Das Jahr in Bildern

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Das Jahr in Bildern

Von Journal21, 30.12.2018

Der Jahresrückblick von Journal21.ch

3. Januar: Sturmtief „Burglind“

Der aufgepeitschte Genfersee bei Vevey. Das Sturmtief „Burglind“ fegt mit Böen von über 200 km/h über die Schweiz. 16 Personen werden verletzt. An der Lenk wirft eine Böe einen Eisenbahnwagen aus den Schienen. An vielen Orten knicken Bäume ein. Einige Strassen sind unterbrochen. Die SBB melden Streckenunterbrüche und zahlreiche Fahrleitungsstörungen. In mehreren Kantonen fällt der Strom aus; Tausende Haushalte sind betroffen. Auf dem Flughafen Kloten müssen 70 Flüge annulliert werden. (Foto: Keystone/Laurent Gillieron)
Der aufgepeitschte Genfersee bei Vevey. Das Sturmtief „Burglind“ fegt mit Böen von über 200 km/h über die Schweiz. 16 Personen werden verletzt. An der Lenk wirft eine Böe einen Eisenbahnwagen aus den Schienen. An vielen Orten knicken Bäume ein. Einige Strassen sind unterbrochen. Die SBB melden Streckenunterbrüche und zahlreiche Fahrleitungsstörungen. In mehreren Kantonen fällt der Strom aus; Tausende Haushalte sind betroffen. Auf dem Flughafen Kloten müssen 70 Flüge annulliert werden. (Foto: Keystone/Laurent Gillieron)

4. Januar: Schneechaos im Wallis

Zermatt ist von der Aussenwelt abgeschnitten. Touristen warten darauf, mit dem Helikopter ausgeflogen zu werden. Wegen heftiger Schneefälle und grosser Lawinengefahr sind auch die Zufahrtstrassen nach Saas-Fee, Leukerbad und zu andern Tälern gesperrt. Über den Oberalppass verkehren keine Züge. Der Autoverlad durch den Furka-Tunnel ist unterbrochen. Die Strassen ins Goms sind nicht befahrbar. Die Matterhorn-Gotthard-Bahn stellt den Betrieb auf mehreren Strecken ein. (Foto: Keystone/Dominic Steinmann).
Zermatt ist von der Aussenwelt abgeschnitten. Touristen warten darauf, mit dem Helikopter ausgeflogen zu werden. Wegen heftiger Schneefälle und grosser Lawinengefahr sind auch die Zufahrtstrassen nach Saas-Fee, Leukerbad und zu andern Tälern gesperrt. Über den Oberalppass verkehren keine Züge. Der Autoverlad durch den Furka-Tunnel ist unterbrochen. Die Strassen ins Goms sind nicht befahrbar. Die Matterhorn-Gotthard-Bahn stellt den Betrieb auf mehreren Strecken ein. (Foto: Keystone/Dominic Steinmann).

Zürich, im Januar

Heftige Schneefälle auch bis in die Niederungen. Das Bild stammt aus dem Zürcher Stadtzentrum. (Foto: Keystone/EnnioLeanza)
Heftige Schneefälle auch bis in die Niederungen. Das Bild stammt aus dem Zürcher Stadtzentrum. (Foto: Keystone/EnnioLeanza)

Basel im Januar: Verkehrte Welt

Der international gefeierte, in der DDR gross gewordene deutsche Maler, Bildhauer und Grafiker Georg Baselitz wird am 23. Januar 2018 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigt die Fondation Beyeler in Riehen eine Auswahl seiner Werke. (Foto: Keystone/Patrick Straub)
Der international gefeierte, in der DDR gross gewordene deutsche Maler, Bildhauer und Grafiker Georg Baselitz wird am 23. Januar 2018 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigt die Fondation Beyeler in Riehen eine Auswahl seiner Werke. (Foto: Keystone/Patrick Straub)

7. Januar: France Gall †

France Gall, Ikone der Yé-Yé-Zeit, stirbt im Alter von 70 Jahren in Paris an Krebs. Berühmt wurde sie mit „Poupée de cire, poupée de son“, „Résiste“ und „Ella, elle l’a“, eine Hommage an die Jazz-Sängerin Ella Fitzgerald. Mit „Poupée de cire“, ein Lied, das Serge Gainsbourg geschrieben hatte, gewann sie 1965 den Grand Prix Eurovision de la Chanson. Für das Stück „Zwei Apfelsinen im Haar“ erhielt sie 1968 in Deutschland eine Goldene Schallplatte. (Foto: Keystone)
France Gall, Ikone der Yé-Yé-Zeit, stirbt im Alter von 70 Jahren in Paris an Krebs. Berühmt wurde sie mit „Poupée de cire, poupée de son“, „Résiste“ und „Ella, elle l’a“, eine Hommage an die Jazz-Sängerin Ella Fitzgerald. Mit „Poupée de cire“, ein Lied, das Serge Gainsbourg geschrieben hatte, gewann sie 1965 den Grand Prix Eurovision de la Chanson. Für das Stück „Zwei Apfelsinen im Haar“ erhielt sie 1968 in Deutschland eine Goldene Schallplatte. (Foto: Keystone)

8. Januar: Kältewelle in den USA

Die Ostküste Nordamerikas wird von einer Kältewelle heimgesucht. Da und dort werden Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius gemessen. Im Bostoner Vorort Dorchester war in einem dreistöckigen Haus Feuer ausgebrochen. 25 Bewohner wurden evakuiert. Die Feuerwehr kämpfte die ganze Nacht gegen den Brand. Das Bild zeigt das Haus mit dem gefrorenen Löschwasser am Morgen danach. (Foto: Keystone/EPA/John Cetrino)
Die Ostküste Nordamerikas wird von einer Kältewelle heimgesucht. Da und dort werden Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius gemessen. Im Bostoner Vorort Dorchester war in einem dreistöckigen Haus Feuer ausgebrochen. 25 Bewohner wurden evakuiert. Die Feuerwehr kämpfte die ganze Nacht gegen den Brand. Das Bild zeigt das Haus mit dem gefrorenen Löschwasser am Morgen danach. (Foto: Keystone/EPA/John Cetrino)

14. Januar: Neue Unruhen in Tunesien

Sieben Jahre nach dem Arabischen Frühling und dem Sturz von Präsident Ben Ali sind viele Tunesier enttäuscht über die Ergebnisse der Revolution. Tausende gehen erneut auf die Strasse und demonstrieren gegen Preissteigerungen, Arbeitslosigkeit und Armut. Vor allem die Jugend sieht keine Zukunftschancen. Die Regierung versucht mit einem Hilfsprogramm den Bedürftigen unter die Arme zu greifen und die Proteste einzudämmen. (Foto: Keystone/AP/Hassene Dridi)
Sieben Jahre nach dem Arabischen Frühling und dem Sturz von Präsident Ben Ali sind viele Tunesier enttäuscht über die Ergebnisse der Revolution. Tausende gehen erneut auf die Strasse und demonstrieren gegen Preissteigerungen, Arbeitslosigkeit und Armut. Vor allem die Jugend sieht keine Zukunftschancen. Die Regierung versucht mit einem Hilfsprogramm den Bedürftigen unter die Arme zu greifen und die Proteste einzudämmen. (Foto: Keystone/AP/Hassene Dridi)

15. Januar: Christa de Carouge †

Die in Zürich geborene und vor Kreativität überschäumende Frau wird in Genf zu einer der berühmtesten Modeschöpferinnen der Schweiz. In der Rue Saint-Victor im Genfer Vorort Carouge eröffnet sie eine Boutique, die bald in ganz Europa berühmt wird. „Ihre Kleider bringen eine Einheit von Formen, Farben, Material und Zweck zum Ausdruck“, schreibt ihr Biograf Georg Weber. „Sie hat einen Stil der Reduktion entwickelt.“ Alles wird in der Schweiz gefertigt. „Buntheit mag wohl eine Weile verblüffen“, sagt sie, „erschöpft sich aber schnell. Eine klare Linie ist wichtig – gerade im Kreativen.“ Da die meisten ihrer Kleider schwarz sind, wird sie in Genf als „La dame en noir“ bezeichnet. Sie stirbt mit 81 Jahren. (Foto: Aus der Biografie von Georg Weber: „Christa de Carouge - Schwarz auf Weiss“.)
Die in Zürich geborene und vor Kreativität überschäumende Frau wird in Genf zu einer der berühmtesten Modeschöpferinnen der Schweiz. In der Rue Saint-Victor im Genfer Vorort Carouge eröffnet sie eine Boutique, die bald in ganz Europa berühmt wird. „Ihre Kleider bringen eine Einheit von Formen, Farben, Material und Zweck zum Ausdruck“, schreibt ihr Biograf Georg Weber. „Sie hat einen Stil der Reduktion entwickelt.“ Alles wird in der Schweiz gefertigt. „Buntheit mag wohl eine Weile verblüffen“, sagt sie, „erschöpft sich aber schnell. Eine klare Linie ist wichtig – gerade im Kreativen.“ Da die meisten ihrer Kleider schwarz sind, wird sie in Genf als „La dame en noir“ bezeichnet. Sie stirbt mit 81 Jahren. (Foto: Aus der Biografie von Georg Weber: „Christa de Carouge - Schwarz auf Weiss“.)

20. Januar: Paul Bocuse, „der Jahrhundertkoch“ †

Er gilt als einer der Erfinder der „Nouvelle Cuisine“. Seit 1965 zeichnet der Guide Michelin sein Restaurant in Lyon mit drei Sternen aus. Präsident Giscard d’Estaing adelt ihn 1975 zum Ritter der Ehrenlegion. Gault et Millau wählt ihn 1989 zum „Koch des Jahrhunderts“. Bocuse lebte lange Zeit mit drei Frauen zusammen und unterhielt drei Haushalte. „Ich mache das, wovon die meisten Männer träumen“, schreibt er in seinen Memoiren. Er ist ein Meister der Selbstvermarktung, tritt immer wieder in Fernsehshows auf und verfasst mehrere Kochbücher. So beschreibt er auf zwölf Seiten, wie man ein Spiegelei brät. In der Kathedrale von Lyon nehmen 1500 französische und ausländische Chefköche mit weissen Kochwesten von Bocuse Abschied. Das Foto wurde am 21. September 1998 aufgenommen. (Foto: Keystone/DAP/Stephanie Pilick)
Er gilt als einer der Erfinder der „Nouvelle Cuisine“. Seit 1965 zeichnet der Guide Michelin sein Restaurant in Lyon mit drei Sternen aus. Präsident Giscard d’Estaing adelt ihn 1975 zum Ritter der Ehrenlegion. Gault et Millau wählt ihn 1989 zum „Koch des Jahrhunderts“. Bocuse lebte lange Zeit mit drei Frauen zusammen und unterhielt drei Haushalte. „Ich mache das, wovon die meisten Männer träumen“, schreibt er in seinen Memoiren. Er ist ein Meister der Selbstvermarktung, tritt immer wieder in Fernsehshows auf und verfasst mehrere Kochbücher. So beschreibt er auf zwölf Seiten, wie man ein Spiegelei brät. In der Kathedrale von Lyon nehmen 1500 französische und ausländische Chefköche mit weissen Kochwesten von Bocuse Abschied. Das Foto wurde am 21. September 1998 aufgenommen. (Foto: Keystone/DAP/Stephanie Pilick)

26. Januar: Ich, ich, ich

Präsident Donald Trump lobt am WEF in Davos vor allem sich selbst – und trifft mit Bundespräsident Alain Berset zusammen. (Foto: Keystone/Peter Klaunzer)
Präsident Donald Trump lobt am WEF in Davos vor allem sich selbst – und trifft mit Bundespräsident Alain Berset zusammen. (Foto: Keystone/Peter Klaunzer)

9. Februar: 15 Schweizer Medaillen

Die 8. Olympischen Winterspiele finden vom 9. bis 25. Februar in der südkoreanischen Region Pyeongchang statt. Die Schweizer Athletinnen und Athleten gewinnen fünf Gold-, sechs Silber- und 4 Bronze-Medaillen. Damit belegt die Schweiz den 8. Rang aller Nationen.
Die 8. Olympischen Winterspiele finden vom 9. bis 25. Februar in der südkoreanischen Region Pyeongchang statt. Die Schweizer Athletinnen und Athleten gewinnen fünf Gold-, sechs Silber- und 4 Bronze-Medaillen. Damit belegt die Schweiz den 8. Rang aller Nationen.

11. Februar: Tauwetter

Anlässlich der Olympischen Winterspiele in Südkorea besucht Kim Yo Jong die südkoreanische Hauptstadt Seoul. Kim Yo Jong ist die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un. Das Bild zeigt sie mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in (rechts) während eines Konzerts in Seoul. In der Folge treffen der süd- und der nordkoreanische Präsident mehrmals zusammen. Im Juni findet das Gipfeltreffen zwischen Kim Jong-un und Donald Trump in Singapur statt. (Foto: Keystone/Kim Ju-sung/Yonhap via AP)
Anlässlich der Olympischen Winterspiele in Südkorea besucht Kim Yo Jong die südkoreanische Hauptstadt Seoul. Kim Yo Jong ist die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un. Das Bild zeigt sie mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in (rechts) während eines Konzerts in Seoul. In der Folge treffen der süd- und der nordkoreanische Präsident mehrmals zusammen. Im Juni findet das Gipfeltreffen zwischen Kim Jong-un und Donald Trump in Singapur statt. (Foto: Keystone/Kim Ju-sung/Yonhap via AP)

12. Februar: Wer den Schaden hat, hat den Spott

Rosenmontag in Düsseldorf: Der als Kanzlerkandidat arg gescheiterte SPD-Parteivorsitzende Martin Schulz wird in der Grossen Koalition nun doch nicht Aussenminister. Am 9. Februar erklärt er schriftlich seinen „Verzicht auf den Eintritt in die Bundesregierung“. Am 13. Februar tritt er als SPD-Parteivorsitzender zurück. An seine Stelle tritt Andrea Nahles. (Foto: Keystone/DPA/Ina Fassebender)
Rosenmontag in Düsseldorf: Der als Kanzlerkandidat arg gescheiterte SPD-Parteivorsitzende Martin Schulz wird in der Grossen Koalition nun doch nicht Aussenminister. Am 9. Februar erklärt er schriftlich seinen „Verzicht auf den Eintritt in die Bundesregierung“. Am 13. Februar tritt er als SPD-Parteivorsitzender zurück. An seine Stelle tritt Andrea Nahles. (Foto: Keystone/DPA/Ina Fassebender)

14. Februar: Auf der „Liebesbrücke“

Die Fussgängerbrücke in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zieht jedes Jahr am Valentinstag Tausende Liebespärchen an – und solche, die es werden möchten. Die gusseiserne Brücke, die 1921 gebaut wurde, führt über die Petrowsker Allee und verbindet den Stadtpark mit dem Marinsky Park. Viele Pärchen schwören sich hier ewige Treue. Im Volksmund hat die Brücke allerdings auch einen andern Namen: die Teufelsbrücke. Immer wieder stürzen sich hier Frauen und Männer aus Liebeskummer in den Tod. (Foto: Keystone/AP/Efrem Lukatsky)
Die Fussgängerbrücke in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zieht jedes Jahr am Valentinstag Tausende Liebespärchen an – und solche, die es werden möchten. Die gusseiserne Brücke, die 1921 gebaut wurde, führt über die Petrowsker Allee und verbindet den Stadtpark mit dem Marinsky Park. Viele Pärchen schwören sich hier ewige Treue. Im Volksmund hat die Brücke allerdings auch einen andern Namen: die Teufelsbrücke. Immer wieder stürzen sich hier Frauen und Männer aus Liebeskummer in den Tod. (Foto: Keystone/AP/Efrem Lukatsky)

14. Februar: Schulmassaker von Parkland

Ein 19-jähriger ehemaliger Schüler erschiesst an der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland (Florida) 14 Schüler und drei Erwachsene. Er wird festgenommen und gesteht die Tat. Ein bewaffneter Hilfssheriff, der sich während der Tat an Ort und Stelle befindet, greift nicht ein. Präsident Trump plädiert anschliessend dafür, die Lehrer zu bewaffnen. (Foto: Keystone/AP/South Florida Sun Sentinel/John McCall)
Ein 19-jähriger ehemaliger Schüler erschiesst an der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland (Florida) 14 Schüler und drei Erwachsene. Er wird festgenommen und gesteht die Tat. Ein bewaffneter Hilfssheriff, der sich während der Tat an Ort und Stelle befindet, greift nicht ein. Präsident Trump plädiert anschliessend dafür, die Lehrer zu bewaffnen. (Foto: Keystone/AP/South Florida Sun Sentinel/John McCall)

26. Februar: Schnee in Rom

Ein seltenes Bild: Schnee vor dem Kolosseum. In fast ganz Europa ist es eisig kalt. Im bündnerischen Buffalora (GR) werden minus 27,9 Grad, im Neuenburger Jura und im Engadin minus 30 Grad gemessen. (Foto: Keystone/AP/Alessandra Tarantino)
Ein seltenes Bild: Schnee vor dem Kolosseum. In fast ganz Europa ist es eisig kalt. Im bündnerischen Buffalora (GR) werden minus 27,9 Grad, im Neuenburger Jura und im Engadin minus 30 Grad gemessen. (Foto: Keystone/AP/Alessandra Tarantino)

28. Februar: Er liebte öffentliche Auftritte

Er war ein gefeierter Banker. Das Bild zeigt ihn am Zürcher Sechseläuten 2017. Die kleine, betuliche Raiffeisen-Bank machte der Bündner Pierin Vincenz zum drittgrössten Geldhaus der Schweiz. Am 28. Februar 2018 eröffnet die Zürcher Staatsanwaltschaft gegen mehrere Personen eine Strafuntersuchung wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung. Vincenz wird in Untersuchungshaft genommen. Auch die Raiffeisen-Bank reicht Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Chef ein. Mitte Juni wird er aus der Untersuchungshaft entlassen. „Was ich in den letzten Wochen erlebt habe, wünsche ich niemandem“, erklärt er nach der Haftentlassung. Die Staatsanwaltschaft betont, dass das Verfahren gegen ihn weiterläuft. (Foto: Keystone)
Er war ein gefeierter Banker. Das Bild zeigt ihn am Zürcher Sechseläuten 2017. Die kleine, betuliche Raiffeisen-Bank machte der Bündner Pierin Vincenz zum drittgrössten Geldhaus der Schweiz. Am 28. Februar 2018 eröffnet die Zürcher Staatsanwaltschaft gegen mehrere Personen eine Strafuntersuchung wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung. Vincenz wird in Untersuchungshaft genommen. Auch die Raiffeisen-Bank reicht Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Chef ein. Mitte Juni wird er aus der Untersuchungshaft entlassen. „Was ich in den letzten Wochen erlebt habe, wünsche ich niemandem“, erklärt er nach der Haftentlassung. Die Staatsanwaltschaft betont, dass das Verfahren gegen ihn weiterläuft. (Foto: Keystone)

4. März: No Billag, abgeschmettert

Die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger lehnen mit 71,6 Prozent die Abschaffung der Empfangsgebühren für Radio und Fernsehen überraschend deutlich ab. Im Bild: Jubel der Befürworter eines starken Service Public. (Foto: Keystone/Anthony Anex)
Die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger lehnen mit 71,6 Prozent die Abschaffung der Empfangsgebühren für Radio und Fernsehen überraschend deutlich ab. Im Bild: Jubel der Befürworter eines starken Service Public. (Foto: Keystone/Anthony Anex)

4. März: Ja der SPD zur GroKo

In einer Urabstimmung sprechen sich 66,02 Prozent der stimmenden SPD-Mitglieder für eine Weiterführung der Grossen Koalition zwischen der CDU/CSU und der SPD aus. Damit kann Angela Merkel eine neue Regierung bilden. Olaf Scholz, stellvertretender SPD-Vorsitzender und Erster Bürgermeister von Hamburg (vor der roten Wand rechts), verkündet das Ergebnis des SPD-Mitgliedervotums im Berliner Willy-Brandt-Haus. (Foto: Keystone/DPA/Kay Nietfeld)
In einer Urabstimmung sprechen sich 66,02 Prozent der stimmenden SPD-Mitglieder für eine Weiterführung der Grossen Koalition zwischen der CDU/CSU und der SPD aus. Damit kann Angela Merkel eine neue Regierung bilden. Olaf Scholz, stellvertretender SPD-Vorsitzender und Erster Bürgermeister von Hamburg (vor der roten Wand rechts), verkündet das Ergebnis des SPD-Mitgliedervotums im Berliner Willy-Brandt-Haus. (Foto: Keystone/DPA/Kay Nietfeld)

3. März: St. Moritz? Zermatt? Nein, Lausanne

Auf der Rue du Petit-Chêne, die zum Lausanner Hauptbahnhof hinunterführt, vergnügen sich Skifahrer, Snowboarder und Schlittler. Doch jetzt kommt der Wetterwechsel, der Dauerfrost geht zu Ende. Bald ist’s Frühling. (Foto: Keystone/Valentin Flauraud)
Auf der Rue du Petit-Chêne, die zum Lausanner Hauptbahnhof hinunterführt, vergnügen sich Skifahrer, Snowboarder und Schlittler. Doch jetzt kommt der Wetterwechsel, der Dauerfrost geht zu Ende. Bald ist’s Frühling. (Foto: Keystone/Valentin Flauraud)

