und aus dem Parlament geflogen. Jetzt gewinnen sie 10,1 Prozent der Stimmen dazu und kommen auf 13,9 Prozent. Damit empfehlen sie sich als Koalitionsparter von Kanzler Sebastian Kurz. (Foto: Keystone/APA/Roland Schlager)

Mitte November nehmen Werner Kogler, der Chef (Bundessprecher) der Grünen mit der ÖVP von Sebastian Kurz Koalitionsverhandlungen auf. (Foto: Keystone/EPA/Christian Bruna)
Mitte November nehmen Werner Kogler, der Chef (Bundessprecher) der Grünen mit der ÖVP von Sebastian Kurz Koalitionsverhandlungen auf. (Foto: Keystone/EPA/Christian Bruna)
  • OKTOBER

5. Oktober: Schottland begehrt auf

200’000 Schottinnen und Schotten demonstrieren in Edinburgh für die Unabhängigkeit Schottlands. Der Marsch findet unter der Losung „All Under One Banner“ statt. Die Schotten hatten gegen den Brexit gestimmt. (Foto: EPA/Robert Perry)
200’000 Schottinnen und Schotten demonstrieren in Edinburgh für die Unabhängigkeit Schottlands. Der Marsch findet unter der Losung „All Under One Banner“ statt. Die Schotten hatten gegen den Brexit gestimmt. (Foto: EPA/Robert Perry)

5. Oktober: Kunst im Bahnhof

In Lausanne wird in einem früheren Lokomotiven-Depot das neue „Musée cantonal des Beaux-Arts“ (MCBA) eingeweiht. Die Architekten des Neubaus sind Fabrizio Barozzi (geboren 1976) und Alberto Veiga (geboren 1973) aus Barcelona, die weltweit tätig sind und in der Schweiz schon das Kunstmuseum Chur und das Tanzhaus Zürich realisiert haben. 3’200 Quadratmeter Ausstellungsfläche stehen zur Verfügung. (Foto: MCBA)
In Lausanne wird in einem früheren Lokomotiven-Depot das neue „Musée cantonal des Beaux-Arts“ (MCBA) eingeweiht. Die Architekten des Neubaus sind Fabrizio Barozzi (geboren 1976) und Alberto Veiga (geboren 1973) aus Barcelona, die weltweit tätig sind und in der Schweiz schon das Kunstmuseum Chur und das Tanzhaus Zürich realisiert haben. 3’200 Quadratmeter Ausstellungsfläche stehen zur Verfügung. (Foto: MCBA)

6. Oktober: Wo Sozialisten noch Wahlen gewinnen

Portugal ist anders: Während in weiten Teilen Europas die sozialdemokratischen Parteien einbrechen, feiert die Linke in Portugal einen Wahltriumph. Der Partido Socialista (PS) von Ministerpräsident António Costa geht als klarer und gestärker Sieger aus den Wahlen hervor. Die Sozialisten gewinnen 4 Prozent der Stimmen dazu und werden mit 36,3 Prozent klar stärkste Partei. Die liberal-konservative PSD sowie die rechtskonservative CDS-PP, die bei der letzten Parlamentswahl 2015 im Bündnis antraten, sind die klaren Verlierer. (Foto: Keystone/EPA/Manuel de Almeida)
Portugal ist anders: Während in weiten Teilen Europas die sozialdemokratischen Parteien einbrechen, feiert die Linke in Portugal einen Wahltriumph. Der Partido Socialista (PS) von Ministerpräsident António Costa geht als klarer und gestärker Sieger aus den Wahlen hervor. Die Sozialisten gewinnen 4 Prozent der Stimmen dazu und werden mit 36,3 Prozent klar stärkste Partei. Die liberal-konservative PSD sowie die rechtskonservative CDS-PP, die bei der letzten Parlamentswahl 2015 im Bündnis antraten, sind die klaren Verlierer. (Foto: Keystone/EPA/Manuel de Almeida)

8. Oktober: Physiknobelpreis an zwei Schweizer

Die beiden Schweizer in Genf tätigen Astronomen Didier Queloz (links) und Michel Mayor gewinnen den Nobelpreis für Physik. Zusammen mit James Peebles (Kanada/USA) werden sie für ihre Beiträge zum Verständnis des Universums und des Platzes der Erde im Kosmos ausgezeichnet. Die beiden Schweizer Forscher entdeckten 1995 den ersten Planeten ausserhalb des Sonnensystems, der um einen sonnenähnlichen Stern kreist, 51 Pegasi. Sie revolutionierten damit die Astronomie und begründeten das Feld der Exoplanetenforschung. (Foto: Keystone/Laurent Gilliéron)
Die beiden Schweizer in Genf tätigen Astronomen Didier Queloz (links) und Michel Mayor gewinnen den Nobelpreis für Physik. Zusammen mit James Peebles (Kanada/USA) werden sie für ihre Beiträge zum Verständnis des Universums und des Platzes der Erde im Kosmos ausgezeichnet. Die beiden Schweizer Forscher entdeckten 1995 den ersten Planeten ausserhalb des Sonnensystems, der um einen sonnenähnlichen Stern kreist, 51 Pegasi. Sie revolutionierten damit die Astronomie und begründeten das Feld der Exoplanetenforschung. (Foto: Keystone/Laurent Gilliéron)

9. Oktober: Rechtsextremer Terror

Der Rechtsextremist Stephan B. versucht am Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, mit Waffengewalt in die Synagoge von Halle (Saale) einzudringen und ein Blutbad anzurichten. Da er die Tür zur Synagoge nicht aufbringt, erschiesst er eine Passantin und einen Gast eines Döner-Imbisses. Streifenbeamten gelingt es, ihn festzunehmen. (Keystone/DPA/Jan Woitas)
Der Rechtsextremist Stephan B. versucht am Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, mit Waffengewalt in die Synagoge von Halle (Saale) einzudringen und ein Blutbad anzurichten. Da er die Tür zur Synagoge nicht aufbringt, erschiesst er eine Passantin und einen Gast eines Döner-Imbisses. Streifenbeamten gelingt es, ihn festzunehmen. (Keystone/DPA/Jan Woitas)

