15. Januar 1967: 50'000 Menschen sind in den Golden-Gate-Park in San Francisco gekommen. Timothy Leary (in der Bildmitte) leitet eine seiner psychedelischen «Sessions»: ein «Human Be-In». Leary propagierte in den 60er- und 70er-Jahren den freien Zugang zu bewusstseinsverändernden Drogen wie LSD, Mescalin, Psilocybin und anderen. Sein Slogan hiess: «Turn on, tune in, drop out!» (Mach Dich an, stell Dich um, spring ab!). Vor 30 Jahren starb er.
Der Dozent für Psychologie an der Harvard-Universität war wegen Drogenbesitzes zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Präsident Richard Nixon bezeichnete Leary als «einen der gefährlichsten Männer der Welt» und als «gefährlichsten Mann Amerikas».
Im September 1970 gelang ihm die Flucht aus dem Gefängnis. Nachdem er bei den Black Panthers Unterschlupf gefunden hatte, floh er in die Schweiz, wo er von Sergius Golowin unterstützt wurde. Bern gewährte ihm kein politisches Asyl, lehnte aber ein Auslieferungsbegehren der USA ab. Später floh er nach Kabul, wo er von den afghanischen Behörden festgenommen und in die USA ausgeliefert wurde. Nach seiner Freilassung 1976 betätigte er sich als Schriftsteller. Er starb am 31. Mai 1996 im Alter von 75 Jahren an Prostatakrebs.