Damals am 13. November

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Damals am 13. November

Von Journal21, 13.11.2018

Geburt von Rudolf Minger - Geburt von Robert Louis Stevenson - Geburt von Jean Seberg - 500’000 Tote in Pakistan - Tod von Vittorio de Sica - Fürst Adam II. wird Staatsoberhaupt - Massaker in Paris

Herausgegriffen

13. November 2015: 130 Menschen sterben bei Schiessereien, Sprengstoffanschlägen und Selbstmordattentaten. Der „Islamische Staat“ übernimmt die Verantwortung für die Massaker. Die Attentate ereignen sich im 10. und 11. Pariser Arrondissement sowie in der Vorstadt Saint-Denis. Sechs Attentäter sprengen sich mit Sprengstoffwesten in den Tod, einer wird von der Polizei erschossen. 352 Menschen werden verletzt, 97 davon schwer. 

Die Angriffsserie beginnt am Abend vor dem Stade de France im Vorort Saint-Denis, wo das Fussballspiel Frankreich gegen Deutschland stattfindet. Kurz darauf dringen drei Attentäter ins Bataclan-Theater am Boulevard Voltaire im 11. Arrondissement ein. Sie schiessen zehn Minuten lang mit Kalaschnikows ins Publikum und werfen Handgranaten. Zwei Polizisten gelingt es, einen Attentäter zu erschiessen, die beiden andern sprengen sich später mit Sprengstoffgürteln in den Tod. Allein im Bataclan sterben 89 Zuschauerinnen und Zuschauer. Auch die Gäste mehrerer Bars und Restaurant werden von einem weiteren Kommando unter Feuer genommen. Der Drahtzieher der Anschläge, der Belgier Abdelhamid Abaaoud, stirbt am 18. November bei einer siebenstündigen Razzia im Pariser Vorort Saint-Denis. Die Attentate sind die schwersten in Europa seit den islamistischen Anschlägen auf Madrider Vorortszüge am 11. März 2004. Damals starben 191 Menschen. Im Bild eine Szene vor dem Bataclan. (Foto: Keystone/AP)
13. November 2015: 130 Menschen sterben bei Schiessereien, Sprengstoffanschlägen und Selbstmordattentaten. Der „Islamische Staat“ übernimmt die Verantwortung für die Massaker. Die Attentate ereignen sich im 10. und 11. Pariser Arrondissement sowie in der Vorstadt Saint-Denis. Sechs Attentäter sprengen sich mit Sprengstoffwesten in den Tod, einer wird von der Polizei erschossen. 352 Menschen werden verletzt, 97 davon schwer.

Die Angriffsserie beginnt am Abend vor dem Stade de France im Vorort Saint-Denis, wo das Fussballspiel Frankreich gegen Deutschland stattfindet. Kurz darauf dringen drei Attentäter ins Bataclan-Theater am Boulevard Voltaire im 11. Arrondissement ein. Sie schiessen zehn Minuten lang mit Kalaschnikows ins Publikum und werfen Handgranaten. Zwei Polizisten gelingt es, einen Attentäter zu erschiessen, die beiden andern sprengen sich später mit Sprengstoffgürteln in den Tod. Allein im Bataclan sterben 89 Zuschauerinnen und Zuschauer. Auch die Gäste mehrerer Bars und Restaurant werden von einem weiteren Kommando unter Feuer genommen. Der Drahtzieher der Anschläge, der Belgier Abdelhamid Abaaoud, stirbt am 18. November bei einer siebenstündigen Razzia im Pariser Vorort Saint-Denis. Die Attentate sind die schwersten in Europa seit den islamistischen Anschlägen auf Madrider Vorortszüge am 11. März 2004. Damals starben 191 Menschen. Im Bild eine Szene vor dem Bataclan. (Foto: Keystone/AP)

Es geschah an einem 13. November

1460: Tod von Heinrich dem Seefahrer, portugiesischer Prinz.

1475: Schlacht auf der Planta: Die Eidgenossen und die Oberwalliser besiegen das Heer der Savoyer und Karl dem Kühnen.

1805: Napoleon erobert Wien.

1850: Geburt von Robert Louis Stevenson, schottischer Schriftsteller, Verfasser historischer Romane, Abenteuer- und Reiseerzählungen. Am bekanntesten sind „Die Schatzinsel“ sowie die Schauererzählung „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“. Mehrere seiner Romane wurden verfilmt. Stevenson leidet an Tuberkulose und stirbt mit 44 Jahren. (Gemälde von John Singer Sargent 1887)

1862: Tod von Ludwig Uhland, deutscher Schriftsteller, Dichter (u. a. „Die Kapelle“ 1805), Germanist, liberaler Politiker.

1869: Geburt von Helene Stöcker, deutsche Frauenrechtlerin, Pazifistin, Sexualreformerin, Gründerin des „Bundes für Mutterschutz“ (BfM), 1905.

