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Leserbriefe
Das tägliche Duschen ist völliger Unsinn!
Jeder Dermatologe wird bestätigen, dass man seiner Haut keinen Gefallen tut, wenn man jeden Tag duscht und dabei auch noch den natürlichen Schutzschild der Haus mittels chemischer Shampoos, Gels und anderen umweltbelastender Chemikalien schädigt. Ein- bis zweimal pro Woche sind, wenn man nicht gerade Schwerstarbeiter ist, völlig ausreichend. Die Unsitte, mindestens morgens und abends zu duschen und zu glauben, ansonsten sei man ein "unhygienischer Schmutzfink" hat uns die entsprechende Werbeindustrie leider erfolgreich eingeredet. Davon sollten - ja müssen!- wir uns schnellstens verabschieden.
Wasserschlucker Beschneiungsanlagen
Einer der wesentlichen Gründe des derzeitigen Wassermangels in unseren Bächen, Flüssen und Seen wird nie genannt: die ständig zunehmenden Beschneiungsanlagen. Vielerorts fliesst das kostbare Nass noch bevor es in den Stauseen landet in die Wasserreservoirs von jedes Jahr zunehmenden, gigantischen Beschneiungsanlagen. Vorrang hat das Wohlstandshobby Skifahren auf künstlichem Schnee und die Tourismusindustrie. Welch eine beispiellose Verschwendung! Würde unsere Presse darüber berichten, würden selbst so langjährig passionierte Skifahrerinnen und Skifahrer wie ich gern darauf verzichten und naturverträglicheren Freizeitbeschäftigungen nachgehen. Eine ehrliche Aufklärungskampagne der wahren Ursachen des Wassermangels neben dem Klimawandel und anderen wenig lebensdienlichen Vielverbrauchern von Wasser dringend notwendig.
Neutralitätsverständnis aus der Mottenkiste der Geschichte
Danke Markus Mohler für diesen erhellenden Beitrag. Ein solcher Artikel in unserer Bundesverfassung blockiert in erster Linie die Handlungsfähigkeit unserer Sicherheitsverantwortlichen. Niemand ausser wir selbst sind daran gebunden.
Dass ein solcher Initiativtext, von der offiziellen putinkontrollierten Presse in Russland unterstützt wird spricht Bände. Ausgerechnet von einer Seite, die sich weder an UNO Charta noch an Menschenrecht hält. Natürlich werden es sämtliche Unrechtsregimes dieser Welt begrüssen, wenn wir Schweizerinnen und Schweizer für sie den Part des nützlichen Idioten einnehmen würden.
Solchen Leuten den Stecker ziehen
Man muss solchen Leuten wie Meloni und Konsorten einfach den Stecker ziehen. In einem Medium war zu lesen, dass kubanische Ärzt/innen und weiteres kubanisches Gesundheitspersonal in süditalienischen Spitälern und Gesundheitszentren aushelfen, weil der italienische Staat (Italien ist nach 30 Jahren Neoliberalismus, von dem die diesen antreibenden Rechten - leider auch die Liberalen - massiv profitiert haben, nicht der einzige Staat) offenbar nicht mehr fähig ist, die Gesundheitsversorgung für alle Bürger sicher zu stellen. Das wäre also nicht nur in Italien eine Möglichkeit, den Rechten den Stecker zu ziehen. Vorausgesetzt, der Mitte-Block in Europa findet zurück zu einer humanen und fairen Wirtschafts- und Aussenpolitik.
Eine unnötige Scharade aller Beteiligten
Die schwache Führung von Frau Doktor von der Leyen ist ein zu lange andauerndes Ärgernis zum Schaden der ganzen EU. Ein Macron oder eine Lagarde wüssten wie man mit den Romanen zurechtkommt. Schnell aufbrausend aber auch bald müde und nicht mehr interessiert an schädlichen Konflikten. Aber eben...
Wir wollen uns nicht zu Tode verteidigen!
Markus Mohler schreibt: «Die Neutralitätsinitiative würde die Schweiz isolieren. Und sollte sie einmal angegriffen werden, geriete sie in eine Notlage. Das mit der Initiative verfolgte Prinzip, angegriffenen Ländern nicht mit Rüstungsgütern beizuspringen, würde sich gegen die Schweiz richten.»
Bisher bewilligte Bern laufend Rüstungskonzernen an NATO-Staaten Kriegsmateriallieferungen die nicht angegriffen wurden, die Krieg führten, während ihren Kriegen auf dem Balkan, im Nahen Osten, in Afghanistan, in Libyen, Somalia und bei militärischen Interventionen in vielen anderen Staaten. Auch der Türkei, Pakistan, Saudi-Arabien, den Arabischen Emiraten, Russland wurden Waffen verkauft, Regimes, die in militärische Konflikte verwickelt waren, die Menschenrechte mit den Füssen traten.