Hunderte Menschen versammeln sich auf dem Marktplatz von Halle, legen Blumen nieder und zünden Kerzen an. Sie setzen damit ein Zeichen gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Gewalt. Organisiert wurde die Kundgebung vom Bündnis „Halle gegen Recht – Bündnis für Zivilcourage“. Nach der Tat wird die AfD beschuldigt, mit ihrer Rhetorik ein Klima der Gewalt und des Hasses zu schaffen. (Foto: Keystone/DPA/Jan Woitas)
Hunderte Menschen versammeln sich auf dem Marktplatz von Halle, legen Blumen nieder und zünden Kerzen an. Sie setzen damit ein Zeichen gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Gewalt. Organisiert wurde die Kundgebung vom Bündnis „Halle gegen Recht – Bündnis für Zivilcourage“. Nach der Tat wird die AfD beschuldigt, mit ihrer Rhetorik ein Klima der Gewalt und des Hasses zu schaffen. (Foto: Keystone/DPA/Jan Woitas)

Schweigeminute auf dem Marktplatz von Halle. (Foto: Keystone/EPA/Filip Singer)
Schweigeminute auf dem Marktplatz von Halle. (Foto: Keystone/EPA/Filip Singer)

10. Oktober: Tokarczuk, Handke

Der Österreicher Peter Handke und die Polin Olga Tokarczuk erhalten die Literaturpreise für die Jahre 2018 und 2019. Handke ist politisch umstritten, weil er unter anderem die serbischen Greueltaten im Jugoslawienkrieg beschönigte und die Grabrede für Slobodan Milošević hielt. Das Bild zeigt die beiden Preisträger nach der Übergabe der Medallien am 10. Dezember 2019 in der Konzerthalle in Stockholm.  (Foto. Keystone/Jonas Ekstromer/TT News Agency via AP)
Der Österreicher Peter Handke und die Polin Olga Tokarczuk erhalten die Literaturpreise für die Jahre 2018 und 2019. Handke ist politisch umstritten, weil er unter anderem die serbischen Greueltaten im Jugoslawienkrieg beschönigte und die Grabrede für Slobodan Milošević hielt. Das Bild zeigt die beiden Preisträger nach der Übergabe der Medallien am 10. Dezember 2019 in der Konzerthalle in Stockholm. (Foto. Keystone/Jonas Ekstromer/TT News Agency via AP)

11. Oktober: Ehre für Abiy Ahmed

Der Friedensnobelpreis geht an den 43-jährigen äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed. Er hat nach einem jahrzehntelangen Krieg ein Friedensabkommen mit dem Nachbarstaat Eritrea geschlossen und in Äthiopien einen Reformprozess in Gang gesetzt. Im Bild: Abiy Ahmde und seine Frau Zinash Tayachew auf dem Balkon des Grand Hotel in Oslo nach der Übergabe des Preises am 10. Oktober. (Foto. Keystone/EPA/Heiko Junge)
Der Friedensnobelpreis geht an den 43-jährigen äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed. Er hat nach einem jahrzehntelangen Krieg ein Friedensabkommen mit dem Nachbarstaat Eritrea geschlossen und in Äthiopien einen Reformprozess in Gang gesetzt. Im Bild: Abiy Ahmde und seine Frau Zinash Tayachew auf dem Balkon des Grand Hotel in Oslo nach der Übergabe des Preises am 10. Oktober. (Foto. Keystone/EPA/Heiko Junge)

14. Oktober: Ohrfeige für Orbán

Viktor Orbáns Partei verliert die Hauptstadt. Gergely Karácsony, der gemeinsame Kandidat der Opposition, wird mit 50,6 Prozent der Stimmen zum Oberbürgermeister von Budapest gewählt. Ermöglich wird sein Sieg, weil die Oppositionsparteien diesmal gemeinsam antraten. Auch in anderen Grosstädten ist die Opposition erfolgreich. (Foto: Keystone/EPA/Zoltan Balogh)
Viktor Orbáns Partei verliert die Hauptstadt. Gergely Karácsony, der gemeinsame Kandidat der Opposition, wird mit 50,6 Prozent der Stimmen zum Oberbürgermeister von Budapest gewählt. Ermöglich wird sein Sieg, weil die Oppositionsparteien diesmal gemeinsam antraten. Auch in anderen Grosstädten ist die Opposition erfolgreich. (Foto: Keystone/EPA/Zoltan Balogh)

20. Oktober: Grüne Flut

Regula Rytz, die Präsidentin der Grünen, ist die grosse Siegerin der schweizerischen Nationalratswahlen. Die Grünen gewinnen 17 Sitze und sind jetzt im Nationalrat mit 28 Abgeordneten vertreten. Die Grünliberalen kommen auf 16 Sitze (+9). Die SVP verliert 12  Mandate und kommt neu auf 53 Sitze, die SP büsst 4 Mandate ein (neu 39). Ebenso 4 Sitze verliert die FDP und kommt neu auf 29 Sitze. CVP: 25 Sitze (-3); BDP: 3 Sitze (-4); EVP: 3 Sitze (+1); PdA: 1 Sitz (unverändert) Lega: 1 Sitz (-1). (Foto: Keystone/Peter Schneider)
Regula Rytz, die Präsidentin der Grünen, ist die grosse Siegerin der schweizerischen Nationalratswahlen. Die Grünen gewinnen 17 Sitze und sind jetzt im Nationalrat mit 28 Abgeordneten vertreten. Die Grünliberalen kommen auf 16 Sitze (+9). Die SVP verliert 12 Mandate und kommt neu auf 53 Sitze, die SP büsst 4 Mandate ein (neu 39). Ebenso 4 Sitze verliert die FDP und kommt neu auf 29 Sitze. CVP: 25 Sitze (-3); BDP: 3 Sitze (-4); EVP: 3 Sitze (+1); PdA: 1 Sitz (unverändert) Lega: 1 Sitz (-1). (Foto: Keystone/Peter Schneider)

20. Oktober: Immer brutaler

In Hongkong nehmen die Demonstrationen einen zunehmend bürgerkriegsähnlichen Charakter an. Regierungschefin Carrie Lam hatte schon im Juli die Gesetzesvorlage, die eine geplante Auslieferung von Verdächtigen an China vorsah, zurückgenommen. Dies beruhigte die Regierungsgegner nicht. Die Demonstranten fordern Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Hunderttausende gehen auf die Strasse. Pflastersteine auf den Strassen blockieren den Verkehr. (Foto: Keystone/AP/Kin Cheung)
In Hongkong nehmen die Demonstrationen einen zunehmend bürgerkriegsähnlichen Charakter an. Regierungschefin Carrie Lam hatte schon im Juli die Gesetzesvorlage, die eine geplante Auslieferung von Verdächtigen an China vorsah, zurückgenommen. Dies beruhigte die Regierungsgegner nicht. Die Demonstranten fordern Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Hunderttausende gehen auf die Strasse. Pflastersteine auf den Strassen blockieren den Verkehr. (Foto: Keystone/AP/Kin Cheung)

