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Leserbriefe
Die EU klammert sich an die USA wie ein Ertrinkender.
Lasst die Amerikaner doch um Gottes Willen ziehen! So unverzichtbar ist Amerika für Europa nicht. Erst seit Ende des Zweiten Weltkrieges klammert sich Europa an die USA wie ein Ertrinkender, als ob es die verschiedenen Länder und Kulturen Europas nicht schon lange gäbe. Es scheint völlig undenkbar, sich mit Russland ins Benehmen zu setzen, das wäre wie Verrat. Das ist völlig verrückt.
Armeen schützen uns nicht, sie bedrohen uns
Meiner Meinung nach sollten die USA alle Truppen aus Europa abziehen. Speziell die US-Atomwaffen müssten aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Spanien, Italien und der Türkei verschwinden. Atombomben schützen uns nicht, sie bedrohen uns. Ein Einsatz dieser US-Bomben würde zum Untergang Europas oder sogar der ganzen Menschheit führen. Vom Stützpunkt Ramstein aus wurden auch Einsätze der US-Luftwaffe im Nahen Osten geführt, auch kürzlich im Irankrieg. Via Deutschland werden auch die aussergerichtlichen Hinrichtungen durch Drohnen der USA gesteuert, in Somalia und anderen Ländern. Deutschland hat längst die Todesstrafe abgeschafft, aber mit seiner US-Drohnen Relaisstation unterstützt es Morde. Bei diesen Drohnenattacken kommen hauptsächlich Zivilisten ums Leben, nicht Terroristen.
Für die Schweiz: Keine Kriegsmaterialexporte mehr nach den USA, wie jetzt schon keine Waffenexporte mehr nach Russland. Keine Investitionen mehr in US-Firmen, die an der Produktion von Atombomben beteiligt sind. Und: Auch keine Investitionen mehr der Nationalbank, von Banken, Versicherungen und Pensionskassen in US-Rüstungskonzerne. Überhaupt kein Rappen mehr in die Rüstungsindustrie. Wenn die Menschheit die Armut und den Hunger überwinden will, wenn sie überleben soll, muss abgerüstet werden. Wer aufrüstet, schlittert früher oder später in den Krieg. Armeen schützen uns nicht, sie bedrohen uns.
Trump gegen Merz / Patlosigkeit bei der Nato
Umdenken in Westeuropa? Die Ukraine beweist; religiöse Lügen ruinieren uns weltweit!
Junge Leute müssen abgeholt werden, wo sie abzuholen sind. Wer in seiner Meinung festgefahren ist, bekundet schon mit dem 20. Altersjahr Mühe mit religiösen Verblendungen.
Andres Zaugg, Rothrist 3. Mai 2026
Was bedeutet die Bilaterale III wirklich
Bangemacher Herr Woker beschreibt sehr eindrücklich seine Sicht der Lage der Schweiz. Sie deckt sich mit der momentanen CH-Regierung. Dagegen spricht viel, was nicht erwaehnt wird. Schaut genau auf den ineffizienten Saftladen EU. Warum soll die Schweiz noch mehr von ihrer einmaligen direkten Demokratie aufgeben? Natürlich wäre das Regieren einfacher mit einer repräsentativen Demokratie. Es ist das Gleiche, wie wenn ein Buchhalter kein externes Audit mehr über sich ergehen lassen müsste.
Es darf auf keinen Fall erlaubt werden, dass der Souveraen ausgeschaltet wird.
a) Bringt einen Artikel, welcher klar die Nachteile der Bilateralen III aufzeichnet.
b) Es ist unterdessen klar, dass die Schweizer Armee wieder ihre Schlagkraft steigern muss. Der Fluchtweg, Hilfsdienst, muss massiv unattraktiver gemacht werden.
c) Die Schweiz sollte den miserablen Vertrag des "Kaufes" von F-35A stornieren und die besser geeigneten Gripen kaufen.
d) Die CH SMUs sind besser bedient, wenn es nicht zur Bilateralen III kommt. Die ganz Grossen verdienen ihr Geld im Ausland und bezahlen (im Verhaeltnis) wenig Steuern in der Schweiz.
