Damals am 16. Januar

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Damals am 16. Januar

Von Journal21, 16.01.2018

„Marcellus-Flut“ - Tod von Arnold Böcklin - Nobelpreis für Leopold Ružička - Jan Palach verbrennt sich - Flucht des Schahs - Kabila ermordet - Marine Le Pen folgt ihrem Vater

Herausgegriffen

1969: Auf dem Wenzelsplatz vor dem Nationalmuseum in Prag zündet sich der tschechoslowakische Student Jan Palach an - aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings und die Rücknahme früherer Reformen. Palach stirbt am 19. Januar. Eine Gedenkstätte am Ort der Selbstverbrennung erinnert an die Tat. (Foto: J21)
1969: Auf dem Wenzelsplatz vor dem Nationalmuseum in Prag zündet sich der tschechoslowakische Student Jan Palach an - aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings und die Rücknahme früherer Reformen. Palach stirbt am 19. Januar. Eine Gedenkstätte am Ort der Selbstverbrennung erinnert an die Tat. (Foto: J21)

Es geschah an einem 16. Januar

1219: Erste „Marcellus-Flut“ an der Nordseeküste: 36’000 Menschen sterben.

1362: Zweite „Marcellus-Flut“. Der Jadebusen erweitert sich, es kommt zu Meereseinbrüchen am Dollart, an der Leybucht, an der Harlebucht. Rund 100’000 Menschen sterben.

1557: Der 16-jährige Iwan der Schreckliche wird russischer Zar.

1828: Tod von Charlotte Buff, Vorbild der „Lotte“ in Johann Wolfgang von Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ (1774).

1853: Geburt von André Michelin, französischer Ingenieur und Industrieller, Produzent damals neuartiger Luftreifen („Michelin & Cie“), ab 1900 Herausgeber des Reiseführers „Guide Michelin“.

1901: Tod von Arnold Böcklin

Der am 16. Oktober 1827 in Basel geborene Schweizer Maler, bildender Künstler und bedeutender Vertreter des Symbolismus im 19. Jahrhundert („Selbstbildnis mit fiedelndem Tod“ 1872, „Villa am Meer“ 1878, „Die Toteninsel“ 1880–1886), stirbt mit 73 Jahren in San Domenico, Fiesole, bei Florenz. (Selbstbildnis mit fiedelndem Tod“, 1872)
Der am 16. Oktober 1827 in Basel geborene Schweizer Maler, bildender Künstler und bedeutender Vertreter des Symbolismus im 19. Jahrhundert („Selbstbildnis mit fiedelndem Tod“ 1872, „Villa am Meer“ 1878, „Die Toteninsel“ 1880–1886), stirbt mit 73 Jahren in San Domenico, Fiesole, bei Florenz. (Selbstbildnis mit fiedelndem Tod“, 1872)

1931: Geburt von Johannes Rau, deutscher SPD-Politiker, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen (1978–1998), 8. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland (1999–2004).

1932: Geburt von Diana Fossey, amerikanische Zoologin und Verhaltensforscherin. Sie untersucht das Verhalten der Berggorillas in Ostafrika. Am 27. Dezember 1985 wird sie mit eingeschlagenem Schädel in ihrer Hütte im Karisoke Research Center aufgefunden. Bis heute kann ihr Tod nicht aufgeklärt werden. Auf ihren Wunsch wurde sie auf dem Gorillafriedhof bestattet.

1933: Geburt von Susan Sontag, US-Schriftstellerin, scharfe Kritikerin der George W. Bush-Regierung und des Irak-Krieges. Sie stirbt am 28. Dezember 2004.

1935: Geburt von Udo Lattek, deutscher Fussballtrainer (FC Bayern München 1970–1975/1983–1987, Borussia Mönchengladbach 1975–1979).