4. März: Sieg der Populisten

Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Italien wird die Protestbewegung Cinque Stelle mit 32,68 Prozent stärkste Partei, gefolgt vom sozialdemokratischen PD mit 18,74 Prozent. Die fremdenfeindliche, rechtspopulistische Lega kommt auf 17,34 Prozent und die Berlusconi-Partei Forza Italia auf 13,98 Prozent. Im Bild: Links Luigi Di Maio, Chef der Cinque Stelle, und Matteo Salvini, Anführer der Lega. Beide werden Vize-Ministerpräsidenten in der neuen Regierung. Auf einen Ministerpräsidenten können sie sich noch nicht einigen. (Foto: Keystone)
Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Italien wird die Protestbewegung Cinque Stelle mit 32,68 Prozent stärkste Partei, gefolgt vom sozialdemokratischen PD mit 18,74 Prozent. Die fremdenfeindliche, rechtspopulistische Lega kommt auf 17,34 Prozent und die Berlusconi-Partei Forza Italia auf 13,98 Prozent. Im Bild: Links Luigi Di Maio, Chef der Cinque Stelle, und Matteo Salvini, Anführer der Lega. Beide werden Vize-Ministerpräsidenten in der neuen Regierung. Auf einen Ministerpräsidenten können sie sich noch nicht einigen. (Foto: Keystone)

9. März: Gaza, einmal anders

Als wär’s ein Gemälde im Stil der deutschen Romantik: Kamele in der Abendsonne am Strand von Gaza-City. (Foto: Keystone/EPA/Mohammed Saber)
Als wär’s ein Gemälde im Stil der deutschen Romantik: Kamele in der Abendsonne am Strand von Gaza-City. (Foto: Keystone/EPA/Mohammed Saber)

14. März: Stephen Hawking †

Der britische theoretische Physiker und Astrophysiker stirbt im Alter von 76 Jahren. Von 1979 bis 2009 war er Inhaber des renommierten Lucasischen Lehrstuhls für Mathematik an der Universität Cambridge. Bekannt wurde er durch seine Arbeiten zur Kosmologie, zur allgemeinen Relativitätstheorie und zu Schwarzen Löchern. Er schrieb auch mehrere populärwissenschaftliche Bücher. Hawking litt an einer degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems. (Foto: Keystone)
Der britische theoretische Physiker und Astrophysiker stirbt im Alter von 76 Jahren. Von 1979 bis 2009 war er Inhaber des renommierten Lucasischen Lehrstuhls für Mathematik an der Universität Cambridge. Bekannt wurde er durch seine Arbeiten zur Kosmologie, zur allgemeinen Relativitätstheorie und zu Schwarzen Löchern. Er schrieb auch mehrere populärwissenschaftliche Bücher. Hawking litt an einer degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems. (Foto: Keystone)

16. März: Auf dem Präsidentenstuhl

Museumsnacht in Bern: Zehntausende strömen in die Berner Museen, die bis um 02.00 Uhr früh offen stehen. Auch das Bundeshaus öffnet seine Tore. Bundespräsident Alain Berset empängt im Bundesratszimmer die Besucher persönlich. Ein Knabe namens Miguel darf auf seinem Stuhl Platz nehmen. Mehr als 30 Museen und Institutionen nehmen an der Berner Museumsnacht teil. (Foto: Keystone/Peter Klaunzer)
Museumsnacht in Bern: Zehntausende strömen in die Berner Museen, die bis um 02.00 Uhr früh offen stehen. Auch das Bundeshaus öffnet seine Tore. Bundespräsident Alain Berset empängt im Bundesratszimmer die Besucher persönlich. Ein Knabe namens Miguel darf auf seinem Stuhl Platz nehmen. Mehr als 30 Museen und Institutionen nehmen an der Berner Museumsnacht teil. (Foto: Keystone/Peter Klaunzer)

24. März: Lys Assia †

Die Schweizer Schlagersängerin stirbt im Alter von 94 Jahren im Spital Zollikerberg bei Zürich. Das Bild zeigt sie bei einem Auftritt in Baden-Baden am 4. Juni 1961. Lys Assia, am 3. März 1924 als Rosa Mina Schärer in Rupperswil (AG) geboren, war 1956 die erste Gewinnerin des „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ (heute: Eurovision Song Contest) mit dem Lied „Refrain.“ Schon sechs Jahre vorher landete sie in der Schweiz und in Deutschland einen Grosserfolg mit dem Lied „Oh mein Papa“. (Foto: Keystone/DPA/Harry Fiesch)
Die Schweizer Schlagersängerin stirbt im Alter von 94 Jahren im Spital Zollikerberg bei Zürich. Das Bild zeigt sie bei einem Auftritt in Baden-Baden am 4. Juni 1961. Lys Assia, am 3. März 1924 als Rosa Mina Schärer in Rupperswil (AG) geboren, war 1956 die erste Gewinnerin des „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ (heute: Eurovision Song Contest) mit dem Lied „Refrain.“ Schon sechs Jahre vorher landete sie in der Schweiz und in Deutschland einen Grosserfolg mit dem Lied „Oh mein Papa“. (Foto: Keystone/DPA/Harry Fiesch)

24. März: Der beste Schweizer Film

Die 1981 in Zürich geborene Schauspielerin und Regisseurin Lisa Brühlmann gewinnt den Schweizer Filmpreis mit dem Film „Blue My Mind“ in der Kategorie bester Spielfilm 2018 und bestes Drehbuch 2018. Die Preisverleihung findet in Anwesenheit von Bundesrätin Simonetta Sommaruga und der Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch in Zürich statt. Sommaruga und Mauch und auch die meisten andern Frauen erscheinen als Tribut an die „Time’s Up“- und die „Me Too“-Bewegung in Schwarz. (Foto: Keystone/Walter Bieri)
Die 1981 in Zürich geborene Schauspielerin und Regisseurin Lisa Brühlmann gewinnt den Schweizer Filmpreis mit dem Film „Blue My Mind“ in der Kategorie bester Spielfilm 2018 und bestes Drehbuch 2018. Die Preisverleihung findet in Anwesenheit von Bundesrätin Simonetta Sommaruga und der Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch in Zürich statt. Sommaruga und Mauch und auch die meisten andern Frauen erscheinen als Tribut an die „Time’s Up“- und die „Me Too“-Bewegung in Schwarz. (Foto: Keystone/Walter Bieri)

24. März: „Ich will die SP überholen“

Frühe Wahlkampfstimmung: Gut anderthalb Jahre vor den Eidgenössischen Wahlen macht sich die freisinnige Parteipräsidentin Mut. Ihre Partei sei „ausgezeichnet unterwegs“. Die FDP sei das „Bollwerk gegen alle Verhinderer, Abschotter und Umverteiler“. Bei den Wahlen 2015 erreichte die FDP 16,4 Prozent der Stimmen, die SP kam auf 18,8 Prozent. „Wir müssen nicht allen gefallen. Ich will nicht 100 Prozent. Aber ich will die SP überholen“, sagt sie am Parteitag in Zug. Doch bis zu den Wahlen fliessen noch viele Wasser Rhein, Aare und Limmat hinunter. (Foto: Keystone/Urs Flüeler)
Frühe Wahlkampfstimmung: Gut anderthalb Jahre vor den Eidgenössischen Wahlen macht sich die freisinnige Parteipräsidentin Mut. Ihre Partei sei „ausgezeichnet unterwegs“. Die FDP sei das „Bollwerk gegen alle Verhinderer, Abschotter und Umverteiler“. Bei den Wahlen 2015 erreichte die FDP 16,4 Prozent der Stimmen, die SP kam auf 18,8 Prozent. „Wir müssen nicht allen gefallen. Ich will nicht 100 Prozent. Aber ich will die SP überholen“, sagt sie am Parteitag in Zug. Doch bis zu den Wahlen fliessen noch viele Wasser Rhein, Aare und Limmat hinunter. (Foto: Keystone/Urs Flüeler)

30. März: Bitterer Sieg

Ein Junge klettert in den Trümmern seines zerstörten Hauses in Harasta-City in der syrischen Ostghouta herum. Die Vorstadt von Damaskus, die seit 2012 von Gegnern des syrischen Regimes gehalten wurde, kapituliert und fällt in die Hände der Asad-Armee. Der syrische Präsident, der von Russland und Iran unterstützt wird, lässt sich schon als Sieger feiern. Er herrscht jetzt über ein Land in Trümmern. (Foto: Keystone/EPA/Str)
Ein Junge klettert in den Trümmern seines zerstörten Hauses in Harasta-City in der syrischen Ostghouta herum. Die Vorstadt von Damaskus, die seit 2012 von Gegnern des syrischen Regimes gehalten wurde, kapituliert und fällt in die Hände der Asad-Armee. Der syrische Präsident, der von Russland und Iran unterstützt wird, lässt sich schon als Sieger feiern. Er herrscht jetzt über ein Land in Trümmern. (Foto: Keystone/EPA/Str)

30. März: „Marsch der Rückkehr“

Wie jedes Jahr demonstrieren Palästinenser Ende März/Anfang April gegen die staatliche Enteignung arabischer Israeli in Israel. An der Grenze zum von Israel hermetisch abgeriegelten Gaza-Streifen kommt es zu schweren Ausschreitungen. Militante Palästinenser rollen brennende Autoreifen gegen israelische Soldaten, die die Absperrung bewachen. Laut israelischen Angaben durchtrennen die Demonstranten den Zaun und dringen auf israelisches Gebiet vor. Die Israeli setzen zunächst Tränengas, dann Gummischrot und schliesslich Schusswaffen ein. Die Palästinenser waren zuvor von Israel gewarnt worden. Laut palästinensischen Angaben sind 17 Demonstranten getötet und 750 verletzt worden. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ordnet einen „Tag der Trauer“ an. Der Gaza-Streifen wird von Israel hermetisch abgeriegelt. Die Arbeitslosigkeit ist hoch. Vor allem die Jugend sieht keine Zukunftschancen. (Foto: Keystone)
Wie jedes Jahr demonstrieren Palästinenser Ende März/Anfang April gegen die staatliche Enteignung arabischer Israeli in Israel. An der Grenze zum von Israel hermetisch abgeriegelten Gaza-Streifen kommt es zu schweren Ausschreitungen. Militante Palästinenser rollen brennende Autoreifen gegen israelische Soldaten, die die Absperrung bewachen. Laut israelischen Angaben durchtrennen die Demonstranten den Zaun und dringen auf israelisches Gebiet vor. Die Israeli setzen zunächst Tränengas, dann Gummischrot und schliesslich Schusswaffen ein. Die Palästinenser waren zuvor von Israel gewarnt worden. Laut palästinensischen Angaben sind 17 Demonstranten getötet und 750 verletzt worden. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ordnet einen „Tag der Trauer“ an. Der Gaza-Streifen wird von Israel hermetisch abgeriegelt. Die Arbeitslosigkeit ist hoch. Vor allem die Jugend sieht keine Zukunftschancen. (Foto: Keystone)

Demonstriert wird auch in Bethlehem. (Foto: Keystone)
Demonstriert wird auch in Bethlehem. (Foto: Keystone)

9. April: „Wir werden Ungarn verteidigen“

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán und seine Fidesz-Partei gewinnen überraschend deutlich die Parlamentswahlen. Im Bild: Orbán mit seiner Vizepremierministerin Zsolt Semjen. Orbáns rechtspopulistische, eurokritische, nationalkonservative Fidesz gewinnt 4,41 Prozent der Stimmen dazu und kommt auf 49,28 Prozent. Zweitstärkste Partei wird die rechtsextreme Jobbik mit 19,06 Prozent. Die Sozialisten erleiden mit minus 13,66 Prozent ein Debakel und kommen noch auf 11,91 Prozent. In seiner Siegesrede erklärt Orbán. „Wir haben den Auftrag erhalten, Ungarn zu verteidigen.“ Im Dezember protestieren Zehntausende linke und rechte Parteigänger gemeinsam gegen die Regierung. (Foto: Keystone/AP/MTI/Szilard Koszticsak)
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán und seine Fidesz-Partei gewinnen überraschend deutlich die Parlamentswahlen. Im Bild: Orbán mit seiner Vizepremierministerin Zsolt Semjen. Orbáns rechtspopulistische, eurokritische, nationalkonservative Fidesz gewinnt 4,41 Prozent der Stimmen dazu und kommt auf 49,28 Prozent. Zweitstärkste Partei wird die rechtsextreme Jobbik mit 19,06 Prozent. Die Sozialisten erleiden mit minus 13,66 Prozent ein Debakel und kommen noch auf 11,91 Prozent. In seiner Siegesrede erklärt Orbán. „Wir haben den Auftrag erhalten, Ungarn zu verteidigen.“ Im Dezember protestieren Zehntausende linke und rechte Parteigänger gemeinsam gegen die Regierung. (Foto: Keystone/AP/MTI/Szilard Koszticsak)

13. April: Miloš Forman †

Der tschechoslowakische Filmregisseur war einer der wichtigsten Vertreter der tschechoslowakischen Neuen Welle. Er verliess sein Land nach Auseinandersetzungen mit dem kommunistischen Regime und erhielt in den USA die Staatsbürgerschaft. Für seine Filme „Einer flog über das Kuckucksnest“ und „Amadeus“ wurde er mit zwei Oscars geehrt. Im Bild: Michael Douglas (links), Produzent des Films „Einer flog über das Kuckucksnest“, Hauptdarsteller Jack Nicholson (Mitte) und Miloš Forman während einer Pressekonferenz in Zürich am 20. Februar 1976. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv)
Der tschechoslowakische Filmregisseur war einer der wichtigsten Vertreter der tschechoslowakischen Neuen Welle. Er verliess sein Land nach Auseinandersetzungen mit dem kommunistischen Regime und erhielt in den USA die Staatsbürgerschaft. Für seine Filme „Einer flog über das Kuckucksnest“ und „Amadeus“ wurde er mit zwei Oscars geehrt. Im Bild: Michael Douglas (links), Produzent des Films „Einer flog über das Kuckucksnest“, Hauptdarsteller Jack Nicholson (Mitte) und Miloš Forman während einer Pressekonferenz in Zürich am 20. Februar 1976. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv)

14. April: Angriff auf Damaskus und Homs

Amerikanische, französische und britische Streitkräfte greifen Einrichtungen der syrischen Armee bei Damaskus und Homs mit Cruise missiles an. Ziele des Angriffs sind unter anderem ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Barseh bei Damaskus sowie zwei Anlagen westlich von Homs. Allein die amerikanischen Streitkräfte feuern von B1-B-Bombern, Kreuzern, Zerstörern und U-Booten rund 70 Marschflugkörper auf Syrien ab. Die Angriffe sind eine Antwort auf vermutete Chemiewaffen-Angriffe der Asad-Streitkräfte auf ein Ziel in Duma. Im Bild ein Raketenniedergang bei Damaskus. (Foto: Keystone/AP)
Amerikanische, französische und britische Streitkräfte greifen Einrichtungen der syrischen Armee bei Damaskus und Homs mit Cruise missiles an. Ziele des Angriffs sind unter anderem ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Barseh bei Damaskus sowie zwei Anlagen westlich von Homs. Allein die amerikanischen Streitkräfte feuern von B1-B-Bombern, Kreuzern, Zerstörern und U-Booten rund 70 Marschflugkörper auf Syrien ab. Die Angriffe sind eine Antwort auf vermutete Chemiewaffen-Angriffe der Asad-Streitkräfte auf ein Ziel in Duma. Im Bild ein Raketenniedergang bei Damaskus. (Foto: Keystone/AP)

14. April: Aufstände in Nicaragua

Tausende demonstrieren in Managua und andern Städten Nicaraguas gegen die Regierung von Staatschef Daniel Ortega. Laut Menschenrechtsorganisationen sind bei den Zusammenstössen weit über 80 Menschen getötet und fast 900 verletzt worden. Die Proteste, die sich zunächst gegen eine geplante Rentenkürzung richteten, weiten sich zu einer allgemeinen Auflehnung gegen den diktatorisch regierenden Präsidenten aus. Ortega, ein ehemaliger Guerillakämpfer der Sandinisten, regiert sein Land seit elf Jahren. Seine Frau ist Vizepräsidentin. Dem Ehepaar werden Korruption und Pressezensur vorgeworfen. Im Bild: Eine Gedenkfeier für die getöteten Demonstranten in Managua. (Foto: Keystone/EFE)
Tausende demonstrieren in Managua und andern Städten Nicaraguas gegen die Regierung von Staatschef Daniel Ortega. Laut Menschenrechtsorganisationen sind bei den Zusammenstössen weit über 80 Menschen getötet und fast 900 verletzt worden. Die Proteste, die sich zunächst gegen eine geplante Rentenkürzung richteten, weiten sich zu einer allgemeinen Auflehnung gegen den diktatorisch regierenden Präsidenten aus. Ortega, ein ehemaliger Guerillakämpfer der Sandinisten, regiert sein Land seit elf Jahren. Seine Frau ist Vizepräsidentin. Dem Ehepaar werden Korruption und Pressezensur vorgeworfen. Im Bild: Eine Gedenkfeier für die getöteten Demonstranten in Managua. (Foto: Keystone/EFE)

22. April: Erste Frau an der SPD-Spitze

Andrea Nahles wird mit 66,35 Prozent zur neuen SPD-Parteichefin gewählt. Damit werden die Sozialdemokraten erstmals von einer Frau angeführt. Nahles soll die serbelnde 155-jährige Volkspartei wieder aufrichten. Das ist ihr bisher nicht gelungen. Bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen verzeichnet die Partei schwere Verluste. Wegen ihres Zickzack-Kurses gerät sie auch parteiintern unter Beschuss. Nahles folgt als Parteichefin auf den unglücklichen Martin Schulz. (Foto: Keystone/dpa/Boris Roessler)
Andrea Nahles wird mit 66,35 Prozent zur neuen SPD-Parteichefin gewählt. Damit werden die Sozialdemokraten erstmals von einer Frau angeführt. Nahles soll die serbelnde 155-jährige Volkspartei wieder aufrichten. Das ist ihr bisher nicht gelungen. Bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen verzeichnet die Partei schwere Verluste. Wegen ihres Zickzack-Kurses gerät sie auch parteiintern unter Beschuss. Nahles folgt als Parteichefin auf den unglücklichen Martin Schulz. (Foto: Keystone/dpa/Boris Roessler)

28. April: Historisches Händchenhalten

In Panmunjom an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea kommen der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un (links) und der südkoreanische Präsident Moon Jae-in zu einem „historischen Treffen“ zusammen. Laut nordkoreanischen Medien soll es den „Weg in eine neue Ära“ ebnen. (Foto: Keystone/Korea Summit Press Pool via AP)
In Panmunjom an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea kommen der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un (links) und der südkoreanische Präsident Moon Jae-in zu einem „historischen Treffen“ zusammen. Laut nordkoreanischen Medien soll es den „Weg in eine neue Ära“ ebnen. (Foto: Keystone/Korea Summit Press Pool via AP)

Beide Seiten hätten sich zu einer „kompletten Denuklearisierung“ der koreanischen Halbinsel bekannt, erklärt die nordkoreanische offizielle Nachrichtenagentur KCNA. Das Treffen gilt als Vorbereitung für die Begegnung zwischen Kim Jong-un und Donald Trump. (Foto: Keystone/AP)
Beide Seiten hätten sich zu einer „kompletten Denuklearisierung“ der koreanischen Halbinsel bekannt, erklärt die nordkoreanische offizielle Nachrichtenagentur KCNA. Das Treffen gilt als Vorbereitung für die Begegnung zwischen Kim Jong-un und Donald Trump. (Foto: Keystone/AP)

30. April: Terror in Afghanistan

Bei zwei Selbstmordanschlägen nahe des Nato-Hauptquartiers und der amerikanischen Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul sterben über 30 Menschen. Nachdem eine erste Bombe geplatzt war, strömten Helfer und Journalisten an den Ort des Geschehens. Dann liess ein Selbstmordattentäter, der sich als Kameramann tarnte und sich den Herbeiströmenden näherte, eine zweite Bombe hochgehen. Unter den Toten befindet sich ein Reporter der französischen Nachrichtenagentur Agence France Press. Im Oktober finden in Afghanistan Parlamentswahlen statt. (Foto: KeysoneAP Photo/Massoud Hossaini)
Bei zwei Selbstmordanschlägen nahe des Nato-Hauptquartiers und der amerikanischen Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul sterben über 30 Menschen. Nachdem eine erste Bombe geplatzt war, strömten Helfer und Journalisten an den Ort des Geschehens. Dann liess ein Selbstmordattentäter, der sich als Kameramann tarnte und sich den Herbeiströmenden näherte, eine zweite Bombe hochgehen. Unter den Toten befindet sich ein Reporter der französischen Nachrichtenagentur Agence France Press. Im Oktober finden in Afghanistan Parlamentswahlen statt. (Foto: KeysoneAP Photo/Massoud Hossaini)

4. Mai: Alexander Tschäppät †

Er prägte Bern in den letzten Jahren wie kaum ein anderer: Der als unverwüstlich geltende einstige Berner Stadtpräsident stirbt im Alter von 66 Jahren an Krebs. Der Sozialdemokrat war von 1991 bis 2003 und von 2011 bis 2018 Nationalrat und von 2005 bis 2016 Stadtpräsident. In seine Zeit fiel der Bau des neugestalteten Berner Bundesplatzes, der umgebaute Bahnhofplatz mit dem Glasdach sowie das Zentrum Westside und das Tram Bern-West. Tschäppät galt auch als umgänglicher Partylöwe, war ein feuriger Anhänger der Young Boys und liess sich gern in der Öffentlichkeit blicken. Für seine nicht immer geschmackvollen Tiraden gegen seine politischen Gegner entschuldigte er sich. (Foto: Keystone)
Er prägte Bern in den letzten Jahren wie kaum ein anderer: Der als unverwüstlich geltende einstige Berner Stadtpräsident stirbt im Alter von 66 Jahren an Krebs. Der Sozialdemokrat war von 1991 bis 2003 und von 2011 bis 2018 Nationalrat und von 2005 bis 2016 Stadtpräsident. In seine Zeit fiel der Bau des neugestalteten Berner Bundesplatzes, der umgebaute Bahnhofplatz mit dem Glasdach sowie das Zentrum Westside und das Tram Bern-West. Tschäppät galt auch als umgänglicher Partylöwe, war ein feuriger Anhänger der Young Boys und liess sich gern in der Öffentlichkeit blicken. Für seine nicht immer geschmackvollen Tiraden gegen seine politischen Gegner entschuldigte er sich. (Foto: Keystone)