Also, lasst euch nicht einschüchtern. Es ist besser fuer die Schweiz den Kopf eines Gockels zu sein als der Schwanz eines Ochsen!!
Pauschalen statt Puzzleteile – Koordination statt Konsultation
Statt jede Diagnose separat abzurechnen, bräuchte es für multimorbide Patientinnen eine Jahrespauschale, die die ganze Person abdeckt. Solche Modelle existieren in den Niederlanden und in deutschen DMP-Programmen. In der Schweiz wäre das eine Erweiterung der HMO- und Hausarztmodelle in Richtung „Kopfpauschale für Multimorbide". Art. 43 KVG müsste so angepasst werden, dass integrierte Pauschalen zulässig und attraktiv sind. Das nimmt den Ärzten den Druck, jede Konsultation in eine Diagnose zu pressen.
Statt Hausärzte mit immer mehr Patienten zu überlasten, sollte deren Rolle zum Gesundheits-Koordinator aufgewertet werden, kombiniert mit einem KI-System, das im Hintergrund die analytische Arbeit leistet: Medikamenten-Interaktionen prüfen (bei Polypharmazie sind 8–12 Wirkstoffe normal), Befunde verschiedener Spezialisten zusammenfassen, Vorsorgelücken anzeigen, Frühwarnungen aus Wearables triagieren. Die Technologie existiert: das eigentliche Hindernis ist das EPD, das in der Schweiz nur schleppend Fahrt aufnimmt. Ein echtes, interoperables und KI-lesbares EPD wäre der richtige Schritt in die Zukunft.
Ein Versorgungsnetz sollte dafür bezahlt werden, dass die Patientin gut lebt, mobil bleibt und weniger Spitalaufenthalte hat und nicht für möglichst viele Konsultationen. Das ist politisch unbequem, würde aber das aufgezeigte Problem lösen. Die entscheidende Hürde ist Akzeptanz und die ist meist eine Funktion von wahrgenommenem Nutzen.
Trumps totaler Realitätsverlust
Was hat er bisher erreicht, ausser Beschädigung der USA Demokratie, 25 Mrd. Kriegsausgaben, Keinen fruchtbaren Austausch mit dem Iran, Bombardierung der Golfstaten durch Iran, Zerstörung Gazastreifen und Bombardement des Libanon durch die Unterstützung der Israeli
Der Mann leidet unter totalem Realitätsverlust und gehört nicht ins OVAL OFFICE sondern sollte des Amtes enthoben werden.
Brüssel diktiert, Bundesbern kapituliert
Das gegenwärtig gültige Freizügigkeitsabkommen (FZA) kennt keine autonome Rechtsübernahme: Änderungen des EU-Rechts gelten erst, wenn beide Seiten im Gemischten Ausschuss einvernehmlich eine Anpassung beschliessen, wobei es für jeden Beschluss einer Genehmigung durch die zuständigen Schweizer Organe bedarf. Eine vertragliche Pflicht zur Übernahme besteht nicht. Jeder politischer Druck seitens der EU wäre ein Verstoss gegen das Abkommen.
Die Situation nach einer allfälligen Annahme des Vertragspaketes Schweiz-EU durch das Schweizer Volk sieht völlig anders aus: die Personenfreizügigkeit würde dem sogenannten Integrationsverfahren unterstellt. Neue EU-Rechtsakte wären damit nach einem Aufdatierungsbeschluss im Gemischten Ausschuss grundsätzlich als Teil des Abkommens und damit der schweizerischen Rechtsordnung zu behandeln.
Würde die Schweiz einen Aufdatierungsbeschluss ablehnen bzw. nicht umsetzen, könnte die EU vertraglich vorgesehene «Ausgleichsmassnahmen» oder – korrekt ausgedrückt – Strafmassnahmen einleiten. Strittig wäre dann nicht mehr ob, sondern wie das Schiedsgericht entscheiden würde: ist die Verweigerung gemäss Abkommen gerechtfertigt oder nicht?
