Vor hundert Jahren festigte Benito Mussolini in Italien seine Macht. Er formte das Land zu einem Einparteienstaat und schaffte die letzten demokratischen Freiheiten ab. Oppositionelle Parteien wurden verboten oder aufgelöst. Die Presse wurde zensuriert. Das Bild vom Oktober 1926 zeigt den Diktator auf einem Balkon des Priori-Palastes in Perugia. Zehntausende Menschen jubeln ihm zu.
Grossen Wert legte er darauf, die Jugend für sich zu gewinnen. Das Bild zeigt ihn beim Besuch einer faschistischen Radfahrer-Organisation.
Im Jahr 1926 war Mussolini das Ziel von drei Attentaten:
Am 7. April 1926 schoss die 50-jährige irische Aristokratin Violet Gibson auf dem Kapitolplatz in Rom auf Mussolini. Er war dabei eine Kampfrede zu halten. Sie näherte sich dem Diktator, doch ihr Schuss streifte nur seine Nase.
Am 11. September 1926 war Gino Lucetti in Rom eine Handgranate auf Mussolinis aus. Der Diktator blieb unverletzt.
Am 31. Oktober 1926 schoss der junge Anarchist auf der Via Rizzoli in Bologna auf Mussolini, während dieser an einer Parade zur Erinnerung an den Marsch auf Rom teilnahm. Zambonis Schüsse verfehlten den Diktator. Der Attentäter wurde sofort von nahestehenden Schwarzhemden attackiert und gelyncht.