Damals am 1. Februar

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Damals am 1. Februar

Von Journal21, 01.02.2019

Geburt von John Ford - Geburt von Clark Gable - Geburt von Boris Jelzin - Die VAR - Frauenstimmrecht in VD und NE - Werbefernsehen in der Schweiz - Nguyễn Văn Lém erschossen - Khomeini kehrt heim - Tod von Roman Brodmann - Columbia-Katastrophe - Tod von Maximilian Schell

Herausgegriffen

1. Februar 1968: Der Polizeichef von Saigon, Nguyễn Ngọc LoanNguyen, tötet vor Journalisten den 34-jährigen Vietcong Nguyễn Văn Lém mit einem Kopfschuss. Das Foto, das AP-Fotograf Eddie Adams von der Erschiessung schiesst, erlangt schreckliche Berühmtheit und heizt die Anti-Vietnam-Demonstrationen an. Das Bild wird 1968 zum Pressefoto des Jahres gewählt; Adams erhält dafür 1969 den Pulitzer-Preis. Nach der Eroberung Saigons durch die nordvietnamesische Armee flüchtet Nguyễn Ngọc Loan in die USA, wo er in Virginia eine Pizzeria eröffnet. Da seine Identität bekannt wird, bleiben die Gäste aus und das Lokal muss geschlossen werden. Nguyễn Ngọc Loan stirbt am 14. Juli 1998 in Burke an Krebs.
1. Februar 1968: Der Polizeichef von Saigon, Nguyễn Ngọc LoanNguyen, tötet vor Journalisten den 34-jährigen Vietcong Nguyễn Văn Lém mit einem Kopfschuss. Das Foto, das AP-Fotograf Eddie Adams von der Erschiessung schiesst, erlangt schreckliche Berühmtheit und heizt die Anti-Vietnam-Demonstrationen an. Das Bild wird 1968 zum Pressefoto des Jahres gewählt; Adams erhält dafür 1969 den Pulitzer-Preis. Nach der Eroberung Saigons durch die nordvietnamesische Armee flüchtet Nguyễn Ngọc Loan in die USA, wo er in Virginia eine Pizzeria eröffnet. Da seine Identität bekannt wird, bleiben die Gäste aus und das Lokal muss geschlossen werden. Nguyễn Ngọc Loan stirbt am 14. Juli 1998 in Burke an Krebs.

Es geschah an einem 1. Februar

1851: Tod von Mary Shelley, britische Schriftstellerin

Sie gilt als „Mutter“ von Frankenstein. Im Genfer Vorort Cologny hatte an einem verregneten Abend Lord Byron seiner Gästeschar vorgeschlagen, eine eigene Schauergeschichte zu verfassen und dann vorzulesen. Die 20-jährige Mary Godwin, die später den Schriftsteller Percy Shelly heiratete, schreibt die Geschichte eines Dr. Victor Frankenstein, der mit einem Toten experimentiert und ihm Leben einhaucht. Der Roman „Frankenstein oder Der Moderne Prometheus“ gelangt am 1. Januar 1818 in die Londoner Buchhandlungen und geht in die Weltliteratur ein.
Sie gilt als „Mutter“ von Frankenstein. Im Genfer Vorort Cologny hatte an einem verregneten Abend Lord Byron seiner Gästeschar vorgeschlagen, eine eigene Schauergeschichte zu verfassen und dann vorzulesen. Die 20-jährige Mary Godwin, die später den Schriftsteller Percy Shelly heiratete, schreibt die Geschichte eines Dr. Victor Frankenstein, der mit einem Toten experimentiert und ihm Leben einhaucht. Der Roman „Frankenstein oder Der Moderne Prometheus“ gelangt am 1. Januar 1818 in die Londoner Buchhandlungen und geht in die Weltliteratur ein.

1871: Das italienische Abgeordnetenhaus beschliesst mit 232 gegen 27 Stimmen die Verlegung der italienischen Hauptstadt von Florenz nach Rom. Zuvor hatte schon der Senat der Verlegung zugestimmt. 

1874: Geburt von Hugo von Hofmannsthal, österreichischer Schriftsteller und Dramatiker (u. a. „Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ 1911), Mitbegründer der Salzburger Festspiele.

