Damals am 11. Juli

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Damals am 11. Juli

Von Journal21, 11.07.2019

Schlacht um Verdun - Geburt von Yul Brynner - Geburt von Giorgio Armani - Tod von Gershwin - Die „Exodus“ läuft aus - Katanga unabhängig - Mandela festgenommen - Beginn des Massakers von Srebrenica - Terror in Mumbai - Premierministerin Theresa May - Lebenslänglich für Zschäpe

Herausgegriffen

11. Juli 1995: Beginn des schwersten Kriegsverbrechens in Europa seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Die von Ratko Mladić befehligten Truppen der Republik Srpska und serbische Paramilitärs massakrieren 8’000 vorwiegend muslimische Männer und Junge zwischen 13 und 78 Jahren - trotz der Anwesenheit von Blauhelmsoldaten. Das Massaker dauert mehrere Tage. Die Leichen werden in Massengräbern verscharrt und später mehrmals umgebettet, um die Morde zu verschleiern. Im Bild einer der Überlebenden des Massakers. (Foto: Keystone/AP)
11. Juli 1995: Beginn des schwersten Kriegsverbrechens in Europa seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Die von Ratko Mladić befehligten Truppen der Republik Srpska und serbische Paramilitärs massakrieren 8’000 vorwiegend muslimische Männer und Junge zwischen 13 und 78 Jahren - trotz der Anwesenheit von Blauhelmsoldaten. Das Massaker dauert mehrere Tage. Die Leichen werden in Massengräbern verscharrt und später mehrmals umgebettet, um die Morde zu verschleiern. Im Bild einer der Überlebenden des Massakers. (Foto: Keystone/AP)

Es geschah an einem 11. Juli

 

1767: Geburt von John Quincy Adams, sechster Präsident der USA von 1825 bis 1829. Er ist der einzige Präsident, der den Eid nicht auf die Bibel, sondern auf die amerikanische Verfassung ablegt. Er ist zudem der erste Präsident, der einer Frau ein Interview gibt. Nicht freiwillig. Anne Royall, die erste professionelle Journalistin der USA, hatte Adams Kleider entwendet, als er im Potomac River ein morgendliches Bad nahm. Sie drohte ihm, die Kleider nur gegen ein Interview zurückzugeben.

1804: US-Vizepräsident Aaron Burr verwundet und tötet in einem Duell seinen Gegner Alexander Hamilton.

1859: Erstmals schlägt die 14 Tonnen schwere Glocke des Big Ben.

1906: Geburt von Herbert Wehner, SPD-Politiker, SPD-Bundestagsfraktionschef von 1969 bis 1983. Er stirbt am 19. Januar 1990.

1916: Schlacht um Verdun, erfolgloser deutscher Grossangriff.
 

1920: Geburt von Yul Brynner, schweizerisch-amerikanischer Schauspieler (u. a. „The King and I“ 1956, „The Ten Commandments/Die zehn Gebote“ 1956, „The Magnificent Seven/Die glorreichen Sieben“ 1960). Er stirbt am 10. Oktober 1985 an Lungenkrebs.
 

1934: Geburt von Giorgio Armani, italienischer Modeschöpfer, der fünftreichste Mensch Italiens.






1937: Tod von George Gershwin, amerikanischer Komponist, Pianist, Dirigent (u. a. „Rhapsody in Blue“ 1924, „Klavierkonzert in F-Dur“ 1925, „Ein Amerikaner in Paris“ 1928, „Porgy and Bess“ 1935).

