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Das historische Bild

80 Jahre «Glückskette»

Glückskette
Glückskette (Keystone/Photopress-Archiv)

Am 26. September 1946 riefen die Westschweizer Radio-Moderatoren Roger Nordmann und Paul Vallotton sowie der Entertainer Jack Rollan die Schweizer Bevölkerung via Radio auf, für kriegsgeschädigte Kinder zu spenden. Das war die Geburtsstunde der «Glückskette», des «humanitären Arms der SRG». In den letzten 80 Jahren hat die Glückskette Spenden im Wert von weit über zwei Milliarden Franken erhalten. Sie wurden für den Wiederaufbau nach Erdbeben, Wirbelstürmen oder anderen Naturkatastrophen im In- und Ausland eingesetzt. Das Bild aus dem Jahr 1993 zeigt freiwillige Telefonistinnen bei der Entgegennahme von Spenden-Zusagen.

Roger Nordmann
Roger Nordmann, der Erfinder der «Glückskette» («Chaîne de bonheur»), im Jahr 1951 im Lausanner Radiostudio. Er starb 1972. (Keystone/Photopress-Archiv/Margrit Baeumlin)

In den Anfangsjahren war die Glückskette mit Sachspenden überhäuft worden. Heute wird Geld gesammelt. Unterstützt werden sowohl die Sofort- und Nothilfe wie auch längerfristige Projekte zur Instandstellung und zum Wiederaufbau. Für die Nothilfe wird möglichst rasch und unbürokratisch gehandelt und entschieden. Zur Prüfung, Bewilligung und Kontrolle der längerfristigen Projekte wurden spezielle Projektkommissionen gebildet.

Zu den grössten Sammelaktionen gehörten:

1.         Seebeben Asien (Tsunami), Dezember 2004: 227 Millionen Franken

2.         Krieg in der Ukraine, März 2022: 130 Millionen Franken[2]

3.         Unwetter in der Schweiz (Wallis und Tessin), Oktober 2000: 74 Millionen Franken

4.         Erdbeben Haiti, Januar 2010: 64 Millionen Franken

5.         Kriegsopfer im Kosovo, April 1999: 49,5 Millionen Franken

6.         Unwetter in der Schweiz (Zentralschweiz, Berner Oberland und Graubünden), August 2005: 49,5 Millionen Franken

Seit 1983 hat die Glückskette die Rechtsform einer Stiftung.

Von 1991 bis 2010 war Roland Jeanneret die «Stimme der Glückskette» bei den Spendensammlungen in der deutschen Schweiz. Schweizer Medien bezeichneten ihn häufig als «Mister Glückskette». Jeanneret, regelmässiger Autor von Journal 21, starb am 17. Dezember 2021.

Roland Jeanneret
Roland Jeanneret im Jahr 2003 (Keystone/Gaëtan Bally)

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Hier finden Sie eine Übersicht der Historischen Bilder auf journal21.ch

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