Molotowcoctails werden geworfen. Dutzende Menschen werden getötet oder verletzt, Hunderte werden festgenommen. Das öffentliche Leben ist weitgehend lahmgelegt. Schulen und Universitäten sind teilweise geschlossen. (Foto: Keystone/AP)
Molotowcoctails werden geworfen. Dutzende Menschen werden getötet oder verletzt, Hunderte werden festgenommen. Das öffentliche Leben ist weitgehend lahmgelegt. Schulen und Universitäten sind teilweise geschlossen. (Foto: Keystone/AP)

Während in vielen Teilen der Stadt bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen, finden in der ehemaligen Kronkolonie Bezirkswahlen statt. Dabei kann das pro-demokratische Lager einen klaren Sieg erringen. Beobachter vermuten, dass die Wahlen ohne Folgen bleiben könnten. Hongkongs Regierungschefin Lam lehnt jede Konzession an die Demokratiebewegung ab. (Foto: Keystone/AP/Ng Han Guan)
Während in vielen Teilen der Stadt bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen, finden in der ehemaligen Kronkolonie Bezirkswahlen statt. Dabei kann das pro-demokratische Lager einen klaren Sieg erringen. Beobachter vermuten, dass die Wahlen ohne Folgen bleiben könnten. Hongkongs Regierungschefin Lam lehnt jede Konzession an die Demokratiebewegung ab. (Foto: Keystone/AP/Ng Han Guan)

23. Oktober: „Ich habe keine Luft mehr, ich sterbe“

Die 26-jährige Vietnamesin Pam Thi Tra My setzte kurz vor ihrem Tod einen Tweet an ihre Mutter ab. Sie ist eine von 39 Vietnamesen und Vietnamesinnen, die in Grays in der Grafschaft Essex östlich von London in einem Lastwagen tot aufgefunden wurden. Bei den Opfern handelt es sich um 31 Männer und 8 Frauen. Sie waren in einem Container auf einem Schiff von Belgien nach England gebracht worden. Der Fahrer der Kühltransporters, ein Ire, legt ein Geständnis ab. (Foto: Twitter)
Die 26-jährige Vietnamesin Pam Thi Tra My setzte kurz vor ihrem Tod einen Tweet an ihre Mutter ab. Sie ist eine von 39 Vietnamesen und Vietnamesinnen, die in Grays in der Grafschaft Essex östlich von London in einem Lastwagen tot aufgefunden wurden. Bei den Opfern handelt es sich um 31 Männer und 8 Frauen. Sie waren in einem Container auf einem Schiff von Belgien nach England gebracht worden. Der Fahrer der Kühltransporters, ein Ire, legt ein Geständnis ab. (Foto: Twitter)

23. Oktober: Hoffnungsträger in Tunesien

Der neue tunesische Präsident Kais Saied legt den Amtseid ab. Der 61-jährige Verfassungsrechtler war mit 73 Prozent der Stimmen zum Präsidenten gewählt worden. Er löst den im Juli verstorbenen Staatschef Béji Caïd Essebsi ab. Kaïs Saïed gilt als Hoffnungsträger der Jungen. In Tunesien hatte der Arabische Frühling begonnen. (Foto: Keystone/EPA/Mohamed Messara)
Der neue tunesische Präsident Kais Saied legt den Amtseid ab. Der 61-jährige Verfassungsrechtler war mit 73 Prozent der Stimmen zum Präsidenten gewählt worden. Er löst den im Juli verstorbenen Staatschef Béji Caïd Essebsi ab. Kaïs Saïed gilt als Hoffnungsträger der Jungen. In Tunesien hatte der Arabische Frühling begonnen. (Foto: Keystone/EPA/Mohamed Messara)

25. Oktober: Massenproteste in Libanon

Hunderttausende Libanesinnen und Libanesen demonstrieren gegen Steuererhöhung und Korruption. Der landesweite Aufruhr vereint erstmals seit Langem alle Religionsgruppen und Landesteile des Libanon. Verlangt wird die Entfernung der gesamten politischen Elite, die als kriminell betrachtet wird. (Keystone/EPA, Wael Hamzeh)
Hunderttausende Libanesinnen und Libanesen demonstrieren gegen Steuererhöhung und Korruption. Der landesweite Aufruhr vereint erstmals seit Langem alle Religionsgruppen und Landesteile des Libanon. Verlangt wird die Entfernung der gesamten politischen Elite, die als kriminell betrachtet wird. (Keystone/EPA, Wael Hamzeh)

27. Oktober: Das Ende des Kalifen

Der Anführer der Terrororganisation „Islamischer Staat“ IS stirbt in der Provinz Idlib im Nordwesten Syriens. Nach amerikanischen Angaben sprengt er sich und zwei Söhne mit einer Sprengstoffweste selbst in die Luft, um einer Festnahme zu entgehen. Amerikanische Spezialeinheiten hatten einen Angriff auf sein Versteck durchgeführt. (Foto: Keystone/AP)
Der Anführer der Terrororganisation „Islamischer Staat“ IS stirbt in der Provinz Idlib im Nordwesten Syriens. Nach amerikanischen Angaben sprengt er sich und zwei Söhne mit einer Sprengstoffweste selbst in die Luft, um einer Festnahme zu entgehen. Amerikanische Spezialeinheiten hatten einen Angriff auf sein Versteck durchgeführt. (Foto: Keystone/AP)

September/Oktober/November/Dezember: Troubles

Präsident Donald Trump wird beschuldigt, den neuen ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski massiv unter Druck gesetzt zu haben. Trump verlangte von Selenski Ermittlungen, die dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden schaden könnten. Als Druckmittel diente Trump die vom Kongress bewilligte Militärhilfe von 400 Millionen Dollar. Nachdem mehrere Diplomaten und Sicherheitsbeamte Trumps Machenschaften bestätigt hatten, haben die Demokraten ein Impeachment gegen Trump eingeleitet. Im Dezember hat der Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses die Anklage gegen den Präsidenten wegen Amtsmissbrauchs und Behinderung des Kongresses gebilligt. (Foto: Keystone/AP/Alex Brandon)
Präsident Donald Trump wird beschuldigt, den neuen ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski massiv unter Druck gesetzt zu haben. Trump verlangte von Selenski Ermittlungen, die dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden schaden könnten. Als Druckmittel diente Trump die vom Kongress bewilligte Militärhilfe von 400 Millionen Dollar. Nachdem mehrere Diplomaten und Sicherheitsbeamte Trumps Machenschaften bestätigt hatten, haben die Demokraten ein Impeachment gegen Trump eingeleitet. Im Dezember hat der Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses die Anklage gegen den Präsidenten wegen Amtsmissbrauchs und Behinderung des Kongresses gebilligt. (Foto: Keystone/AP/Alex Brandon)