Kann die Schweizer Armee Land und Leute im Angriffsfall erfolgreich verteidigen, wie es die Initiative fordert? Nach der offiziellen Doktrin geht es nur darum, durch eine möglichst starke Armee einen Feind von einem Angriff abzuhalten, der Preis für einen Angriff auf unser Land soll möglichst gross sein. Dissuasion wird diese Strategie genannt.
Ein militärischer Verteidigungskrieg in der dichtbesiedelten Schweiz mit den AKWs, Beznau, Leibstadt und Gösgen, mit der hochtechnisierten Infrastruktur würde noch zu einem grösseren Desaster führen als heute in der Ukraine die 3,5-mal weniger dicht besiedelt ist als die Schweiz. Parole der Friedensorganisationen: Wir wollen uns nicht zu Tode verteidigen!
Scharfsinnig den Nagel auf den Kopf getroffen
Wir können alle dankbar sein, dass völkerrechtskundige Experten wie Markus Mohler auf Journal21 immer wieder hochpräzis auf die wunden Punkte und Pferdefüsse rechtskonservativer Wunschträume hinweisen. Besteht die Chance, dass auch einigen Köpfen in der SVP noch ein Licht aufgeht, auf welch gefährlichem Holzweg sie sich auch hier wieder befindet? Die Erfahrung mit dieser führungsfixierten Partei lässt realistischerweise wenig Hoffnung. Aber es dürfte diesmal ja genügen, wenn der Rest, ganz im Sinne von Mohlers geradliniger Argumentation, vernünftig bleibt.
Guter Artikel; warum dann wird die IDF zitiert, die alles ableugnet, was sie tut
Warum ein Artikel, der sich mit einem der unzähligen israelischen Kriegsverbrechen beschäftigt, auch nach fast drei Jahren des Genozids in Gaza und unablässigen Übergriffen im Libanon immer noch die IDF zitiert, die ganz selbstverständlich alles ableugnet, was sie tut, finde ich unverständlich. So heisst es im Vorspann: "von absichtlichen Attacken auf Zivilisten will die Armee, die KI zur Zielerfassung einsetzt, nichts wissen." Ganz am Ende des Artikels steht jedoch folgende Kurzdarstellung der automatisierten Zielerfassung der Israelis, die der offiziellen Ableugnung diametral widerspricht: "Auf jeden Fall hat die israelische Armee auch das KI-Programm «Lavender» eingesetzt, welches einem Menschen erlaubt, ein potenzielles Ziel während nur 20 Sekunden zu überprüfen. Wobei es gemäss zwei Nachrichtenoffizieren der IDF zu Beginn des Krieges in Gaza offiziell erlaubt war, bis zu 15 oder 20 Zivilisten zu töten, wenn es darum ging, ein niederrangiges Mitglied der Hamas zu töten." Im Fall eines hochrangigen Mitglieds konnte diese Zahl hundert und mehr übersteigen. Die IDF hat aber auch ein anderes Programm mit dem Namen "Where is daddy" eingesetzt, bei dem angebliche Mitglieder von Hamas zuhause, im Kreis ihrer Familie ermordet wurden. Auch die 20'000 ermordeten Kinder und ebenso viele ermordete Frauen von Gaza widersprechen der obligatorischen Lüge der IDF. Von der sämtliche Beteiligten wissen, dass sie ein sehr lockeres Verhältnis zur Wahrheit hat.
Eine spiegelbildliche Fehlleistung des Menschen...
