Merkel und die „Weggebissenen“

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Merkel und die „Weggebissenen“

Von Gisbert Kuhn, 01.11.2018

Angela Merkel, so kolportieren seit Jahren die deutschen Medien, habe sich ihrer Widersacher dadurch entledigt, dass diese von ihr „weggebissen“ worden seien. Waren das demnach alles „Weicheier“? Ein Polit-Thriller mit sehr aktuellen Bezügen.

Es begann am 29. Juli 1979 auf dem Nachtflug VA 930 von Caracas nach Santiago de Chile. An Bord der DC-8: Zwölf führende Mitglieder der CDU-Nachwuchsorganisation Junge Union. Bei „Chivas Regal“ in den Whiskey-Gläsern wird kräftig diskutiert über Deutschland, die Welt, die CDU und – natürlich – die eigenen Karriere-Vorstellungen. „Eigentlich zunächst nur aus einer Schnapsidee heraus“, beschreibt Jahre später ein Teilnehmer der polit-touristischen Studiengruppe die damalige Stimmung, habe man sich ewige Treue und immerwährende gegenseitige Unterstützung geschworen und dies auch sofort schriftlich festgehalten – im „Pacto Andino Segundo“, dem Andenpakt. „Wir treten nicht gegeneinander an“, lautete eines der Versprechen.

Gestählt im Kampf gegen die „68er“

Sie standen sämtlich erst am Beginn ihrer politischen oder beruflichen Laufbahn. Kaum einer aus dem Dutzend der in 10’000 Meter Höhe eingeschworenen Logen-Brüder war seinerzeit jenseits der Grenzen seiner heimatlichen Umgebung bekannt. Wer wusste schon etwas von Namen wie Matthias Wissmann, Christian Wulff, Friedbert Pflüger, Günther Oettinger, Peter Müller, Volker Bouffier, Franz-Josef Jung oder Elmar Brok? Auch die später in die Bruderschaft („Frauen hatten hier nichts zu suchen!“) aufgenommenen, aber schon lange mit ihr freundschaftlich verbundenen Friedrich Merz und Roland Koch waren da noch unbeschriebene Blätter.

„Zwischen uns“, erinnerte sich der jetzt nach der CDU-Spitze strebende Merz, „herrschte so etwas wie eine Grundsolidarität“. Man kannte sich und war miteinander verschweisst als massiv attackierte Minderheit während der erbitterten ideologischen Schlachten in den Universitäten gegen den Zeitgeist der „68er“. 

Ungeachtet ihres mit Whiskey begossenen Politrocker-Habitus über den schneebedeckten Anden hatten die CDU-Jungspunde doch zwei Ziele von Anfang an in ihrem Fokus – die bräsige Mutterpartei sollte umgekrempelt und aufgemöbelt und die künftigen Spitzenpositionen (Kanzleramt, Fraktionsvorsitz, Landesregierungen) aus diesem Kreis besetzt werden. Und tatsächlich, nicht wenige aus der Seilschaft stiegen die Karriereleiter empor, wurden Ministerpräsidenten, Kabinettsmitglieder, Staatssekretäre. Andere fanden einflussreiche Stellen in Wirtschaft und Verwaltung. Roland Koch und Volker („Buffi“) Bouffier, beispielsweise, eroberten nacheinander die hessische Staatskanzlei. Peter Müller und Günther Oettinger gelang dasselbe in Stuttgart und Saarbrücken.

Christian Wulff schaffte den Sprung in die niedersächsische Regierungszentrale im dritten Anlauf und wechselte danach – wenngleich nicht sonderlich erfolgreich und auch nur für kurze Zeit – als Bundespräsident ins Berliner Schloss Bellevue. Matthias Wissmann war erst Verkehrsminister und dann Vorsitzender der mächtigen Auto-Lobby. Hans-Gert Pöttering und Elmar Brok machten ihren Weg im Europaparlament. Friedbert Pflüger wiederum ging zunächst als Pressesprecher zu Bundespräsident Richard von Weizsäcker, wurde später in den Bundestag gewählt und kandidierte schliesslich – wenn auch vergeblich – für das Amt des Regierenden Bürgermeisters in Berlin.

Ein mächtiger Geheimbund 

Seit dem fröhlichen Flug über den mächtigen südamerikanischen Gebirgszug sind nahezu vier Jahrzehnte vergangen und viele politische Stürme durch Deutschland gefegt. Dabei haben vor allem zwei Ereignisse Staat und Gesellschaft nachhaltig verändert – die nationale Vereinigung 1989/90 sowie der massive, unkontrollierte, noch immer nicht bewältigte Zustrom von Kriegsflüchtlingen und Asyl-Suchenden.