1895: Geburt von John Ford, amerikanischer Regisseur, vierfacher Oscar-Preisgewinner. Ford dreht 140 Filme (u. a. „Stagecoach/Ringo“ 1939, „The Grapes of Wrath/Früchte des Zorn“ 1940, „How Green Was My Valley/Schlagende Wetter“ 1941, „The Quiet Man/Der Sieger“ 1952). Er stirbt am 31. August 1973.

1896: In Turin wird die Oper „La Bohème“ von Giacomo Puccini uraufgeführt.

1901: Geburt von Clarke Gable, amerikanischer Schauspieler. 1935 gewinnt er den Oscar als bester Hauptdarsteller in „It Happened One Night/Es geschah in einer Nacht“. In „Gone with the Wind/Vom Winde verweht“ spielt er die Rolle des Rhett Butler. Das American Film Institute setzt ihn auf Platz sieben der „Liste der 25 grössten männlichen Filmlegenden aller Zeiten“. Er tritt in über 80 Filmen auf.

1908: Der 18-jährige Emanuel II. wird der letzte portugiesische König. Sein Vater, König Carlos I., und sein älterer Bruder, Luis Philippe, waren in Lissabon bei einem Attentat von Republikanern erschossen worden.

1916: Geburt in Moskau von Pierre Dudan, Waadtländer Chansonnier, Schauspieler, Komponist, Pianist (u. a. „Le café au lait au lit“ 1939).

1917: Deutschland beginnt gegen Ende des 1. Weltkrieges den U-Boot-Krieg gegen England und Frankreich.

1918: Geburt von Muriel Spark, britische Schriftstellerin (u. a. „Die Blütezeit der Miss Jean Brodie“). Sie stirbt am 13. April 2006 in Florenz.

1931: Geburt von Boris Jelzin, von 1991 bis 1999 der erste Präsident Russlands und das erste demokratisch gewählte Staatsoberhaupt in der Geschichte Russlands.

1933: Reichspräsident Paul von Hindenburg löst den deutschen Reichstag auf. Zwei Tage zuvor war Hitler zum Reichskanzler ernannt worden.

1943: Im deutsch besetzten Norwegen setzen die Nazis Vidkun Quisling als Ministerpräsidenten ein. Die gewählte sozialdemokratische Regierung geht nach London ins Exil. „Quisling“ wurde zum Synonym für Kollaboration und Verrat.

1944: Tod von Pieter Cornelis Mondriaan, niederländischer Maler, Mitbegründer der abstrakten Malerei. 

1946: Der Norweger Trygve Lie tritt als erster Uno-Generalsekretär sein Amt an, das er bis 1952 innehat. Der Sozialdemokrat gehörte der norwegischen Exilregierung in London an. Er stirbt 1968.

1957: In Dresden stirbt Friedrich Paulus. Er war als Generalfeldmarschall Oberbefehlshaber der 6. Deutschen Armee in Stalingrad. Die Schlacht von Stalingrad, die mit einer vernichtenden Niederlage der Deutschen endete, forderte zwischen einer und zwei Millionen Tote. Paulus geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft und lebte danach bis zu seinem Tod in der DDR. Er starb auf den Tag genau 14 Jahre nach der Vernichtung seiner Armee an der Wolga.

1958: Panarabismus: Ägypten unter Gamal Nasser und Syrien schliessen sich zur „Vereinigten Arabischen Republik“ (VAR) zusammen. Am 8. März 1958 schliesst sich auch das Königreich Jemen (Nordjemen) dem Bund an. Im September 1961 treten Syrien und im Dezember 1961 Jemen aus der VAR aus; damit zerbricht die Union.

1959: Als erste Kantone führen die Waadt und Neuenburg das Frauenstimmrecht auf kantonaler Ebene ein.

1965: Der Bundesrat bewilligt die Einführung des Werbefernsehens. Der erste Fernsehspot geht am 1. Februar 1965 um 19.25 Uhr über den Sender. Er besteht aus Werbung für Coop, Maggi, Opel, Pepsi-Cola, Lindt und Sprüngli und für die Schweizerische Bankgesellschaft. 30 Sekunden kosteten 3’600 Franken. An Sonn- und Feiertagen darf nicht geworben werden.  

1965: Geburt von Stéphanie Marie Elisabeth Grimaldi, Prinzessin von Monaco.

1966: Tod von Buster Keaton, amerikanischer Schauspieler.