27. Oktober: Rückkehr der Peronisten

Der 60-jährige Peronist Alberto Fernández wird mit 48 Prozent der Stimmen zum neuen Regierungschef Argentiniens gewählt. Vizepräsidentin wird Cristina Kirchner, die frühere Präsidentin und Ehefrau ihres inzwischen verstorbenen Ehemanns und Präsidenten Néstor Kirchner. Fernández gilt als gemässigter Mitte-links-Politiker. Gegen Cristina Kirchner laufen mehrere Verfahren wegen Korruption. Fernández löst den bisherigen Präsidenten Mauricio Macri ab. (Foto: Keystone/EPA/Juan Ignacio Roncoroni)
Der 60-jährige Peronist Alberto Fernández wird mit 48 Prozent der Stimmen zum neuen Regierungschef Argentiniens gewählt. Vizepräsidentin wird Cristina Kirchner, die frühere Präsidentin und Ehefrau ihres inzwischen verstorbenen Ehemanns und Präsidenten Néstor Kirchner. Fernández gilt als gemässigter Mitte-links-Politiker. Gegen Cristina Kirchner laufen mehrere Verfahren wegen Korruption. Fernández löst den bisherigen Präsidenten Mauricio Macri ab. (Foto: Keystone/EPA/Juan Ignacio Roncoroni)
  • NOVEMBER

3. November: „Schamlose Gier“ der Machthaber

Im Irak protestieren Tausende gegen die Regierung. Bei den teils gewaltsamen Protesten, die sich gegen die irakischen Eliten, ihre „schamlose Gier“ und die Korruption richten, wurden mehr als 250 Menschen getötet. Die Manifestanten fordern freie Wahlen und den sofortigen Rücktritt der Regierung, der sie vorwerfen, Reformen bewusst zu verschleppen. (Foto: Keystone/EPA/Murtaja Lateef)
Im Irak protestieren Tausende gegen die Regierung. Bei den teils gewaltsamen Protesten, die sich gegen die irakischen Eliten, ihre „schamlose Gier“ und die Korruption richten, wurden mehr als 250 Menschen getötet. Die Manifestanten fordern freie Wahlen und den sofortigen Rücktritt der Regierung, der sie vorwerfen, Reformen bewusst zu verschleppen. (Foto: Keystone/EPA/Murtaja Lateef)

9. November: Lula ist frei

Völlig überraschend wird der frühere linke brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva aus dem Gefängnis entlassen. Zehntausende Menschen jubeln ihm zu und tragen ihn auf den Schultern durch São Bernardo do Campo, südlich von São Paulo. Lula war wegen Korruption und Geldwäsche zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt worden. (Foto: Keystone/EPA/Sebastião Moreira)
Völlig überraschend wird der frühere linke brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva aus dem Gefängnis entlassen. Zehntausende Menschen jubeln ihm zu und tragen ihn auf den Schultern durch São Bernardo do Campo, südlich von São Paulo. Lula war wegen Korruption und Geldwäsche zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt worden. (Foto: Keystone/EPA/Sebastião Moreira)

Lulas Anhänger bezeichneten das Urteil gegen ihn als politisch motiviert. Ziel sei es gewesen, ihn von den Präsidentschaftswahlen fernzuhalten, die dann schliesslich der Rechtsextreme Jair Bolsonaro gewann. Vor seiner Festnahme lag Lula in den Umfragen klar in Führung. (Foto: Keystone/EPA/Sebastião Moreira)
Lulas Anhänger bezeichneten das Urteil gegen ihn als politisch motiviert. Ziel sei es gewesen, ihn von den Präsidentschaftswahlen fernzuhalten, die dann schliesslich der Rechtsextreme Jair Bolsonaro gewann. Vor seiner Festnahme lag Lula in den Umfragen klar in Führung. (Foto: Keystone/EPA/Sebastião Moreira)

10. November: Abrupter Abgang
Die mexikanische Luftwaffe fliegt den gestürzten linksgerichteten bolivianischen Präsidenten Evo Morales nach Mexiko. Aufgenommen wurde das Bild vom mexikanischen Aussenminister Mercelo Ebrard. Morales deckt sich mit einer mexikanischen Flagge zu. Der davongejagte Präsident, der viele Erfolge vorzuweisen hatte, war in Ungnade gefallen, weil er die Verfassung umbog, um ein viertes Mal kandidieren zu können. Anschliessend soll er das Wahlergebnis manipuiert haben, was er bestreitet. Der Indigene Morales selbst spricht von einem lange geplanten Putsch rechtsgerichteter Kreise, die von den USA und der weissen Oberschicht unterstützt worden seien. Im Dezember gewährt ihm die neue peronistische Regierung in Argentinien politisches Asyl. (Foto: Mexikanisches Aussenministerium via AP)
Die mexikanische Luftwaffe fliegt den gestürzten linksgerichteten bolivianischen Präsidenten Evo Morales nach Mexiko. Aufgenommen wurde das Bild vom mexikanischen Aussenminister Mercelo Ebrard. Morales deckt sich mit einer mexikanischen Flagge zu. Der davongejagte Präsident, der viele Erfolge vorzuweisen hatte, war in Ungnade gefallen, weil er die Verfassung umbog, um ein viertes Mal kandidieren zu können. Anschliessend soll er das Wahlergebnis manipuiert haben, was er bestreitet. Der Indigene Morales selbst spricht von einem lange geplanten Putsch rechtsgerichteter Kreise, die von den USA und der weissen Oberschicht unterstützt worden seien. Im Dezember gewährt ihm die neue peronistische Regierung in Argentinien politisches Asyl. (Foto: Mexikanisches Aussenministerium via AP)

