Er und seine korrupte Diktatur trugen wesentlich dazu bei, dass vor 67 Jahren die Revolutionäre um Fidel Castro an die Macht kamen. Die Menschen auf Kuba wandten sich immer mehr von Fulgencio Batista ab. Der kubanische Präsident, hier im Jahr 1952, war ein skrupelloser Diktator, der Tausende foltern und töten liess. Die demokratischen Grundrechte und die Verfassung setzte er ausser Kraft. Das Parlament schickte er in die Ferien. Je nach Quelle wurden zwischen 2’000 und 20’000 Menschen gefoltert und/oder getötet.
Sein unsoziales Gewaltregime und sein ausufernder Lebensstil ebneten den Weg für die Rebellen. Zu ihnen gehörten neben Fidel unter anderen auch sein Bruder Raúl und der Argentinier Che Guevara.
Ende Dezember 1958 rückten die Castro-Revolutionäre in die Stadt Santa Clara in Mittelkuba ein. Batista floh am 1. Januar 1959 mit 40 Millionen Dollar im Gepäck in die Dominikanische Republik, später ins Spanien des Francisco Franco, wo er 1973 in Marbella starb.
Batista hatte die Hauptstadt Havanna in ein Vergnügungsparadies für wohlhabende US-Amerikaner verwandelt. Moderne Hotels, Casinos, teure Restaurants und Luxusbordelle entstanden. Die amerikanische Mafia war dominant. Die Oldtimer, die heute noch auf Kubas Strassen verkehren, stammen aus jener Zeit.
Die Wirtschaft war stark vom Zuckerexport abhängig. Viele wichtige Wirtschaftsbereiche, Plantagen, Banken, Telefonnetze, Teile des Tourismus standen unter Kontrolle US-amerikanischer Firmen. Dadurch floss ein erheblicher Teil der Gewinne ins Ausland.
Ausserhalb von Havanna lebten viele Menschen in drückender Armut: Die Wohnverhältnisse und die medizinische Versorgung waren ungenügend. Viele Arbeiter fanden nur während der Zuckerernte Arbeit. Besonders Landarbeiter waren oft monatelang ohne Einkommen. Junge Menschen hatten kaum Aufstiegschancen.
Diese Kombination aus relativem Wohlstand für wenige und Unsicherheit für viele schuf den Hintergrund für den Erfolg der Revolution unter Fidel Castro im Jahr 1959.
Jetzt, fast 70 Jahre nach dem Sturz des Batista-Regimes, droht auch der Castro-Herrschaft das Ende. Der jetzt 94-jährige Raúl Castro stand lange im Schatten seines Bruders. Das Charisma von Fidel fehlte ihm; er galt als «bürokratischer Sozialist». Dennoch hatte er wie kein anderer – ausser Fidel – Einfluss auf die kubanische Politik. Dieser Einfluss wurde 2006 noch grösser, als Fidel wegen seiner Erkrankung seinem Bruder schrittweise die Führung des Landes übergab. 2021 trat Raúl als Führer der Kommunistischen Partei zurück, zieht aber nach wie vor aus dem Hintergrund die Fäden. Jetzt will ihm Trump Prozesse machen. Wird er entführt? Greifen die USA militärisch in Kuba ein? Gibt es noch eine friedliche Lösung? Noch sind viele Fragen offen.