Bei Auslegungsfragen betreffend integriertem EU-Recht müsste der Europäische Gerichtshof der EU (EuGH) letztinstanzlich entscheiden. Zudem darf angenommen werden, dass die EU im Vorfeld von Volksabstimmungen vertraglich nicht ausgeschlossene Drohkulissen aufbaut, die eine freie Abstimmung massiv einschränkt.
Machen wir uns nichts vor
Die "Revolutionsgarde" hat nichts mit "Revolution" zu tun sondern mit der Aufrechterhalung einer angeblichen "republikanischen" Diktatur. Ausserdem ist ja die raison d'être mit der Zerstörung Israels nicht nur intellektuell etwas dürftig. Da hilft auch der Verweis auf die 4000 Jahre Elend und Kulur nicht; aus dem Ableiten irgendwelcher Rechte oder eines speziellen Ansehens ohne einer Aufklärung - die eo ipso aus stikt religiösen Gebilden eh nicht erwachsen kann - ist in der Biederkeit des Denkens nicht zu übertreffen. Das übertrifft sogar gewisse Schweizer Parteien, die sich im Parlament durch reine Gefolgsleute ohne eigenes Denken und ohne eigene Meinungen vertreten lassen.
Die Rechnung ist nur das Symptom
Eine Rechnung ist nicht nur ein administrativer Vorgang, sondern ein kommunikatives Signal. Genau darin liegt das Problem. Im Ausland wird nicht zwischen Spitalverwaltung, Kanton, Bund, Versicherungsweg und föderalistischer Zuständigkeit unterschieden. Wahrgenommen wird, wie die Schweiz in einer humanitären Notlage von den Nachbarstaaten unterstützt wurde und wenige Monate später Rechnungen verschickt.
Doch die Rechnung ist aus meiner Sicht nur das sichtbarste Symptom. Der tiefere Befund lautet: In der Aufarbeitung von Crans-Montana entsteht der Eindruck, dass Zuständigkeiten zwar formal verteilt sind, Verantwortung aber nirgends wirklich sichtbar wird.
Das betrifft nicht nur die Kostenfrage. Es betrifft auch die strafprozessuale Aufarbeitung, die Beweissicherung, den Umgang mit möglichen Interessenkonflikten und die Kommunikation gegenüber den Familien der Opfer. Immer wieder scheint der Hinweis auf Verfahren, Zuständigkeiten und Rechtswege an die Stelle einer klar erkennbaren institutionellen Verantwortung zu treten.
Gerade ein Rechtsstaat darf nicht durch symbolische Härte ersetzt werden. Aber er muss in einer Katastrophe dieser Grössenordnung mehr leisten als formale Korrektheit. Er muss Vertrauen schaffen, Distanz sichtbar machen und den Betroffenen zeigen, dass nicht zuerst die Aktenordnung, sondern die Würde der Menschen zählt. Die Schweiz hat Regeln, aber sie tut sich schwer, daraus sichtbare Verantwortung zu generieren.
Das überfordert das Hirn Trumps und seiner Berater!
Das, was Reinhard Schulze in seinem sehr interessanten Artikel beschreibt, auch nur im Ansatz zu verstehen übersteigt sowohl die Kapazität des Trump'schen Hirns als auch dessen Geduld. Das ist alles viel zu kompliziert. Für diese Leute gibt es nur Schwarz und Weiß und entsprechend ist deren Politik. Horaz hatte Recht:"Stärke ohne Weisheit zerbricht an ihrem eigenen Gewicht." Trump müßte es eigentlich besser wissen, denn der Iran bzw. Persien besteht seit mehr als 4000 Jahren. Seine USA gerade mal seit 250 Jahren.
Bisher: Ständig Waffenexporte an Staaten die Kriege führten
Die Kriegsmaterialexporte sollen gelockert werden. Wie war es bisher? Die USA und viele Kunden der Schweizer Rüstungsindustrie waren in den letzten Jahren immer wieder in militärische Konflikte verwickelt, trotzdem wurde Kriegsmaterial von der Schweiz in diese Länder geliefert, die in den Kriegen verwickelt waren, in Korea, Vietnam, Kambodscha, Laos, Afghanistan, Irak, Iran, auf dem Balkan, Libyen, Jemen, Somalia, Grenada, Nicaragua, Panama, Tschetschenien (Russland). usw.