1881: Geburt von Rudolf Minger

Minger, Schweizer Bundesrat (BGB/BE) von 1929 bis 1940, gilt als einer der populärsten und volksnahesten Bundesräte. Mit seiner Wahl in den Bundesrat hält erstmals ein Bauernvertreter Einzug in die Landesregierung. Er war Initiant der bernischen Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei. Minger übernimmt gegen seinen Willen das Militärdepartement. Er reformiert die Armee, verbessert die Ausbildung und verlängert die Rekrutenschule auf 118 und den Wiederholungskurs auf 20 Tage. Er versucht, die Armee populär zu machen, indem er sie Defilees und Tage der offenen Tür durchführen lässt. Eine Wehranleihe wird trotz schlechtem Zins weit überzeichnet, was die damals steigende Popularität der Armee deutlich macht. Minger, ein Freund von Henri Guisan, setzt sich für dessen Wahl zum General ein. Minger steht politisch teils pointiert rechts, war aber ein entschiedener und mutiger Gegner der Nazis und der italienischen Faschisten. Er ist ein gewandter Redner mit viel Humor. Noch heute zirkulieren zahlreiche Minger-Witze, die seine Beliebtheit im Volk unterstreichen. Nach seinem überraschenden Rücktritt mitten im Krieg kehrt der frühere Bauer auf seinen Hof in Schüpfen (BE) zurück.
Minger, Schweizer Bundesrat (BGB/BE) von 1929 bis 1940, gilt als einer der populärsten und volksnahesten Bundesräte. Mit seiner Wahl in den Bundesrat hält erstmals ein Bauernvertreter Einzug in die Landesregierung. Er war Initiant der bernischen Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei. Minger übernimmt gegen seinen Willen das Militärdepartement. Er reformiert die Armee, verbessert die Ausbildung und verlängert die Rekrutenschule auf 118 und den Wiederholungskurs auf 20 Tage. Er versucht, die Armee populär zu machen, indem er sie Defilees und Tage der offenen Tür durchführen lässt. Eine Wehranleihe wird trotz schlechtem Zins weit überzeichnet, was die damals steigende Popularität der Armee deutlich macht. Minger, ein Freund von Henri Guisan, setzt sich für dessen Wahl zum General ein. Minger steht politisch teils pointiert rechts, war aber ein entschiedener und mutiger Gegner der Nazis und der italienischen Faschisten. Er ist ein gewandter Redner mit viel Humor. Noch heute zirkulieren zahlreiche Minger-Witze, die seine Beliebtheit im Volk unterstreichen. Nach seinem überraschenden Rücktritt mitten im Krieg kehrt der frühere Bauer auf seinen Hof in Schüpfen (BE) zurück.

1886: Tod von Gioacchino Rossini, italienischer Komponist.

1886: Geburt von Mary Wigman, deutsche Tänzerin („German Dance“).

1917: Geburt von Margrit Winter, Schweizer Schauspielerin. Neben ihren Rollen in Theaterstücken spielte sie auch in Filmen mit, wie bei der Gotthelf-Verfilmung von „Anne Bäbi Jowäger“ oder in Dürrenmatts Krimi „Es geschah am hellichten Tag“. 1957 wurde sie als erste Trägerin mit dem Hans-Reinhart-Ring ausgezeichnet.

1933: Geburt von Peter Härtling, deutscher Schriftsteller, Lyriker, Verfasser von Kinderbüchern („Das war der Hirbel“ 1973, „Theo haut ab“, 1977, „Ben liebt Anna“ 1979).

1938: Geburt von Jean Seberg, amerikanische Filmschauspielerin, Ikone der Nouvelle Vague. (u. a. „Bonjour tristesse 1958, A bout de souffle“ 1960). Seberg stirbt vermutlich am 30. August 1979, wahrscheinlich beging sie Suizid. Sie war verletzt, weil sie glaubte, ihr Ehemann, der Autor Roman Gary, habe in dem Film „Clair de femme“ ihr Leben ausgebreitet und es von Romy Schneider spielen lassen. Sie ist auf dem Pariser Cimetière Montparnasse beerdigt. Romain Gary sagte, sie sei vom US-Geheimdienst ermordet worden.

1945: De Gaulle wird Ministerpräsident.

1955: Geburt von Whoopi Goldberg (Caryn Elaine Johnson), amerikanische Schauspielerin (u. a. „Die Farbe Lila“ 1985, „Ghost – Nachricht von Sam“ 1990, „Sister Act“ 1992), Sängerin, Oscar-Preisträgerin.

1969: Geburt von Ayaan Hirsi Ali, somalisch-amerikanische Aktivistin, Frauenrechtlerin, ehemalige niederländische Politikerin, Islamkritikerin.

1970: Ein Zyklon und ein folgender Tsunami verwüsten die Region Bhola in Pakistan: Eine halbe Million Menschen sterben.

1974: Tod von Vittorio de Sica, italienischer Filmschauspieler, Regisseur (u. a. „Ladri di biciclette“ 1948, „Boccaccio '70“ Episode 1962, „Ieri, oggi e domani“ 1963, „Matrimonio all’italiana“ 1964).

1989: Fürst Adam II. wird Staatsoberhaupt in Liechtenstein.

2011: Der parteilose Thomas Minder, Begründer der Abzocker-Initiative, wird Schaffhauser Ständerat.

2015: Massaker in Paris.

2016: Christian Kracht wird für seinen Roman „Die Toten“ mit dem mit 30’000 Franken dotierten Schweizer Buchpreis 2016 geehrt.

Kommentare

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