Damals am 10. Mai

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Damals am 10. Mai

Von Journal21, 10.05.2021

Das Elsass wird deutsch - Deutscher Einmarsch in Belgien - Rudolf Hess fliegt nach Schottland - Mitterrand wird Präsident - Tod von Otto Steiger - Circus Nock gibt auf

Herausgegriffen

10. Mai 1940: Beginn des deutschen „Blitzkrieges“ in Belgien. Im Bild eine Frau mit ihren Kindern nach einem Bombenangriff auf ihr Dorf. Die belgische Armee kapituliert am 28. Mai. Im Zuge der militärischen Offensive der deutschen Wehrmacht im Westen werden neben Belgien die Niederlande und Luxemburg besetzt. Der Westfeldzug endet am 25. Juni 1940 mit der Niederlage Frankreichs und dem Waffenstillstand von Compiègne.
10. Mai 1940: Beginn des deutschen „Blitzkrieges“ in Belgien. Im Bild eine Frau mit ihren Kindern nach einem Bombenangriff auf ihr Dorf. Die belgische Armee kapituliert am 28. Mai. Im Zuge der militärischen Offensive der deutschen Wehrmacht im Westen werden neben Belgien die Niederlande und Luxemburg besetzt. Der Westfeldzug endet am 25. Juni 1940 mit der Niederlage Frankreichs und dem Waffenstillstand von Compiègne.

Es geschah an einem 10. Mai

1521: Tod von Sebastian Brant, deutscher Humanist, Jurist und Publizist (u. a. „Das Narrenschiff“ 1494).

1760: Geburt von Johann Peter Hebel, deutscher Schriftsteller, Theologe (u. a. „Allemannische Gedichte" 1803, „Der Rheinländische Hausfreund“ 1803–1811, „Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds“ 1811).

1760: Geburt von Claude Joseph Rouget de Lisle, französischer Dichter, Komponist der „Marseillaise“ („Chant de guerre pour l’armée du Rhin“ 1792). 

1774: Tod von Louis XV (Ludwig XV.), König von Frankreich und Navarra von 1715 bis 1774. Seine Mätresse war Madame de Pompadour.

1774: Louis XVI (Ludwig XVI.) wird König von Frankreich, der letzte König des Ancien Régime. Nach der Französischen Revolution muss er der Umwandlung der absoluten in eine konstitutionelle Monarchie zustimmen. 1792 wird er abgesetzt, später zum Tod verurteilt und am 21. Januar 1793 auf der Place de la Concorde guillotiniert. Neun Monate später erleidet seine Frau Marie Antoinette das gleiche Schicksal. (Bild: PD)

1838: Geburt von John Wilkes Booth, amerikanischer Schauspieler. Am 14. April 1865 verübt er das Attentat auf Präsident Abraham Lincoln. Am 26. April wird er auf der Flucht in einer Scheune in Virginia erschossen.

1841: Geburt von James Gordon Bennett, amerikanischer Zeitungsverleger („New York Herald“ und „International Herald Tribune“). Er finanziert die Expedition unter Henry Morton Stanley zur Auffindung David Livingstones.

1865: Jefferson Davis, der Präsident der sezessionistischen Südstaaten, wird gegen Ende des amerikanischen Bürgerkrieges gefangengenommen.

1871: Der deutsch-französische Krieg ist zu Ende. Frankreich verliert das Elsass und Teile Lothringens an Deutschland.

1877: Rumänien löst sich vom Osmanischen Reich und erklärt sich für unabhängig.

1878: Geburt von Gustav Stresemann, Politiker der Weimarer Republik, Reichskanzler und Reichsminister des Auswärtigen (1923). Zusammen mit dem französischen Aussenminister Aristide Briand erhält er 1926 den Friedensnobelpreis. 

1886: Geburt von Karl Barth, Schweizer evangelisch-reformierter Theologe und Pfarrer, „Genosse Pfarrer“, „Kirchenvater des 20. Jahrhunderts“. Während der Nazi-Zeit gehört der sozial Engagierte zu den Mitbegründern der „Bekennenden Kirche“. 

1888: Geburt von Max Steiner (Maximilian Raoul Steiner), österreichisch-amerikanischer Komponist von Filmmusik (u. a. „Vom Winde verweht“ 1939, „Casablanca“ 1942), mehrfacher Oscar-Preisträger. 