Von all dem mehr oder weniger unbemerkt, entwickelte sich in aller Stille der Andenpakt zu einem mächtigen Einfluss- und Steuerungsinstrument in der CDU. In aller Stille – darin genau lag das Erfolgsgeheimnis. Denn jahrelang hatte die Öffentlichkeit keine Ahnung von der fast geheimbündlerisch organisierten Männergemeinschaft.

Deshalb erregte im Februar 2016 auch eine Todesanzeige in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung kein grosses Aufsehen, mit der 21 – teilweise prominente – Persönlichkeiten um Dr. Bernd Huck trauerten („Wir haben einen guten Freund verloren“).  Mit dieser Annonce gaben die „Bündler“ erstmals ihre Namen und die Mitgliedzahl des Andenpakts bekannt. Der Verstorbene Bernd („Hucki“) Huck, den wegen seines Hangs zu schicker Kleidung alle „Lord Huck“ nannten, hatte sich als Wirtschaftsanwalt in Braunschweig niedergelassen, fungierte ebenso geschickt wie diskret als Schriftführer und Generalsekretär des verschworenen Grüppchens sowie als dessen Lordsiegelbewahrer, da sich in seinem Tresor die Gründungsurkunde befand.

Männlich, westlich, katholisch

Die deutsche Wiedervereinigung war für die Jungs vom Andenpakt ein einschneidendes Ereignis besonderer Art. Ihr Markenzeichen bis dahin: Ausgeprägtes Elitebewusstsein als Herz der CDU, männlich, vorwiegend katholisch, westlich ausgerichtet. Daran änderte zunächst auch die Tatsache nichts, dass aus den „neuen Ländern“ neue politische Kräfte mit anderen politischen Vorstellungen kamen. Auch in die CDU. Zumindest bis zum Jahr 2000 war man auch im „Pakt“ noch immer unerschüttert davon überzeugt, dass aus seinen Reihen in nicht allzu langer Zeit CDU-Chef, Fraktionsvorsitzender, Kanzler und weitgehend der Rest der Regierung hervorgehen würden.

Allgemeiner – auch interner – Favorit: der Hesse Roland Koch. Doch dann kamen die diversen Spendenaffären in Berlin und Wiesbaden ans Licht. Helmut Kohl wurde geradezu handstreichartig von „dem Mädchen“, der bis dahin nicht sonderlich aufgefallenen Pfarrerstochter Angela Merkel aus der Uckermark, gestürzt, Wolfgang Schäuble stolperte ebenfalls, und Roland Koch konnte sich nur deshalb retten, weil sein persönlicher und Andenpakt-Freund  Franz-Josef Jung als „Bauernopfer“ für ihn einsprang.

In dieser Situation kreuzten sich erstmals die Wege der männlich/mehrheitlich katholisch/westlichen Zweckgemeinschaft und der späteren Kanzlerin. Kurz zuvor (1997) hatte der Pakt sein Funktionieren geprobt, als die „jungen Wilden“ um Günther Oettinger, den Saarländer Peter Müller, den Hamburger Ole von Beust und den Niedersachsen Christian Wulff gegen den damaligen Finanzminister Theo Waigel wegen dessen „unzureichender Steuerreform“ schossen und dadurch den in Schwierigkeiten steckenden Kanzler Helmut Kohl abschirmten. Der Andenpakt besass nie einen Anführer, keiner reklamierte die Position des Alpha-Tiers. Seine Stärke lag in der Gemeinsamkeit und dem Fehlen jeglicher Öffentlichkeit. Dann kam das Jahr 2000.

Der Kampf mit Merkel beginnt

Angela Merkel hatte ihren politischen Ziehvater Helmut Kohl zum Rücktritt vom Parteivorsitz gezwungen und damit eine noch schwerere Krise von der CDU abgewendet. Nun war sie selbst Chefin der Christdemokraten, was normalerweise den natürlichen Anspruch auf die Kanzlerkandidatur bedeutete. Doch genau das widersprach jeglicher Planung der sich nahe den eigenen Zielen wähnenden Anden-Jungtürken. Merkel ahnte, dass sich etwas zusammenbraute. In Zeitungen waren Andeutungen zu lesen. Deshalb bedeutete es für sie auch keine Überraschung, als der Rheinland-Pfälzer Christoph Böhr anrief und ihr die Kandidatur ausreden wollte. Andere folgten, Christian Wulff zum Beispiel.

