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Das historische Bild

«Die Nachrichten der Schweizerischen Depeschenagentur»

Radiostudio

Vor 95 Jahren, am 24. Februar 1931, wurde die SRG gegründet. Zwar gab es schon seit Mitte der Zwanzigerjahre vereinzelte Nachrichtensendungen, doch erst mit der SRG wurden regelmässige, landesweite Nachrichtensendungen ausgestrahlt. Das Bild stammt aus dem Jahr 1939. Ein Journalist und Nachrichtensprecher der Depeschenagentur (SDA) verliest in einem Kämmerchen des Berner Radiostudios die Nachrichten.

Die SRG hatte zum Ziel, die damals zahlreichen lokalen und regionalen Radiosender in der Schweiz zu koordinieren und ein nationales Radioprogramm aufzubauen. In den Anfangsjahren (1920er–1940er) begann das Radioprogramm meist erst gegen Mittag oder am späten Nachmittag.

Schon früh war das Radio den Zeitungen ein Dorn im Auge. Die Presse beanspruchte ein Monopol auf politische Informationen und fürchtete bei der Informationsvermittlung Konkurrenz aus dem Äther.

Man einigte sich, dass das Radio einzig Informationen der nationalen Schweizerischen Nachrichtenagentur, der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA), übernehmen durfte. So begann denn jede Nachrichtensendung mit dem Satz: «Die Nachrichten der Schweizerischen Depeschenagentur».

Mit der Krawatte vor dem Mikrofon

Mario Casanova
Der Tessiner Journalist Mario Casanova spricht die Nachrichten der Schweizerischen Depeschenagentur SDA in italienischer Sprache, aufgenommen im Jahr 1944. (Keystone/Photopress-Archiv/Str)

Nachrichten wurden zunächst vor allem abends gesendet. In den Dreissigerjahren kamen dann die 12.30-Uhr-Nachrichten dazu. Sie entwickelten sich für viele Schweizerinnen und Schweizer zu einer der wichtigsten Informationsquellen. Die Eltern lauschten während des Mittagessens stumm dem Nachrichtensprecher: Kinder durften während der Sendung kein störendes Wort sagen.

Während des Zweiten Weltkriegs gewann der Landessender Beromünster stark an Bedeutung. Berühmt wurden die Analysen von Jean Rudolf von Salis, die auch in Deutschland ein grosses Publikum fanden und Hitler erzürnten. Viele Menschen in Deutschland, Frankreich und Österreich hörten heimlich «Beromünster», weil die Berichterstattung als vergleichsweise objektiv galt.

Während des Krieges wurde begonnen, morgens, mittags und abends regelmässige Bulletins und Sondermeldungen bei Kriegsereignissen auszustrahlen. Die Sprache war bewusst klar und nüchtern, ohne propagandistischen Ton.

In den frühen 50er-Jahren kommen regelmässige Morgennachrichten dazu. Dann ab den 80er-Jahren werden rund um die Uhr stündlich Nachrichten gesendet.

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