Damals am 22. Januar

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Damals am 22. Januar

Von Journal21, 22.01.2019

Gründung der Schweizergarde - Geburt von Lessing - Geburt von Antonio Gramsci - Königin Victoria stirbt - Petersburger Blutsonntag - Landung der Alliierten bei Anzio - Tod von Abbé Pierre

Herausgegriffen

22. Januar 1944: In Anzio und im benachbarten Nettuno südlich von Rom landen amerikanische und britische Truppen. Sie werden versuchen, sowohl nach Norden vorzustossen, als auch die von den Deutschen errichtete Verteidigungslinie, die Gustav-Linie, zu druchbrechen. Die Kämpfe in Anzio und Nettuno dauern vier Monate und gehören zu den blutigsten in Italien. 36’000 Alliierte kämpfen gegen 20’000 Deutsche. Die Schlacht um Anzio fordert auf allierter Seite etwa 12’000 Tote und auf deutscher Seite 10’000 Tote.
22. Januar 1944: In Anzio und im benachbarten Nettuno südlich von Rom landen amerikanische und britische Truppen. Sie werden versuchen, sowohl nach Norden vorzustossen, als auch die von den Deutschen errichtete Verteidigungslinie, die Gustav-Linie, zu druchbrechen. Die Kämpfe in Anzio und Nettuno dauern vier Monate und gehören zu den blutigsten in Italien. 36’000 Alliierte kämpfen gegen 20’000 Deutsche. Die Schlacht um Anzio fordert auf allierter Seite etwa 12’000 Tote und auf deutscher Seite 10’000 Tote.

Es geschah an einem 22. Januar

1462: Die Portugiesen entdecken die Kapverdischen Inseln.

1506: Gründung der Schweizergarde im Vatikan. Schweizer Söldner unter der Führung des Urner Hauptmanns Kaspar von Silenen und des Zugers Peter von Hertenstein (im Bild, Chorherr in Beromünster 1483, Domherr von Sitten 1489, Domherr von Basel 1498 bis 1518, Dekan von Valeria, Domherr von Konstanz) treffen im Vatikan ein, um als Leib- und Palastwache dem Papst zu dienen. Sie übergeben Papst Julius II. 150 Schweizergardisten. Kaspar von Silenen wird der erste Kommandant der Schweizer Leibgarde. Dieses Amt behält er bis zu seinem Tod 1517.

1561: Geburt von Francis Bacon, englischer Philosoph, Schriftsteller und Staatsmann.

1729: Geburt von Gotthold Ephraim Lessing, deutscher Dichter und Dramatiker (u. a. „Minna von Barnhelm“ 1767, „Emilia Galotti“ 1772, „Nathan der Weise“ 1779).

1771: Die bisher spanischen Falklandinseln werden britisch.

1788: Geburt von Lord Byron, britischer Dichter, Teilnehmer am Freiheitskampf der Griechen.

1799: Tod von Horace Bénédict de Saussure, Schweizer Naturforscher.

1849: Geburt von August Strindberg, schwedischer Schriftsteller (u. a. „Der Vater“ 1887, „Fräulein Julie“ 1888, „Nach Damaskus“ 1898–1901, „Der Totentanz“ 1900), Kritiker des Feminismus.

1868: Geburt von Rasputin. Siehe 10. Januar. 

1891: Geburt des Sarden Antonio Gramsci, italienischer Schriftsteller, Journalist, marxistischer Philosoph, Politiker, Mitbegründer der Kommunistischen Partei Italiens, früher Kritiker des italienischen Faschismus. Am 8. November 1926 wird er – obwohl er als Abgeordneter Immunität geniesst – von Mussolini verhaftet. Während seines zehnjährigen Gefängnisaufenthaltes legt er in 32 „Gefängnisheften“ sein marxistisches Denken dar. Seine Zeit in Gefängnissen in Rom, Ustica und Mailand bricht ihn. Der 46-Jährige stirbt ein Jahr nach seiner Freilassung.

1898: Geburt von Sergei Eisenstein, sowjetischer Regisseur („Panzerkreuzer Potemkin“ 1925).

1900: Geburt von Friedrich Wilhelm Ernst Busch, deutscher Schauspieler und Sänger („Die Dreigroschenoper“ 1928/1931, „Kuhle Wampe“ 1932, „Leben des Galilei“ 1947).

1901: Das viktorianische Zeitalter geht zu Ende: Königin Victoria stirbt im Alter von 82 Jahren. Sie regierte als Königin des Vereinigten Königreichs von Grossbritannien und Irland sowie als Kaiserin von Indien 63 Jahre und sieben Monate lang. Ihre lange Regierungzeit wurde erst am 9. September 2015 von Elisabeth II. übertroffen. Victorias Nachfolger auf dem Thron war ihr Sohn Edward VII.