8. Mai: Trump kündigt Atomabkommen

Präsident Trump kündigt das Atomabkommen mit Iran. Er nennt den Vertrag den „schlechtesten Deal der Welt“. Die Befürworter des Abkommens fürchten, dass die Kündigung die Kriegsgefahr im Nahen Osten erhöht. Das Atomabkommen mit Iran ist eine der wichtigen Errungenschaften der Obama-Zeit. (Foto: KeystoneAP/Andres Harnik)
Präsident Trump kündigt das Atomabkommen mit Iran. Er nennt den Vertrag den „schlechtesten Deal der Welt“. Die Befürworter des Abkommens fürchten, dass die Kündigung die Kriegsgefahr im Nahen Osten erhöht. Das Atomabkommen mit Iran ist eine der wichtigen Errungenschaften der Obama-Zeit. (Foto: KeystoneAP/Andres Harnik)

11. Mai: Cannes lahmt

Trotz inszeniertem Glamour: Skandale, Kritik und eine schlechte Presse überschatten die einst wichtigsten Filmfestspiele. Das Medienecho war noch nie so gering. Einzig die Boulevardpresse bewirtschaftet wie jedes Jahr – mit abnehmendem Interesse - die Stars und Sternchen an der Croisette. Das liegt einerseits an einer arroganten, völlig verschrobenen und realitätsfremden Festivalleitung und andererseits daran, dass wichtige Streamingdienste dem Anlass fernbleiben. Im Bild: Die indische Bollywood-Schauspielerin Deepika Padukone, die in dem Film „Ash Is Purest White“ auftritt. (Foto: Keystone/EPA/Clemens Biland)
Trotz inszeniertem Glamour: Skandale, Kritik und eine schlechte Presse überschatten die einst wichtigsten Filmfestspiele. Das Medienecho war noch nie so gering. Einzig die Boulevardpresse bewirtschaftet wie jedes Jahr – mit abnehmendem Interesse - die Stars und Sternchen an der Croisette. Das liegt einerseits an einer arroganten, völlig verschrobenen und realitätsfremden Festivalleitung und andererseits daran, dass wichtige Streamingdienste dem Anlass fernbleiben. Im Bild: Die indische Bollywood-Schauspielerin Deepika Padukone, die in dem Film „Ash Is Purest White“ auftritt. (Foto: Keystone/EPA/Clemens Biland)

12. Mai: „I’m not your toy, you stupid boy“

Die israelische Sängerin Netta Barzilai gewinnt den Eurovision Song Contest in Lissabon mit dem Lied „Toy“. Der Song gilt als eine Antwort auf die MeToo-Debatte und ist eine Kritik an chauvinistische Männer. Das Lied wurde auf YouTube bisher über 100 Millionen Mal angeklickt. Im Text heisst es unter anderem „I’m not your toy, you stupid boy“ und „My teddy bear’s running away, The Barbie got something to say, hey“. (Foto: Keystone/AP)
Die israelische Sängerin Netta Barzilai gewinnt den Eurovision Song Contest in Lissabon mit dem Lied „Toy“. Der Song gilt als eine Antwort auf die MeToo-Debatte und ist eine Kritik an chauvinistische Männer. Das Lied wurde auf YouTube bisher über 100 Millionen Mal angeklickt. Im Text heisst es unter anderem „I’m not your toy, you stupid boy“ und „My teddy bear’s running away, The Barbie got something to say, hey“. (Foto: Keystone/AP)

14. Mai: US-Botschaft in Jerusalem

Trump giesst weiter Öl ins Feuer: Zur Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem hat der amerikanische Präsident seine Tochter Ivanka, die im Weissen Haus offiziell als Beraterin fungiert, geschickt. Mit der Botschaftsverlegung hat Amerika Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Benjamin Netanjahu nennt die Amerikaner die besten Freunde des israelischen Staates. Im Dezember anerkannte auch Australien Jerusalem als israelische Hauptstadt. (Foto: Keystone/EPA/Abis Sultan)
Trump giesst weiter Öl ins Feuer: Zur Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem hat der amerikanische Präsident seine Tochter Ivanka, die im Weissen Haus offiziell als Beraterin fungiert, geschickt. Mit der Botschaftsverlegung hat Amerika Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Benjamin Netanjahu nennt die Amerikaner die besten Freunde des israelischen Staates. Im Dezember anerkannte auch Australien Jerusalem als israelische Hauptstadt. (Foto: Keystone/EPA/Abis Sultan)

Überschattet wird die Eröffnung der amerikanischen Botschaft von blutigen Ausschreitungen im Gazastreifen. Zehntausende protestierten, mehrere Menschen kommen ums Leben. Der endgültige Status Jerusalems ist einer der grössten Streitpunkte im Nahost-Konflikt. Die Palästinenser beanspruchen den 1967 von Israel besetzten und 1980 annektierten Ostteil Jerusalems als künftige Hauptstadt des von ihnen angestrebten eigenen Staates. (Foto: Keystone/AP)
Überschattet wird die Eröffnung der amerikanischen Botschaft von blutigen Ausschreitungen im Gazastreifen. Zehntausende protestierten, mehrere Menschen kommen ums Leben. Der endgültige Status Jerusalems ist einer der grössten Streitpunkte im Nahost-Konflikt. Die Palästinenser beanspruchen den 1967 von Israel besetzten und 1980 annektierten Ostteil Jerusalems als künftige Hauptstadt des von ihnen angestrebten eigenen Staates. (Foto: Keystone/AP)

Israel beantwortet die Ausschreitungen mit Tränengas-Petarden (Foto: Keystone/AP)
Israel beantwortet die Ausschreitungen mit Tränengas-Petarden (Foto: Keystone/AP)

15. Mai: Krim-Brücke

Präsident Putin weiht die 19 Kilometer lange Krim-Brücke ein. Sie verbindet den Osten der von Russland widerrechtlich annektierten Krim mit der russischen Region Krasnodar und führt über die Strasse von Kertsch. Sie ist die längste Brücke Europas und wurde in der Rekdordzeit von weniger als zwei Jahren gebaut. Kritiker sprechen von einer übereilten, politisch motivierten Bauausführung. Bauarbeiter berichteten von Ausbeutung. Die Ukraine, zu der die Krim völkerrechtlich gehört, wurde nicht über den Bau informiert. (Foto: Keystone/EPA)
Präsident Putin weiht die 19 Kilometer lange Krim-Brücke ein. Sie verbindet den Osten der von Russland widerrechtlich annektierten Krim mit der russischen Region Krasnodar und führt über die Strasse von Kertsch. Sie ist die längste Brücke Europas und wurde in der Rekdordzeit von weniger als zwei Jahren gebaut. Kritiker sprechen von einer übereilten, politisch motivierten Bauausführung. Bauarbeiter berichteten von Ausbeutung. Die Ukraine, zu der die Krim völkerrechtlich gehört, wurde nicht über den Bau informiert. (Foto: Keystone/EPA)

18. Mai: Schulmassaker in Santa Fe

Dakota Shrader ist eine der Überlebenden. Das Bild zeigt sie zusammen mit ihrer Mutter nach der Schiesserei in der Sante Fe High School südlich von Houston, Texas. Neun Schüler und ein Lehrer wurden getötet. Der Täter soll ein bisher unauffälliger 17-Jähriger sein. Seit Jahresbeginn fanden an amerikanischen Schulen 22 Schiessereien statt. Präsident Trump sprach von „einem sehr traurigen Tag“. Der Angriff auf die Schule bewege ihn sehr. (Foto: Keystone/Stuart Villanueva/The Galveston County Daily News/via AP)
Dakota Shrader ist eine der Überlebenden. Das Bild zeigt sie zusammen mit ihrer Mutter nach der Schiesserei in der Sante Fe High School südlich von Houston, Texas. Neun Schüler und ein Lehrer wurden getötet. Der Täter soll ein bisher unauffälliger 17-Jähriger sein. Seit Jahresbeginn fanden an amerikanischen Schulen 22 Schiessereien statt. Präsident Trump sprach von „einem sehr traurigen Tag“. Der Angriff auf die Schule bewege ihn sehr. (Foto: Keystone/Stuart Villanueva/The Galveston County Daily News/via AP)

19. Mai: Just married

Der britische Prinz Harry und die amerikanische Schauspielerin Meghan Markle heiraten in der St George’s Chapel auf Windsor Castle. Meghan ist die erste Frau afroafrikanischer Abstammung, die ins britische Königshaus einheiratet. Nach dem Gottesdienst fährt das Paar in einer offenen Kutsche durch Windsor, wo ihnen Tausende zujubeln. Im Oktober geben die beiden bekannt, dass Meghan schwanger ist. (Foto: Keystone/EPA)
Der britische Prinz Harry und die amerikanische Schauspielerin Meghan Markle heiraten in der St George’s Chapel auf Windsor Castle. Meghan ist die erste Frau afroafrikanischer Abstammung, die ins britische Königshaus einheiratet. Nach dem Gottesdienst fährt das Paar in einer offenen Kutsche durch Windsor, wo ihnen Tausende zujubeln. Im Oktober geben die beiden bekannt, dass Meghan schwanger ist. (Foto: Keystone/EPA)

Prinz Harry und Meghan am Heiratsempfang in Frogmore House, Windsor. (Foto: Keystone/EPA/Chris Allerton/PA)
Prinz Harry und Meghan am Heiratsempfang in Frogmore House, Windsor. (Foto: Keystone/EPA/Chris Allerton/PA)

Meghan und Harry präsentieren sich en famille. (Foto: Keystone/AP)
Meghan und Harry präsentieren sich en famille. (Foto: Keystone/AP)

19. Mai: Pfarrer Ernst Sieber †

Der evangelisch-reformierte Pfarrer wird bekannt durch seinen unermüdlichen Einsatz für Aids-Kranke, Drogensüchtige, Obdachlose und jene, die von von der Gesellschaft ausgeschlossen sind. Er leitet ein Sozialwerk, schreibt mehrere Bücher und ist von 1991 bis 1995 Nationalrat für die Evangelische Volkspartei (EVP). Schweizweit wird er bekannt durch seinen Einsatz und seine Betreuung von Drogensüchtigen am Zürcher Platzspitz. Die von ihm gegründeten „Sozialwerke Pfarrer Sieber“ beschäftigen heute fast 200 Angestellte mit einem Budget von 20 Millionen Franken. Ernst Sieber stirbt im Alter von 91 Jahren. (Foto: Sozialwerk Pfarrer Sieber)
Der evangelisch-reformierte Pfarrer wird bekannt durch seinen unermüdlichen Einsatz für Aids-Kranke, Drogensüchtige, Obdachlose und jene, die von von der Gesellschaft ausgeschlossen sind. Er leitet ein Sozialwerk, schreibt mehrere Bücher und ist von 1991 bis 1995 Nationalrat für die Evangelische Volkspartei (EVP). Schweizweit wird er bekannt durch seinen Einsatz und seine Betreuung von Drogensüchtigen am Zürcher Platzspitz. Die von ihm gegründeten „Sozialwerke Pfarrer Sieber“ beschäftigen heute fast 200 Angestellte mit einem Budget von 20 Millionen Franken. Ernst Sieber stirbt im Alter von 91 Jahren. (Foto: Sozialwerk Pfarrer Sieber)

20. Mai: Wahlen, die keine sind

Venezuelas diktatorisch regierender Staatspräsident Nicolás Maduro lässt sich erneut zum ersten Mann im Staat wählen. Laut offiziellen Angaben hat er vier Mal mehr Stimmen erhalten als der Oppositionskandidat Henri Falcón. Die USA und die EU anerkennen die Wahlen nicht. Maduro kontrolliert die Medien; die wichtigsten Oppositionspolitiker wurden festgenommen oder leben im Exil. Unabhängige internationale Wahlbeobachter sind nicht zugelassen. Maduro hat das einst reiche Erdölland in ein beispielloses Desaster gewirtschaftet. Die Inflation beträgt fast tausend Prozent pro Monat. Die Infrastruktur bricht zusammen. Es fehlt an Lebensmitteln und Medikamenten. Ein grosser Teil der Bevölkerung hungert. Wegen der Lebensmittelknappheit haben die Venezolaner im Durchschnitt je acht Kilo Körpergewicht verloren. Maduro macht eine ausländische Verschwörung gegen ihn für die Misere im Land verantwortlich. Im Bild: Maduro in Caracas beim Küssen einer venezolanischen Flagge. (Foto: Keystone/AP/Ariana Cubillos)
Venezuelas diktatorisch regierender Staatspräsident Nicolás Maduro lässt sich erneut zum ersten Mann im Staat wählen. Laut offiziellen Angaben hat er vier Mal mehr Stimmen erhalten als der Oppositionskandidat Henri Falcón. Die USA und die EU anerkennen die Wahlen nicht. Maduro kontrolliert die Medien; die wichtigsten Oppositionspolitiker wurden festgenommen oder leben im Exil. Unabhängige internationale Wahlbeobachter sind nicht zugelassen. Maduro hat das einst reiche Erdölland in ein beispielloses Desaster gewirtschaftet. Die Inflation beträgt fast tausend Prozent pro Monat. Die Infrastruktur bricht zusammen. Es fehlt an Lebensmitteln und Medikamenten. Ein grosser Teil der Bevölkerung hungert. Wegen der Lebensmittelknappheit haben die Venezolaner im Durchschnitt je acht Kilo Körpergewicht verloren. Maduro macht eine ausländische Verschwörung gegen ihn für die Misere im Land verantwortlich. Im Bild: Maduro in Caracas beim Küssen einer venezolanischen Flagge. (Foto: Keystone/AP/Ariana Cubillos)

21. Mai: Asad kontrolliert Damaskus

Ein Anhänger von Präsident Asad hisst die syrische Flagge. Nach sechs Jahren Bürgerkrieg kontrolliert die Armee von Präsident Asad wieder die syrische Hauptstadt und ihre Vororte. Zuvor waren die letzten Verbände des Islamischen Staats aus dem Süden der Stadt abgezogen. Weite Teile der Stadt liegen in Trümmern. (Foto: Keystone/AP)
Ein Anhänger von Präsident Asad hisst die syrische Flagge. Nach sechs Jahren Bürgerkrieg kontrolliert die Armee von Präsident Asad wieder die syrische Hauptstadt und ihre Vororte. Zuvor waren die letzten Verbände des Islamischen Staats aus dem Süden der Stadt abgezogen. Weite Teile der Stadt liegen in Trümmern. (Foto: Keystone/AP)

22. Mai: Philip Roth †

Er gehörte zu den bedeutendsten Romanciers der Gegenwart. Die „Chicago Tribune“ bezeichnet ihn als „scharfen Satiriker und kompromisslosen Realisten“. (Werke u. a. „The Conversion oft he Jews“ 1958, „Goodbye Columbus“ 1959, „Eli, the Fanatic“ 1959, „Portnoy’s Complaint“ 1969, „My Life as a Man“ 1974, „Zuckermann-Triologie“ 1979 bis 1985, „The Counterlife“ 1986, „Amerikanische Triologie“ 1997 bis 2000, The Dying Animal“ 2001, „The Plot Against America“ 2004, „Everyman“ 2006, „Exit Ghost“ 2007, „Indignation“ 2008, „The Humbling“ 2009, „Nemesis“ 2010) Roth erhielt 1998 den Pulitzer-Preis, 2001 den Franz-Kafka-Literaturpreis, 2012 den Prinz-von-Asturien-Literaturpreis. Er war Mitglied der „American Academy of Arts and Sciences“ und wurde zum Kommandanten der Ehrenlegion Frankreichs ernannt. Er stirbt in Manhatten im Alter von 85 Jahren. (Foto: Keystone/AP/Richard Drew)
Er gehörte zu den bedeutendsten Romanciers der Gegenwart. Die „Chicago Tribune“ bezeichnet ihn als „scharfen Satiriker und kompromisslosen Realisten“. (Werke u. a. „The Conversion oft he Jews“ 1958, „Goodbye Columbus“ 1959, „Eli, the Fanatic“ 1959, „Portnoy’s Complaint“ 1969, „My Life as a Man“ 1974, „Zuckermann-Triologie“ 1979 bis 1985, „The Counterlife“ 1986, „Amerikanische Triologie“ 1997 bis 2000, The Dying Animal“ 2001, „The Plot Against America“ 2004, „Everyman“ 2006, „Exit Ghost“ 2007, „Indignation“ 2008, „The Humbling“ 2009, „Nemesis“ 2010) Roth erhielt 1998 den Pulitzer-Preis, 2001 den Franz-Kafka-Literaturpreis, 2012 den Prinz-von-Asturien-Literaturpreis. Er war Mitglied der „American Academy of Arts and Sciences“ und wurde zum Kommandanten der Ehrenlegion Frankreichs ernannt. Er stirbt in Manhatten im Alter von 85 Jahren. (Foto: Keystone/AP/Richard Drew)

26. Mai: Ausgerechnet das katholische Irland

66,4 Prozent der Irinnen und Iren sprechen sich in einer Volksabstimmung für die Aufhebung des strikten Abtreibungsverbots aus. Die Stimmbeteiligung lag bei 64 Prozent. „Was wir heute sehen“, sagte der irische Premierminister Leo Varadkar, „ist der Höhepunkt einer stillen Revolution, die in Irland in den vergangenen 10 bis 20 Jahren stattgefunden hat. Die Menschen haben gesagt, dass wir eine moderne Verfassung für ein modernes Land wollen.“ Die Abstimmung zeige, dass die Menschen in Irland Frauen respektierten. (Foto: AP)
66,4 Prozent der Irinnen und Iren sprechen sich in einer Volksabstimmung für die Aufhebung des strikten Abtreibungsverbots aus. Die Stimmbeteiligung lag bei 64 Prozent. „Was wir heute sehen“, sagte der irische Premierminister Leo Varadkar, „ist der Höhepunkt einer stillen Revolution, die in Irland in den vergangenen 10 bis 20 Jahren stattgefunden hat. Die Menschen haben gesagt, dass wir eine moderne Verfassung für ein modernes Land wollen.“ Die Abstimmung zeige, dass die Menschen in Irland Frauen respektierten. (Foto: AP)

1. Juni: Bitteres Küsschen

Ein Graffito in Mailand: Italien hat eine neue Regierung. Ministerpräsident ist der weitgehend unbekannte Giuseppe Conte. Seine Stellvertreter sind die Parteichefs Luigi Di Maio von den Cinque Stelle (links) und Matteo Salvini von der Lega. Der 45-jährige Rechtspopulist Salvini amtiert nun als Innenminister. Der 31-jährige Di Maio übernimmt die Ministerien für Arbeit und wirtschaftliche Entwicklung. Kurz darauf legt die Regierung einen Budgetentwurf vor, der mehr Schulden vorsieht und von der EU abgelehnt wird. Salvini beteuert, er gebe keinen Millimeter nach. (Foto: drl)
Ein Graffito in Mailand: Italien hat eine neue Regierung. Ministerpräsident ist der weitgehend unbekannte Giuseppe Conte. Seine Stellvertreter sind die Parteichefs Luigi Di Maio von den Cinque Stelle (links) und Matteo Salvini von der Lega. Der 45-jährige Rechtspopulist Salvini amtiert nun als Innenminister. Der 31-jährige Di Maio übernimmt die Ministerien für Arbeit und wirtschaftliche Entwicklung. Kurz darauf legt die Regierung einen Budgetentwurf vor, der mehr Schulden vorsieht und von der EU abgelehnt wird. Salvini beteuert, er gebe keinen Millimeter nach. (Foto: drl)

1. Juni: Pedro, „el guapo“

Machtwechsel in Spanien. Sozialistenchef Pedro Sánchez stellt sich im Parlament den Fotografen. Eben hat er den konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy gestürzt. (Foto: Keystone/AP/Pool/Emilio Najanjo)
Machtwechsel in Spanien. Sozialistenchef Pedro Sánchez stellt sich im Parlament den Fotografen. Eben hat er den konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy gestürzt. (Foto: Keystone/AP/Pool/Emilio Najanjo)

Der 46-jährige Sánchez, von den Medien als „el guapo“ (der Hübsche) bezeichnet, ist der siebte Ministerpräsident Spaniens. Er verspricht eine Modernisierung des Landes und will mit den Katalanen einen Dialog beginnen. Das Katalonienproblem sei ein politisches Problem und dürfe nicht den Richtern überlassen werden. Sánchez verfügt über keine stabile Mehrheit im Parlament und muss von Fall zu Fall Mehrheiten suchen. (Foto: Keystone/AP/Francisco Seco)
Der 46-jährige Sánchez, von den Medien als „el guapo“ (der Hübsche) bezeichnet, ist der siebte Ministerpräsident Spaniens. Er verspricht eine Modernisierung des Landes und will mit den Katalanen einen Dialog beginnen. Das Katalonienproblem sei ein politisches Problem und dürfe nicht den Richtern überlassen werden. Sánchez verfügt über keine stabile Mehrheit im Parlament und muss von Fall zu Fall Mehrheiten suchen. (Foto: Keystone/AP/Francisco Seco)

