Damals am 25. August

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Damals am 25. August

Von Journal21, 25.08.2019

Geburt von Iwan dem Schrecklicken - Tod von Nietzsche - Geburtsstunde des Lucerne Festivals - Ho Chi Minh an der Macht - Tod von Truman Capote - Schlacht um Vukovar - Tod von Carl Barks

Herausgegriffen

1938: Offizielle Geburtsstunde des Lucerne Festival: In Tribschen bei Luzern dirigiert Arturo Toscanini vor dem Richard-Wagner-Museum ein Eliteorchester („Concert de Gala“), das für ihn zusammengestellt wurde. Das Bild zeigt Toscanini während des Gründungskonzerts. Konzertmeistert war Adolf Busch. Wagner wohnte zeitweise in Tribschen. Dieses Konzert gilt als Stunde Null des schnell berühmt gewordenen Luzerner Festivals für klassische Musik. Bis zum Jahr 2000 hatte es „Internationale Musikfestwochen Luzern“ geheissen. Die eigentliche Initiative zur Gründung des Festivals war aber vom Westschweizer Dirigenten Ernest Ansermet ausgegangen. Er hatte für sein „Orchestre de la Suisse Romande“ eine Betätigung in den Sommermonaten gesucht. Am 18. Juli 1938 traten er und sein Orchester im Theatersaal des Luzerner Kursaals auf. (Foto: Archiv Lucerne Festival)
1938: Offizielle Geburtsstunde des Lucerne Festival: In Tribschen bei Luzern dirigiert Arturo Toscanini vor dem Richard-Wagner-Museum ein Eliteorchester („Concert de Gala“), das für ihn zusammengestellt wurde. Das Bild zeigt Toscanini während des Gründungskonzerts. Konzertmeistert war Adolf Busch. Wagner wohnte zeitweise in Tribschen. Dieses Konzert gilt als Stunde Null des schnell berühmt gewordenen Luzerner Festivals für klassische Musik. Bis zum Jahr 2000 hatte es „Internationale Musikfestwochen Luzern“ geheissen. Die eigentliche Initiative zur Gründung des Festivals war aber vom Westschweizer Dirigenten Ernest Ansermet ausgegangen. Er hatte für sein „Orchestre de la Suisse Romande“ eine Betätigung in den Sommermonaten gesucht. Am 18. Juli 1938 traten er und sein Orchester im Theatersaal des Luzerner Kursaals auf. (Foto: Archiv Lucerne Festival)

Es geschah an einem 25. August

79 nach Christus: Tod des in Como geborenen römischen Gelehrten Plinius der Ältere (Gaius Plinius Secundus Maior). Er starb beim Vulkanausbruch des Vesuvs vor Stabiae bei Pompeji, vermutlich an Schwefeldämpfen oder an Ersticken. Berühmt wurde er vor allem durch sein enzyklopädisches Werk zur Naturkunde. 

1270: Der französische König Ludwig IX. stirbt bei der Belagerung von Tunis während des siebten und letzten Kreuzzugs.

1530: Geburt von Iwan dem Schrecklichen (Iwan Wassiljewitsch), Grossfürst von Moskau, erster Zar von Russland (1533–1584). Auf Russisch wird er „der Drohende“, „der Furchteinflössende“, „der Strenge“ genannt. Während seiner Gewaltherrschaft stürzt Russland in eine schwere Wirtschaftskrise. Iwan soll sadistisch gewesen sein und liebte es, bei Folterungen zuzuschauen. Er ist sieben Mal verheiratet, erschlägt einen seiner Söhne (Iwan Iwanowitsch) und lässt vermutlich zwei seiner Ehefrauen ermorden, zwei weitere verstösst er. Er sucht Gesellschaft bei Hexen und Zauberern und stirbt an Wassersucht und Arthritis. Anderen Quellen zufolge soll er auf Initiative von Boris Godunow ermordet worden sein. Sein geisteskranker Sohn Fjodr folgt ihm an die Macht. Gemälde von Wiktor Wasnezow (1897).