1896: Gründung des FC Winterthur

Der Klub wird von Technikum-Studenten als „Excelsior FC Winterthur“ gegründet. Im Juli wird der Verein in „FC Winterthur“ umbenannt. Wenige Monate später fusioniert er mit dem „Cercle Romand“. 1901 vereinigt er sich mit dem Gymnasiasten-Verein „FC Vereinigung Winterthur“. Die vielen Romands im Klub werden zu dieser Zeit gebeten, den Klub zu verlassen. Sie gründen den „FC Latin Winterthur“. Der FC Winterthur wurde dreimal Schweizer Meister: 1906, 1908 und 1916/17. Das Bild zeigt das Team von 1906. Hinterste Reihe: Hans Sporrer, Karl Arbenz, Heinrich Müller, Hans Baer; mittlere Reihe: Fritz Frauenfelder, Hans Walter, Otto Jucker; vorderste Reihe: Ernst Walter, Konrad Walter Herrmann, Jacques Reich, Georges Lang, E. Hohmann (Trainer).
Der Klub wird von Technikum-Studenten als „Excelsior FC Winterthur“ gegründet. Im Juli wird der Verein in „FC Winterthur“ umbenannt. Wenige Monate später fusioniert er mit dem „Cercle Romand“. 1901 vereinigt er sich mit dem Gymnasiasten-Verein „FC Vereinigung Winterthur“. Die vielen Romands im Klub werden zu dieser Zeit gebeten, den Klub zu verlassen. Sie gründen den „FC Latin Winterthur“. Der FC Winterthur wurde dreimal Schweizer Meister: 1906, 1908 und 1916/17. Das Bild zeigt das Team von 1906. Hinterste Reihe: Hans Sporrer, Karl Arbenz, Heinrich Müller, Hans Baer; mittlere Reihe: Fritz Frauenfelder, Hans Walter, Otto Jucker; vorderste Reihe: Ernst Walter, Konrad Walter Herrmann, Jacques Reich, Georges Lang, E. Hohmann (Trainer).

1899: Geburt von Fred Astaire (Frederick Austerlitz), amerikanischer (Stepp-)Tänzer, Sänger und Schauspieler.

1904: Tod von Sir Henry Morton Stanley, britisch-amerikanischer Journalist, Autor und Afrikaforscher, berühmt durch seine Afrika-Expedition und die Suche nach David Livingstone („Doctor Livingstone, I presume?“).

1933: In Deutschland beginnen die Nazis mit den Bücherverbrennungen.

1940: Deutsche Truppen marschieren in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg ein.

1940: Neville Chamberlain tritt als britischer Premier zurück. Nachfolger wird Churchill.

1941: Rudolf Hess, Stellvertreter von Adolf Hitler und Reichsminister ohne Geschäftsbereich, fliegt mit einer Messerschmitt Bf 110 in Richtung Schottland, um mit Douglas Douglas-Hamilton, den er für den Anführer der britischen Friedensbewegung und Gegner von Premierminister Winston Churchill hält, über ein Friedensabkommen zu verhandeln. Nach der Bruchlandung seiner Maschine wird er verhaftet. Es stellt sich heraus, dass er ohne Auftrag Hitlers gehandelt hat. Im Nürnberger Prozess wird er zu lebenslanger Haft verurteilt. 1987 begeht er im Kriegsverbrechergefängnis Spandau Suizid.

1946: Geburt von Donovan (Phillips Leitch), britischer Singer-Songwriter, Gitarrist und Komponist. Zu seinen bekanntesten Songs gehören „Catch the Wind“, „Universal Soldier“, „Colours“ (alle 1965), „Sunshine Superman“, „Season of the Witch“ (1966), „Mellow Yellow“ (1967), „Jennifer Juniper,“ „Hurdy Gurdy Man“ und „Atlantis“ (alle 1968).

1949: Bonn wird Hauptstadt der BRD.

1953: Die DDR-Stadt Chemnitz wird anlässlich des „Karl-Marx-Jahres“ in Karl-Marx-Stadt umbenannt. In einer Volksabstimmung im April 1990 sprechen sich 76 Prozent dafür aus, dass die Stadt den früheren Namen erhalten soll. Am 1. Juni 1990 wird Karl-Marx-Stadt wieder in Chemnitz umbenannt.

1960: Geburt von Bono (Paul David Hewson), irischer Musiker, Frontsänger der Rockband „U2“ (seit 1976), sozial engagiert. 