Das war's: Mariano Rajoy verlässt nach verlorener Abstimmung das Parlament. Er amtete sieben Jahre lang und stürzte letzlich über einen Korruptionsskandal in seiner konservativen PP-Partei. Vorgeworfen wurde ihm und seiner bissigen Stellvertreterin Soraya Sáenz de Santamaría auch die harte, unbeugsame Haltung im Katalonienkonflikt. In Meinungsumfragen sprachen sich 80 Prozent der Spanierinnen und Spanier gegen Rajoy aus. Bis zum Schluss weigerte er sich zurückzutreten. Die Neue Zürcher Zeitung nannte den 63-Jährigen den „Mann mit dem Charme einer Schildkröte“. (Foto: Keystone/A/Pool/Phillipe Marcou)
Das war's: Mariano Rajoy verlässt nach verlorener Abstimmung das Parlament. Er amtete sieben Jahre lang und stürzte letzlich über einen Korruptionsskandal in seiner konservativen PP-Partei. Vorgeworfen wurde ihm und seiner bissigen Stellvertreterin Soraya Sáenz de Santamaría auch die harte, unbeugsame Haltung im Katalonienkonflikt. In Meinungsumfragen sprachen sich 80 Prozent der Spanierinnen und Spanier gegen Rajoy aus. Bis zum Schluss weigerte er sich zurückzutreten. Die Neue Zürcher Zeitung nannte den 63-Jährigen den „Mann mit dem Charme einer Schildkröte“. (Foto: Keystone/A/Pool/Phillipe Marcou)

3. Juni: Volcán de Fuego 

Frauen tragen den Sarg mit Etelvina Charal auf den Friedhof von San Juan Alotenango in Guatemala. Etelvina Charal ist ein Opfer des verheerenden Ausbruchs des Volcán de Fuego. Über 100 Menschen sterben, weitere 100 werden vermisst. Lavaströme zerstörten ganze Dörfer. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob die Behörden die Bevölkerung nicht früher hätten warnen und in Sicherheit bringen sollen. (Foto: Keystone/AP/Rodrigo Abd)
Frauen tragen den Sarg mit Etelvina Charal auf den Friedhof von San Juan Alotenango in Guatemala. Etelvina Charal ist ein Opfer des verheerenden Ausbruchs des Volcán de Fuego. Über 100 Menschen sterben, weitere 100 werden vermisst. Lavaströme zerstörten ganze Dörfer. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob die Behörden die Bevölkerung nicht früher hätten warnen und in Sicherheit bringen sollen. (Foto: Keystone/AP/Rodrigo Abd)

6. Juni: Frauen am Steuer

Fahrschule für Frauen in Saudi-Arabien. Gemäss einem königlichen Dekret ist Frauen das Autofahren nun auch in Saudi-Arabien erlaubt. Im Bild eine Fahrschülerin auf dem Gelände der Universität Effat in Jiddah, bei der nur Frauen zugelassen werden. Frauen sollen auch Sportanlässe besuchen dürfen, allerdings nur in Begleitung von Männern. (Foto: Keystone/AP/Amr Nabil)
Fahrschule für Frauen in Saudi-Arabien. Gemäss einem königlichen Dekret ist Frauen das Autofahren nun auch in Saudi-Arabien erlaubt. Im Bild eine Fahrschülerin auf dem Gelände der Universität Effat in Jiddah, bei der nur Frauen zugelassen werden. Frauen sollen auch Sportanlässe besuchen dürfen, allerdings nur in Begleitung von Männern. (Foto: Keystone/AP/Amr Nabil)

8. Juni: Die dargebotene Hand

Beim G7-Gipfel im kanadischen La Malbaie versucht Frankreichs Präsident Macron den amerikanischen Präsidenten von seiner harten Handels- und Zollpolitik abzubringen. Ohne Erfolg. Macron wird unterstützt von Deutschland, Grossbritannien, Kanada, Japan und teilweise von Italien. Trump will auch das ausgeschlossene Russland wieder in die G7-Gemeinschaft aufnehmen. Ausser Italien lehnen das alle ab. (Foto: Keystone/EPA/Ian Langsdon)
Beim G7-Gipfel im kanadischen La Malbaie versucht Frankreichs Präsident Macron den amerikanischen Präsidenten von seiner harten Handels- und Zollpolitik abzubringen. Ohne Erfolg. Macron wird unterstützt von Deutschland, Grossbritannien, Kanada, Japan und teilweise von Italien. Trump will auch das ausgeschlossene Russland wieder in die G7-Gemeinschaft aufnehmen. Ausser Italien lehnen das alle ab. (Foto: Keystone/EPA/Ian Langsdon)

8./9. Juni: Trump, einmal so, einmal so

Das Foto ging um die Welt. Es zeigt die Teilnehmer des G7-Gipfels im kanadischen Malbaie. Im Mittelpunkt Angela Merkel, am Rand etwas unschlüssig Donald Trump. Das Bild wurde vom deutschen Regierungssprecher Steffen Seibert vertwittert. Die Pressesprecherin des Weissen Hauses veröffentlicht später ein Bild, das Trump im Mittelpunkt zeigt. Der amerikanische Präsident reist früher vom Gipfel ab und zieht seine Zustimmung zur Abschlusserklärung, die ein Plädoyer gegen den Protektionismus ist, zurück. (Foto: Jesco Denzel via Steffen Seibert)
Das Foto ging um die Welt. Es zeigt die Teilnehmer des G7-Gipfels im kanadischen Malbaie. Im Mittelpunkt Angela Merkel, am Rand etwas unschlüssig Donald Trump. Das Bild wurde vom deutschen Regierungssprecher Steffen Seibert vertwittert. Die Pressesprecherin des Weissen Hauses veröffentlicht später ein Bild, das Trump im Mittelpunkt zeigt. Der amerikanische Präsident reist früher vom Gipfel ab und zieht seine Zustimmung zur Abschlusserklärung, die ein Plädoyer gegen den Protektionismus ist, zurück. (Foto: Jesco Denzel via Steffen Seibert)

8. Juni: „Erschüttert“

Susanne Ruoff, Konzernleiterin der Schweizer Post, tritt zurück. Sie übernimmt die Verantwortung für die Postauto-Affäre, die im Frühjahr aufflog. Um an Subventionen in Millionenhöhe zu gelangen, hat Postauto Schweiz jahrelang ihre Gewinne kleingeschrieben. So wurden rund hundert Millionen Franken ertrogen. Post-Präsident Urs Schwaller zeigt sich erschüttert, mit welcher Energie Postauto Gewinne versteckt hat und wie die Kontrollmechanismen des Konzerns versagt haben. Auch Susanne Ruoff ist geschockt, als sie vom Skandal erfuhr. Sie habe nichts davon gewusst, erklärt sie. (Foto: Keystone)
Susanne Ruoff, Konzernleiterin der Schweizer Post, tritt zurück. Sie übernimmt die Verantwortung für die Postauto-Affäre, die im Frühjahr aufflog. Um an Subventionen in Millionenhöhe zu gelangen, hat Postauto Schweiz jahrelang ihre Gewinne kleingeschrieben. So wurden rund hundert Millionen Franken ertrogen. Post-Präsident Urs Schwaller zeigt sich erschüttert, mit welcher Energie Postauto Gewinne versteckt hat und wie die Kontrollmechanismen des Konzerns versagt haben. Auch Susanne Ruoff ist geschockt, als sie vom Skandal erfuhr. Sie habe nichts davon gewusst, erklärt sie. (Foto: Keystone)

12. Juni: „Wunderbare Beziehung“

In Singapur treffen der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un und der amerikanische Präsident Donals Trump zu einem „historischen“ Gipfeltreffen zusammen. Obwohl Trump das Treffen als „sehr erfolgreich“ bezeichnet, ist das Ergebnis mager. Kim Jong-un legt sich nicht darauf fest, auf seine Atomwaffen zu verzichten. Zwar „bekennt“ er sich zur Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel, doch feste Zusagen gibt es nicht. Dennoch sagt Trump: „Wir werden eine wunderbare Beziehung haben.“ (Foto: Keystone/AP/Evan Vucci)
In Singapur treffen der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un und der amerikanische Präsident Donals Trump zu einem „historischen“ Gipfeltreffen zusammen. Obwohl Trump das Treffen als „sehr erfolgreich“ bezeichnet, ist das Ergebnis mager. Kim Jong-un legt sich nicht darauf fest, auf seine Atomwaffen zu verzichten. Zwar „bekennt“ er sich zur Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel, doch feste Zusagen gibt es nicht. Dennoch sagt Trump: „Wir werden eine wunderbare Beziehung haben.“ (Foto: Keystone/AP/Evan Vucci)


In der Schlusserklärung beteuerten beide Seiten, sie wollten neue Beziehungen miteinander knüpfen. Nordkorea werde auf eine vollständige Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel hinarbeiten. Im Gegenzug versprachen die USA Sicherheitsgarantien für Nordkorea. Mitte November veröffentlicht ein amerikanischer Think Tank Satellitenbilder, die darauf hinweisen könnten, dass Nordkorea keineswegs an einer atomaren Abrüstung interessiert ist – im Gegenteil. Laut dem Think Tank CSIS treibt es sein Atomwaffenprogramm voran. (Foto: Keystone/AP)
In der Schlusserklärung beteuerten beide Seiten, sie wollten neue Beziehungen miteinander knüpfen. Nordkorea werde auf eine vollständige Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel hinarbeiten. Im Gegenzug versprachen die USA Sicherheitsgarantien für Nordkorea. Mitte November veröffentlicht ein amerikanischer Think Tank Satellitenbilder, die darauf hinweisen könnten, dass Nordkorea keineswegs an einer atomaren Abrüstung interessiert ist – im Gegenteil. Laut dem Think Tank CSIS treibt es sein Atomwaffenprogramm voran. (Foto: Keystone/AP)

14. Juni: Fussball-WM in Russland

Vom 14. Juni bis 15. Juli findet in Russland die Fussball-WM statt. Am 17. Juni spielt die Schweiz gegen Brasilien 1:1. Am 22. Juni gewinnt sie gegen Serbien 2:1, am 27. Juni trennt sie sich mit Costa Rica 2:2. Im Achtelfinal verliert sie am 3. Juli gegen Schweden 0:1 und scheidet aus. (Foto: Keystone)
Vom 14. Juni bis 15. Juli findet in Russland die Fussball-WM statt. Am 17. Juni spielt die Schweiz gegen Brasilien 1:1. Am 22. Juni gewinnt sie gegen Serbien 2:1, am 27. Juni trennt sie sich mit Costa Rica 2:2. Im Achtelfinal verliert sie am 3. Juli gegen Schweden 0:1 und scheidet aus. (Foto: Keystone)

Nach seinem Tor im Spiel gegen Serbien zeigt der Kosovo-stämmige Xherdan Shaqiri während des Torjubels den Doppeladler. Zur gleichen Geste lasssen sich später der Kosovo-Schweizer Granit Xhaka und Captain Stephan Lichtsteiner hinreissen. Die Fifa qualifiziert das als „unsportliches Verhalten“ und belegt Shaquiri und Xhaka mit einer Busse von je 10’000 Dollar. Lichtsteiner kommt mit 5000 Dollar Busse davon. Die Doppeladler-Gesten wurden in den Medien und am Stammtisch entweder als „emotional verständlich“ oder als „Provokation“ oder einfach als „Dummheit“ bezeichnet. (Foto: Keystone/Laurent Gilliéron)
Nach seinem Tor im Spiel gegen Serbien zeigt der Kosovo-stämmige Xherdan Shaqiri während des Torjubels den Doppeladler. Zur gleichen Geste lasssen sich später der Kosovo-Schweizer Granit Xhaka und Captain Stephan Lichtsteiner hinreissen. Die Fifa qualifiziert das als „unsportliches Verhalten“ und belegt Shaquiri und Xhaka mit einer Busse von je 10’000 Dollar. Lichtsteiner kommt mit 5000 Dollar Busse davon. Die Doppeladler-Gesten wurden in den Medien und am Stammtisch entweder als „emotional verständlich“ oder als „Provokation“ oder einfach als „Dummheit“ bezeichnet. (Foto: Keystone/Laurent Gilliéron)

Überraschungsgast im Moskauer Luschniki-Stadion: Der frühere Fifa-Präsident Sepp Blatter verfolgt das WM-Vorrundenspiel zwischen Portugal und Marokko. Der Walliser sitzt auf der Tribüne für Business-Gäste und folgt nach eigenen Angaben einer Einladung von Wladimir Putin. Der Kreml betont, es sei ein privater Besuch des 82-Jährigen. Trotz der Sperre ist es Blatter gemäss Fifa-Statuten erlaubt, einen WM-Match zu besuchen. (Foto: Keystone)
Überraschungsgast im Moskauer Luschniki-Stadion: Der frühere Fifa-Präsident Sepp Blatter verfolgt das WM-Vorrundenspiel zwischen Portugal und Marokko. Der Walliser sitzt auf der Tribüne für Business-Gäste und folgt nach eigenen Angaben einer Einladung von Wladimir Putin. Der Kreml betont, es sei ein privater Besuch des 82-Jährigen. Trotz der Sperre ist es Blatter gemäss Fifa-Statuten erlaubt, einen WM-Match zu besuchen. (Foto: Keystone)

Gekennzeichnet ist die Weltmeisterschaft auch durch zahlreiche zirkusreife Einlagen des brasilianischen Spielers Neymar. Über 14 Minuten wälzt er sich an der WM in Frankreich auf dem Rasen. Allein im Achtelfinale gegen Mexiko (2:0) bleibt er mehr als fünf Minuten auf dem Boden. Das ist selbst dem brasilianischen Nationalhelden Pelé zu viel: In einem Interview mit dem französischen Fernsehen Canal+ kritiserte er Neymars angebliches Leiden, seine Schwalben und Schauspielereien. (Foto: Keystone)
Gekennzeichnet ist die Weltmeisterschaft auch durch zahlreiche zirkusreife Einlagen des brasilianischen Spielers Neymar. Über 14 Minuten wälzt er sich an der WM in Frankreich auf dem Rasen. Allein im Achtelfinale gegen Mexiko (2:0) bleibt er mehr als fünf Minuten auf dem Boden. Das ist selbst dem brasilianischen Nationalhelden Pelé zu viel: In einem Interview mit dem französischen Fernsehen Canal+ kritiserte er Neymars angebliches Leiden, seine Schwalben und Schauspielereien. (Foto: Keystone)

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron ist ausser sich vor Freude. Am 15. Juli findet in Moskau der Final zwischen Frankreich und Kroatien statt. Frankreich gewinnt 4:2 (2:1) und wird Weltmeister. (Foto: EPA/Alexei NikolskyKremelin Pool)
Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron ist ausser sich vor Freude. Am 15. Juli findet in Moskau der Final zwischen Frankreich und Kroatien statt. Frankreich gewinnt 4:2 (2:1) und wird Weltmeister. (Foto: EPA/Alexei NikolskyKremelin Pool)

Trost und Versöhnung: Präsident Macron und die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović nach dem Schlusspfiff in Moskau. (Foto: Keystone/AP/Petr David Josek)
Trost und Versöhnung: Präsident Macron und die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović nach dem Schlusspfiff in Moskau. (Foto: Keystone/AP/Petr David Josek)

Paris im Freudentaumel. Nach 1998 ist Frankreich zum zweiten Mal Weltmeister.  (Foto: Keystone/EPA)
Paris im Freudentaumel. Nach 1998 ist Frankreich zum zweiten Mal Weltmeister. (Foto: Keystone/EPA)

25. Juni: Der neue Sultan

Tausende feiern in den Strassen von Ankara (Bild) und Istanbul den Sieg von Recep Tayyip Erdoğan. Er ist jetzt sowohl Staatspräsident als auch Regierungschef und kann mit fast unbeschränken Befugnissen regieren. Das Amt des Ministerpräsidenten wird aufgehoben. Erdoğan erhielt 52,59 Prozent der Stimmen. Auf Muharrem İnce von der Republikanischen Volkspartei entfielen 30,64 Prozent. Kritiker bezeichnen Erdoğan als neuen Sultan, der die Medien knebelt und gegen Oppositionelle und Andersdenkende mit grösster Härte vorgeht. (Foto: Keystone/EPA/Erdem Sahin)
Tausende feiern in den Strassen von Ankara (Bild) und Istanbul den Sieg von Recep Tayyip Erdoğan. Er ist jetzt sowohl Staatspräsident als auch Regierungschef und kann mit fast unbeschränken Befugnissen regieren. Das Amt des Ministerpräsidenten wird aufgehoben. Erdoğan erhielt 52,59 Prozent der Stimmen. Auf Muharrem İnce von der Republikanischen Volkspartei entfielen 30,64 Prozent. Kritiker bezeichnen Erdoğan als neuen Sultan, der die Medien knebelt und gegen Oppositionelle und Andersdenkende mit grösster Härte vorgeht. (Foto: Keystone/EPA/Erdem Sahin)

1. Juli: Der „tropische Messias“

Der linksgerichtete Andrés Manuel López Obrador wird mit 53 Prozent der Stimmen zum neuen mexikanischen Präsidenten gewählt. Das Bild zeigt ihn mit der mexikanischen Sängerin Belinda während einer Wahlveranstaltung im Azteken-Stadion von Mexiko-Stadt. López Obrador verspricht, energisch gegen die Drogenbarone und gegen die Korruption vorzugehen. Seine Anhänger nennen ihn den „tropischen Messias“. Schon während seiner ersten Amtstage überrascht er. Er lässt den Präsidentenjet verkaufen und will nur mit Linienflugzeugen fliegen. Er wohnt weiterhin in seiner bisherigen Wohnung und verwandelt den Präsidentenpalast in ein Museum. Pro Monat will er nur 5’300 Franken verdienen. Das soll auch der Höchstverdienst der Staatsbeamten werden, die bereits dagegen protestieren. (Foto: Keystone/AP/Marco Ugarte)
Der linksgerichtete Andrés Manuel López Obrador wird mit 53 Prozent der Stimmen zum neuen mexikanischen Präsidenten gewählt. Das Bild zeigt ihn mit der mexikanischen Sängerin Belinda während einer Wahlveranstaltung im Azteken-Stadion von Mexiko-Stadt. López Obrador verspricht, energisch gegen die Drogenbarone und gegen die Korruption vorzugehen. Seine Anhänger nennen ihn den „tropischen Messias“. Schon während seiner ersten Amtstage überrascht er. Er lässt den Präsidentenjet verkaufen und will nur mit Linienflugzeugen fliegen. Er wohnt weiterhin in seiner bisherigen Wohnung und verwandelt den Präsidentenpalast in ein Museum. Pro Monat will er nur 5’300 Franken verdienen. Das soll auch der Höchstverdienst der Staatsbeamten werden, die bereits dagegen protestieren. (Foto: Keystone/AP/Marco Ugarte)

2. Juli: Höhlendrama in Thailand

Im thailändischen Tham-Luang-Höhlensystem werden die vermissten zwölf Mitglieder einer Fussballmannschaft sowie ihr Trainer entdeckt. Die Knaben sind zwischen 11 und 16 Jahre alt. Die Gruppe war am 23. Juni in der Höhle eingeschlossen worden. Heftige Regenfälle hatten die Zugänge überflutet und unpassierbar gemacht. Mehr als tausend Retter aus über zehn Ländern sind im Einsatz, um die Eingeschlossenen zu retten. Am 10. Juli konnten die letzten ins Freie geführt werden. Ein Taucher stirbt bei der Rettungsaktion. (Foto: Royal Thai Navy vía AP)
Im thailändischen Tham-Luang-Höhlensystem werden die vermissten zwölf Mitglieder einer Fussballmannschaft sowie ihr Trainer entdeckt. Die Knaben sind zwischen 11 und 16 Jahre alt. Die Gruppe war am 23. Juni in der Höhle eingeschlossen worden. Heftige Regenfälle hatten die Zugänge überflutet und unpassierbar gemacht. Mehr als tausend Retter aus über zehn Ländern sind im Einsatz, um die Eingeschlossenen zu retten. Am 10. Juli konnten die letzten ins Freie geführt werden. Ein Taucher stirbt bei der Rettungsaktion. (Foto: Royal Thai Navy vía AP)

11. Juli: Lebenslänglich für Zschäpe

Die 43-jährige Beate Zschäpe wird nach einem über fünfjährigen Indizienprozess vom Oberlandesgericht München wegen zehnfachen Mordes zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Zschäpe gilt als Mittäterin an den Morden und Gewalttaten des rechtsextremen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Zschäpe hatte fast 14 Jahre lang mit ihren Freunden Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund gelebt. In dieser Zeit ermordeten die beiden Männer zwischen 2000 und 2007 neun Gewerbetreibende türkischer oder griechischer Herkunft und eine deutsche Polizistin, zudem verübten sie zwei Bombenanschläge in Köln mit Dutzenden Verletzten. Das Bild zeigt Zschäpe während der Urteilsverkündung. Sie hatte erklärt, von den Morden und Gewalttaten erst im Nachhinein erfahren zu haben. Die Verteidigung legt Berufung gegen das Urteil ein. (Foto: Keystone/DPA/PeterKneffel)
Die 43-jährige Beate Zschäpe wird nach einem über fünfjährigen Indizienprozess vom Oberlandesgericht München wegen zehnfachen Mordes zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Zschäpe gilt als Mittäterin an den Morden und Gewalttaten des rechtsextremen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Zschäpe hatte fast 14 Jahre lang mit ihren Freunden Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund gelebt. In dieser Zeit ermordeten die beiden Männer zwischen 2000 und 2007 neun Gewerbetreibende türkischer oder griechischer Herkunft und eine deutsche Polizistin, zudem verübten sie zwei Bombenanschläge in Köln mit Dutzenden Verletzten. Das Bild zeigt Zschäpe während der Urteilsverkündung. Sie hatte erklärt, von den Morden und Gewalttaten erst im Nachhinein erfahren zu haben. Die Verteidigung legt Berufung gegen das Urteil ein. (Foto: Keystone/DPA/PeterKneffel)

10. Juli: Der Sommer des Matteo Salvini

Der Chef der rechspopulistischen italienischen Lega dominiert nicht nur die Klatschmedien, sondern auch die seriösen Zeitungen. Im Bild: Salvini mit seiner Freundin Elisa Isoardi, die als Moderatorin einer Fernseh-Kochsendung im ganzen Land bekannt ist. Salvini erlebt einen eigentlichen Populairtätsschub. Mit seiner fremdenfeindlichen, EU-kritischen Politik hat er seine Lega zur stärksten Partei Italiens gemacht. Im November gibt Elisa Isoardi medienwirksam bekannt, dass sie sich von Salvini getrennt hat.
Der Chef der rechspopulistischen italienischen Lega dominiert nicht nur die Klatschmedien, sondern auch die seriösen Zeitungen. Im Bild: Salvini mit seiner Freundin Elisa Isoardi, die als Moderatorin einer Fernseh-Kochsendung im ganzen Land bekannt ist. Salvini erlebt einen eigentlichen Populairtätsschub. Mit seiner fremdenfeindlichen, EU-kritischen Politik hat er seine Lega zur stärksten Partei Italiens gemacht. Im November gibt Elisa Isoardi medienwirksam bekannt, dass sie sich von Salvini getrennt hat.