1609: Galileo Galilei zeigt in Venedig ein von ihm konstruiertes Fernrohr.

1718: Französische Auswanderer gründen New Orleans.

1744: Geburt von Johann Gottfried Herder, deutscher Schriftsteller, Dichter und Philosoph.

1767: Geburt von Louis Antoine de Saint-Just, französischer Politiker und Revolutionär. Während der Französischen Revolution ist er Mitglied im Nationalkonvent. Er ist ein enger Gefährte von Robespierre  Am 9. Thermidor (27. Juli 1994) wird er zusammen mit Robespierre gestürzt und am nächsten Tag guillotiniert.

1776: Tod von David Hume, schottischer Philosoph, Ökonom der Aufklärung.

1819: Tod von James Watt, schottischer Erfinder und Entwickler der Dampfmaschine.

1819: Geburt von Allan Pinkerton, schottisch-amerikanischer Detektiv, Gründer der 1850 eröffneten „Pinkerton National Detective Agency“ („We never sleep“), das erste Privatdetektiv-Büro in den USA.

1825: Uruguay löst sich von Brasilien und erklärt die Unabhängigkeit.

1845: Geburt von Ludwig II., König von Bayern (1864–1886) aus dem Fürstenhaus Wittelsbach, Erbauer von Schloss Neuschwanstein. Um seinen Tod im Starnberger See ranken sich zahlreiche Legenden.

1867: Tod von Michael Faraday, englischer Naturforscher, Experimentalphysiker, Chemiker, Entdecker des Benzols und des Elektromagnetismus („Faradayscher Käfig“). Seine Entdeckung der „elektromagnetische Rotation“ war eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung des Elektromotors.

 

 

1900: Tod von Friedrich Nietzsche, deutscher Philosoph (Werke u.a. „Also sprach Zarathustra“ 1883–1885, „Der Antichrist“ 1888, „Ecce homo“ 1888).

1908: Tod von Henri Becquerel, französischer Physiker, Entdecker der Radioaktivität, Nobelpreisträger 1903.

1912: Geburt von Erich Honecker. Vom 3. Mai 1971 bis zum 18. Oktober 1989 ist er Generalsekretär des Zentralkomitees (ZK) der SED der Deutschen Demokratischen Republik. Er stirbt am 29. Mai 1994 im Exil in Santiago de Chile. 

1912: Geburt von Nguyên Giáp

Man nannte ihn den „Roten Napoleon“, doch er war erfolgreicher als Napoleon. Der vietnamesische General, Held von Dien Bien Phu, Guerillakämpfer, militärischer Führer der Việt-Minh-Truppen von Hồ Chí Minh und der Volksarmee Nordvietnams warf die französischen Kolonialherren aus dem Land – und später die Amerikaner. Er stirbt mit 102 Jahren am 4. Oktober 2013.
Man nannte ihn den „Roten Napoleon“, doch er war erfolgreicher als Napoleon. Der vietnamesische General, Held von Dien Bien Phu, Guerillakämpfer, militärischer Führer der Việt-Minh-Truppen von Hồ Chí Minh und der Volksarmee Nordvietnams warf die französischen Kolonialherren aus dem Land – und später die Amerikaner. Er stirbt mit 102 Jahren am 4. Oktober 2013.

1917: Geburt von Mel Ferrer, amerikanischer Schauspieler, Regisseur, Autor, Filmproduzent und Show-Manager (u. a. „Krieg und Frieden“ 1956, „Der längste Tag“ 1962.) Ferrer war unter anderem mit Audrey Hepburn verheiratet. Er stirbt am 2. Juni 2008.

1918: Geburt von Leonard Bernstein, amerikanischer Komponist („West Side Story“ 1957), Dirigent („New York Philharmonic Orchestra“ 1958–1969), Pianist. 