9. November: Aufgeheiztes Katalonien

Die Katalonien-Frage belastet nach wie vor die spanische Politik. Am Tag vor den nationalen Wahlen demonstrieren in Barcelona erneut Zehntausende für die Unabhängigkeit. Neun der Anführer der Unabhängigkeitsbewegung waren Mitte Oktober vom Obersten Gericht zu Gefägnisstrafen von neun bis 13 Jahren verurteilt worden. Ihnen wird vorgeworfen, das Unabhängigkeitsreferendum im vergangen Jahr organisiert zu haben. (Foto: Keystone/EPA/Enric Fontcuberta)
Die Katalonien-Frage belastet nach wie vor die spanische Politik. Am Tag vor den nationalen Wahlen demonstrieren in Barcelona erneut Zehntausende für die Unabhängigkeit. Neun der Anführer der Unabhängigkeitsbewegung waren Mitte Oktober vom Obersten Gericht zu Gefägnisstrafen von neun bis 13 Jahren verurteilt worden. Ihnen wird vorgeworfen, das Unabhängigkeitsreferendum im vergangen Jahr organisiert zu haben. (Foto: Keystone/EPA/Enric Fontcuberta)

10. November: Wieder Sánchez, wieder keine Mehrheit

Der sozialistische spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez gewinnt die Parlamentswahlen, die vierten innerhalb von vier Jahren. Doch um regieren zu können, braucht er einen Koalitionspartner. Ein solcher ist nicht in Sicht. Die Sozialisten bleiben mit Abstand die stärkste Partei. Die bürgerliche Volkspartei PP, die vor sechs Monaten erhebliche Verluste erlitt, kann sich wieder aufrappeln. Drittstärkste Partei wird die rechtsradikale „VOX“. Sie kann die Anzahl ihrer Sitze im Parlament mehr als verdoppeln. Leichte Verluste verzeichnet die linksstehende „Unidad Popular“. Die rechtsbürgerliche „Ciudadanos“ verschwindet fast aus dem Parlament. (Foto: Keystone/AP/Bernat Armangue)
Der sozialistische spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez gewinnt die Parlamentswahlen, die vierten innerhalb von vier Jahren. Doch um regieren zu können, braucht er einen Koalitionspartner. Ein solcher ist nicht in Sicht. Die Sozialisten bleiben mit Abstand die stärkste Partei. Die bürgerliche Volkspartei PP, die vor sechs Monaten erhebliche Verluste erlitt, kann sich wieder aufrappeln. Drittstärkste Partei wird die rechtsradikale „VOX“. Sie kann die Anzahl ihrer Sitze im Parlament mehr als verdoppeln. Leichte Verluste verzeichnet die linksstehende „Unidad Popular“. Die rechtsbürgerliche „Ciudadanos“ verschwindet fast aus dem Parlament. (Foto: Keystone/AP/Bernat Armangue)

10. November: Eine von zwölf

Sensation im Kanton Freiburg. Erstmals wird hier eine Frau in den Ständerat gewählt. Die 31-jährige Freisinnige Johanna Gapany wirft den bisherigen CVP-Vertreter aus der kleinen Kammer. Noch nie sassen so viele Frauen in den eidgenössischen Räten. Im Ständerat hat sich ihre Zahl verdoppelt, von sechs auf zwölf. Johanna Capany ist eine der zwölf. (Foto: Keystone/Anthony Anex)
Sensation im Kanton Freiburg. Erstmals wird hier eine Frau in den Ständerat gewählt. Die 31-jährige Freisinnige Johanna Gapany wirft den bisherigen CVP-Vertreter aus der kleinen Kammer. Noch nie sassen so viele Frauen in den eidgenössischen Räten. Im Ständerat hat sich ihre Zahl verdoppelt, von sechs auf zwölf. Johanna Capany ist eine der zwölf. (Foto: Keystone/Anthony Anex)

17. November: Erste Tessiner Ständerätin

Politisches Erdbeben im Tessin: Die Sozialdemokratin Marina Carobbio entreisst dem CVP-Fraktionschef Filippo Lombardi den Ständeratssitz. Lombardi ist Fraktionschef der CVP in der Bundesversammlung. Auch die Tessiner Freisinnigen verlieren ihren Ständeratssitz nach 126 Jahren. In Bern erobert die SVP den Sitz der nicht wieder angetretenen BDP. Die grüne Parteichefin Regula Rytz kann von der grünen Welle nicht profitieren und wird nicht als Berner Vertreterin in den Ständerat gewählt. In Zürich verteidigen die Freisinnigen ihren Sitz. (Foto: Keystone/Ti-Press/Samuel Golay)
Politisches Erdbeben im Tessin: Die Sozialdemokratin Marina Carobbio entreisst dem CVP-Fraktionschef Filippo Lombardi den Ständeratssitz. Lombardi ist Fraktionschef der CVP in der Bundesversammlung. Auch die Tessiner Freisinnigen verlieren ihren Ständeratssitz nach 126 Jahren. In Bern erobert die SVP den Sitz der nicht wieder angetretenen BDP. Die grüne Parteichefin Regula Rytz kann von der grünen Welle nicht profitieren und wird nicht als Berner Vertreterin in den Ständerat gewählt. In Zürich verteidigen die Freisinnigen ihren Sitz. (Foto: Keystone/Ti-Press/Samuel Golay)

November. Acqua Alta

Venedig steht im Wasser wie seit 53 Jahren nicht mehr. Sturmböen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h spülen Boote und Gondeln auf die Quais. Im Innern der Markuskirche steht das Wasser einen Meter hoch. Die Schäden, auch an Kunstwerken, belaufen sich nach Angaben des Bürgermeisters auf mehrere hundert Millionen Franken.
Venedig steht im Wasser wie seit 53 Jahren nicht mehr. Sturmböen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h spülen Boote und Gondeln auf die Quais. Im Innern der Markuskirche steht das Wasser einen Meter hoch. Die Schäden, auch an Kunstwerken, belaufen sich nach Angaben des Bürgermeisters auf mehrere hundert Millionen Franken.

24. November: Wieder stürzt eine Brücke ein

Eine Autobahnbrücke auf der A6 zwischen Turin und Savona stürzt ein. Ein Erdrutsch hatte den Brückenpfeiler weggeschoben. In den Tagen zuvor hatte es heftig geregnet. Verletzt wurde niemand. Jeden Tag fuhren 50’000 Autos über die Brücke. Im Anschluss an diesen Brückeneinsturz erklären Experten, dass in Italien mindestens 20 Autobahnbrücken einsturzgefährdet sind.
Eine Autobahnbrücke auf der A6 zwischen Turin und Savona stürzt ein. Ein Erdrutsch hatte den Brückenpfeiler weggeschoben. In den Tagen zuvor hatte es heftig geregnet. Verletzt wurde niemand. Jeden Tag fuhren 50’000 Autos über die Brücke. Im Anschluss an diesen Brückeneinsturz erklären Experten, dass in Italien mindestens 20 Autobahnbrücken einsturzgefährdet sind.