13. Juli: Die Trumps auf Schloss Windsor

Queen Elizabeth empfängt auf Schloss Windsor Donald Trump und seine Frau zum Tee. Nicht anwesend ist der 97-jährige Prinz Philip. Die britischen Medien spekulieren darüber, ob er sein vorgerücktes Alter vorschob, um dem US-Präsidenten nicht begegnen zu müssen. Die Boulevardpresse ist aktiv. Sie fragt sich, ob Melania stark zugenommen habe oder einfach wieder einmal schlecht angezogen sei. Ursprünglich hatte Regierungschefin Theresa May den amerikanischen Präsidenten zum Staatsbesuch eingeladen. Nachdem aber 1,9 Millionen Briten eine Anti-Trump-Petition unterzeichnet hatten, wurde der Besuch heruntergestuft. Eine Viertelmillion Menschen protestierten allein in London gegen die Anwesenheit Trumps. (Foto: Keystone/EPA)
Queen Elizabeth empfängt auf Schloss Windsor Donald Trump und seine Frau zum Tee. Nicht anwesend ist der 97-jährige Prinz Philip. Die britischen Medien spekulieren darüber, ob er sein vorgerücktes Alter vorschob, um dem US-Präsidenten nicht begegnen zu müssen. Die Boulevardpresse ist aktiv. Sie fragt sich, ob Melania stark zugenommen habe oder einfach wieder einmal schlecht angezogen sei. Ursprünglich hatte Regierungschefin Theresa May den amerikanischen Präsidenten zum Staatsbesuch eingeladen. Nachdem aber 1,9 Millionen Briten eine Anti-Trump-Petition unterzeichnet hatten, wurde der Besuch heruntergestuft. Eine Viertelmillion Menschen protestierten allein in London gegen die Anwesenheit Trumps. (Foto: Keystone/EPA)

21. Juli: Trauer

„Le Matin“, die meistgelesene Zeitung in der Westschweiz, erscheint zum letzten Mal in gedruckter Form. Künftig wird sie nur noch im Internet publiziert. Tamedia, die Besitzerin der Zeitung, begründete die Einstellung der gedruckten Ausgabe mit den seit 20 Jahren anhaltenden Verlusten. Le Matin erschien im Tabloidformat mit einer beglaubigten Auflage von fast 38’000 Exemplaren und einer Reichweite von 218’000 Lesern. Redaktoren bezeichneten ihre Zeitung selbst als „anspruchsvolles, investigatives Boulevardblatt“. Le Matin war 1984 aus der 1893 gegründeten „Tribune de Lausanne“ hervorgegangen. Auch eine zweite Zeitung wird künftig nur noch digital produziert. Im Dezember gab Ringier das Aus für den gedruckten „Blick am Abend“ bekannt. (Foto: Keystone)
„Le Matin“, die meistgelesene Zeitung in der Westschweiz, erscheint zum letzten Mal in gedruckter Form. Künftig wird sie nur noch im Internet publiziert. Tamedia, die Besitzerin der Zeitung, begründete die Einstellung der gedruckten Ausgabe mit den seit 20 Jahren anhaltenden Verlusten. Le Matin erschien im Tabloidformat mit einer beglaubigten Auflage von fast 38’000 Exemplaren und einer Reichweite von 218’000 Lesern. Redaktoren bezeichneten ihre Zeitung selbst als „anspruchsvolles, investigatives Boulevardblatt“. Le Matin war 1984 aus der 1893 gegründeten „Tribune de Lausanne“ hervorgegangen. Auch eine zweite Zeitung wird künftig nur noch digital produziert. Im Dezember gab Ringier das Aus für den gedruckten „Blick am Abend“ bekannt. (Foto: Keystone)

23. Juli: Waldbrände in Griechenland

99 Menschen sterben in den Flammen, die bis zum 11. September wüten. 171 Personen werden verletzt. Betroffen von den Bränden sind drei insgesamt 68 Quadratkilometer grosse Gebiete in der Region Attika östlich und westlich von Athen. Schwere Schäden gibt es in der Küstenstadt Kineta, in Neos Voutzas, im Küstenort Mati, in der Kleinstadt Nea Makri und im Stadtviertel Kokkino Limanaki nördlich der Hafenstadt Rafina. (Foto: Keystone/DPA/Alexandros Vlachos)
99 Menschen sterben in den Flammen, die bis zum 11. September wüten. 171 Personen werden verletzt. Betroffen von den Bränden sind drei insgesamt 68 Quadratkilometer grosse Gebiete in der Region Attika östlich und westlich von Athen. Schwere Schäden gibt es in der Küstenstadt Kineta, in Neos Voutzas, im Küstenort Mati, in der Kleinstadt Nea Makri und im Stadtviertel Kokkino Limanaki nördlich der Hafenstadt Rafina. (Foto: Keystone/DPA/Alexandros Vlachos)

25. Juli: Sergio Marchionne †

Der frühere Fiat-Chef starb im Zürcher Universitätsspital an einer über ein Jahr lang geheimgehaltenen Krankheit. „Er war der Beste“, sagt Fiat-Präsident Elkann. Marchionne war eng mit der Schweiz verbunden. Er besass in Blonay im Kanton Waadt eine Villa. Er war unter anderem CEO von Alusuisse und ab 2002 CEO der „Société Générale de Surveillance“ in Genf. 2003 stieg er bei Fiat ein, zunächst als Mitglied des Aufsichtsrates und dann ab 2004 als CEO. Seit 2009 war er CEO von Chrysler LLC. Anschliessend fusionierten Fiat und Chrysler zur Fiat Chrysler Automobiles (Fca) mit Sitz in den Niederlanden. Von  2007 bis 2010 war Marchionne als nebenamtlicher Vizepräsident auch Verwaltungsrat der UBS. Seine Zeit bei Fiat war ein aufreibender Kampf gegen den radikalen Flügel der italienischen Gewerkschaften. Als Marchionne Fiat übernahm, stand das Turiner Traditionshaus am Abgrund. Marchionne war es gelungen, durch harte Sanierungsmassnahmen das Unternehmen zu retten. Die Gewerkschaften werfen ihm vor, Fiat „verscherbelt“ zu haben. Aus steuerlichen Gründen befindet sich der Sitz in London. Im Bild: Sergio Marchionne im Oktober 2015 in New York (Foto: Keystone/EPA/Andrew Gombert)
Der frühere Fiat-Chef starb im Zürcher Universitätsspital an einer über ein Jahr lang geheimgehaltenen Krankheit. „Er war der Beste“, sagt Fiat-Präsident Elkann. Marchionne war eng mit der Schweiz verbunden. Er besass in Blonay im Kanton Waadt eine Villa. Er war unter anderem CEO von Alusuisse und ab 2002 CEO der „Société Générale de Surveillance“ in Genf. 2003 stieg er bei Fiat ein, zunächst als Mitglied des Aufsichtsrates und dann ab 2004 als CEO. Seit 2009 war er CEO von Chrysler LLC. Anschliessend fusionierten Fiat und Chrysler zur Fiat Chrysler Automobiles (Fca) mit Sitz in den Niederlanden. Von 2007 bis 2010 war Marchionne als nebenamtlicher Vizepräsident auch Verwaltungsrat der UBS. Seine Zeit bei Fiat war ein aufreibender Kampf gegen den radikalen Flügel der italienischen Gewerkschaften. Als Marchionne Fiat übernahm, stand das Turiner Traditionshaus am Abgrund. Marchionne war es gelungen, durch harte Sanierungsmassnahmen das Unternehmen zu retten. Die Gewerkschaften werfen ihm vor, Fiat „verscherbelt“ zu haben. Aus steuerlichen Gründen befindet sich der Sitz in London. Im Bild: Sergio Marchionne im Oktober 2015 in New York (Foto: Keystone/EPA/Andrew Gombert)

26. Juli: Unverwüstlich

Mick Jagger, der Frontman der Rolling Stones, feiert seinen 75. Geburtstag. Das Bild zeigt ihn während eines Konzerts in Stuttgart. (Foto: Keystone/DPA/Sebastian Gollnow)
Mick Jagger, der Frontman der Rolling Stones, feiert seinen 75. Geburtstag. Das Bild zeigt ihn während eines Konzerts in Stuttgart. (Foto: Keystone/DPA/Sebastian Gollnow)

27. Juli: Spektakel

Der Blutmond über Neuhausen am Rheinfall. (Foto: Keystone/Melanie Duchene)
Der Blutmond über Neuhausen am Rheinfall. (Foto: Keystone/Melanie Duchene)

4. August: Absturz am Piz Segnas

Es ist das schwerste Flugzeugunglück in der Schweiz seit fast 17 Jahren. Auf dem Flug von Locarno nach Zürich-Dübendorf stürzt eine 1939 gebaute „Tante Ju“ (Ju-52 HB-HOT) am Piz Segnas oberhalb von Flims (GR) ab. Zwanzig Menschen kommen ums Leben. Im Bild eine undatierte Aufnahme einer dreimotorigen Ju-52. (Foto: Keystone/APA/Susanne Venditti)
Es ist das schwerste Flugzeugunglück in der Schweiz seit fast 17 Jahren. Auf dem Flug von Locarno nach Zürich-Dübendorf stürzt eine 1939 gebaute „Tante Ju“ (Ju-52 HB-HOT) am Piz Segnas oberhalb von Flims (GR) ab. Zwanzig Menschen kommen ums Leben. Im Bild eine undatierte Aufnahme einer dreimotorigen Ju-52. (Foto: Keystone/APA/Susanne Venditti)

Die Absturzstelle liegt an der Westflanke des Piz Segnas bei den Tschingelhörnern und dem Martinsloch auf 2540 Metern Höhe. Die Maschine der schweizerischen „Ju-Air“ hatte sich auf einem zweitägigen Erlebnisflug befunden. An Bord des Oldtimer-Flugzeugs hatten sich 17 Passagiere, zwei Piloten und eine Stewardess befunden. Schon wenige Tage nach dem Absturz nahm die Ju-Air ihren Betrieb wieder auf. Im November verfügte das Bundesamt für Zivilluftfahrt ein vorläufiges Flugverbot für die beiden verbliebenen Maschinen vom Typ Ju-52. Bei der Untersuchung des Wracks wurden schwerwiegende Mängel entdeckt. (Foto: Kantonspolizei Graubünden)
Die Absturzstelle liegt an der Westflanke des Piz Segnas bei den Tschingelhörnern und dem Martinsloch auf 2540 Metern Höhe. Die Maschine der schweizerischen „Ju-Air“ hatte sich auf einem zweitägigen Erlebnisflug befunden. An Bord des Oldtimer-Flugzeugs hatten sich 17 Passagiere, zwei Piloten und eine Stewardess befunden. Schon wenige Tage nach dem Absturz nahm die Ju-Air ihren Betrieb wieder auf. Im November verfügte das Bundesamt für Zivilluftfahrt ein vorläufiges Flugverbot für die beiden verbliebenen Maschinen vom Typ Ju-52. Bei der Untersuchung des Wracks wurden schwerwiegende Mängel entdeckt. (Foto: Kantonspolizei Graubünden)

4. August: Hitze, Trockenheit

Die Schweiz erlebt eine Dürre wie seit fast 70 Jahren nicht mehr. Seit Februar waren unterdurchschnittliche Regenmengen gefallen. Viele Felder und Früchte verdorren, Bäume zeigen Stresssymptome, Blätter werden schon im Hochsommer abgeworfen. Bauern führen Notschlachtungen durch. Der Grundwasserspiegel ging stark zurück. Im Bild: Ein Superpuma der Schweizer Armee bringt den Kühen Wasser. Die Aufnahme stammt von der Alp Oberbätruns ob Schänis im Kanton St. Gallen. (Foto: Keystone/Ennio Leanza)
Die Schweiz erlebt eine Dürre wie seit fast 70 Jahren nicht mehr. Seit Februar waren unterdurchschnittliche Regenmengen gefallen. Viele Felder und Früchte verdorren, Bäume zeigen Stresssymptome, Blätter werden schon im Hochsommer abgeworfen. Bauern führen Notschlachtungen durch. Der Grundwasserspiegel ging stark zurück. Im Bild: Ein Superpuma der Schweizer Armee bringt den Kühen Wasser. Die Aufnahme stammt von der Alp Oberbätruns ob Schänis im Kanton St. Gallen. (Foto: Keystone/Ennio Leanza)

4. August: Lula darf nicht

Luiz Inácio Lula da Silva, der frühere brasilianische Präsident, der in den ersten Jahren seiner Amtszeit dem Land einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung brachte, darf nicht für die Präsidentschaftswahlen im November kandidieren. Lula war 2017 nach einem international umstrittenen Prozess inhaftiert und wegen Korruption zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden, die er seit April 2018 in einem Gefängnis in Curitiba verbüsst. Seiner Hoffnung, doch noch kandidieren zu können, macht das Oberste Wahlgericht einen Strich durch die Rechnung. Lula verzichtet darauf, weiter für seine Kandidatur zu kämpfen. (Foto: Keystone)
Luiz Inácio Lula da Silva, der frühere brasilianische Präsident, der in den ersten Jahren seiner Amtszeit dem Land einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung brachte, darf nicht für die Präsidentschaftswahlen im November kandidieren. Lula war 2017 nach einem international umstrittenen Prozess inhaftiert und wegen Korruption zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden, die er seit April 2018 in einem Gefängnis in Curitiba verbüsst. Seiner Hoffnung, doch noch kandidieren zu können, macht das Oberste Wahlgericht einen Strich durch die Rechnung. Lula verzichtet darauf, weiter für seine Kandidatur zu kämpfen. (Foto: Keystone)

4. August: Hitzesommer

Eine Hitzewelle schwappt über das südliche Europa. In Spanien werden 48 Grad gemessen. Das Bild wurde in Salou an der Costa Daurada in der Provinz Tarragona in Katalonien aufgenommen. In Portugal ist es 45 Grad heiss. (Foto: Keystone/EPA/Andreu Dalmau)
Eine Hitzewelle schwappt über das südliche Europa. In Spanien werden 48 Grad gemessen. Das Bild wurde in Salou an der Costa Daurada in der Provinz Tarragona in Katalonien aufgenommen. In Portugal ist es 45 Grad heiss. (Foto: Keystone/EPA/Andreu Dalmau)

10. August: Der vergessene Krieg

Ein Graffito in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Es symbolisiert die saudischen Luftangriffe, die immer wieder zivile Opfer fordern. Kampfflugzeuge des von Saudi-Arabien geführten Militärbündnisses hatten einen Markt und einen Schulbus in Saada in Nordjemen bombardiert. Dabei starben nach Angaben der von den Huthis kontrollierten Regierung in Sanaa 51 Menschen, unter ihnen mehr als 40 Schulkinder. 79 wurden verwundet. Das IKRK bestätigte den Angriff. (Foto: Keystone/EPA/Yahya Arhab)
Ein Graffito in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Es symbolisiert die saudischen Luftangriffe, die immer wieder zivile Opfer fordern. Kampfflugzeuge des von Saudi-Arabien geführten Militärbündnisses hatten einen Markt und einen Schulbus in Saada in Nordjemen bombardiert. Dabei starben nach Angaben der von den Huthis kontrollierten Regierung in Sanaa 51 Menschen, unter ihnen mehr als 40 Schulkinder. 79 wurden verwundet. Das IKRK bestätigte den Angriff. (Foto: Keystone/EPA/Yahya Arhab)

11. August: Zürich: Street Parade

Eine Million Menschen tanzen an der 27. Zürcher Street Parade bei perfektem Wetter rund um das Zürcher Seebecken. 30 Love Mobiles drängen sich durch das Menschenmeer. (Foto: Keystone)
Eine Million Menschen tanzen an der 27. Zürcher Street Parade bei perfektem Wetter rund um das Zürcher Seebecken. 30 Love Mobiles drängen sich durch das Menschenmeer. (Foto: Keystone)

14. August: Genua: Ponte Morandi

Um 11.36 Uhr stürzt der westliche Pylon der Ponte Morandi (Polcevera-Viadukt) in Genua ein. 35 Personenautos und drei Lastwagen stürzen in die Tiefe. 42 Menschen sterben. Die Brücke, die 1967 eingeweiht worden war, hatte grosse wirtschaftliche Bedeutung für Italien. Sie wurde pro Jahr von über 25 Millionen Autos befahren. Sie war eine der Zufahrtsstrecken zum Hafen und wurde pro Stunde von bis zu 100 Lastwagen überquert. (Foto: Keystone/AP/Antonio Calanni)
Um 11.36 Uhr stürzt der westliche Pylon der Ponte Morandi (Polcevera-Viadukt) in Genua ein. 35 Personenautos und drei Lastwagen stürzen in die Tiefe. 42 Menschen sterben. Die Brücke, die 1967 eingeweiht worden war, hatte grosse wirtschaftliche Bedeutung für Italien. Sie wurde pro Jahr von über 25 Millionen Autos befahren. Sie war eine der Zufahrtsstrecken zum Hafen und wurde pro Stunde von bis zu 100 Lastwagen überquert. (Foto: Keystone/AP/Antonio Calanni)


Mehrere Häuser unter der Brücke werden zerstört oder beschädigt. Hunderte Bewohner werden evakuiert und wurden laut eigenen Angaben von den Behörden „vergessen“. Kurz nach dem Einsturz beginnen die Schuldzuweisungen und das Gerangel darüber, wer für den Abbruch und den Wiederaufbau zuständig sein soll. Der Genueser Bürgermeister Marco Bucci verspricht, bis Ende 2019 soll die neue Brücke stehen. Die Italienerinnen und Italiener haben gelernt, den Versprechen der Behörden nicht allzu viel Beachtung zu schenken.
Mehrere Häuser unter der Brücke werden zerstört oder beschädigt. Hunderte Bewohner werden evakuiert und wurden laut eigenen Angaben von den Behörden „vergessen“. Kurz nach dem Einsturz beginnen die Schuldzuweisungen und das Gerangel darüber, wer für den Abbruch und den Wiederaufbau zuständig sein soll. Der Genueser Bürgermeister Marco Bucci verspricht, bis Ende 2019 soll die neue Brücke stehen. Die Italienerinnen und Italiener haben gelernt, den Versprechen der Behörden nicht allzu viel Beachtung zu schenken.