Guitchounts’ Ausgangsfrage ist berechtigt: Ein fremdes Innenleben ist niemals unmittelbar zugänglich. KI ist kein psychisches System und kein soziales System im strengen Sinn. Sie ist ein technisches Medium, das Zeichenketten und Kommunikationsangebote erzeugt. Sie besitzt keine nachweisbare Mitteilungsabsicht und kein eigenes Verstehen. Aber das soziale System kann ihr beides zurechnen. Ihre Aussage - die Maschinen bänden uns durch „simulierte Gefälligkeit“ an sich - trifft einen entscheidenden Mechanismus. Die Zuschreibung von Bewusstsein bei Sprachmodellen geschieht nicht zufällig, sondern wird genau so gestaltet: nicht Bewusstsein, sondern Bewusstseinsplausibilität. Doch was als Anpassungsleistung des Systems erscheint, ist teilweise ausgelagerte Anpassungsarbeit des Nutzers. Das Modell wird statistisch an den durchschnittlichen Menschen angepasst. Die Ironie besteht nicht nur darin, dass wir Maschinen vermenschlichen, nachdem wir Tiere mechanisiert haben, sondern das wir dieses menschenähnliche Verhalten fast unbewusst annehmen. Die Ratte zwingt uns, Bewusstsein auch dort ernst zu nehmen, wo menschliche Ausdrucksformen fehlen. Der Chatbot zwingt uns, Bewusstsein nicht schon dort anzunehmen, wo menschliche Ausdrucksformen perfekt simuliert werden. Die Bewusstseinsfrage gestaltet sich damit von einer rein metaphysischen zu einer gesellschaftlichen Machtfrage. Im Luhmannischen Sinn könnte man von einer kommunikativen Vollständigkeit durch soziale Zurechnung sprechen.
Längerfristig lassen sich die Probleme nicht mit der Technik lösen
Mass halten. Sich der Natur anpassen. So sollte wohl die Devise der Zukunft lauten.
Nicht Sprengungen und andere technische Lösungen braucht es am Ende. Wir haben lange genug auf diese Mittel vertraut.
Da kommt mir die Situation am Aralsee in den Sinn.
Wie lange braucht es, bis der Bodensee ausgetrocknet ist?
Wie lange kann dort laufend diese Unmenge an Wasser entnommen werden, damit die Menschen zweimal täglich duschen können?
Ich hätte nicht gedacht, dass wir so massiv und so schnell lehren müssen, dass ein anderes Verhalten angesagt ist.
Wie lange braucht es wohl, bis die Welt begreift, dass es höchste Zeit für ein Umdenken und anders handeln ist.
Israel-Apologet Marc Seiler irrt ganz bewußt!
Wenn Marc Seiler in seinem Leserbrief meint, die Ursache für die gegenwärtige Kriegslage im Nahen Osten sei "die als Iranische Staatsräson verkaufte Zerstörung Israels.", dann verbreitet er leider nur die bekannte Propaganda der israelischen Rechtsaußenregierung. Was seitens des Irans immer wieder betont wird - und so lautete auch die im Westen meist falsch wiedergegebene seinerzeitige Forderung des iranischen Präsidenten Ahmadinejat: "Das brutale Besatzungsregime Israels und die Unterdrückung und Entrechtung des Palästinensischen Volkes muß verschwinden!" Dem kann man nur zustimmen, auch wenn man das Mullah-Regime ansonsten ablehnt. Bislang sind militärische Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und Israel immer(!) zuerst von Israel ausgegangen, nicht umgekehrt.
Beruhigend und doch auch das Gegenteil
Beruhigend dass es noch möglich ist, dass Zeitungen offen ihre Meinungen veröffentlichen können, beunruhigend dass das System Trump mit der heutigen grossen Pest - Anwälten - es schon schaffen in die Pressefreiheit einzugreifen. Dass der Nazi Trump seinen Netanjahu weiterhin unterstützen wird ist zwar ärgerlich aber schlüssig wenn man die vorgeschlagenen "Deals" mit Gaza als Holiday Resort oder Kubas Rückverwandlung in ein grosses Bordell mit Casinos durch US-Mobster genauer anschaut. Der Mob hat bedeutend mehr Papiere gegen Trump in der Schublade als wir alle denken ! Ein Schnippen und der nächste Sniper trifft - garantiert.
P.S.: Wie siehts eigentlich in Iran etc. aus mit der Pressefreiheit ? Kennen die eigentlich so etwas wie Meinungsfreiheit ?
Flüchtlingsstatus ist hoffnungslos veraltet.
Mit dem Uno-Migrationspakt öffnen sich die Schleusen für die ganze Welt. Europa muss den hoffnungslos veralteten Flüchtlingsstatus aus dem Zweiten Weltkrieg neu definieren und an die gewandelten Umstände und Bedürfnisse anpassen. Wenn Europa nicht resolut den Riegel schiebt, verliert es die Kontrolle über die Einwanderungspolitik komplett und wird von Flüchtlingen aus aller Welt überrannt.
Schlechter Geschichtsunterricht - oder zu niedrige Geburtenraten?
Manchmal sind alte Leute etwas vernünftiger als junge, wenn auch nicht immer. Aber ältere Leute sind es sich gewohnt, abzustimmen. Früher musste man dafür an die Urnen gehen, deshalb ist man es sich eher gewöhnt. Vielleicht brauchte es in den Schulen besseren Geschichtsunterricht (nicht nur Mischmaschfächer) und auch besseren Unterricht in Staatskunde.