Damit diese Waffenexporte an kriegführende Staaten legal abgewickelt werden konnten wurde im Bundesgesetz über das Kriegsmaterial nachträglich ein Passus eingefügt, der eigentlich alle Rüstungsexporte an kriegführende, menschenrechtsverletzen Staaten ermöglichte auch in Länder in denen Menschen verhungerten, damit «eine an die Bedürfnisse ihrer Landesverteidigung angepasste industrielle Kapazität aufrechterhalten werden können».
Auch bei der Nichtwiederausfuhr-Erklärung wurden Paragrafen eingefügt, die den Export von «Kleinbestandteilen» erlaubten, zum Beispiel vor Jahren Feuerleitgeräte, die auf deutsche Panzer montiert wurden.
Die dem Frieden und der Neutralität verpflichtete Schweiz hat die Kriegsmaterialexporte auch an Länder nicht getoppt, die Israel Waffen belieferten. Ohne die Waffenlieferungen der USA, Deutschland und Italiens und weiteren Ländern hätte Israel im Gazastreifen, im Libanon und jetzt im Iran nicht Krieg führen können.
Herzlichen Dank für die Aufklärung
Vielleicht sollte man doch je ein Seminar in Rechtsphilosophie, Ethik und Rechtsgeschichte an den Schweizer Unis für das Erreichen eines Master of Law obligatorisch erklären. Der Bachelor sollte abgeschafft werden, da nicht zielführend und vom Niveau her nicht mehr wert als alte kaufmännische Lehrabschlüsse.
Ausserdem sollte eine Überwachung der Juristen durch eine gewählte Gruppe inklusive Sanktionsrecht gebildet werden. Der politische Wildwuchs bzw. Missbrauch durch Lobbyisten oder Querschläger, die offen dazustehen Nichtschweizer zu bevorteilen und der Schweiz schaden zu wollen, gehört zurechtgestutzt. Wer einer Mörderbande ermöglicht mit dem Mord an Bruno Manser mittels Geld freigesprochen zu werden - übrigens ein früherer Departemetsvorsteher, der angeblich seine eigene Steuererklänurung nicht finden kommte - der kann sich mit Karikaturen von Honoré Daumier erholen.
Macht kaufen
Christoph Zollinger beschreibt schnörkellos die Beeinflussbarkeit demokratischer Entscheide durch Persönlichkeiten, die mit viel Geld Meinungen zu Abstimmungen und Wahlen beeinflussen. Sie kaufen sich mit Millionen Schreiberlinge, die in ihrem Sinne argumentieren und Zeit investieren, um in der Presse und den Sozialen Medien so präsent zu sein. Die Konsequenz ist die gekaufte Demokratie.
Den finanziell Mächtigen gehört die Welt auch in Staaten mit der so genannten Volksherrschaft.
War auch früher so. In der Antike z.B. war die Finanzierung oft direkt mit dem Erfolg verbunden. Römische Kaiser und Feldherren finanzierten Kriege und die Verwaltung durch die Schätze der Gegner, geraubte Ressourcen und die Versklavung der Bevölkerung.
Oder etwas später: Im 17. Jahrhundert wurde die Finanzierung von Armeen oft an private Unternehmer ausgelagert. Diese, wie Albrecht von Wallenstein, stellten Söldnertruppen auf eigene Kosten oder auf Vorschuss auf (KI).
Der Albrecht von Wallenstein ist Geschichte, die Oligarchen, die Techno-Plutokraten und die Milliarden schweren "unheimlichen" Patrioten sind aktueller denn je.
Die Straflosigkeit Israels muß enden!