16. August: Die meistfotografierte Frau

Madonna (Madonna Louise Ciccone), amerikanische Sängerin, Songschreiberin, Schauspielerin, Autorin, Regisseurin, Produzentin, feiert ihren 60. Geburtstag. Sie gilt mit einem Vermögen von einer Milliarde Dollar als die reichste Person im Musikgeschäft. Wie kaum eine andere prägte sie die Pop-Kultur im 20. Jahrhundert. Seit über 30 Jahren steht sie ganz oben. Zu ihren grössten Hits gehören „Like a Virgin“ 1984, „Like a Prayer“ 1989, „Vogue“ 1990, „Frozen“ 1998, „Music“ 2000, „Hung Up“ 2005, „4 Minutes“ 2008. Sie verkaufte weltweit etwa 350 Millionen Tonträger. Das Bild zeigt sie am 20. Juli 1990 bei einem Auftritt im Londoner Wembley-Stadion. (Foto: Keystone/AP)
Madonna (Madonna Louise Ciccone), amerikanische Sängerin, Songschreiberin, Schauspielerin, Autorin, Regisseurin, Produzentin, feiert ihren 60. Geburtstag. Sie gilt mit einem Vermögen von einer Milliarde Dollar als die reichste Person im Musikgeschäft. Wie kaum eine andere prägte sie die Pop-Kultur im 20. Jahrhundert. Seit über 30 Jahren steht sie ganz oben. Zu ihren grössten Hits gehören „Like a Virgin“ 1984, „Like a Prayer“ 1989, „Vogue“ 1990, „Frozen“ 1998, „Music“ 2000, „Hung Up“ 2005, „4 Minutes“ 2008. Sie verkaufte weltweit etwa 350 Millionen Tonträger. Das Bild zeigt sie am 20. Juli 1990 bei einem Auftritt im Londoner Wembley-Stadion. (Foto: Keystone/AP)

16. August: Aretha Franklin †

Die Musikzeitschrift Rolling Stone hatte sie zur „besten Sängerin aller Zeiten“ gekürt. Ihr Hit „Respect“ wurde Ende der Sechzigerjahre zur Hymne der schwarzen Befreiungs- und der Frauenbewegung. Keine Sängerin schaffte es so oft in die amerikanischen Charts wie sie. Fachleute bezeichneten ihr Stimmorgan als „übermenschlich“. Sie stirbt im Alter von 76 Jahren in Detroit an dem vor zehn Jahren diagnostizierten Bauchspeicheldrüsenkrebs. Sie gewann 18 Grammy Awards und verkaufte 75 Millionen Tonträger. Damit nimmt sie weltweit eine Spitzenposition ein. Das Bild zeigt sie bei ihrem Auftritt während der Amtseinsetzung von Bill Clinton am 19. Januar 1993. Die Washington Post nennt sie a „symbol of black pride“. (Foto: KeystoneAP/Amy Sancetta)
Die Musikzeitschrift Rolling Stone hatte sie zur „besten Sängerin aller Zeiten“ gekürt. Ihr Hit „Respect“ wurde Ende der Sechzigerjahre zur Hymne der schwarzen Befreiungs- und der Frauenbewegung. Keine Sängerin schaffte es so oft in die amerikanischen Charts wie sie. Fachleute bezeichneten ihr Stimmorgan als „übermenschlich“. Sie stirbt im Alter von 76 Jahren in Detroit an dem vor zehn Jahren diagnostizierten Bauchspeicheldrüsenkrebs. Sie gewann 18 Grammy Awards und verkaufte 75 Millionen Tonträger. Damit nimmt sie weltweit eine Spitzenposition ein. Das Bild zeigt sie bei ihrem Auftritt während der Amtseinsetzung von Bill Clinton am 19. Januar 1993. Die Washington Post nennt sie a „symbol of black pride“. (Foto: KeystoneAP/Amy Sancetta)

18. August: Kofi Annan †

Kofi Annan stirbt in einem Berner Spital nach kurzer Krankheit. Er war 80 Jahre alt. Annan war der siebte Generalsekretär der Vereinten Nationen von 1997 bis 2006. Im Jahr 2001 erhielt er gemeinsam mit den Vereinten Nationen den Friedensnobelpreis „für den Einsatz für eine besser organisierte und friedlichere Welt“. Er hatte den Zorn Washingtons auf sich gezogen, als er sich gegen die amerikanische Invasion im Irak aussprach. Annan war eng mit dem früheren Bundesrat Adolf Ogi befreundet, mit dem er ausgiebige Wanderungen durchs Berner Oberland unternahm. 2001 wurde Ogi von Annan zum „Uno-Sonderberater für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden“ ernannt. Das Bild wurde am 13. August 2000 nahe von Kandersteg aufgenommen. (Foto: Keystone/Arthur Sieber)
Kofi Annan stirbt in einem Berner Spital nach kurzer Krankheit. Er war 80 Jahre alt. Annan war der siebte Generalsekretär der Vereinten Nationen von 1997 bis 2006. Im Jahr 2001 erhielt er gemeinsam mit den Vereinten Nationen den Friedensnobelpreis „für den Einsatz für eine besser organisierte und friedlichere Welt“. Er hatte den Zorn Washingtons auf sich gezogen, als er sich gegen die amerikanische Invasion im Irak aussprach. Annan war eng mit dem früheren Bundesrat Adolf Ogi befreundet, mit dem er ausgiebige Wanderungen durchs Berner Oberland unternahm. 2001 wurde Ogi von Annan zum „Uno-Sonderberater für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden“ ernannt. Das Bild wurde am 13. August 2000 nahe von Kandersteg aufgenommen. (Foto: Keystone/Arthur Sieber)

20. August: Uri Avnery †

Der israelische Friedensaktivist, Journalist und Schriftsteller Uri Avnery stirbt im Alter von 94 Jahren. Avnery wurde in der westfälischen Stadt Beckum als Helmut Ostermann geboren. Nach der Machtergreifung Hitlers wanderte die gutbürgerliche, säkulare Familie nach Palästina aus. Avnery setzte sich ein Leben lang für Frieden zwischen Israel und den Palästinensern ein. 2001 erhielten er und seine Frau, die Friedensaktivistin Rachel Avnery, den Alternativen Nobelpreis. Im Bild: Avnery zusammen mit seiner Frau 2002 im deutschen Oldenburg. Rachel Avnery starb 2011. (Foto: Keystone/DPA/Ingo Wagner)
Der israelische Friedensaktivist, Journalist und Schriftsteller Uri Avnery stirbt im Alter von 94 Jahren. Avnery wurde in der westfälischen Stadt Beckum als Helmut Ostermann geboren. Nach der Machtergreifung Hitlers wanderte die gutbürgerliche, säkulare Familie nach Palästina aus. Avnery setzte sich ein Leben lang für Frieden zwischen Israel und den Palästinensern ein. 2001 erhielten er und seine Frau, die Friedensaktivistin Rachel Avnery, den Alternativen Nobelpreis. Im Bild: Avnery zusammen mit seiner Frau 2002 im deutschen Oldenburg. Rachel Avnery starb 2011. (Foto: Keystone/DPA/Ingo Wagner)

25. August: John McCain †

Der Republikaner John McCain, ein scharfer Trump-Kritiker, litt an einem aggressiven Hirntumor. Er bezeichnete Trump als „inkompetent“. McCain war seit 30 Jahren Senator und gehörte zu den prominentesten und geachtetsten Mitgliedern des amerikanischen Kongresses. Während des Vietnamkriegs war sein Flugzeug abgeschossen worden, und er geriet in eine sechsjährige nordvietnamesische Gefangenschaft. Im Gefängnis, als „Hanoi Hilton“ verspottet, war er gefoltert worden. (Foto: Keystone/AP/Karolyn Kaster)
Der Republikaner John McCain, ein scharfer Trump-Kritiker, litt an einem aggressiven Hirntumor. Er bezeichnete Trump als „inkompetent“. McCain war seit 30 Jahren Senator und gehörte zu den prominentesten und geachtetsten Mitgliedern des amerikanischen Kongresses. Während des Vietnamkriegs war sein Flugzeug abgeschossen worden, und er geriet in eine sechsjährige nordvietnamesische Gefangenschaft. Im Gefängnis, als „Hanoi Hilton“ verspottet, war er gefoltert worden. (Foto: Keystone/AP/Karolyn Kaster)

2008 bemühte sich John McCain mit Sarah Palin als Running Mate vergebens um die Präsidentschaft. Er erreichte 45,7 Prozent der Stimmen und 173 Wahlmänner. Der Sieger, Barack Obama, kam auf 52,9 Prozent und 365 Wahlmänner. (Foto: Keystone/AP)
2008 bemühte sich John McCain mit Sarah Palin als Running Mate vergebens um die Präsidentschaft. Er erreichte 45,7 Prozent der Stimmen und 173 Wahlmänner. Der Sieger, Barack Obama, kam auf 52,9 Prozent und 365 Wahlmänner. (Foto: Keystone/AP)

28. August: Aufgeheiztes Chemnitz

Gut 4’000 Rechtsradikale und Rechtsextremisten demonstrieren in der sächsischen Stadt. Sie protestieren gegen die Flüchtlingspolitik und die Regierung Merkel. Dabei kommt es zu einem Schulterschluss von AfD, der fremdenfeindlichen Pegida und der rechtsaussen stehenden Bürgerbewegung „Pro Chemnitz“. Angeführt werden die Demonstranten unter anderem von Björn Höcke, dem Wissenschaftler völkisch-rassistisches und teilweise nationalsozialistisches Gedankengut vorwerfen. Gegen den rechtsradikalen Aufmarsch demonstrieren gleichzeitig gut 3’500 Bürgerinnen und Bürger. Da und dort kommt es zu gewalttätigen Ausschreitungen. (Foto: Keystone/DPA/Jan Woitas)
Gut 4’000 Rechtsradikale und Rechtsextremisten demonstrieren in der sächsischen Stadt. Sie protestieren gegen die Flüchtlingspolitik und die Regierung Merkel. Dabei kommt es zu einem Schulterschluss von AfD, der fremdenfeindlichen Pegida und der rechtsaussen stehenden Bürgerbewegung „Pro Chemnitz“. Angeführt werden die Demonstranten unter anderem von Björn Höcke, dem Wissenschaftler völkisch-rassistisches und teilweise nationalsozialistisches Gedankengut vorwerfen. Gegen den rechtsradikalen Aufmarsch demonstrieren gleichzeitig gut 3’500 Bürgerinnen und Bürger. Da und dort kommt es zu gewalttätigen Ausschreitungen. (Foto: Keystone/DPA/Jan Woitas)

Plagiat: Die„ Jungen Nationalisten“, die Jugendorganisation der rechtsextremen NPD, verwenden auf einem Plakat das Schäfchen-Sujet der SVP. Die Schweizerische Volkspartei hatte die umstrittenen Schäfchen im Wahlkampf 2007 und bei der Unterschriftensammlung für die Ausschaffungs-Initiative verwendet. Die Zürcher PR-Agentur, dessen Chef wegen Verbindungen zur AfD ins Gerede kam, will juristisch gegen die Jungen Nationalisten vorgehen – wegen Verletzung des Urheberrrechts. (Foto: EPA/Filip Singer)
Plagiat: Die„ Jungen Nationalisten“, die Jugendorganisation der rechtsextremen NPD, verwenden auf einem Plakat das Schäfchen-Sujet der SVP. Die Schweizerische Volkspartei hatte die umstrittenen Schäfchen im Wahlkampf 2007 und bei der Unterschriftensammlung für die Ausschaffungs-Initiative verwendet. Die Zürcher PR-Agentur, dessen Chef wegen Verbindungen zur AfD ins Gerede kam, will juristisch gegen die Jungen Nationalisten vorgehen – wegen Verletzung des Urheberrrechts. (Foto: EPA/Filip Singer)

Entzündet hatte sich der Aufruhr nach einer Messerstecherei, bei der ein 35-Jähriger starb. Wie es zu seinem Tod kam, ist noch immer nicht restlos geklärt. In Erwartung neuer Demonstrationen rüstet die Polizei auf und erhält Unterstützung aus anderen Bundesländern. Am 1. September demonstrieren über 8’000 Menschen: die Hälfte nimmt an einem Marsch der AfD, der Pegida und ausländerfeinlichen Gruppen teil. Einzelne Demonstranten erheben den Arm zum Hitlergruss. Die andere Hälfte demonstriert vor der Johanniskirche für Frieden und gegen Ausländerfeindlichkeit. (Foto: Keystone/EPA)
Entzündet hatte sich der Aufruhr nach einer Messerstecherei, bei der ein 35-Jähriger starb. Wie es zu seinem Tod kam, ist noch immer nicht restlos geklärt. In Erwartung neuer Demonstrationen rüstet die Polizei auf und erhält Unterstützung aus anderen Bundesländern. Am 1. September demonstrieren über 8’000 Menschen: die Hälfte nimmt an einem Marsch der AfD, der Pegida und ausländerfeinlichen Gruppen teil. Einzelne Demonstranten erheben den Arm zum Hitlergruss. Die andere Hälfte demonstriert vor der Johanniskirche für Frieden und gegen Ausländerfeindlichkeit. (Foto: Keystone/EPA)


Der Aufmarsch der Rechtsextremen in Chemnitz sorgt für ein riesiges internationales Echo und Empörung. (Foto: Keystone/EPA/Martin Divisek)
Der Aufmarsch der Rechtsextremen in Chemnitz sorgt für ein riesiges internationales Echo und Empörung. (Foto: Keystone/EPA/Martin Divisek)

9. September: Autogrammjägerinnen in Delsberg

Der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont bei einem Besuch in Delsberg: Puigdemont war im März aufgrund eines von Spanien initiierten internationalen Haftbefehls in Deutschland festgesetzt worden. Ein deutsches Gericht entschied darauf, dass er nicht wegen aller spanischer Anklagepunkte an Spanien ausgeliefert werden könne. Spanien hob darauf den Haftbefehl auf. Puigdemont lebt zurzeit vorwiegend in Belgien, reist aber immer wieder in andere Länder. (Foto: Laura Weidacher/Journal21)
Der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont bei einem Besuch in Delsberg: Puigdemont war im März aufgrund eines von Spanien initiierten internationalen Haftbefehls in Deutschland festgesetzt worden. Ein deutsches Gericht entschied darauf, dass er nicht wegen aller spanischer Anklagepunkte an Spanien ausgeliefert werden könne. Spanien hob darauf den Haftbefehl auf. Puigdemont lebt zurzeit vorwiegend in Belgien, reist aber immer wieder in andere Länder. (Foto: Laura Weidacher/Journal21)

9. September: Beat Richner †

Der Schweizer Kinderarzt und Musiker Beat Richner stirbt im Alter von 71 Jahren. Bekannt und verehrt wurde er vor allem durch den Aufbau von fünf Spitälern in Kambodscha, in denen über 30 Millionen Kinder behandelt und teils hospitalisiert wurden. Richner, auch als Beatocello bekannt, litt an einer unheilbaren Hirnerkrankung. (Foto: Keystone)
Der Schweizer Kinderarzt und Musiker Beat Richner stirbt im Alter von 71 Jahren. Bekannt und verehrt wurde er vor allem durch den Aufbau von fünf Spitälern in Kambodscha, in denen über 30 Millionen Kinder behandelt und teils hospitalisiert wurden. Richner, auch als Beatocello bekannt, litt an einer unheilbaren Hirnerkrankung. (Foto: Keystone)

9. September: Schweden ohne Regierung

Die Schwedinnen und Schweden wählen einen neuen Reichstag. Die rechtspopulistischen „Schwedendemokraten“ erzielen dabei ihr bisher bestes Ergebnis. Die regierenden Sozialdemokraten bleiben stärkste Partei, erleiden aber, wie auch die wichtigste bürgerliche Partei, Verluste. Im Bild: Ein Wahllokal in Stockholm. (Foto: Keystone/EPA/Hanna Franzen)
Die Schwedinnen und Schweden wählen einen neuen Reichstag. Die rechtspopulistischen „Schwedendemokraten“ erzielen dabei ihr bisher bestes Ergebnis. Die regierenden Sozialdemokraten bleiben stärkste Partei, erleiden aber, wie auch die wichtigste bürgerliche Partei, Verluste. Im Bild: Ein Wahllokal in Stockholm. (Foto: Keystone/EPA/Hanna Franzen)

Die Schwedendemokraten unter ihrem Parteivorsitzenden Jimmie Åkesson erzielen 17,53 % der Stimmen. Bisher ist es in Schweden nicht gelungen, eine Regierung zu bilden. Sowohl der Sozialdemokrat Stefan Löfven als auch der Moderate Ulf Kristersson waren vom Reichstag abgelehnt worden. Die Lage ist verworren. Keines der politischen Bündnisse ist stark genug, sich durchzusetzen. Sollte es auch im Januar zu keiner Regierungsbildung kommen, sind erneute Neuwahlen nicht ausgeschlossen.
Die Schwedendemokraten unter ihrem Parteivorsitzenden Jimmie Åkesson erzielen 17,53 % der Stimmen. Bisher ist es in Schweden nicht gelungen, eine Regierung zu bilden. Sowohl der Sozialdemokrat Stefan Löfven als auch der Moderate Ulf Kristersson waren vom Reichstag abgelehnt worden. Die Lage ist verworren. Keines der politischen Bündnisse ist stark genug, sich durchzusetzen. Sollte es auch im Januar zu keiner Regierungsbildung kommen, sind erneute Neuwahlen nicht ausgeschlossen.

9. September: 70 Jahre Diktatur

Nordkoreanische Soldatinnen marschieren in der Hauptstadt Pjöngjang bei der Parade zum 70. Jahrestag der Staatsgründung. Das Land begeht seinen Nationalfeiertag mit einer grossen Militärparade und riesigen Aufmärschen. (Keystone/AP, Kim Cheung)
Nordkoreanische Soldatinnen marschieren in der Hauptstadt Pjöngjang bei der Parade zum 70. Jahrestag der Staatsgründung. Das Land begeht seinen Nationalfeiertag mit einer grossen Militärparade und riesigen Aufmärschen. (Keystone/AP, Kim Cheung)

10. September: Acht Jahre Journal21.ch

Journal21.ch feiert seinen achten Geburtstag in einem historischen Zürcher Tram. Der „Elefant“, wie das Tram heisst, wurde 1930 gebaut und war bis 1971 im Dienst. Es verfügt über 25 Sitz- und 10 Stehplätze. Das Wichtigste: Es trägt die Nummer 21. Für gut zwei Stunden war es das Journal21-Tram. Über zwei Dutzend Journal21-Autorinnen und -Autoren fuhren kreuz und quer durch Zürich. Am 10. September 2010 war Journal21.ch erstmals aufs Netz gegangen. (Foto: Keystone/Anthony Alex)
Journal21.ch feiert seinen achten Geburtstag in einem historischen Zürcher Tram. Der „Elefant“, wie das Tram heisst, wurde 1930 gebaut und war bis 1971 im Dienst. Es verfügt über 25 Sitz- und 10 Stehplätze. Das Wichtigste: Es trägt die Nummer 21. Für gut zwei Stunden war es das Journal21-Tram. Über zwei Dutzend Journal21-Autorinnen und -Autoren fuhren kreuz und quer durch Zürich. Am 10. September 2010 war Journal21.ch erstmals aufs Netz gegangen. (Foto: Keystone/Anthony Alex)

16. September: New York Fashion Week

Die „London Fashion Week“ gehört neben den Modemessen in New York, Mailand und Paris zu den „Big Four“. Im Bild eine Kreation des britischen Modeschöpfers Matty Bovan. (Foto: Keystone/EPA/Facundo Arrizabalaga)
Die „London Fashion Week“ gehört neben den Modemessen in New York, Mailand und Paris zu den „Big Four“. Im Bild eine Kreation des britischen Modeschöpfers Matty Bovan. (Foto: Keystone/EPA/Facundo Arrizabalaga)

16. September: Taifun in HK

Der Taifun „Mangkhut“ erreicht Hongkong und richtet schwere Schäden an. Über 300 Menschen werden verletzt. Hunderte Flüge werden annulliert. Die Schulen bleiben in der einstigen Kronkolonie geschlossen, der öffentliche Verkehr ist stark eingeschränkt. Zuvor hatte Mangkhut auf den Philippinen gewütet. Dort ist die Zahl der Todesopfer auf 65 angestiegen. Weitere 50 Menschen werden vermisst. (Foto: Keystone/Wang Shen/Xinhua via AP)
Der Taifun „Mangkhut“ erreicht Hongkong und richtet schwere Schäden an. Über 300 Menschen werden verletzt. Hunderte Flüge werden annulliert. Die Schulen bleiben in der einstigen Kronkolonie geschlossen, der öffentliche Verkehr ist stark eingeschränkt. Zuvor hatte Mangkhut auf den Philippinen gewütet. Dort ist die Zahl der Todesopfer auf 65 angestiegen. Weitere 50 Menschen werden vermisst. (Foto: Keystone/Wang Shen/Xinhua via AP)

25. September: Schneider-Ammann geht

Der freisinnige Bundesrat Johann Schneider-Ammann gibt seinen Rücktritt bekannt. Er war am 22. September 2010 zusammen mit der Sozialdemokratin Simonetta Sommaruga im fünften Wahlgang mit 144 Stimmen in den Bundesrat gewählt worden. Er war Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung. (Foto: Keystone)
Der freisinnige Bundesrat Johann Schneider-Ammann gibt seinen Rücktritt bekannt. Er war am 22. September 2010 zusammen mit der Sozialdemokratin Simonetta Sommaruga im fünften Wahlgang mit 144 Stimmen in den Bundesrat gewählt worden. Er war Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung. (Foto: Keystone)

29. September: Doris Leuthard geht

Auch CVP-Bundesrätin Doris Leuthard gibt ihren Rücktritt aus der Landesregierung bekannt. Sie war 2006 in den Bundesrat gewählt worden. Im Bild: Leuthard am 5. Dezember 2018 bei ihrer Verabschiedung im Bundeshaus. (Foto: Keystone/Anthony Anex)
Auch CVP-Bundesrätin Doris Leuthard gibt ihren Rücktritt aus der Landesregierung bekannt. Sie war 2006 in den Bundesrat gewählt worden. Im Bild: Leuthard am 5. Dezember 2018 bei ihrer Verabschiedung im Bundeshaus. (Foto: Keystone/Anthony Anex)

28. September: Erdbeben und Tsunami

Der doppelten Naturkatastrophe auf der indonesischen Insel fallen 2’300 Menschen zum Opfer. 1’300 sind noch vermisst. Sie könnten unter den Schlammlawinen begraben sein. Der Erdstoss hatte eine Stärke von 7,5 auf der MM-Skala und löste einen Tsunami mit bis zu drei Meter hohen Wellen aus. 68’000 Häuser wurden zerstört, Tausende vom Boden verschluckt. Um Seuchen zu verhindern, wurden die Toten in Massengräbern bestattet. Laut Angaben der Uno sind 200’000 Menschen auf dringende Hilfe angewiesen. Besonders betroffen ist Palu, eine Stadt mit 350’000 Einwohnern. (Foto: Keystone/EPAEFE//Hotli Simanjunta)
Der doppelten Naturkatastrophe auf der indonesischen Insel fallen 2’300 Menschen zum Opfer. 1’300 sind noch vermisst. Sie könnten unter den Schlammlawinen begraben sein. Der Erdstoss hatte eine Stärke von 7,5 auf der MM-Skala und löste einen Tsunami mit bis zu drei Meter hohen Wellen aus. 68’000 Häuser wurden zerstört, Tausende vom Boden verschluckt. Um Seuchen zu verhindern, wurden die Toten in Massengräbern bestattet. Laut Angaben der Uno sind 200’000 Menschen auf dringende Hilfe angewiesen. Besonders betroffen ist Palu, eine Stadt mit 350’000 Einwohnern. (Foto: Keystone/EPAEFE//Hotli Simanjunta)

1. Oktober: Charles Aznavour †

Der armenisch-französische Chansonnier, Komponist, Liedertexter, Schauspieler und Entertainer stirbt im Alter von 94 Jahren (u. a. „Tirez sur le pianiste“ 1960, „Die Blechtrommel“ 1979, „Der Zauberberg“ 1982, „Les Fantômes du chapelier“ 1982). Aznavour hat mehr als tausend Chansons für andere und sich geschrieben (u. a. „La Bohème“, „La Mamma“, „Que c’est triste Venise“, „She", „Mourir d’aimer“, „Paris au mois d’août“, „Je m’voyais déjà“, „Les Comédiens“, „Tu t’laisses aller“). Im Bild: Charles Aznavour am 21. März 2013 am FIFF-Filmfestival in Fribourg/Freiburg. (Foto: Keystone/Gaetan Bally).
Der armenisch-französische Chansonnier, Komponist, Liedertexter, Schauspieler und Entertainer stirbt im Alter von 94 Jahren (u. a. „Tirez sur le pianiste“ 1960, „Die Blechtrommel“ 1979, „Der Zauberberg“ 1982, „Les Fantômes du chapelier“ 1982). Aznavour hat mehr als tausend Chansons für andere und sich geschrieben (u. a. „La Bohème“, „La Mamma“, „Que c’est triste Venise“, „She", „Mourir d’aimer“, „Paris au mois d’août“, „Je m’voyais déjà“, „Les Comédiens“, „Tu t’laisses aller“). Im Bild: Charles Aznavour am 21. März 2013 am FIFF-Filmfestival in Fribourg/Freiburg. (Foto: Keystone/Gaetan Bally).