1905: Petersburger Blutsonntag. Die Armee von Zar Niklaus II. tötet mehr als tausend Menschen. Sie hatten unter Anführung des Priesters Georgi Gapan vor dem Winterpalast demonstriert. Der Blutsonntag gilt als Wegbereiter der russischen Revolution von 1905.

1909: Geburt von Sithu U Thant, aus Burma stammender dritter Generalsekretär der Vereinten Nationen (1961–1971).

1911: Geburt von Bruno Kreisky, österreichischer Bundeskanzler (SPÖ) von 1970 bis 1983.

1931: Geburt von Samuel Cook, „King of Soul“, amerikanischer Soul-Sänger und Songschreiber.

1932: Volksaufstand im zentralamerikanischen Land El Salvador. Unter der Führung von Farabundo Martí demonstrieren Zehntausende Bauern. Der Aufstand wird niedergeschlagen. Das Militär tötet 30’000 Menschen.

1934: Geburt von Rolf Iseli, Schweizer Maler und Grafiker. 

1940: Geburt von John Vincent Hurt, britischer Theater- und Filmschauspieler („12 Uhr nachts – Midnight Express“ 1978, „Der Elefantenmensch“ 1980, „1984“ 1984, „Harry Potter und der Stein der Weisen“ 2001, „V wie Vendetta“ 2006). 

1944: In Italien rücken die alliierten Truppen vor. Sie landen bei Anzio und Nettuno in der Region Latium.

1944: Geburt von Angela Winkler, deutsche Theater- und Filmschauspielerin (Katharina Blum in „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ 1975, Mutter von Oskar Matzerath in „Die Blechtrommel“ 1979). 

1945: Tod von Else Lasker-Schüler, deutsche Dichterin der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus. 

1963: Elysée-Vertrag: Adenauer und de Gaulle unterzeichnen im Elysée-Palast den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag.

1968: Geburt von Alain Sutter, Schweizer Fussballspieler. Seit dem 3. Januar 2018 ist er Sportchef beim FC St. Gallen.

1973: Tod von Lyndon B. Johnson (LBJ), 36. Präsident der USA (Demokrat) von 1963 bis 1969, Vizepräsident unter Kennedy. Johnson wurde am 22. November, am Tag der Ermordnung Kennedys, an Bord der Air Force One vereidigt.

1980: Der sowjetische Dissident und Nobelpreisträger Sacharow wird verhaftet und nach Gorki verbannt. Er hatte gegen die sowjetische Invasion in Afghanistan protestiert.

1995: Tod der 105-jährigen Rose Kennedy, Mutter von John F. Kennedy, Robert F. Kennedy und Edward Kennedy. 

2003: „Das alte Europa“: Der amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld verwendet diesen Ausdruck erstmals an einer Medienkonferenz. Er meint damit vor allem die westeuropäischen Staaten, die dem Irak-Krieg kritisch gegenüberstehen. „Das alte Europa“ wird zum „Wort des Jahres“.

2006: Machtwechsel in Portugal: Der Konservative Aníbal Cavaco Silva gewinnt die Präsidentschaftswahlen. Er setzt sich gegen Mario Soares durch.

2006: In Bolivien wird Evo Morales als Staatspräsident vereidigt. Zum ersten Mal führt ein Indio-Präsident das Land an.

2007: Tod von Abbé Pierre, französischer Priester, Gründer der Wohltätigkeitsorganisation Emmaus.

2015: Die Europäische Zentralbank (EZB) will mit einer 1’140-Milliarden-Euro-Spritze der europäischen Wirtschaft neuen Schub verleihen. Die EZB will bis Ende September 2016 monatlich für 60 Mrd. € Staatsanleihen und andere Wertpapiere aus den Euro-Ländern aufkaufen.

2018: Die Schweiz versinkt im Schnee

Bis zu drei Meter Neuschnee legen grosse Teile des Landes lahm. Wegen grosser Lawinengefahr sind zahlreiche Strassen und Bahnverbindungen unterbrochen. Im Bild die Strasse von Zermatt nach Täsch. Vom Wallis über das Gotthardmassiv bis ins Glarnerland und weiter nach Nordbünden und ins Samnaun besteht sehr grosse Lawinengefahr, also Stufe 5 auf der fünfteiligen Gefahrenskala. Für den ganzen übrigen Alpenraum besteht die Gefahrenstufe 4. (Foto: Keystone/Philippe Mooser)
Bis zu drei Meter Neuschnee legen grosse Teile des Landes lahm. Wegen grosser Lawinengefahr sind zahlreiche Strassen und Bahnverbindungen unterbrochen. Im Bild die Strasse von Zermatt nach Täsch. Vom Wallis über das Gotthardmassiv bis ins Glarnerland und weiter nach Nordbünden und ins Samnaun besteht sehr grosse Lawinengefahr, also Stufe 5 auf der fünfteiligen Gefahrenskala. Für den ganzen übrigen Alpenraum besteht die Gefahrenstufe 4. (Foto: Keystone/Philippe Mooser)

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