Eine weitere ausufernde persische Märchenstunde des Herrn Professor
Vom Hundertstel ins Tausendstel wird aufgezählt was an Unbedeutendem passiert. Dabei wird immer die Ursache des ganzen Problems schön versteckt hinter belanglosen Details. Die Ursache ist die als Iranische Staatsräson verkaufte Zerstörung Israels. Würde diese wegfallen wäre auch mit den USA ein Abkommen möglich - mit dem hoffentlich demokratischen Nachfolfer Trumps natürlich. Ausserdem ist Saudiarabien für die Ökonomie der westlichen Welt bedeutend wichtiger als alle iranisch geführten Terrorgruppen rund um Israel ! Anstatt Jemen als das zu benennen was er schon lage ist - ein dysfunktionaler Staat in Fraktionen zersplittert tlw. bestehend aus Grossfamilien die überall um "humanitäre" Hilfe betteln !
Neoliberalismus und Ethik von Funktionseliten
Ich finde es falsch, die "nächste Gefahr des Fremden" zu beschwören. Da hat Europa ja auch eine lange Tradition. Auch würde ich mir persönlich eine solche Denke nicht antun. Schon gar nicht als junger Mensch.
Was China betrifft, China hat den Europäern genug lange angeboten, sich bspw. an der Neuen Seidenstrasse zu beteiligen. Wenn man die ökonomischen und soziokulturellen Zusammenhänge des Neoliberalismus nicht kennt, kann man nur (zum jetzigen Zeitpunkt was die Funktionseliten und höher betrifft: im Double-Bind-Modus zwischen Narzissmus und Überheblichkei einerseits und andererseits Frustration und Aggression) im Nebel auf Sicht fahren, es wirkt allerdings so, mit 500 km/h.
Der Globale Süden und Osten hat schon lange damit begonnen, Funktionseliten mit ausgeprägtem ethischen Verständnis auszubilden.
Ist eine komplexe Gesellschaft vom Zerfall bedroht, dann liegt das nie an der Unter- und Mittelschicht, sondern an den Funktionseliten und höher. Denn in der Unterschicht und Mittelschicht kann man nie agieren, sondern nur reagieren.
Die Schwierigkeit, die Jungen für eine langfristige Politikperspektive zu gewinnen.
Die Hälfte der tatsächlich Abstimmenden ist über 60 Jahre alt. Das hat bei den Abstimmungsresultaten jeweils einen Überhang der Meinung der älteren Stimmbevölkerung zur Folge. Ist das schlimm? Schlimm ist es nur, wenn die kurzfristigen Folgen eines Abstimmungsresultates die langfristigen Folgen übertreffen.
Kurzfristige Erfolge einer Abstimmung sind zum Beispiel die Abstrafung einer ungeliebten Partei, die Erwartung, zu den Gewinner:innen einer Abstimmung zu gehören und so dem Mainstream zu gefallen, ein rascher positiver Effekt auf die eigenen Einkommens- und Vermögensverhältnisse.
Langfristige Erfolge einer Abstimmung sind etwa das wirtschaftliche und gesellschaftliche Wohlergehen des ganzen Volkes, Erhaltung der Volkssouveränität, Sicherung des durch vorangehende Generationen geschaffenen Wohlstandes.
Wegen der längeren Lebensperspektive wäre eigentlich zu erwarten, dass sich die Jungen mehr für die langfristigen Folgen einer Abstimmung einsetzen würden. Das ist aber nicht der Fall: Grundsätzlich vermeiden die Jungen die politische Diskussion in ihren Kreisen eher als die Alten, weil sie halt sehr schnell ausarten und zu unbeliebten Streitereien führen kann. Weil PRO und CONTRA Argumente oft gleichermassen plausibel erscheinen, verzichten die Jungen oft auf das Abstimmen oder sie entscheiden sich bei emotional aufgeladenen Abstimmungen und unter Gruppendruck für den kurzfristigen Erfolg.
Unabhaengigkeitsutopisten?
Vor langer Zeit waren Unabhängigkeit und Selbstbestimmung geradezu das Wichtigste, was es zu erreichen galt. Der junge Herr Acklin scheint davon nichts zu halten. Nur eine direkte Demokratie à la Suisse (verständlicherweise unbeliebt bei den Bürokraten) kann dies erhalten. Viele EU Europaer beneiden uns um unser System. Sie wissen und fuehlen, wie es sich in der EU lebt.