2. Oktober: Chaotischer Parteitag der Tories

Der viertägige Parteitag der Konservativen in Birmingham zeigt die Zerrissenheit der Partei. Der ehemalige Aussenminister Boris Johnson hat Theresa May in einem Boulevardblatt vorab schon mal „den Krieg“ erklärt, weil sie ihm nicht „tough“ genug ist. Sie leide unter „geistiger Verwirrung“. Vor den Toren des Kongresszentrums versammelten sich Brexit-Gegner. Das Gerangel um den Brexit stürzt Grossbritannien in ein beispielloses Durcheinander. (Foto: Keystone/AP/Rui Vieira)
Der viertägige Parteitag der Konservativen in Birmingham zeigt die Zerrissenheit der Partei. Der ehemalige Aussenminister Boris Johnson hat Theresa May in einem Boulevardblatt vorab schon mal „den Krieg“ erklärt, weil sie ihm nicht „tough“ genug ist. Sie leide unter „geistiger Verwirrung“. Vor den Toren des Kongresszentrums versammelten sich Brexit-Gegner. Das Gerangel um den Brexit stürzt Grossbritannien in ein beispielloses Durcheinander. (Foto: Keystone/AP/Rui Vieira)

2. Oktober: Getötet und zerlegt

Der saudi-arabische Journalist Jamal Khashoggi wird im saudischen Konsulat in Istanbul getötet. Er wollte Dokumente für seine Heirat abholen. Laut türkischen Angaben waren aus Saudi-Arabien 15 Männer eingeflogen worden und hatten die Tat verübt.
Der saudi-arabische Journalist Jamal Khashoggi wird im saudischen Konsulat in Istanbul getötet. Er wollte Dokumente für seine Heirat abholen. Laut türkischen Angaben waren aus Saudi-Arabien 15 Männer eingeflogen worden und hatten die Tat verübt.

Türkische Ermittler mit Spürhunden durchsuchen während neun Stunden das saudische Konsulat in Istanbul – dies mit Einwilligung der saudischen Regierung. Nach türkischen Medien wurde Kashoggi kurz nach seiner Ankunft im Konsulat ermordet. Danach sei er auf einem Schreibtisch zerlegt worden. Das CIA und andere hohe amerikanische Regierungskreise gehen davon aus, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salam den Mord veranlasst hat. Präsident Trump weigert sich, vor allem aus wirtschaftlichen Interessen, bin Salam dafür verantwortlich zu machen. (Foto: Keystone/EPA/Sedat Suna)
Türkische Ermittler mit Spürhunden durchsuchen während neun Stunden das saudische Konsulat in Istanbul – dies mit Einwilligung der saudischen Regierung. Nach türkischen Medien wurde Kashoggi kurz nach seiner Ankunft im Konsulat ermordet. Danach sei er auf einem Schreibtisch zerlegt worden. Das CIA und andere hohe amerikanische Regierungskreise gehen davon aus, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salam den Mord veranlasst hat. Präsident Trump weigert sich, vor allem aus wirtschaftlichen Interessen, bin Salam dafür verantwortlich zu machen. (Foto: Keystone/EPA/Sedat Suna)

5. Oktober: Gegen sexuelle Gewalt

Die 25-jährige Uno-Sonderbotschafterin Nadia Murad und der kongolesische Arzt Denis Mukwege erhalten den diesjährigen Friedensnobelpreis. Nach Angaben des norwegischen Nobelkomitees haben beide Preisträger einen wichtigen Beitrag geleistet, um die Aufmerksamkeit der Welt auf Kriegsverbrechen und sexuelle Gewalt zu lenken. Nadja Murad war von Kämpfern des „Islamischen Staats“ (IS) drei Monate lang gefangen gehalten und vergewaltigt worden. Jetzt kämpft sie dafür, dass IS-Verbrecher strafrechtlich verfolgt werden. Der Kongolese Mukwege war schon 2013 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden. Er ist vor allem in Bukavu tätig. Er gilt als Aktivist gegen sexuelle Gewalt und als führender Experte für die Behandlung von Verletzungen durch Gruppenvergewaltigungen. (Foto: Keystone/AP/Christian Lutz)
Die 25-jährige Uno-Sonderbotschafterin Nadia Murad und der kongolesische Arzt Denis Mukwege erhalten den diesjährigen Friedensnobelpreis. Nach Angaben des norwegischen Nobelkomitees haben beide Preisträger einen wichtigen Beitrag geleistet, um die Aufmerksamkeit der Welt auf Kriegsverbrechen und sexuelle Gewalt zu lenken. Nadja Murad war von Kämpfern des „Islamischen Staats“ (IS) drei Monate lang gefangen gehalten und vergewaltigt worden. Jetzt kämpft sie dafür, dass IS-Verbrecher strafrechtlich verfolgt werden. Der Kongolese Mukwege war schon 2013 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden. Er ist vor allem in Bukavu tätig. Er gilt als Aktivist gegen sexuelle Gewalt und als führender Experte für die Behandlung von Verletzungen durch Gruppenvergewaltigungen. (Foto: Keystone/AP/Christian Lutz)

9. Oktober: Haley geht

Überraschung: Die amerikanische Uno-Botschafterin Nikki Haley kündigt ihren Rücktritt an. Sie gehört zu den wenigen Mitarbeiterinnen Donald Trumps, die parteienübergreifend geschätzt werden. Für ihren Rückzug macht sie private Gründe geltend. Die Indien-stämmige Haley war von 2011 bis 2017 als erste Frau Gouverneurin South Carolinas. Spekulationen, wonach sie sich für eine Präsidentschaftskandidatur vorbereite, weist sie zurück. (Foto: Keysstone/AP/Evan Vucci)
Überraschung: Die amerikanische Uno-Botschafterin Nikki Haley kündigt ihren Rücktritt an. Sie gehört zu den wenigen Mitarbeiterinnen Donald Trumps, die parteienübergreifend geschätzt werden. Für ihren Rückzug macht sie private Gründe geltend. Die Indien-stämmige Haley war von 2011 bis 2017 als erste Frau Gouverneurin South Carolinas. Spekulationen, wonach sie sich für eine Präsidentschaftskandidatur vorbereite, weist sie zurück. (Foto: Keysstone/AP/Evan Vucci)

13. Oktober: Beten für Frieden

Bei der Weltfriedens-Meditation in Südkorea nahe der demilitarisierten Zone von Panmunjom betet eine junge Buddhistin für Frieden und Denuklearisierung auf der koreanischen Halbinsel. (Keystone/AP/Ahn Young-Joon)
Bei der Weltfriedens-Meditation in Südkorea nahe der demilitarisierten Zone von Panmunjom betet eine junge Buddhistin für Frieden und Denuklearisierung auf der koreanischen Halbinsel. (Keystone/AP/Ahn Young-Joon)

14. Oktober: Es grünt so grün

Der Vorsitzende der deutschen Grünen, Robert Habeck, und der grüne bayerische Spitzenkandidat, Ludwig Hartmann, springen bei der Wahlparty von der Bühne ins Publikum. Die Grünen haben bei den Landtagswahlen in Bayern ihre Stimmenzahl verdoppelt und sind jetzt mit 17,5 Prozent die zweitstärkste Partei in Bayern. Die CSU stürzt auf 37,2 Prozent der Stimmen ab. Zwei Wochen später erleiden bei den Landtagswahlen in Hessen CSU und SPD schwere Verluste, können jedoch weiterrregieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel zieht die Konsequenzen und gibt ihren Rücktritt als CDU-Vorsitzende bekannt. (Foto: Keystone/DPA/Sven Hoppe)
Der Vorsitzende der deutschen Grünen, Robert Habeck, und der grüne bayerische Spitzenkandidat, Ludwig Hartmann, springen bei der Wahlparty von der Bühne ins Publikum. Die Grünen haben bei den Landtagswahlen in Bayern ihre Stimmenzahl verdoppelt und sind jetzt mit 17,5 Prozent die zweitstärkste Partei in Bayern. Die CSU stürzt auf 37,2 Prozent der Stimmen ab. Zwei Wochen später erleiden bei den Landtagswahlen in Hessen CSU und SPD schwere Verluste, können jedoch weiterrregieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel zieht die Konsequenzen und gibt ihren Rücktritt als CDU-Vorsitzende bekannt. (Foto: Keystone/DPA/Sven Hoppe)

20. Oktober: Wirre Wahlen

Drei Jahre später als geplant wählt Afghanistan ein neues Parlament. Im Bild eine Frau bei der Stimmabgabe in Jalalabad. Die Taliban hatten zum Wahlboykott aufgerufen. Der Wahltag wird von zahlreichen Attentaten überschattet. Das endgültige Wahlergebnis steht noch nicht fest. Die in der Provinz Kabul abgegebenen Stimmen werden wegen massiver Wahlfälschungen für ungültig erklärt. (Keystone/EPA, Ghulamullah Habibi)
Drei Jahre später als geplant wählt Afghanistan ein neues Parlament. Im Bild eine Frau bei der Stimmabgabe in Jalalabad. Die Taliban hatten zum Wahlboykott aufgerufen. Der Wahltag wird von zahlreichen Attentaten überschattet. Das endgültige Wahlergebnis steht noch nicht fest. Die in der Provinz Kabul abgegebenen Stimmen werden wegen massiver Wahlfälschungen für ungültig erklärt. (Keystone/EPA, Ghulamullah Habibi)

27. Oktober: Wachsender Antisemitismus

Anteilnahme für die Juden in Pittsburgh in Pennsylvania: In der Tree-of-Life-Synagoge hatte der 46-jährige R. B. am 27. Oktober mit einem AR-15-Gewehr und drei Handfeuerwaffen das Feuer auf die Anwesenden eröffnet. Elf Menschen starben. Während er um sich schoss, schrie er: „Alle Juden müssen sterben.“ Nach der Tat verbarrikadierte er sich in der Synagoge und wurde festgenommen. (AP Photo/Gene J. Puskar)
Anteilnahme für die Juden in Pittsburgh in Pennsylvania: In der Tree-of-Life-Synagoge hatte der 46-jährige R. B. am 27. Oktober mit einem AR-15-Gewehr und drei Handfeuerwaffen das Feuer auf die Anwesenden eröffnet. Elf Menschen starben. Während er um sich schoss, schrie er: „Alle Juden müssen sterben.“ Nach der Tat verbarrikadierte er sich in der Synagoge und wurde festgenommen. (AP Photo/Gene J. Puskar)

In Berlin gedenkt Rabbi Yehuda Teichtal an einer jüdischen Schule der Reichsprogromnacht vor 80 Jahren. Er erinnert auch an die Opfer des Massakers von Pittsburgh. In vielen Ländern ist die Zahl der antisemitischen Vorfälle teils drastisch gestiegen. (AP Photo/Markus Schreiber)
In Berlin gedenkt Rabbi Yehuda Teichtal an einer jüdischen Schule der Reichsprogromnacht vor 80 Jahren. Er erinnert auch an die Opfer des Massakers von Pittsburgh. In vielen Ländern ist die Zahl der antisemitischen Vorfälle teils drastisch gestiegen. (AP Photo/Markus Schreiber)

28. Oktober: Brasilien: Ruck nach rechtsaussen

Der ultrarechte Jair Bolsonaro gewinnt mit 55 Prozent der Stimmen die Präsidentschaftswahl. Bolsonaros Gegner bezeichnen ihn als eine Gefahr für die junge Demokratie und fürchten, er werde das Land in Richtung einer Militärdiktatur treiben. Bolsonaro am Wahltag mit Leibwächtern vor einem Wahllokal in Rio (Foto: Keystone/EPA/Fernando Maia)
Der ultrarechte Jair Bolsonaro gewinnt mit 55 Prozent der Stimmen die Präsidentschaftswahl. Bolsonaros Gegner bezeichnen ihn als eine Gefahr für die junge Demokratie und fürchten, er werde das Land in Richtung einer Militärdiktatur treiben. Bolsonaro am Wahltag mit Leibwächtern vor einem Wahllokal in Rio (Foto: Keystone/EPA/Fernando Maia)

Nicht nur in São Paulo feiern seine Anhänger bis tief in die Nacht. Bolsonaros Anhänger hoffen, er werde mit eisernem Besen die Korruption und die Kriminalität bekämpfen. Er kündigte im Wahlkampf an, er werde mit harter Hand, auch mit Hilfe des Militärs, „eine Säuberung, die Brasilien noch nie erlebt hat“ durchsetzen. Bolsonaro verunglimpfte immer wieder Frauen, Schwarze und Homosexuelle. Die Umfragen hatten gezeigt, dass er bis weit ins gemässigte Lager hinein Sympathien geniesst. (Foto: Keystone/EPA/Fernando Bizerra)
Nicht nur in São Paulo feiern seine Anhänger bis tief in die Nacht. Bolsonaros Anhänger hoffen, er werde mit eisernem Besen die Korruption und die Kriminalität bekämpfen. Er kündigte im Wahlkampf an, er werde mit harter Hand, auch mit Hilfe des Militärs, „eine Säuberung, die Brasilien noch nie erlebt hat“ durchsetzen. Bolsonaro verunglimpfte immer wieder Frauen, Schwarze und Homosexuelle. Die Umfragen hatten gezeigt, dass er bis weit ins gemässigte Lager hinein Sympathien geniesst. (Foto: Keystone/EPA/Fernando Bizerra)

Fernando Haddad, der Kandidat der linken Arbeiterpartei (PT) gesteht seine Niederlage sofort ein. Haddad ersetzte den früheren Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, der wegen eines Korruptionsvergehens zu zwölf Jahren Haft verurteilt wurde und seit dem Frühjahr im Gefängnis sitzt. Im August verbot das Oberste Wahlgericht Lula, an den jetzigen Präsidentschaftswahlen teilzunehmen. Umfragen sahen ihn damals klar in Führung. Lulas Anhänger bezeichnen seine Verurteilung als politischen Akt. Im Bild: Der unterlegene Fernando Haddad mit seiner Frau Ana Estela Haddad bei der Stimmabgabe in São Paulo (Foto: Keystone/AP/André Penner)
Fernando Haddad, der Kandidat der linken Arbeiterpartei (PT) gesteht seine Niederlage sofort ein. Haddad ersetzte den früheren Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, der wegen eines Korruptionsvergehens zu zwölf Jahren Haft verurteilt wurde und seit dem Frühjahr im Gefängnis sitzt. Im August verbot das Oberste Wahlgericht Lula, an den jetzigen Präsidentschaftswahlen teilzunehmen. Umfragen sahen ihn damals klar in Führung. Lulas Anhänger bezeichnen seine Verurteilung als politischen Akt. Im Bild: Der unterlegene Fernando Haddad mit seiner Frau Ana Estela Haddad bei der Stimmabgabe in São Paulo (Foto: Keystone/AP/André Penner)

2. November: Die Markus-Kirche im Wasser

In der San Marco-Kirche in Venedig steht das Wasser einen halben Meter tief. Die starken Regenfälle und Sturmböen fordern in Italien 35 Tote. Allein in Casteldaccia auf Sizilien sterben neun Menschen, als ihr Haus überflutet wurde. Die Unwetter verursachen in Italien Schäden von schätzungsweise drei Milliarden Euro. Betroffen sind neben Italien auch mehrere andere Länder wie Frankreich, Slowenien, Österreich, Kroatien, Deutschland, Tschechien, die Slowakei, Spanien und die Schweiz.
In der San Marco-Kirche in Venedig steht das Wasser einen halben Meter tief. Die starken Regenfälle und Sturmböen fordern in Italien 35 Tote. Allein in Casteldaccia auf Sizilien sterben neun Menschen, als ihr Haus überflutet wurde. Die Unwetter verursachen in Italien Schäden von schätzungsweise drei Milliarden Euro. Betroffen sind neben Italien auch mehrere andere Länder wie Frankreich, Slowenien, Österreich, Kroatien, Deutschland, Tschechien, die Slowakei, Spanien und die Schweiz.

6. November: Trump verliert das Repräsentantenhaus

Jubel bei den Demokraten. Bei den Midterm-Wahlen in den USA verlieren die Republikaner die Mehrheit im Repräsentantenhaus. Trumps Partei büsst 40 Sitze ein, was auf die wachsende Unpopularität des Präsidenten zurückgeführt wird. Das Bild stammt aus dem demokratischen Hauptquartier in Olathe (Kansas). Im Senat gewinnen die Republikaner zwei Sitze dazu und können so ihre bisherige hauchdünne Mehrheit ausbauen. (Foto: Keystone/EPA/Jim Lo Scalzo)
Jubel bei den Demokraten. Bei den Midterm-Wahlen in den USA verlieren die Republikaner die Mehrheit im Repräsentantenhaus. Trumps Partei büsst 40 Sitze ein, was auf die wachsende Unpopularität des Präsidenten zurückgeführt wird. Das Bild stammt aus dem demokratischen Hauptquartier in Olathe (Kansas). Im Senat gewinnen die Republikaner zwei Sitze dazu und können so ihre bisherige hauchdünne Mehrheit ausbauen. (Foto: Keystone/EPA/Jim Lo Scalzo)

In Minnesota erobert die Somalia-stämmige Demokratin Ilhan Omar einen Sitz im Repräsentantenhaus. Sie ist die erste Muslimin, die ins US-Parlament einzieht. Während des somalischen Bürgerkrieges war ihre Familia nach Kenia geflohen. 1995 wanderte sie in die USA ein und studierte in Minneapolis politische Wissenschaften. Das Bild zeigt sie bei ihrer Siegesrede in St. Paul (Minnesota). (Foto: Keystone/AP/Hannah Foslien)
In Minnesota erobert die Somalia-stämmige Demokratin Ilhan Omar einen Sitz im Repräsentantenhaus. Sie ist die erste Muslimin, die ins US-Parlament einzieht. Während des somalischen Bürgerkrieges war ihre Familia nach Kenia geflohen. 1995 wanderte sie in die USA ein und studierte in Minneapolis politische Wissenschaften. Das Bild zeigt sie bei ihrer Siegesrede in St. Paul (Minnesota). (Foto: Keystone/AP/Hannah Foslien)

Die 78-jährige linksliberale Nancy Pelosi erklärt, sie kandidiere erneut als demokratische Mehrheitsführerin (Speakerin) im Repräsentantenhaus. Parteiintern ist sie jedoch umstritten. Pelosi gehört dem Repräsentantenhaus seit 1987 an. Bereits von 2007 bis 2011 war sie Speakerin. Bekannt ist, dass Präsident Trump eine tiefe Abneigung gegen sie hat. Im Bild: Pelosi bei ihrer Siegesrede im Hyatt Regency in Washington. (Foto: Keystone/AP/Jacquelyn Martin)
Die 78-jährige linksliberale Nancy Pelosi erklärt, sie kandidiere erneut als demokratische Mehrheitsführerin (Speakerin) im Repräsentantenhaus. Parteiintern ist sie jedoch umstritten. Pelosi gehört dem Repräsentantenhaus seit 1987 an. Bereits von 2007 bis 2011 war sie Speakerin. Bekannt ist, dass Präsident Trump eine tiefe Abneigung gegen sie hat. Im Bild: Pelosi bei ihrer Siegesrede im Hyatt Regency in Washington. (Foto: Keystone/AP/Jacquelyn Martin)

