Er war einer der bekanntesten deutschen Humoristen. Loriot, der eigentlich Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow hiess, arbeitete als Cartoonist, Schauspieler, Drehbuchautor, Trickfilmer, Regisseur und Bühnen- und Kostümbildner. Das Bild vom 26. Juni 1975 zeigt ihn (ganz rechts) im Zürcher Kunsthaus mit (von links) dem Diogenes-Verleger Daniel Keel und den Künstlern Luis Murschetz und Jean-Jacques Sempé. Berühmt wurde Loriot durch das von ihm entworfene Knollennasenmännchen.
Loriots Künstlername bezieht sich auf einen knallgelben Vogel. «Loriot» ist der französische Name für den Pirol.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde von Bülow in der dritten Panzerdivision an der Ostfront eingesetzt und erreichte den Dienstgrad eines Oberleutnants. Ein Nazi war er nie. Zunächst arbeitete von Bülow nach dem Krieg als Holzfäller. Später, nach dem Abitur, liess er sich als Grafiker ausbilden und wurde Cartoonist für die Zeitschriften «Stern» und «Quick». In dieser Zeit begann er, den Künstlernahmen Loriot zu verwenden. Später etablierte sich Loriot im Fernsehen, Theater und Film. Er arbeitete auch als Schauspieler, Regisseur, Moderator und Bühnenbildner. 2003 wurde er zum Honorarprofessor für Theaterkunst an der Berliner Universität der Künste ernannt. Er starb am 22. August 2011.