Schon einmal widerstanden die Iraner den USA: Am 25. April vor 46 Jahren trat US-Präsident Jimmy Carter im Oval Office im Weissen Haus vor die Fernsehkamera. In gedrückter Stimmung gab er der Nation bekannt, dass die Befreiungsaktion der 56 amerikanischen Geiseln in Teheran gescheitert ist.
Am 4. November 1979 hatten etwa 400 iranische Studenten die amerikanische Botschaft in Teheran gestürmt und 53 Amerikaner als Geiseln genommen. Die Demonstranten verlangten die Auslieferung des gestürzten Schahs Mohammad Reza Pahlavi, der sich auf der Flucht in den USA befand. Washington lehnte eine Auslieferung ab.
Mit der Operation «Eagle Claw» versuchten die USA, die festgehaltenen Amerikaner zu befreien. Die Mission scheiterte kläglich. US-Helikopter erlitten Triebwerkschäden, ein Sandsturm behinderte das Vorhaben. Die Militäraktion wurde schliesslich abgebrochen. Bei ihrem Rückzug kollidierte ein Helikopter mit einem Hercules-Flugzeug und explodierte. Acht US-Soldaten starben.
Die Geiselnahme dauerte 444 Tage. Damit die Amerikaner befreit wurden, mussten die USA mehrere Bedingungen erfüllen: unter anderem die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögen, die Aufhebung wirtschaftlicher Sanktionen gegen Iran, die Rückgabe von Vermögenswerten des Schahs und die Verpflichtung, sich nicht mehr in iranische Angelegenheiten einzumischen.
Die gescheiterte Befreiungsaktion trug wesentlich dazu bei, dass Präsident Carter bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen nicht mehr gewählt wurde.