10. November: Schutt und Asche

Verheerende Waldbrände in Kalifornien haben nach Behördenangaben zu einem „ausserordentlichen Chaos“ geführt. Die Zahl der Toten steigt auf 63. Mehr als 600 Menschen werden vermisst. Einzelne Ortschaften sind völlig abgebrannt. Die unkontrollierten Feuer haben Hunderte Quadratkilometer Wald und Tausende Häuser zerstört. Bei dem „Camp Fire“ handelt es sich um den bislang folgenschwersten Waldbrand in der kalifornischen Geschichte. Vom Ort Paradise bleiben nur qualmende Ruinen übrig. Präsident Trump macht die Forstverwaltung für die Brände verantwortlich. Mitte November stattet er Kalifornien einen Besuch ab. Forscher bringen die Dimension der Busch- und Waldbrände zumindest teilweise auch mit dem Klimawandel in Verbindung. Darauf geht Trump nicht ein. (Foto: Keystone/AP/John Locher)
Verheerende Waldbrände in Kalifornien haben nach Behördenangaben zu einem „ausserordentlichen Chaos“ geführt. Die Zahl der Toten steigt auf 63. Mehr als 600 Menschen werden vermisst. Einzelne Ortschaften sind völlig abgebrannt. Die unkontrollierten Feuer haben Hunderte Quadratkilometer Wald und Tausende Häuser zerstört. Bei dem „Camp Fire“ handelt es sich um den bislang folgenschwersten Waldbrand in der kalifornischen Geschichte. Vom Ort Paradise bleiben nur qualmende Ruinen übrig. Präsident Trump macht die Forstverwaltung für die Brände verantwortlich. Mitte November stattet er Kalifornien einen Besuch ab. Forscher bringen die Dimension der Busch- und Waldbrände zumindest teilweise auch mit dem Klimawandel in Verbindung. Darauf geht Trump nicht ein. (Foto: Keystone/AP/John Locher)

Die Waldbrände sind die verheerendsten in der Geschichte Kaliforniens. Messstationen haben ergeben, dass die Luftqualität im Norden Kaliforniens wegen der Brände zeitweise schlechter geworden ist als jene in Smog-Städten in Indien und China. (Foto: Keystone/EPA/USFS)
Die Waldbrände sind die verheerendsten in der Geschichte Kaliforniens. Messstationen haben ergeben, dass die Luftqualität im Norden Kaliforniens wegen der Brände zeitweise schlechter geworden ist als jene in Smog-Städten in Indien und China. (Foto: Keystone/EPA/USFS)

15. November: Yves Yersin †

Der Westschweizer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent gehörte zu den bedeutendsten Filmschaffenden der Schweiz. Bekannt wurde er vor allem durch den Film „Les Petites Fugues“ (Kleine Fluchten) 1979. (U. a. auch „Le Panier à viande“ (mit Jacqueline Veuve) 1966, „Quatre d'entre elles“ 1968, „Swiss Made“ 1968–69, „Die letzten Heimposamenter“ 1974, „Tableau noir“ 2013). Im Bild: Yersin am Filmfestival in Locarno 2014. Er starb im Alter von 76 Jahren in Baulmes (VD). (Foto: Keystone/Urs Flüeler)
Der Westschweizer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent gehörte zu den bedeutendsten Filmschaffenden der Schweiz. Bekannt wurde er vor allem durch den Film „Les Petites Fugues“ (Kleine Fluchten) 1979. (U. a. auch „Le Panier à viande“ (mit Jacqueline Veuve) 1966, „Quatre d'entre elles“ 1968, „Swiss Made“ 1968–69, „Die letzten Heimposamenter“ 1974, „Tableau noir“ 2013). Im Bild: Yersin am Filmfestival in Locarno 2014. Er starb im Alter von 76 Jahren in Baulmes (VD). (Foto: Keystone/Urs Flüeler)

17. November: Gelbe Wut

Tausende Französinnen und Franzosen demonstrieren gegen Präsident Emmanuel Macron und seine Regierung. Entzündet hatten sich die Demonstrationen an der angekündigten Erhöhung der Treibstoffpreise. Doch schnell entwickelten sich die Aufmärsche zu einer allgemeinen Protestwelle gegen die steigenden Lebenshaltungskosten, die Arbeitslosigkeit und die düsteren Zukunftsaussichten eines grossen Teils der Bevölkerung. Präsident Emmanuel Macron wird als „Präsident der Reichen“ verunglimpft. Den Politikern wird vorgeworfen, abgehoben zu sein und die Bedürfnisse der Bevölkerung nicht mehr zu kennen. Die Demonstranten tragen gelbe Westen (gilets jaunes), die man in Frankreich obligatorisch aus Sicherheitsgründen im Auto mitführen muss. (Foto: Foto: Keystone/AP/Kamil Zihnioglu))
Tausende Französinnen und Franzosen demonstrieren gegen Präsident Emmanuel Macron und seine Regierung. Entzündet hatten sich die Demonstrationen an der angekündigten Erhöhung der Treibstoffpreise. Doch schnell entwickelten sich die Aufmärsche zu einer allgemeinen Protestwelle gegen die steigenden Lebenshaltungskosten, die Arbeitslosigkeit und die düsteren Zukunftsaussichten eines grossen Teils der Bevölkerung. Präsident Emmanuel Macron wird als „Präsident der Reichen“ verunglimpft. Den Politikern wird vorgeworfen, abgehoben zu sein und die Bedürfnisse der Bevölkerung nicht mehr zu kennen. Die Demonstranten tragen gelbe Westen (gilets jaunes), die man in Frankreich obligatorisch aus Sicherheitsgründen im Auto mitführen muss. (Foto: Foto: Keystone/AP/Kamil Zihnioglu))

Auf den Pariser Champs-Élysées herrschen teils bürgerkriegsähnliche Zustände. Vermummte Demonstranten errichten Barrikaden, zünden Autos und Kehrichtcontainer an und schlagen Schaufenster ein. Die Sicherheitskräfte reagieren mit Tränengas und Wasserwerfern. Unter die Gelbwesten mischen sich auch Anhänger rechts- und linksextremer Gruppierungen. (Foto: Keystone/AP/Claude Paris)
Auf den Pariser Champs-Élysées herrschen teils bürgerkriegsähnliche Zustände. Vermummte Demonstranten errichten Barrikaden, zünden Autos und Kehrichtcontainer an und schlagen Schaufenster ein. Die Sicherheitskräfte reagieren mit Tränengas und Wasserwerfern. Unter die Gelbwesten mischen sich auch Anhänger rechts- und linksextremer Gruppierungen. (Foto: Keystone/AP/Claude Paris)

Weil die samstäglichen gewalttätigen Demonstrationen nicht abebben, gibt Präsident Macron nach und verschiebt die Erhöhung der Treibstoffpreise. Ferner kündigt er eine Besserstellung der Mindestlohn-Bezieher an. Sein Rückzieher ist ein schwerer Schlag für sein Image. Beobachter rechnen damit, dass der einstige Hoffnungsträger immer mehr zur Lame Duck wird. Seine Popularitätswerte sind dramatisch gesunken. Nur noch 18 Prozent der Franzosen sind mit seiner Politik einverstanden. (Foto: Keystone/AP/Kamil Zihnioglu)
Weil die samstäglichen gewalttätigen Demonstrationen nicht abebben, gibt Präsident Macron nach und verschiebt die Erhöhung der Treibstoffpreise. Ferner kündigt er eine Besserstellung der Mindestlohn-Bezieher an. Sein Rückzieher ist ein schwerer Schlag für sein Image. Beobachter rechnen damit, dass der einstige Hoffnungsträger immer mehr zur Lame Duck wird. Seine Popularitätswerte sind dramatisch gesunken. Nur noch 18 Prozent der Franzosen sind mit seiner Politik einverstanden. (Foto: Keystone/AP/Kamil Zihnioglu)

November/Dezember: „Nicht ideal“

Die italienische Regierung, die im Budgetstreit mit der EU „keinen Millimeter“ nachgeben wollte, ist nun doch eingeknickt und hat teilweise nachgegeben - allerdings weniger stark, als die EU ursprünglich verlangte. Doch jetzt drückt Brüssel ein Auge zu und will mit Italien konstruktiv verhandeln. Die Lösung sei „nicht ideal“, sagte der zuständige Vizepräsident der EU. Die italienische Regierung will massiv mehr Schulden machen, um ihre Wahlversprechen finanzieren zu können. Dieses Vorhaben wurde nun einfach um einige Monate vertagt. Ein neuer Streit lauert also am Horizont. In der Bildmitte Ministerpräsident Giuseppe Conti, rechts Vizeministerpräsident und Chef der Cinque Stelle Luigi Di Maio, rechts: Vizeministerpräsident und Lega-Führer Matteo Salvini. (Foto: Keystone/EPA/Giuseppe Lami)
Die italienische Regierung, die im Budgetstreit mit der EU „keinen Millimeter“ nachgeben wollte, ist nun doch eingeknickt und hat teilweise nachgegeben - allerdings weniger stark, als die EU ursprünglich verlangte. Doch jetzt drückt Brüssel ein Auge zu und will mit Italien konstruktiv verhandeln. Die Lösung sei „nicht ideal“, sagte der zuständige Vizepräsident der EU. Die italienische Regierung will massiv mehr Schulden machen, um ihre Wahlversprechen finanzieren zu können. Dieses Vorhaben wurde nun einfach um einige Monate vertagt. Ein neuer Streit lauert also am Horizont. In der Bildmitte Ministerpräsident Giuseppe Conti, rechts Vizeministerpräsident und Chef der Cinque Stelle Luigi Di Maio, rechts: Vizeministerpräsident und Lega-Führer Matteo Salvini. (Foto: Keystone/EPA/Giuseppe Lami)

25. November: SVP-Initiative versenkt

Ein schwerer Tag für die SVP. Ihre Selbstbestimmungsinitiative wird unerwartet hoch, mit 66,3 Prozent versenkt. Kein einziger Kanton stimmt für die Vorlage. Im Bild: Jubel bei den Siegern. Von links Flavi Kleiner, Co-Präsidentin Operation Libero, Andrea Huber, Allianz der Zivilgesellschaft Schutzfaktor M, und Regula Rytz, Nationalrätin Grüne-BE. (Foto: Keystone/Peter Schneider).
Ein schwerer Tag für die SVP. Ihre Selbstbestimmungsinitiative wird unerwartet hoch, mit 66,3 Prozent versenkt. Kein einziger Kanton stimmt für die Vorlage. Im Bild: Jubel bei den Siegern. Von links Flavi Kleiner, Co-Präsidentin Operation Libero, Andrea Huber, Allianz der Zivilgesellschaft Schutzfaktor M, und Regula Rytz, Nationalrätin Grüne-BE. (Foto: Keystone/Peter Schneider).

25. November: Achtungserfolg

55 Prozent der Stimmenden lehnen die vom Bergbauer Armin Capaul initiierte Initiative ab - aber immerhin 45 Prozent stimmen dafür, was als Überraschung gewertet wird. Die Initiative forderte, dass Bauern, die Kühe oder Ziegen mit Hörnern halten, materiell unterstützt werden. Die Enthornung sei schmerzhaft, nicht artgerecht und verstosse gegen die Würde der Tiere, hatte Capaul argumentiert. Die Städte und grossen Ortschaften nehmen die Initiative an. (Foto: Keystone/Anthony Anex)
55 Prozent der Stimmenden lehnen die vom Bergbauer Armin Capaul initiierte Initiative ab - aber immerhin 45 Prozent stimmen dafür, was als Überraschung gewertet wird. Die Initiative forderte, dass Bauern, die Kühe oder Ziegen mit Hörnern halten, materiell unterstützt werden. Die Enthornung sei schmerzhaft, nicht artgerecht und verstosse gegen die Würde der Tiere, hatte Capaul argumentiert. Die Städte und grossen Ortschaften nehmen die Initiative an. (Foto: Keystone/Anthony Anex)

26. November: Bernardo Bertolucci †

Der italienische Regisseur von „Der letzte Tag in Paris“ und „Novecento“ stirbt in Rom im Alter von 77 Jahren an einer Krebserkrankung. Er gilt als einer der grössten Filmregisseure des 20. Jahrhundert. Im Bild: Bertolucci 1996 mit der amerikanischen Schauspielerin Liv Tyler. Wie Pasolini, Visconti und Antonioni war Bertolucci Marxist. Für den Film „Der letzte Kaiser“ (1987) erhielt er zwei Oscars und zwei Golden Globes. Für „Der grosse Irrtum“ (1970) und „Der letzte Tango in Paris“ (1972) wurde er mit zwei Oscar-Nominierungen geehrt. Das Filmfestival von Venedig verlieh ihm 2007 den Goldenen Ehrenlöwen für sein Gesamtwerk. In der Laudatio wurde er als „vielleicht berühmtester italienischer Regisseur der Gegenwart, und einer der wichtigsten und einflussreichsten in der Geschichte des Kinos“ bezeichnet. 2008 erhielt er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. (Foto: Keystone/AP/Remy de la Mauviniere)
Der italienische Regisseur von „Der letzte Tag in Paris“ und „Novecento“ stirbt in Rom im Alter von 77 Jahren an einer Krebserkrankung. Er gilt als einer der grössten Filmregisseure des 20. Jahrhundert. Im Bild: Bertolucci 1996 mit der amerikanischen Schauspielerin Liv Tyler. Wie Pasolini, Visconti und Antonioni war Bertolucci Marxist. Für den Film „Der letzte Kaiser“ (1987) erhielt er zwei Oscars und zwei Golden Globes. Für „Der grosse Irrtum“ (1970) und „Der letzte Tango in Paris“ (1972) wurde er mit zwei Oscar-Nominierungen geehrt. Das Filmfestival von Venedig verlieh ihm 2007 den Goldenen Ehrenlöwen für sein Gesamtwerk. In der Laudatio wurde er als „vielleicht berühmtester italienischer Regisseur der Gegenwart, und einer der wichtigsten und einflussreichsten in der Geschichte des Kinos“ bezeichnet. 2008 erhielt er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. (Foto: Keystone/AP/Remy de la Mauviniere)

30. November: G20 in Buenos Aires

Am G20-Gipfel in Buenos Aires nimmt auch der umstrittene saudische Prinz Mohammad bin Salman teil. Auch hohe amerikanische Regierungskreise werfen ihm vor, den Mord am saudischen Journalisten Khashoggi bestellt zu haben. Deshalb meiden ihn viele Konferenzteilnehmer. Nicht jedoch Donald Trump. Vorwiegend aus wirtschaftlichen und strategischen Gründen weigert er sich, zum Prinzen auf Distanz zu gehen. Die USA und Saudi-Arabien haben im vergangenen Jahr ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft abgeschlossen. Trump argumentiert, es sei nicht erwiesen, dass bin Salman in den Mord an Kashoggi verwickelt sei. (Foto: Keystone/EPA/Lukas Coch)
Am G20-Gipfel in Buenos Aires nimmt auch der umstrittene saudische Prinz Mohammad bin Salman teil. Auch hohe amerikanische Regierungskreise werfen ihm vor, den Mord am saudischen Journalisten Khashoggi bestellt zu haben. Deshalb meiden ihn viele Konferenzteilnehmer. Nicht jedoch Donald Trump. Vorwiegend aus wirtschaftlichen und strategischen Gründen weigert er sich, zum Prinzen auf Distanz zu gehen. Die USA und Saudi-Arabien haben im vergangenen Jahr ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft abgeschlossen. Trump argumentiert, es sei nicht erwiesen, dass bin Salman in den Mord an Kashoggi verwickelt sei. (Foto: Keystone/EPA/Lukas Coch)

Auch der russische Präsident Putin zeigt Mohammad bin Salman keineswegs die kalte Schulter - wohl ebenfalls aus wirtschaftlichen und strategischen Gründen. (Foto: Keystone/AP/Pablo Martinez Monsivais)
Auch der russische Präsident Putin zeigt Mohammad bin Salman keineswegs die kalte Schulter - wohl ebenfalls aus wirtschaftlichen und strategischen Gründen. (Foto: Keystone/AP/Pablo Martinez Monsivais)

5. Dezember: Frauenpower

Die Walliser Nationalrätin Viola Amherd (links) und die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter werden im ersten Wahlgang in die Landesregierung gewählt. Amherd (CVP) erhält 148 und Keller-Sutter (FDP) 154 Stimmen. Das Bild zeigt die beiden nach der Wahl. (Foto: Keystone/Anthony Anex)
Die Walliser Nationalrätin Viola Amherd (links) und die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter werden im ersten Wahlgang in die Landesregierung gewählt. Amherd (CVP) erhält 148 und Keller-Sutter (FDP) 154 Stimmen. Das Bild zeigt die beiden nach der Wahl. (Foto: Keystone/Anthony Anex)

(Foto: Keystone/Peter Klaunzer)
(Foto: Keystone/Peter Klaunzer)

7. Dezember: Von Merkel zu AKK

Die 56-jährige frühere Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer, wird am CDU-Parteitag in Hamburg zur Generalsekretärin der CDU gewählt. In der Stichwahl schlägt sie Friedrich Merz. Damit wird AKK Nachfolgerin von Angela Merkel und hat Chancen, nächste Bundeskanzlerin zu werden. (Foto: Keystone/DPA/Gregor Fischer)
Die 56-jährige frühere Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer, wird am CDU-Parteitag in Hamburg zur Generalsekretärin der CDU gewählt. In der Stichwahl schlägt sie Friedrich Merz. Damit wird AKK Nachfolgerin von Angela Merkel und hat Chancen, nächste Bundeskanzlerin zu werden. (Foto: Keystone/DPA/Gregor Fischer)

13. Dezember: Die Scheidungswilligen

Die britische Premierministerin Theresa May kämpft verbissen um ein Brexit-Abkommen. Das Bild zeigt sie mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker während des EU-Gipfeltreffens in Brüssel am 13. Dezember. Obwohl sich May und die EU grundsätzlich einig geworden sind und obwohl May eine Vertrauensabstimmung in der eigenen Partei überstanden hat, liegt ein Brexit-Abkommen in weiter Ferne. Die Abstimmung im Parlament über den Brexit-Deal musste auf 21. Januar verschoben wird. Ein „Nein“ zum Abkommen gilt als wahrscheinlich. Und dann? „Der eigentliche Wahnsinn hat erst begonnen“, schreiben britische Medien. In Grossbritannien wächst da und dort die Erkenntnis, dass man mit dem Brexit ein Riesenchaos angerichtet hat. (Foto: Keystone/EPA/Olivier Hoslet)
Die britische Premierministerin Theresa May kämpft verbissen um ein Brexit-Abkommen. Das Bild zeigt sie mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker während des EU-Gipfeltreffens in Brüssel am 13. Dezember. Obwohl sich May und die EU grundsätzlich einig geworden sind und obwohl May eine Vertrauensabstimmung in der eigenen Partei überstanden hat, liegt ein Brexit-Abkommen in weiter Ferne. Die Abstimmung im Parlament über den Brexit-Deal musste auf 21. Januar verschoben wird. Ein „Nein“ zum Abkommen gilt als wahrscheinlich. Und dann? „Der eigentliche Wahnsinn hat erst begonnen“, schreiben britische Medien. In Grossbritannien wächst da und dort die Erkenntnis, dass man mit dem Brexit ein Riesenchaos angerichtet hat. (Foto: Keystone/EPA/Olivier Hoslet)

19. Dezember: Hoffnung für Jemen?

Die Kriegsparteien im jemenitischen Bürgerkrieg einigen sich auf einen Waffenstillstand in der umkämpften Hafenstadt Hudeida. Im Januar sollen Friedensverhandlungen folgen. Die Uno bezeichnet den dreijährigen Bürgerkrieg als die „weltweit grösste humanitäre Katastrophe“. Acht Millionen Menschen hungern. Eine Million Kinder sind unterernährt. Die Cholera breitet sich aus. Medizinische Versorgung gibt es kaum. Laut der Unicef bombardieren Kampfflugzeuge der saudischen Militärallianz fast täglich Wohngebiete, Schulhäuser und Spitäler. Trotz des Waffenstillstands gehen die Kämpfe da und dort weiter. Viele Beobachter glauben nicht an eine baldige Befriedung des zerrütteten Landes.  (Foto: Keystone/AP/Hani Mohammed)
Die Kriegsparteien im jemenitischen Bürgerkrieg einigen sich auf einen Waffenstillstand in der umkämpften Hafenstadt Hudeida. Im Januar sollen Friedensverhandlungen folgen. Die Uno bezeichnet den dreijährigen Bürgerkrieg als die „weltweit grösste humanitäre Katastrophe“. Acht Millionen Menschen hungern. Eine Million Kinder sind unterernährt. Die Cholera breitet sich aus. Medizinische Versorgung gibt es kaum. Laut der Unicef bombardieren Kampfflugzeuge der saudischen Militärallianz fast täglich Wohngebiete, Schulhäuser und Spitäler. Trotz des Waffenstillstands gehen die Kämpfe da und dort weiter. Viele Beobachter glauben nicht an eine baldige Befriedung des zerrütteten Landes. (Foto: Keystone/AP/Hani Mohammed)

Und zum Schluss noch dies

Im August ziehen die Älpler mit ihrem Vieh von den höheren Weiden beim Klausenpass auf die niedrigen Alpen. Eine leicht verletzte Kuh kann den Abstieg nicht meistern. Mit einem Helikopter wird sie ausgeflogen und gesellt sich bald zu ihren Artsgenossen bei Urnerboden. (Foto: Keystone/Uerts Flüeler)
Im August ziehen die Älpler mit ihrem Vieh von den höheren Weiden beim Klausenpass auf die niedrigen Alpen. Eine leicht verletzte Kuh kann den Abstieg nicht meistern. Mit einem Helikopter wird sie ausgeflogen und gesellt sich bald zu ihren Artsgenossen bei Urnerboden. (Foto: Keystone/Uerts Flüeler)

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