1930: Geburt von Sean Connery, britischer Schauspieler („James Bond“ 1962–1967, „Der Name der Rose“ 1986, „The Untouchables“ 1987, „The Rock“ 1996), Oscar-Preisträger.

1937: Geburt von Hans-Ueli Bloechliger, Fotograf und ehemaliger langjähriger Chefredakteur der Bildagentur Keystone.

1938: Geburt von Frederick Forsyth, britischer Schriftsteller (u. a. „Der Schakal“ 1971, „Die Akte Odessa“ 1972). 

1938: Offizielle Geburtsstunde des Lucerne Festival: In Tribschen bei Luzern dirigiert Arturo Toscanini vor dem Richard-Wagner-Museum ein Eliteorchester (Concert de Gala), das für ihn zusammengestellt wurde.

1945: In Vietnam gelangt Ho Chi Minh an die Macht.

1954: Geburt von Bruno Manser. Seit dem Jahr 2000 ist der Kämpfer gegen Tropenholz-Importe in Malaysia verschollen.

1960: Geburt von Ingrid Deltenre, von 2004 bis 2009 Direktorin des Schweizer Fernsehens, seit 2010 Leiterin der Generaldirektion der European Broadcasting Union (EBU) in Genf.

1966: Geburt von Sandra Maischberger, deutsche Journalistin und Fernsehmoderatorin.

1967: In Deutschland wird das Farbfernsehen eingeführt.

1970: Geburt von Claudia Schiffer, deutsches Super-Model. 

1976: Tod von Eyvind Olov Verner Johnson, schwedischer Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 1974).

1984: Tod von Truman Capote, amerikanischer Schriftsteller, Schauspieler, Drehbuchautor (u. a. „Breakfast at Tiffany's“ 1958, „In Cold Blood“ 1966).

1988: In der Altstadt von Lissabon bricht ein Feuer aus. Ein Teil des Viertels Chiado“ wird zerstört.

1991: Beginn der Schlacht um die kroatische Stadt Vukovar.

1992: Serbischer Angriff auf die Nationalbibliothek in Sarajevo. Tausende wertvoller Bücher verbrennen.

2000: In Grants Pass, Oregon, stirbt mit 99 Jahren Carl Barks, amerikanischer Comic-Autor und -zeichner bei Walt Disney. Barks gilt als „Vater“ von Donald Duck, Dagobert Duck, Gustav Gans und der Panzerknacker. Das Bild von Alan Light wurde 1982 an der „San Diego Comic Con“ aufgenommen, heute „Comic-Con International“ genannt.

 

 

 


2009: Tod von Edward Kennedy.

2009: Der österreichische Ski-Rennfahrer Toni Sailer stirbt mit 72 Jahren an Krebs.

2009: Ein Bundesratsjet fliegt nach Libyen, um die beiden seit 402 Tagen festgehaltenen Schweizer Geschäftsmänner heimzuholen. Er wird leer zurückkehren.

2012: Neil Armstrong, der erste Mensch auf dem Mond, stirbt nach einer Herzoperation mit 82 Jahren in Ohio. Er sprach die Worte: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit.“

2016: In Paris stirbt im Alter von 86 Jahren Sonia Rykiel, französische Modeschöpferin, Autobriografin. Ihre Kunden waren Brigitte Bardot, Catherine Deneuve und Audrey Hepburn. Andy Warhol fertigte ein Porträt der rothaarigen exzentrischen Tochter einer Russin und eines Rumänen an. 

2019: Ferdinand Piëch, lange Zeit der Patriarch von Volkswagen, stirbt im Alter von 82 Jahren. Piëch war von 1993 bis 2002 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, danach übernahm er bis 2015 den Posten als Aufsichtsratsvorsitzender.  2015 schied der gebürtige Wiener, der in Zürich studiert hatte, im Streit von Volkswagen. Piëch war in einem Restaurant im bayerischen Rosenheim zusammengebrochen und anschliessend in einem Spital verstorben. 

Kommentare

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