1940: Nobelpreis für Leopold Ružička

Mit diesem Telegramm wird der Zürcher Professor Leopold Ružička informiert, dass er den Nobelpreis für Chemie 1939 gewonnen hat. Da Krieg herrscht, werden die Nobelpreise nicht in Stockholm verliehen, sondern in den jeweiligen Heimatländern der Geehrten. Der schwedische Botschafter in der Schweiz verleiht dem in Vukovar geborenen und in Zürich eingebürgerten Ružička den Preis am 16. Januar 1940 in der Aula der ETH Zürich. Anschliessend begeben sich die Gäste ins Restaurant Huguenin an der Bahnhofstrasse zum Mittagessen. (Bild: Bildarchiv ETH, Zürich)
Mit diesem Telegramm wird der Zürcher Professor Leopold Ružička informiert, dass er den Nobelpreis für Chemie 1939 gewonnen hat. Da Krieg herrscht, werden die Nobelpreise nicht in Stockholm verliehen, sondern in den jeweiligen Heimatländern der Geehrten. Der schwedische Botschafter in der Schweiz verleiht dem in Vukovar geborenen und in Zürich eingebürgerten Ružička den Preis am 16. Januar 1940 in der Aula der ETH Zürich. Anschliessend begeben sich die Gäste ins Restaurant Huguenin an der Bahnhofstrasse zum Mittagessen. (Bild: Bildarchiv ETH, Zürich)

1940: Geburt von Franz Müntefering, Bundesvorsitzender der SPD (2004/2005, 2008/2009), Bundesminister für Verkehr (1998/1999) sowie Arbeit und Soziales (2005–2007).

1945: Renault wird verstaatlicht.

1948: Geburt von Ulrich Tilgner, deutscher Journalist, Korrespondent für das Schweizer Fernsehen und das ZDF.

1948: Geburt von Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender (2005–215) der Partei „Die Linke“ im deutschen Bundestag.

1957: Tod von Arturo Toscanini, italienischer Dirigent.

1959: Geburt von Sade Adu (Helen Folasade Adu), nigerianisch-britische Sängerin, Komponistin und mehrfache Grammy-Preisträgerin, Frontsängerin der Band „Sade“.

1969: Auf dem Prager Wenzelsplatz verbrennt sich der Student Jan Palach.

1974: Geburt von Kate Moss, britisches Model. 

1979: Schah Reza Pahlavi dankt ab und verlässt das Land. Zwei Wochen später kommt Ajatollah Khomeini aus dem Pariser Exil zurück.

2001: Im Kongo wird Staatspräsident Laurent-Désiré Kabila ermordet.

2011: Marine Le Pen wird als Nachfolgerin ihres Vaters Jean-Marie Le Pen Vorsitzende der rechtsextremen Partei „Front National“.

2014: In Ägypten wird die neue Verfassung, die jene der Muslimbrüder ersetzt und dem Militär mehr Macht gibt, in einer Volksabstimmung mit überwältigender Mehrheit angenommen.

2015: Machtwechsel in Taiwan

In Taiwan steht erstmals eine Frau an der Spitze des Staates. Die China-kritische oppositionelle Spitzenkandidatin Tsai Ing-wen gewinnt die Präsidentschaftswahlen klar. Das dürfte die Beziehungen zu China belasten. Die 59-jährige Juraprofessorin gehört der „Demokratischen Fortschrittspartei“ (DPP) an. Der Kandidaten der bisher regierenden China-freundlichen Nationalistenpartei KTM, Eric Chu, hat seine Niederlage eingestanden. Das Bild zeigt sie nach Bekanntgabe ihres Sieg inmitten von Anhängern. (Foto: Keystone/AP/Chiang Ying-ying)
In Taiwan steht erstmals eine Frau an der Spitze des Staates. Die China-kritische oppositionelle Spitzenkandidatin Tsai Ing-wen gewinnt die Präsidentschaftswahlen klar. Das dürfte die Beziehungen zu China belasten. Die 59-jährige Juraprofessorin gehört der „Demokratischen Fortschrittspartei“ (DPP) an. Der Kandidaten der bisher regierenden China-freundlichen Nationalistenpartei KTM, Eric Chu, hat seine Niederlage eingestanden. Das Bild zeigt sie nach Bekanntgabe ihres Sieg inmitten von Anhängern. (Foto: Keystone/AP/Chiang Ying-ying)

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