1965: Geburt von Linda Evangelista, kanadisches „Supermodel“.

1981: François Mitterrand wird erster sozialistischer Präsident der 5. Republik. Er schlägt Valéry Giscard d’Estaing.

2005: Tod von Otto Steiger, Schweizer Schriftsteller (u. a. „Sie tun als ob sie lebten" 1942, „Und endet doch alles mit Frieden“ 1949, „Porträt eines angesehenen Mannes“ 1952, „Die Unreifeprüfung“ 1984, „Der Doppelgänger“ 1985 „Schott“ 1992, „Schachmatt“ 1996). Steiger war 1970 bis 1974 Vizepräsident des Schweizer Schriftstellerverbandes und 1981/82 Präsident des Deutschschweizer PEN-Zentrums. Er schrieb Kolumnen für den „Tages-Anzeiger“ und die Gewerkschaftspresse. 1984 erhielt er den Preis der Schweizerischen Schillerstiftung.

2012: Präsident Obama spricht sich für die Ehe gleichschlechtlicher Paare aus.

2013: In Guatemala wird der frühere Präsident und Diktator Efraín Rios Montt wegen Völkermords und Vergehen gegen die Menschlichkeit zu 80 Jahren Gefängnis verurteilt. Er stirbt am 1. April 2018.

2019: Servette steigt auf

Nach dem 3:1 Sieg gegen Lausanne vor über 20'000 Zuschauern steigt der Genfer Fussballklub Servette FC wieder in die höchste Spielklasse auf. Der traditionsreiche 17-fache Schweizermeister, der mit schweren finanziellen Problemen zu kämpfen hatte, fristete lange Jahre in der Challenge League (früher: Nationalliga B) und sogar in der Amateurliga (1. Liga). Servette ersetzt in der Super League einen anderen Traditionsklub: die Zürcher Grasshoppers, die zum ersten Mal seit 70 Jahren absteigen. (Foto: Keystone/Salvatore di Nolfi)
Nach dem 3:1 Sieg gegen Lausanne vor über 20'000 Zuschauern steigt der Genfer Fussballklub Servette FC wieder in die höchste Spielklasse auf. Der traditionsreiche 17-fache Schweizermeister, der mit schweren finanziellen Problemen zu kämpfen hatte, fristete lange Jahre in der Challenge League (früher: Nationalliga B) und sogar in der Amateurliga (1. Liga). Servette ersetzt in der Super League einen anderen Traditionsklub: die Zürcher Grasshoppers, die zum ersten Mal seit 70 Jahren absteigen. (Foto: Keystone/Salvatore di Nolfi)

2019: Aus für den ältesten Zirkus der Schweiz

Der Schweizer Circus Nock stellt seinen Betrieb nach 158 Jahren per sofort ein. Das Aargauer Familienunternehmen begründet den überraschenden Schritt mit Defiziten, der Konkurrenz, der schwierigen Suchen nach Standorten und mit verschärften Tierschutzauflagen. Die Anfänge der Nock-Dynasie reichen bis 17. Jahrhundert zurück. Seit ca. 1860 reist die Familie Nock mit Arena und Zirkus durch die Schweiz und ist somit der älteste Zirkus des Landes. Alte Inserate berichten von Gastspielen in Richterswil (1890) und Davos (1892). Schon damals war Nock ein etabliertes Unternehmen mit Elefanten, eigenem Orchester und Generator. Und bereits anno dazumal beschäftigte man ausländische Artisten. Das Bild zeigt die Nock-Arena um 1900. (Bild: Circus Nock)
Der Schweizer Circus Nock stellt seinen Betrieb nach 158 Jahren per sofort ein. Das Aargauer Familienunternehmen begründet den überraschenden Schritt mit Defiziten, der Konkurrenz, der schwierigen Suchen nach Standorten und mit verschärften Tierschutzauflagen. Die Anfänge der Nock-Dynasie reichen bis 17. Jahrhundert zurück. Seit ca. 1860 reist die Familie Nock mit Arena und Zirkus durch die Schweiz und ist somit der älteste Zirkus des Landes. Alte Inserate berichten von Gastspielen in Richterswil (1890) und Davos (1892). Schon damals war Nock ein etabliertes Unternehmen mit Elefanten, eigenem Orchester und Generator. Und bereits anno dazumal beschäftigte man ausländische Artisten. Das Bild zeigt die Nock-Arena um 1900. (Bild: Circus Nock)

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