Die Runde hatte nämlich im Dezember 2001 bei einem Treffen mehrheitlich beschlossen, dass der Bayer Edmund Stoiber ins Rennen gehen solle. Doch Merkel blieb hart. Nun musste Roland Koch ran. Die Ferngespräche zwischen ihm und der Frau aus Ostdeutschland sollen „ziemlich laut“ gewesen sein. Der Hesse teilte Merkel mit, dass sie keinen Rückhalt, damit keine Chance und im Übrigen auch kein Anrecht auf die Kandidatur habe.

Merkel gab sich geschlagen, flog mit einem Privatflugzeug nach München und bot Stoiber bei dem berühmten Frühstück in Wolfratshausen Kandidatur und Unterstützung an. Der Pakt triumphierte; er hatte die Kandidatur der ungeliebten Frau verhindert. Doch Angela Merkel hat bei diesem Kampf etwas ganz Wertvolles gewonnen – Erfahrung. „Ich habe den Andenpakt unterschätzt“, sagte sie später.

Kurz nach der Bundestagswahl 2002 kam es zu einem Treffen zwischen Merkel und den Anden-Guerilleros in der Berliner Zentrale des Privat-TV-Senders Sat1. Was die CDU-Chefin im Einzelnen von dort an Erkenntnissen mitgenommen hat, bleibt ihr Geheimnis. Allerdings erschien nicht lange danach eine grosse Story im „Spiegel“ über den Andenpakt mit vielen Details und Namen. Folge: Die Anonymität der einflussreichen Polit-Bruderschaft und die Vertraulichkeit waren damit dahin. Und das bedeutete – im Nachhinein betrachtet – den Beginn des Weges in die Bedeutungslosigkeit.

Von abgetreten bis handzahm

Den ersten Treffer hatte Merkel allerdings bereits in der Stunde ihrer scheinbaren Niederlage gesetzt. Denn die Abmachung mit Stoiber beinhaltete dessen und der CSU Unterstützung beim Anspruch auf den Vorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Den, freilich, hatte seit 2000 Friedrich Merz inne. Und der gehörte bekanntlich dem Andenpakt an. Wo also war plötzlich dessen Einfluss und Unterstützung?

Merz jedenfalls liess keinen Willen erkennen, um einen der wichtigsten Jobs zu kämpfen, der auf  Parlamentsebene überhaupt zu vergeben ist. Er lehnte auch 2005 das ihm von der inzwischen zur Bundeskanzlerin avancierten Angela Merkel angebotene Finanzministerium ab; angeblich, weil er fürchtete, dass Stoiber Anspruch darauf erheben könnte.

Und die anderen, einst so einflussreichen Strippenzieher? Roland Koch war von 1999 bis 2010 hessischer Ministerpräsident. Er trat von der Bühne ab, nachdem er seine letzte Landtagswahl nur noch ganz knapp gewinnen konnte. Weggebissen von Merkel? Kochs Freund und Nachfolger Volker Bouffier, der zuvor als „harter Hund“ an der Spitze des Wiesbadener Innenministeriums stand, hat sich mittlerweile als Ministerpräsident einer Koalition mit den Grünen  zu einem schmiegsamen Moderator und engen Vertrauten der Noch-Kanzlerin gewandelt. Christian Wulff wäre ohne das Machtwort Merkels niemals Bundespräsident geworden.

Und Günther Oettinger, inzwischen deutscher EU-Kommissar in Brüssel? Weggebissen? Falsch, der einstige baden-württembergische Ministerpräsident ist über die eigene Sprache gestolpert, als er 2007 in der Trauerrede auf seinen Vorgänger Hans Filbinger den einstigen Marinerichter zu einer Art Widerstandskämpfer zu stilisieren suchte. Franz-Josef Jung, der Winzer aus dem Rheingau, war immerhin einige Zeit Verteidigungsminister und ist jetzt in der Unions-Fraktion zuständig für Kirchenfragen.

Der Sehnsuchtsmann

Bleibt Friedrich Merz. Er hatte nicht wenige seiner Freunde enttäuscht, als er erkennbar beleidigt 2009 aus der Politik ausschied und in die Wirtschaft ging. Vielen in der CDU allerdings galt er immer als eine Art Sehnsuchtsmann. Das gilt vor allem, aber keineswegs allein, für den eher konservativen Flügel der Partei. Man traut ihm zu (erhofft es zumindest), dass er es schaffen könnte, in der Union wieder alte, konservative Werte mit modernen Erfordernissen zu verschmelzen. Vergeltungswünsche in Richtung der alten Widersacherin? Weggebissen jedenfalls wurde auch er nicht. 

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