1947: Die „Exodus“ läuft aus

Das Schiff mit über 4’500 jüdischen Einwanderern verlässt den Hafen der südfranzösischen Stadt Sète Richtung Palästina. Britische Marinetruppen entern das Schiff am Tag danach. Drei Personen kommen bei dem Gerangel ums Leben. Die Briten schleppen das Schiff in den Hafen von Haifa. Die Passagiere werden mit drei Deportationsschiffen nach Frankreich zurückgebracht. Sie weigern sich, von Bord zu gehen. Drei Wochen später werden sie gewaltsam ins verhasste Deutschland zurückgebracht, dorthin, wo sie herkamen. Im Bild: Die Ankunft der Exodus im Hafen Haifa am 20. Juli 1947 (Foto: PD)
Das Schiff mit über 4’500 jüdischen Einwanderern verlässt den Hafen der südfranzösischen Stadt Sète Richtung Palästina. Britische Marinetruppen entern das Schiff am Tag danach. Drei Personen kommen bei dem Gerangel ums Leben. Die Briten schleppen das Schiff in den Hafen von Haifa. Die Passagiere werden mit drei Deportationsschiffen nach Frankreich zurückgebracht. Sie weigern sich, von Bord zu gehen. Drei Wochen später werden sie gewaltsam ins verhasste Deutschland zurückgebracht, dorthin, wo sie herkamen. Im Bild: Die Ankunft der Exodus im Hafen Haifa am 20. Juli 1947 (Foto: PD)

1949: Geburt von Bernard Thurnheer, Schweizer Sportreporter, TV-Moderator, Showmaster („Tell-Star“, „Benissimo“).

1954: General Alfred Strössner wird Präsident von Paraguay (bis zu seinem Sturz 1989).

1960: Moïse Tschombé erklärt Katanga für unabhängig.

1963: Nelson Mandela wird festgenommen.

1974: Tod von Pär Lagerkvist, schwedischer Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 1951).

1995: Ratko Mladić erobert das bosnische Srebrenica und beginnt mit dem schwersten Kriegsverbrechen in Europa seit Ende des Zweiten Weltkrieges.

2006: Terror in Mumbai

In der indischen Metropole Mumbai (Bombay) verüben vermutlich islamistische Terroristen innerhalb von elf Minuten sieben Bombenanschläge in voll besetzten Vorortszügen. 209 Menschen sterben, Hunderte werden verletzt.
In der indischen Metropole Mumbai (Bombay) verüben vermutlich islamistische Terroristen innerhalb von elf Minuten sieben Bombenanschläge in voll besetzten Vorortszügen. 209 Menschen sterben, Hunderte werden verletzt.

2012: Bei mehreren tausend deutschen Kunden der Credit Suisse führen deutsche Steuerfahnder Hausdurchsuchungen durch. Sie vermuten, dass Milliarden von Euro am Fiskus vorbeigeschleust werden.

2016: Die konservative englische Politikerin Theresa May löst David Cameron ab und wird Parteivorsitzende der Tories und britische Premierministerin.

2018: „Lebenslänglich“ für Zschäpe

Die 43-jährige Beate Zschäpe wird nach einem über fünfjährigen Indizienprozess vom Oberlandesgericht München wegen zehnfachen Mordes zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Zschäpe gilt als Mittäterin an den Morden und Gewalttaten des rechtsextremen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Zschäpe hatte fast 14 Jahre lang mit ihren Freunden Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund gelebt. In dieser Zeit ermordeten die beiden Männer zwischen 2000 und 2007 neun Gewerbetreibende türkischer oder griechischer Herkunft und eine deutsche Polizistin, zudem verübten sie zwei Bombenanschläge in Köln mit Dutzenden Verletzten. Das Bild zeigt Zschäpe während der Urteilsverkündung. Sie hatte erklärt, von den Morden und Gewalttaten erst im Nachhinein erfahren zu haben. Die Verteidigung legt Berufung gegen das Urteil ein. (Foto: Keystone/DPA/PeterKneffel)
Die 43-jährige Beate Zschäpe wird nach einem über fünfjährigen Indizienprozess vom Oberlandesgericht München wegen zehnfachen Mordes zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Zschäpe gilt als Mittäterin an den Morden und Gewalttaten des rechtsextremen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Zschäpe hatte fast 14 Jahre lang mit ihren Freunden Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund gelebt. In dieser Zeit ermordeten die beiden Männer zwischen 2000 und 2007 neun Gewerbetreibende türkischer oder griechischer Herkunft und eine deutsche Polizistin, zudem verübten sie zwei Bombenanschläge in Köln mit Dutzenden Verletzten. Das Bild zeigt Zschäpe während der Urteilsverkündung. Sie hatte erklärt, von den Morden und Gewalttaten erst im Nachhinein erfahren zu haben. Die Verteidigung legt Berufung gegen das Urteil ein. (Foto: Keystone/DPA/PeterKneffel)

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