25. November: Bloomberg legt los

Kann er Präsident Trump gefährlich werden? Im Hilton Hotel in Norfolk (Virginia) startet der 77-jährige Milliardär, frühere Bürgermeister von New York und demokratische Präsidentschaftskandidat seine Wahlkampagne. In den Meinungsumfragen schlägt sich Bloombergs Kandidatur noch nicht nieder. Zur Zeit führt noch immer (je nach Umfrageinstitut und Bundesstaat) Joe Biden vor Elizabeth Warren oder Bernie Sanders. (Foto: Keystone/AP/Bill Tienan)
Kann er Präsident Trump gefährlich werden? Im Hilton Hotel in Norfolk (Virginia) startet der 77-jährige Milliardär, frühere Bürgermeister von New York und demokratische Präsidentschaftskandidat seine Wahlkampagne. In den Meinungsumfragen schlägt sich Bloombergs Kandidatur noch nicht nieder. Zur Zeit führt noch immer (je nach Umfrageinstitut und Bundesstaat) Joe Biden vor Elizabeth Warren oder Bernie Sanders. (Foto: Keystone/AP/Bill Tienan)

26. November: Köbi Kuhn †

Der frühere Fussballspieler des FC Zürich, Nationalspieler und Nationalcoach, stirbt im Alter von 76 Jahren nach längerer Krankheit im Spital Zollikerberg (ZH). Er litt an Alters-Leukämie und Lungenproblemen. Kuhn war Coach der Nationalmannschaft von 2001 bis 2008. Der aus dem Zürcher Quartier Wiedikon stammende spätere  „Köbi national“ war an 137 Länderspielen mit dabei: 64 Mal als Spieler und 73 Mal als Trainer. 1961 spielt der 17-Jährige erstmals im FC-Zürich-Trikot ein Meisterschaftspiel. Der FCZ gewann gegen Winterthur 3:0. (Foto: Keystone/Gian Ehrenzeller)
Der frühere Fussballspieler des FC Zürich, Nationalspieler und Nationalcoach, stirbt im Alter von 76 Jahren nach längerer Krankheit im Spital Zollikerberg (ZH). Er litt an Alters-Leukämie und Lungenproblemen. Kuhn war Coach der Nationalmannschaft von 2001 bis 2008. Der aus dem Zürcher Quartier Wiedikon stammende spätere „Köbi national“ war an 137 Länderspielen mit dabei: 64 Mal als Spieler und 73 Mal als Trainer. 1961 spielt der 17-Jährige erstmals im FC-Zürich-Trikot ein Meisterschaftspiel. Der FCZ gewann gegen Winterthur 3:0. (Foto: Keystone/Gian Ehrenzeller)

November: Aufstände in Santiago

Es sind die schwersten Unruhen in Chile seit Jahrzehnten: Plünderungen, Tränengas, Wasserwerfer, Strassenschlachten, Gewalt, Verhaftungen, mehr als zwei Dutzend Tote. Zehntausende Chilenen aller Altersklassen gehen mehrmals in der Woche auf die Strasse und demonstrieren gegen die Regierung. Auslöser der Proteste war die Erhöhung der Fahrpreise für die Metro. Inzwischen demonstrieren die Protestierenden für die Erhöhung des Mindestlohns und der Rente. Sie verlangen eine Lohnkürzung der Parlamentarier. Die von Präsident Sebastián Piñera eingeleitete Verfassungsreform geht den meisten nicht weit genug. Das Bild stammt vom 28. November. (Foto: Keystone/Esteban Felix)
Es sind die schwersten Unruhen in Chile seit Jahrzehnten: Plünderungen, Tränengas, Wasserwerfer, Strassenschlachten, Gewalt, Verhaftungen, mehr als zwei Dutzend Tote. Zehntausende Chilenen aller Altersklassen gehen mehrmals in der Woche auf die Strasse und demonstrieren gegen die Regierung. Auslöser der Proteste war die Erhöhung der Fahrpreise für die Metro. Inzwischen demonstrieren die Protestierenden für die Erhöhung des Mindestlohns und der Rente. Sie verlangen eine Lohnkürzung der Parlamentarier. Die von Präsident Sebastián Piñera eingeleitete Verfassungsreform geht den meisten nicht weit genug. Das Bild stammt vom 28. November. (Foto: Keystone/Esteban Felix)

28. November: Trump als Rocky Balboa

Der amerikanische Präsident verbreitete via Twitter dieses Bild - ohne zusätzliche Informationen. Alle rätseln, weshalb er dies tut. Will er ein Jahr vor den Wahlen zeigen, wie gesund er ist? Zuvor waren Gerüchte aufgetaucht, wonach er sich überraschend zu einem Gesundheitstest begeben hatte. (Foto: Twitter/Donald Trump)
Der amerikanische Präsident verbreitete via Twitter dieses Bild - ohne zusätzliche Informationen. Alle rätseln, weshalb er dies tut. Will er ein Jahr vor den Wahlen zeigen, wie gesund er ist? Zuvor waren Gerüchte aufgetaucht, wonach er sich überraschend zu einem Gesundheitstest begeben hatte. (Foto: Twitter/Donald Trump)

30. November: Die SPD rückt nach links

Die SPD-Mitglieder wählen überraschend in einer Ur-Abstimmung Norbert Walter-Borjans und Saskia Eskens mit 53,06 Prozent der Stimmen zu Parteivorsitzenden. Die beiden gehören dem linken Parteiflügel an und stehen der Koalition mit Angela Merkels CDU kritisch gegenüber. Walter-Borjans war früher nordrhein-westfälischer Finanzminister. Eskens ist Parlamentsabgeordnete. Die Wahl ist ein schwerer Schlag für Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz und die Brandenburgerin Klara Geywitz. Das Ergebnis gilt als Anfang des Endes der Grossen Koalition. Es ist das erste Mal, dass die SPD von einer Doppelspitze angeführt wird. Die bisherige Parteipräsidentin Andrea Nahles war im Juni zurückgetreten. (Foto: Keystone/dpa/via AP/Joerg Carstensen)
Die SPD-Mitglieder wählen überraschend in einer Ur-Abstimmung Norbert Walter-Borjans und Saskia Eskens mit 53,06 Prozent der Stimmen zu Parteivorsitzenden. Die beiden gehören dem linken Parteiflügel an und stehen der Koalition mit Angela Merkels CDU kritisch gegenüber. Walter-Borjans war früher nordrhein-westfälischer Finanzminister. Eskens ist Parlamentsabgeordnete. Die Wahl ist ein schwerer Schlag für Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz und die Brandenburgerin Klara Geywitz. Das Ergebnis gilt als Anfang des Endes der Grossen Koalition. Es ist das erste Mal, dass die SPD von einer Doppelspitze angeführt wird. Die bisherige Parteipräsidentin Andrea Nahles war im Juni zurückgetreten. (Foto: Keystone/dpa/via AP/Joerg Carstensen)
  • DEZEMBER