1968: Der Polizeichef von Saigon, Nguyễn Ngọc LoanNguyen, tötet vor Journalisten den 34-jährigen Vietcong Nguyễn Văn Lém mit einem Kopfschuss.

1972: Geburt von Leymah Roberta Gbowee, liberianische Bürgerrechtlerin, Trägerin des Friedensnobelpreises 2011 „für ihren gewaltfreien Kampf für die Sicherheit von Frauen und für das Recht der Frauen, sich in vollem Umfang an friedensschaffender Arbeit zu beteiligen“. 

1976: Tod von Werner Heisenberg, deutscher Physiker („Heisenbergsche Unschärferelation“ 1927).

1979: Ajatollah Khomeini kehrt nach Iran zurück. Zuvor hatte der Schah das Land verlassen.

1987: In Küsnacht (ZH) stirbt Gustav Knuth, deutscher Schauspieler. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm er die Schweizer Staatsbürgerschaft an. Ab 1949 gehörte er zum Ensemble des Schauspielhauses Zürich. Mehrmals war er zusammen mit Therese Giehse zu sehen. In Friedrich Dürrenmatts „Die Physiker“ spielte Knuth die Rolle des Wissenschaftlers Beutler.

1990: Tod von Roman Brodmann, Schweizer Journalist und Dokumentarfilmer. Brodmann arbeitete zunächst für das „Basler Volksblatt“, dann für „Die Tat“. 1950 wurde er Filmkritiker beim Schweizer Fernsehen und Chefredaktor der Zeitschrift „Elle“. Von 1961 bis 1963 war er Chefredaktor der „Zürcher Woche“. Für das Schweizer Fernsehen produzierte und moderierte er das „Freitagsmagazin“. Nach Meinungsverschiedenheiten mit dem Fernsehen begann er 1963 in Deutschland als Redaktor, Autor und Filmschaffender zu arbeiten. Vier seiner Dokumentarfilme wurden mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Das Bild stammt vom 1. September 1967. (Foto: Keystone)

2002: Tod von Hildegard Knef, deutsche Schauspielerin, Chanson-Sängerin (u. a. „Er war nie ein Kavalier“ 1962, „Aber schön war es doch“ 1962, „Eins und eins das macht zwei“ 1963, „Das geht beim ersten Mal vorbei“ 1964, „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ 1968, „Von nun an ging’s bergab“ 1968, „Tapetenwechsel“ 1970)

2003: Space Shuttle-Katastrophe

Space Shuttle Columbia bricht während der Rückkehr aus dem All in 60 Kilometern Höhe beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinander. Alle sieben Astronauten sterben. Der Shuttle war am 16. Januar 2003 gestartet. Es war die 113. Space-Shuttle-Mission.
Space Shuttle Columbia bricht während der Rückkehr aus dem All in 60 Kilometern Höhe beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinander. Alle sieben Astronauten sterben. Der Shuttle war am 16. Januar 2003 gestartet. Es war die 113. Space-Shuttle-Mission.

2009: Erste Regierungschefin in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft: In Island wird Johanna Sigurdardottir Ministerpräsidentin.

2011: „Marsch der Millionen“: In Kairo demonstrieren Hunderttausende gegen das Regime Mubarak.

2012: Der Republikaner Mitt Romney gewinnt die wichtigen Primärwahlen in Florida und versetzt seinem Gegenspieler Newt Gingrich eine herbe Niederlage. Romney gilt jetzt als Favorit für die republikanische Kandidatur.

2012: Blutige Stadion-Krawalle in Ägypten: Nach dem Fussballspiel zwischen Al-Masri und Al-Ahly Kairo in Port Said kommen mindestens 74 Menschen ums Leben. Hunderte werden verletzt. Das Ereignis löst Massenproteste gegen die Regierung aus.

2012: Tod von Wisława Szymborska, polnische Nobelpreisträgerin für Literatur (verliehen 1996).

2014: Der österreichisch-schweizerische Schauspieler Maximilian Schell stirbt im Alter von 83 Jahren in Innsbruck. Schell, der lange Zeit in Zürich lebte, erhielt 1962 den Oscar für seine Hauptrolle im Film „Das Urteil von Nürnberg“. Er galt in Hollywood als einer der erfolgreichsten ausländischen Schauspieler. 

Kommentare

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