Ungestört unter uns

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Ungestört unter uns

Von Kommentar 21, 27.06.2013

Gut, gibt es in der Schweiz Ausländer. Je mehr, desto besser. Sie sind der Schlüssel für die Lösung unserer Probleme. Steigende Mietzinsen, überfüllte Züge, himmelwärts wachsende Gesundheitskosten, blühender Drogenhandel, ausartender Strassenstrich: Schuld sind die Ausländer. Wahrscheinlich auch am nasskalten Sommer. Sie müssen weg. Je mehr Ausländer hier leben, desto schneller leuchten uns rigorose Ausschaffung und hermetische Abschottung ein. Je grösser der Ärger über mangelnde Integration, desto feuriger packen wir die Massnahmen an. Den Ausländern sei Dank. Ohne sie wüssten wir nicht, wie wir unsere Schwierigkeiten bewältigen sollten. Die Ausländer nehmen uns die begehrten Arbeitsplätze in den Spitälern, bei der Kehrichtabfuhr, der Erdbeerernte und den Reinigungsinstituten weg. Eine aufs Schweizer Volksempfinden spezialisierte und mit dem Scharfblick für ursächliche Zusammenhänge gesegnete Partei will das ändern. Mit dem gewissenhaft durchdachten Verbot der Masseneinwanderung und dem sorgfältig geplanten Aufbau einer Masseneinwanderungsbekämpfungsbürokratie. Das schafft Arbeits- und Ausbildungsplätze. Für Schweizerinnen und Schweizer. Ist das nicht genial? Und erst noch – eine der schönsten helvetischen Tugenden – uneigennützig. Denn unter der reinrassigen Käseglocke Schweiz verliert besagte Partei ihre Aufgabe. Wir blühen in Sorglosigkeit wieder auf. Wie das glückselige, weil ausländerfreie Nordkorea. (Alex Bänninger)

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"Denn unter der reinrassigen Käseglocke Schweiz verliert besagte Partei ihre Aufgabe. Wir blühen in Sorglosigkeit wieder auf. Wie das glückselige, weil ausländerfreie Nordkorea." (Zitat aus dem Kommentar von A. Bänninger)

3 wirklich haarsträubende Sätze!!! Erstmal grundsätzlich: Reinrassig waren wir noch nie! "Den Schweizer" als solchen hat es nie gegeben. Der Beweis dafür liegt auch heute offen vor Ihnen: Warum denken Sie haben wir eine französische, italienische, rätoromanische und deutsche Schweiz? Wieso erkennt man heute noch mühelos das die Bewohner der verschiedenen Landesteile nicht nur ihre eigenen Sprachen haben, sondern auch die entsprechenden unterschiedlichen Kulturen? Das Wort "Reinrassig" setzt eine Menge Links in eine ganz dreckige Richtung in Betrieb, Herr Bänninger! Bezüge die mit der Schweiz und ihrer Bevölkerung nichts zu tun haben. Soviel ich weiss, ist in unserem Land jeder Bürger demokratisch gleichberechtigt und keinem wird das Recht auf Leben abgesprochen, egal aus welchem Landesteil er kommt!

Wie kommt man bloss dazu die (vorläufig noch) demokratische Schweiz in irgendeiner Form mit Nordkorea in Verbindung zu bringen? Oder dieses, wie Sie es tun, für die Zukunft zu visionieren? Nordkorea ist eine Diktatur die seit Generationen vom Vater auf den Sohn übergeht (ist hier nicht möglich, wie denn auch?) und die skrupellos jeden Bürger von seinem ersten Atemzug bis zum Letzten kontrolliert und ausbeutet. Die Nordkoreaner haben während ihrer ganzen irdischen Existenz nie irgendeine Chance auf einen eigenen Gedanken, geschweige denn auf ein selbstbestimmtes Leben in irgendeiner Form!

So! Und jetzt habe ich eine ganz tolle Nachricht für Sie, Herr Bänninger: Das nordkoreanische System der geballten unbegrenzten auf einen Punkt konzentrierten totalen Macht findet immer wieder Nachahmer, die solches sehr gerne zum Beispiel in Europa installieren würden! Wäre Nordkorea für den Beamtenkoloss in Brüssel nicht eine optimale Blaupause, die man leicht abgewandelt, am besten für den ganzen Kontinent installieren könnte? Die Schweiz kann hoffentlich niemals Nordkorea werden - ausser sie wird von anderen, grössenwahnsinnigen Systemen unterwandert, geschwächt und in der Folge höchst unfreundlich übernommen. Diese grössenwahnsinnigen Systeme haben allerdings sicher nichts mit der von Ihnen angesprochenen Partei zu tun, sondern im Gegenteil eher mit den Befürwortern eines grenzüberschreitenden, alles vereinheitlichenden, die kulturelle Einzigartigkeit des Menschen auf Bonsaigrösse beschneidenden, globalisierenden Denkens. Die Geschichte zeigt uns deutlich, je grösser das zu "regierende Gebiet", desto menschenfeindlicher, vereinheitlichender und diktatorischer die Kontrollen durch einen meist total korrupten Beamtenapparat, hinter dem sich ein paar skrupellose, selbsternannte Imperatoren im Schatten halten (Igitt!!!) Die Geschichte zeigt uns ebenfalls, dass solche Kolosse niemals lange funktioniert haben!