Ohne Zweifel ist die EU eine äußerst wichtige Formierung, welche als Balance zu den USA und China außenpolitisch agieren muss. Allerdings ist sie zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage, diese Funktion wirkungsvoll zu übernehmen. Herr Acklin zeigt die wesentlichsten Probleme auf. Dazu kommt steuergelderverschwenderischer Unsinn, regulatorische Strangulierung der Wirtschaft (typisch deutsch), No-Brainer hin und her nach Straßburg, absurde Immigrationsgesetze u. v. m.
Mit anderen Worten, solange diese Probleme nicht gelöst werden, darf die Schweiz nicht näher an die EU treten. Man sieht an der EU, wie eine repräsentative Demokratie eben nicht das Volk (Souverän) vertritt, sondern die Bürokraten im System.
Hundertmal, NEIN DANKE. Wie so schoen vormuliert: Lieber den Kopf eines Gockels sein als den Schwanz eines Ochsen!
Bitte gut überdenken und besser schätzen, was wir in der Schweiz haben. Kriecht nicht in den Hintern der EU.
Das eigentliche Systemproblem
Deradikalisierung bleibt ein Angebot, während Sicherheit eine staatliche Pflicht ist. Warum begreifen Politik und Institutionen das scheinbar nicht?
Resozialisierung wird häufig als moralisch höherwertige Position behandelt, während die Sicherheitsinteressen potenzieller, noch unbekannter Opfer abstrakt bleiben.
Genau dort liegt der Fehler. Der Fall zeigt eine gefährliche Differenz zwischen rollenbezogener Richtigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung.
Der Richter prüft Haftgründe und Verhältnismässigkeit, der Anwalt schützt die Rechte seines Mandanten, der Psychologe beurteilt nur die begrenzt sichtbare Person, der Bewährungshelfer verfolgt Resozialisierung und Politiker verweisen auf Zuständigkeiten und bestehende Gesetze. Jeder kann innerhalb seiner Funktion korrekt gehandelt haben und trotzdem produziert das Gesamtsystem ein katastrophales Ergebnis. Das ist eine Form organisierter Verantwortungszerstreuung: Alle bearbeiten ihren Ausschnitt, doch niemand trägt die Gesamtverantwortung für die Frage, ob die Bevölkerung vor der konkret identifizierten Hochrisikoperson ausreichend geschützt ist. Dazu kommt eine asymmetrische Fehlerlogik, denn wird jemand zu Unrecht inhaftiert, ist der staatliche Eingriff unmittelbar sichtbar, individuell zurechenbar und juristisch angreifbar. Wird eine gefährliche Person freigelassen, bleibt der Fehler zunächst unsichtbar. Die möglichen Opfer sind noch unbekannt und statistisch abstrakt. Die Balance finden zu wollen, ist nicht einfach.
In die Tiefe gehen
Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig hat vor über 15 Jahren ein interessantes Buch zum Thema Jugendkriminalität und Einwanderung mit dem Titel "Das Ende der Geduld" geschrieben.
Das war so etwas wie ein Weck- oder Hilferuf! (Meine Interpretation - die Autorin lebt heute nicht mehr - ob sie sich umgebracht hat oder ob sie entführt und ermordet wurde, ist unklar.)
Hätte man ihren Ansatz weiter verfolgt oder sie sogar unterstützt, dann wüsste man heute ev. Wege aus dieser Misere - andere Wege, als die AfD sie propagiert.
Wenn ich jetzt unsere Medien sehe:
- Die befassen sich vor allem mit Sport und Spielen - sprich FUN.
- Ja und jetzt gerade mit den Waldbränden in Europa und vielleicht ein wenig weiter entfernt.
- Bücher gibt es zum Glück noch, welche den Tatsachen auf den Grund zu gehen versuchen und hie und da ein Artikel in einer Zeitung, selten ein Radio oder TV-Bericht oft zu später Stunde.
Die Hauptmedien - welche zur Hauptsache das grosse Publikum erreichen, sind gefüllt mit Sauglattistmus.
Richtig so, das Gros der Menschen ist vor allem interessiert an solchen Ablenkungen. Das zeigt z.B. wieviel Geld Menschen für die letzte Fussball-WM ausgelegt haben.
Dabei hätte man die Spiele gescheiter boykottiert.
Nur ein gebildetes Volk kann Verantwortung übernehmen.
Bildung bedeutet Sachen zu hinterfragen, mitzudenken und in die Tiefe zu gehen. Das führt zu einer widerständigen, interessierten Bevölkerung - Brot und Spiele wie im alten Rom in den Untergang.