«Israel hat gelernt, dass es Grenzen mit Gewalt neu ziehen, Abkommen einseitig interpretieren und zivile Infrastruktur ohne grosse Folgen zerstören kann. Diese Lektion ist von den Vereinigten Staaten gelehrt, finanziert und wiederholt bekräftigt worden.» Leider ist diese Aussage nur die halbe Wahrheit. Es sind wir alle, die das völkerrechtswidrige Treiben der israelischen Regierungen schon seit Jahrzehnten, eigentlich seit Bestehen des Staates, teils entschuldigend, teils wegschauend geduldet haben und was dazu geführt hat, dass Israel mittlerweile glaubt, alles - wirklich ALLES - tun zu dürfen, wozu es vor allem militärisch, fähig ist, ohne je dafür zur Verantwortung gezogen zu werden. Neben den USA ist es vor allem die deutsche Bundesregierung, die ALLES tut, um Israel international in Schutz zu nehmen und seit Jahren z.B. die Suspendierung des EU-Israel Assoziierungsabkommen ständig hintertreibt, obwohl seit Langem evident ist, dass Israel gegen die Grundlagen dieses Abkommens verstößt. Die Israel-Lobby in den USA, aber besonders auch in Deutschland muß politisch bekämpft und deren schmutzige Erpressungspolitik endlich ein Riegel vorgeschoben werden. Letztendlich auch im Interesse Israels, denn dieser Staat entwickelt sich zunehmend in Richtung eines zionistischen Faschismus.
Ein weiterer Fehler Trumps
Wer sich daran erinnert wie die pakistansche Bevölkerung 9/11 gefeiert hat und ewige Rache für den Tod Saddam Husseins geschworen hat - natürlich die Anschläge in Indien und das Abkassieren der Militärs ohne je ihr Gemauschel mit den Afganen zu beenden - der kann sich fragen ob die heutige US-Führung in corpore bis runter zum Schuhputzer überhaupt noch ein Hirn haben. P.S.: Nicht zu vergessen die Schweizer Hilfe beim Aufbau der pakistanischen Atommacht durch irgendwelche "Rheintaler Schnapskinder"...
Somalia: Blockade von Hormuz und Hungersnot
Auch in Somalia ist von der Blockade der Meerenge von Hormuz betroffen, wie andere afrikanische Länder. In Somalia droht auch ohne Hormuz eine Hungersnot. Was in Somalia passiert, interessiert uns, da wir, Swisso Kalmo, in der Stadt Merka ein Ambulatorium mit 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützen. Swisso Kalmo wurde vor 35 Jahren von Magda Nur-Frei mit ihrem Mann Scecdon Nur Olad gegründet.
In Somalia sind schätzungsweise 6,5 Millionen Menschen zwischen Februar und März 2026 von einer Ernährungskrise betroffen. Das Welternährungsprogramm benötigt dringend 95 Millionen US Dollar, um die am stärksten von Hunger betroffenen Menschen in Somalia zwischen März und August 2026 weiter versorgen zu können. Ohne unmittelbare Finanzierung wird das Welternährungsprogramm ab April gezwungen sein, alle humanitären Hilfsprogramme zu stoppen.
Den vom Hunger betroffenen Menschen in Somalia und anderen Länder zu helfen würde eigentlich gar nicht so viel kosten: Weniger als ein Prozent der Militärausgaben des letzten Jahrzehnts!
Die Beendigung des Hungers bis 2030 würde nur 93 Milliarden Dollar pro Jahr kosten – laut UN-Schätzungen deutlich unter einem Prozent der 21,9 Billionen Dollar, die im letzten Jahrzehnt für Militärhaushalte ausgegeben wurden. Mohamed Abukar Ahmed von Swisso Kalmo:
Ein grosser Teil der Bevölkerung in Merka leidet unter Mangelernährung, viele Kinder sind unterernährt. Die Verfügbarkeit von Lebensmitteln ist aufgrund der anhaltenden Dürre und der Preise.
Selektion verschwindet nicht - nur die Wahl bleibt: sichtbar und überprüfbar oder unsichtbar und ungerecht.
Der Vorschlag von Thomas Minder klingt gerecht. In der Konsequenz ist er es nicht.