4. Dezember: „Der Vergewaltiger bist Du!“

Zehntausende Chileninnen versammeln sich im Nationalstadion in Santiago und protestieren gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen und tanzen eine Performance mit dem Titel „Der Vergewaltiger bist Du!“. Das Stück wurde zum ersten Mal am internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen in Chile aufgeführt. Seitdem hat sich die Aktion über die sozialen Medien unter den Hashtags #UnVioladorEnTuCamino und #LaTesis rasant verbreitet. In vielen lateinamerikanischen Ländern gehen inzwischen Frauen auf die Strasse, um gegen die massive Gewalt gegen Frauen zu protestieren. (Foto: Keystone/EPA/Alberto Valdes)
Zehntausende Chileninnen versammeln sich im Nationalstadion in Santiago und protestieren gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen und tanzen eine Performance mit dem Titel „Der Vergewaltiger bist Du!“. Das Stück wurde zum ersten Mal am internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen in Chile aufgeführt. Seitdem hat sich die Aktion über die sozialen Medien unter den Hashtags #UnVioladorEnTuCamino und #LaTesis rasant verbreitet. In vielen lateinamerikanischen Ländern gehen inzwischen Frauen auf die Strasse, um gegen die massive Gewalt gegen Frauen zu protestieren. (Foto: Keystone/EPA/Alberto Valdes)

10. Dezember: Die Jüngste

Die neue finnische Premierministerin Sanna Marin ist die jünste Regierungschefin Finnlands und der Welt. Alle grossen finnischen Parteien werden von Frauen angeführt. Im Bild: Sanna Marin am 13. Dezember in Brüssel. (Foto: Keystone/AP/Francisco Seco)
Die neue finnische Premierministerin Sanna Marin ist die jünste Regierungschefin Finnlands und der Welt. Alle grossen finnischen Parteien werden von Frauen angeführt. Im Bild: Sanna Marin am 13. Dezember in Brüssel. (Foto: Keystone/AP/Francisco Seco)

10. Dezember: Die Sardinen sind los

Zehntausende Italienerinnen und Italiener protestieren in Dutzenden italienischen Städten gegen Lega-Chef Matteo Salvini und seine rechtspopulistische, teils rassistische Politik. In den Meinungsumfragen liegt Salvinis Lega mit rund 30 Prozent der Stimmen nach wie vor klar an der Spitze. Die Demonstranten nennen sich Sardinen, weil sie in Schwärmen auftreten und dicht gedrängt auf den Plätzen stehen. Das Bild stammt aus Turin. (Foto: Keystone/EPA/Alessandro di Marco)
Zehntausende Italienerinnen und Italiener protestieren in Dutzenden italienischen Städten gegen Lega-Chef Matteo Salvini und seine rechtspopulistische, teils rassistische Politik. In den Meinungsumfragen liegt Salvinis Lega mit rund 30 Prozent der Stimmen nach wie vor klar an der Spitze. Die Demonstranten nennen sich Sardinen, weil sie in Schwärmen auftreten und dicht gedrängt auf den Plätzen stehen. Das Bild stammt aus Turin. (Foto: Keystone/EPA/Alessandro di Marco)

11. Dezember: Status quo

Alle sieben Mitglieder des Bundesrates werden wiedergewählt. Die besten Resultate erzielen Viola Amherd (CVP) 218 Stimmen, Alain Berset (SP) 214 Stimmen und Ueli Mauerer (SVP) 213 Stimmen. Im Bild die Vereidigung der Regierungsmitglieder. (Foto: Keystone/Peter Klaunzer)
Alle sieben Mitglieder des Bundesrates werden wiedergewählt. Die besten Resultate erzielen Viola Amherd (CVP) 218 Stimmen, Alain Berset (SP) 214 Stimmen und Ueli Mauerer (SVP) 213 Stimmen. Im Bild die Vereidigung der Regierungsmitglieder. (Foto: Keystone/Peter Klaunzer)

Der Angriff von Regula Rytz, der Präsidentin der Grünen, auf den Sitz des umstrittenen freisinnigen Bundesrates Ignazio Cassis scheiterte. Rytz war einzig von der Linken unterstützt worden. Die Grünen hatten nach dem unerwartet hohen Sieg bei den Nationalratswahlen den Anspruch auf einen Sitz in der Landesregierung erhoben. (Foto: Keystone/Peter Klaunzer)
Der Angriff von Regula Rytz, der Präsidentin der Grünen, auf den Sitz des umstrittenen freisinnigen Bundesrates Ignazio Cassis scheiterte. Rytz war einzig von der Linken unterstützt worden. Die Grünen hatten nach dem unerwartet hohen Sieg bei den Nationalratswahlen den Anspruch auf einen Sitz in der Landesregierung erhoben. (Foto: Keystone/Peter Klaunzer)

Mit einem blauen Auge: Der freisinnige Bundesrat Ignazo Cassis (hier vorne mit Viola Amherd und Karin Keller-Sutter) konnte den grünen Angriff zwar abwehren, bleibt jedoch umstritten und ist geschwächt. Cassis erzielte mit 145 Stimmen das mit Abstand schlechteste Ergebnis. (Foto: Keystone/Peter Klaunzer)
Mit einem blauen Auge: Der freisinnige Bundesrat Ignazo Cassis (hier vorne mit Viola Amherd und Karin Keller-Sutter) konnte den grünen Angriff zwar abwehren, bleibt jedoch umstritten und ist geschwächt. Cassis erzielte mit 145 Stimmen das mit Abstand schlechteste Ergebnis. (Foto: Keystone/Peter Klaunzer)