Das ist mir die Partei, der Sie in Ihrem Kommentar schlecht versteckt Unsägliches unterstellen, mit ihrem Beharren auf Grenzkontrollen, Einwanderungsbeschränkungen, Ausschaffungsrecht für kriminelle Asylanten etc. immer noch lieber (- obwohl man besagter Partei durchaus einiges vorwerfen kann, wie allen anderen auch!) als Ihre ungerechtfertigten, konstruierten Zusammenhänge zwischen Herrenrassendenken, brutalen, zentralistischen Diktaturen, die ihr Volk verhungern lassen während dem sie Atomsprengköpfe bauen und der - wie erwähnt - vorläufig noch direktdemokratisch regierten Schweiz in der die von Ihnen erwähnte Partei ca. ein Drittel der Bevölkerung repräsentiert! In diesem Sinne: Daumen runter für Sie!

Die Partei die Sie meinen hätte mit ihrem Programm keine Chancen wenn die Lage sich nicht je länger je mehr so zuspitzen würde wie sie es nun mal tut Vielleicht sollte man sich das ganze Problem mal von der Seite her ansehen

Wer im Einfamilienhäuschen mit Garten und in gesicherter Position lebt, an dem geht die Masseneinwanderung - um dieses populistische Wort zu brauchen - spurlos vorbei. Öffentliche Erholungsräume, öffentliche Verkehrsmittel kann er meiden und an seiner Position kratzt niemand. Er kann sich überlegen und überheblich über die, ach so kleinlichen, von der Einwanderung Bedrängten absetzen.

"Masseneinwanderungsbekämpfungsbürokratie"? Und wie steht es mit der unsäglichen Asylbürokratie, verursacht durch Ausländer, die nicht den ordentlichen Migrationsweg gehen wollen, sondern die Abkürzung wie Flüchtlingsstatut wählen, ohne an Leib und Leben gefährdet zu sein? Ausländer sind in der Schweiz willkommen, aber nicht unlimitiert (dazu ist die Schweiz zu klein) und ausserdem nicht, wenn sie sich nur an unseren Honigtöpfen laben wollen und auf unsere Gesetze und Gebräuche pfeifen.

Geehrter Herr Bänninger Was möchten Sie mit Ihrem zynischen Kommentar erreichen? Solidarisches Gekicher bei Menschen die Ihre verzerrte Darstellung der Ziele einer "gewissen Partei" teilen? Oder/und ein eventuelles Umdenken derer, welche die Ziele dieser "gewissen Partei" gutheissen? Ich empfehle Ihnen, sich durch die Kommentare in den Foren zu den neuesten Aktivitäten zb. unseres BR Burkhalter in Sachen EU zu kämpfen. Die allgemeine Ablehnung die diesen o.ä Aktivitäten aus dem Stimmvolk entgegenschlägt ist stark zunehmend und wird offensichtlich immer militanter. Für Schweizer Verhältnisse jedenfalls. Wenn man sich in den Deutschen Foren umsieht, nimmt sich der steigende Zorn dieser EU-Bürger auf ihre "eigenen Eliten und fremden Richter" im Vergleich zu unserer Bevölkerung immer noch harmlos aus. Das kann sich hierzulande allerdings in dieselbe Richtung entwickeln, wenn sich die von uns gewählten "Volksvertreter" nicht umgehend wieder daran erinnern, dass sie gemäss "Arbeitsvertrag" die Interessen und Anliegen der Mehrheit der Schweizer Bevölkerung wahrzunehmen haben. Ich frage mich, ob es, angesichts der Stimmung in den Völkern Europas (die Schweiz gehört zu Europa - nicht zur EU - das ist was anderes!), nicht höchste Zeit ist, die sich selbst erhöhende und andere abwertende zynische Kritelei beiseite zu lassen und stattdessen mit Anstand und Respekt den immer lauter werdenden Stimmen derer zuzuhören, die letztlich alles finanzieren und das bestimmende Gewicht der Masse ausmachen? Wir sehen je länger je schlimmer in immer mehr Ländern dieser Erde, sowohl wie in Europa selbst, wie sich diese elitäre vom staatsfinanzierenden Volk getrennte Art des Denkens und Handelns auf die vermeintliche Stabilität der jeweiligen Nationen auswirkt. Nicht gut - !

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