Denn wer Prüfungen abschafft, schafft die Selektion nicht ab. Er entzieht ihr nur die Öffentlichkeit.
Was danach entscheidet, ist nicht mehr überprüfbare Leistung, sondern das, was sich schlechter messen lässt: Auftreten, Herkunft, Erwartungen. Kurz: genau jene Faktoren, die man eigentlich begrenzen wollte. Das Ergebnis ist kein gerechteres System, sondern ein weniger kontrollierbares.
Gerade deshalb ist der Befund der Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung so unbequem: Während die Leistungen insgesamt sinken, bleiben sie dort stabil, wo Selektion stattfindet.
Man kann daraus verschiedene Schlüsse ziehen.
Einen kann man nicht vermeiden: Selektion hat eine Funktion.
Damit reduziert sich die Debatte auf eine klare Entscheidung:
Wollen wir eine sichtbare, überprüfbare Selektion, die man kritisieren und verbessern kann?
Oder eine unsichtbare Selektion, die sich jeder Kontrolle entzieht - und genau deshalb die Falschen begünstigt?
Denn eines ist sicher:
Selektion verschwindet nicht. Sie wird nur verlagert.
Und ein System, das seine Auswahlmechanismen versteckt, ist nicht gerechter.
Es ist nur ehrlicher darin, wem es wirklich dient.
Huberta Kochauf-Kassl
Staendemehr Anhoerung
BEI der Lektüre wird dem Leser nicht klar ob jetzt die Kommission nach Anhoerung Ständemehr enpfiehlt oder nur eine Mehrheit der eingeladenen Professoren sich für das Ständemehr ausgesprochen haben. Letzteres war bereits durch die Auswahl ja klar und zeigt nur Praeferenz der Praesidentin. Unschweizerischer geht es kaum !!
Welches Gymnasium bitte ?
Ich mag mich nach 4 Jahren Primeli inklusive das Besteigen der Silos im Hafeneigentlich nur noch an den Schock im Pro-Gym erinnerern.. Da musste ich plötzlich so fremde Angelegenheiten wie Französich, Latin und auch noch korrektes Deutsch lernen.... Ganz zu schweigen Algebra und Geometrie...
Wir hattenteilweise noch Lehrer alter Schule, aber komischerweise waren es genau diese, die manch Eingesschüchtertem die Angst vor "Selektion" nahmen, indem sie in einem ruhigen Moment erklärten dass Noten ein Fingerzeig seien für uns, wo wir etwas zulegen müssen und nicht als Folterinstrument gedacht seien. Wenn ich denke, dass Basel 1980 mit 6 % Maturanden noch im Schweizer Mittelfeld stand und die Zahlen heute anschaue, dann kann man schon denken "lassen wirs doch gleich ganz"...
Falsch verstandene Idee von der Gleichheit der Menschen
Ein deutscher Fussballtrainer hat einmal zu seinen Fussballern gesagt, er könne aus Tannenholz keine Mahagoni-Möbel machen. In dieser Aussage steckt sehr viel Wahrheit. Nicht jeder kann ein Mozart werden, auch wenn er jahrzehntelang intensiv übt. Aber es stehen andere grossartige Möglichkeiten offen, die vielleicht ausserhalb der Musik liegen.
Es ist Sache guter Pädagogik zu erkennen, worin die Berufung jedes Einzelnen liegt. Die aktuell sehr verbreitete Gleichmacherei ist für junge Menschen nicht hilfreich. Sie verführt vielmehr dazu, unter Umständen den Hebel am falschen Ort anzusetzen. Wichtiger als die nicht vorhandene Gleichheit der Begabungen zu postulieren, wäre vielmehr ein besserer grundlegender Respekt unter den Menschen. So wird ein gebildeter Akademiker einem tüchtigen Handwerker bei einer Reparatur im Haus diese Wertschätzung spüren lassen.
In Carl Bossards Beitrag ist klar erkennbar, wohin falsche Gleichmachei führen kann und wie sich Respekt gegenüber jedem Heranwachsenden in der Pädagogik manifestieren soll.