12. Dezember: „Let's get Brexit done, but first let's get breakfast done“

Boris Johnson tritt in Downing Street 10 nach seinem überwältigenden Wahlsieg vor die Medien. Seine Konservative Partei gewinnt 47 Sitze und damit die absolute Mehrheit im Unterhaus. Die Vorsitzende der Schottischen Nationalpartei (SNP), Nicola Sturgeon, kündigt an, eine Volksabstimmung über ein zweites Unabhängigkeits-Referendum anzustreben. Labour verlor 59 Sitze. Damit ist Labour-Chef Jeremy Corbin politisch erledigt. Ob es Johnson jetzt gelingt, das tief gespaltetene Grossbritannien wieder zu einigen, muss sich zeigen. Am 20. Dezember stimmt das Unterhaus nach dreimaliger Verschiebung dem Brexit-Abkommen mit grosser Mehrheit zu. (Foto: Keystone/EPA/Vickie Flores)
Boris Johnson tritt in Downing Street 10 nach seinem überwältigenden Wahlsieg vor die Medien. Seine Konservative Partei gewinnt 47 Sitze und damit die absolute Mehrheit im Unterhaus. Die Vorsitzende der Schottischen Nationalpartei (SNP), Nicola Sturgeon, kündigt an, eine Volksabstimmung über ein zweites Unabhängigkeits-Referendum anzustreben. Labour verlor 59 Sitze. Damit ist Labour-Chef Jeremy Corbin politisch erledigt. Ob es Johnson jetzt gelingt, das tief gespaltetene Grossbritannien wieder zu einigen, muss sich zeigen. Am 20. Dezember stimmt das Unterhaus nach dreimaliger Verschiebung dem Brexit-Abkommen mit grosser Mehrheit zu. (Foto: Keystone/EPA/Vickie Flores)

14. Dezember: Anna Karina †

Die dänisch-französische Filmschauspielerin, Sängerin und Schriftstellerin stirbt im Alter von 79 Jahren. Sie war von Jean-Luc Godard entdeckt worden und war von 1961 bis 1965 mit ihm verheiratet. „Le petit soldat“ (1960) war der erste Film, den sie mit Godard drehte. Für Godards „Une femme est une femme“ wurde sie 1961 an der Berliniale als beste Schauspielerin mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Karina, eine Ikone der „Nouvelle Vague“, spielte auch in Filmen von Jacques Rivette, Luchino Visconti, Volker Schlöndorff und Rainer Werner Fassbinder. 1965 trat sie mit Jean-Paul Belmondo in Godards „Pierrot le Fou“ auf. In Jacques Rivettes „La religieuse“ spielte sie 1966 die Hauptrolle an der Seite von Liselotte Pulver. Geboren wurde Anna Karina als Hanne Karin Blarke Bayer. Ihren Künstlernamen bekam sie von Coco Chanel, für die sie als Model arbeitete. (Foto: Pathé Universal Films)
Die dänisch-französische Filmschauspielerin, Sängerin und Schriftstellerin stirbt im Alter von 79 Jahren. Sie war von Jean-Luc Godard entdeckt worden und war von 1961 bis 1965 mit ihm verheiratet. „Le petit soldat“ (1960) war der erste Film, den sie mit Godard drehte. Für Godards „Une femme est une femme“ wurde sie 1961 an der Berliniale als beste Schauspielerin mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Karina, eine Ikone der „Nouvelle Vague“, spielte auch in Filmen von Jacques Rivette, Luchino Visconti, Volker Schlöndorff und Rainer Werner Fassbinder. 1965 trat sie mit Jean-Paul Belmondo in Godards „Pierrot le Fou“ auf. In Jacques Rivettes „La religieuse“ spielte sie 1966 die Hauptrolle an der Seite von Liselotte Pulver. Geboren wurde Anna Karina als Hanne Karin Blarke Bayer. Ihren Künstlernamen bekam sie von Coco Chanel, für die sie als Model arbeitete. (Foto: Pathé Universal Films)

22. Dezember: Fritz Künzli †

Keiner schoss so viele Tore wie er. Dreieinhalb Wochen nach dem Tod von Köbi Kuhn stirbt sein ehemaliger FCZ-Teamkollege Fritz Künzli im Alter von 73 Jahren in Zürich. Das Bild zeigt Künzli bei seiner Hochzeit mit der Sängerin Monika Kälin. 10’000 Menschen hatten dem prominenten Hochzeitspaar am 24. August 1985 in Schwyz zugejubelt. In 313 Spielen hatte Fritz Künzli 201 Treffer erzielt – ein noch heute bestehender Rekord. Zwei Mal war er mit dem FC Zürich Schweizer Meister, vier Mal Cup-Sieger. Und vier Mal war er in seiner Karriere Torschützenkönig. (Foto: Keystone)
Keiner schoss so viele Tore wie er. Dreieinhalb Wochen nach dem Tod von Köbi Kuhn stirbt sein ehemaliger FCZ-Teamkollege Fritz Künzli im Alter von 73 Jahren in Zürich. Das Bild zeigt Künzli bei seiner Hochzeit mit der Sängerin Monika Kälin. 10’000 Menschen hatten dem prominenten Hochzeitspaar am 24. August 1985 in Schwyz zugejubelt. In 313 Spielen hatte Fritz Künzli 201 Treffer erzielt – ein noch heute bestehender Rekord. Zwei Mal war er mit dem FC Zürich Schweizer Meister, vier Mal Cup-Sieger. Und vier Mal war er in seiner Karriere Torschützenkönig. (Foto: Keystone)

Zum Schluss noch dies

Nach all den turbulenten Nachrichten, die uns dieses Jahr aus Grossbritannien erreichten, traf im Dezember eine hoffnungsvolle Botschaft ein. Sie betrifft „The Rt Hon Larry“. Der Kater trägt den Titel „Chief Mouser to the Cabinet Office“. Er dient als Mäusefänger in der Amtswohnung des Prime Ministers. David Cameron hatte Larry nach Downing Street 10 geholt. Auch unter Theresa May verrichtete er seine guten Dienste. Jetzt erreicht uns die Meldung, dass auch Boris Johnson auf den Dienst des Chef-Mäusefängers nicht verzichten will. Larry darf in Downing Street 10 bleiben. (Foto: Keystone/EPA/Andy Rain)
Nach all den turbulenten Nachrichten, die uns dieses Jahr aus Grossbritannien erreichten, traf im Dezember eine hoffnungsvolle Botschaft ein. Sie betrifft „The Rt Hon Larry“. Der Kater trägt den Titel „Chief Mouser to the Cabinet Office“. Er dient als Mäusefänger in der Amtswohnung des Prime Ministers. David Cameron hatte Larry nach Downing Street 10 geholt. Auch unter Theresa May verrichtete er seine guten Dienste. Jetzt erreicht uns die Meldung, dass auch Boris Johnson auf den Dienst des Chef-Mäusefängers nicht verzichten will. Larry darf in Downing Street 10 bleiben. (Foto: Keystone/EPA/Andy Rain)

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