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Ein neuer EWR-Anlauf?

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Fakt ist, dass die Eidgenossenschaft bei einem EWR-Mitmachen die Unionsbürgerrichtline übernehmen und damit den Zugang zum CH-Sozialsystem erleichtern würde. Auch die Hürden für Ausschaffungen von Kriminellen aus dem Staatenbund würden nochmals erhöht.

Alex Schneider, Küttigen, 6. Dezember 2022

Feindbild Bürokrat

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Da geht ein feiner Herr Journalist mit der verbalen Keule auf den Kanzler los. Es gehört zur Bürokraten-Facon dieses Kanzlers (anders als bei Kanzlerin Merkel), dass sich alle Emotion, vor allem die negative, in seinen Gegnern "zusammenballt". Er wird gleichsam zur Personalisierung des bürokratischen Ungetüms, dem man kaum beikommt. Aber bei dieser Kampfes-Manier wird der Bürokrat im Kanzler nur verstärkt. Denn richtig ist: die moderne Demokratie-Gestaltung ist weithin bürokratisiert. Der medial geschliffene Politiker hat seine persönlichen Züge weitgehend verloren. Änderung müsste von unten passieren. Der medialen Jagd auf eine Figur (s. talk shows) gelingt keine Remedur.

Andreas Imhasly, Bad Zurzach, 5. Dezember 2022

Aggressive "Abkanzelung" von Bundeskanzler Scholz

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Guten Tag Herr Wehowsky. Ich bin mit Ihrer aggressiven "Abkanzelung" von BK Scholz gar nicht einverstanden. Was treibt Sie dazu, ihn derart rabiat schlechtzureden? Ich schätze die Kompetenz, Sachlichkeit, Besonnenheit, Teamfähigkeit und Bescheidenheit und den angenehmen Ton von BK Scholz sehr.
Dr. Fritz Schoch (Schweiz)

Fritz Schoch, 3294 Büren an der Aare, 5. Dezember 2022

Versteckte Signale

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Besten Dank für diese historischen Klarstellungen! Ich hatte bisher keine Ahnung, welche emotionalen Hassausbrüche eine kurze Geste wie die Hand im Schritt auslösen kann. Jeder Rapper, sogar Rapperinnen, tun dies heutzutage mehrmals, ohne dass ihnen faule Eier entgegen fliegen. Es wäre spannend, auf einer Landkarte zu sehen, wo in der Welt diese Geste so starke Aggressionen auslöst. Ist es ein lokales Phänomen, oder beschränkt auf Konfliktgebiete – oder war ich bisher einfach blind?

Peter Duelli, , 4. Dezember 2022

Alles gesagt

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Herr Kuhns Kommentar ist, um bei einem fußballerischen Vergleich zu bleiben, ein Volleyschuss ins Tor.

Alles drin, alles passt.

Über die aktuelle Überheblichkeit hier im Land - die durch nichts gerechtfertigt ist - kann man nur den Kopf schütteln.

Fasst erhofft man sich eine kräftige, schmerzhafte und langwierige Rezession, um die Träumer und Schlendriane hier durch einen harten Aufprall aufzuwecken.

Ulrich Schneider , Oldenburg , 4. Dezember 2022

EWR - EU - Europa

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Als EWR-Mitglied wäre die Schweiz vor 30 Jahren näher an die EU gerückt. Als Arbeitnehmerin und Mieterin war ich eher nicht auf SVP-Linie. Aber ich sah und sehe die EU auch nicht so glorifiziert, wie sie sich darstellt - im Gegenteil. Diese "Wertegemeinschaft" piesackt und erpresst alle ihre Mitglieder, die nicht voll auf Linie sind. Und sie liess England fast nicht gehen, es kam mir vor, als ob eine Sekte eines ihrer Mitglieder um keinen Preis mehr freigeben wolle. Auch sind die 27 Kommissäre handverlesen. Aber gewählt, wären sie wohl nicht besser und/oder schlechter. Das Gebilde ist zu gross, zu zentralistisch.
De Gaulle vertrat die Idee eines Europas der Vaterländer. Er schied auch aus der NATO aus, erst Sarkozy trat ihr wieder bei. Die Amerikaner, die NATO schützen Europa vor Russland, so heisst es. Wir glauben das und glauben, jetzt den Beweis dafür zu sehen.
Ein Europa der Vaterländer wäre evt. realistischer, jedenfalls nicht so zentralistisch wie die Union. Frankreich spricht eine andere Sprache, hat eine total andere Geschichte und Kultur als Deutschland, Spanien als Griechenland, Schweden als Italien, die Schweiz... und so geht das weiter.

Ruth Obrist, Zürich, 4. Dezember 2022

Denkanstoß gegen Rassismus

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Sehr geehrter Herr Kaeser, für diesen Artikel bin ich sehr dankbar. Er verdeutlicht unsere Denk- und Verhaltensstrukturen und gibt "Munition" für Diskussionen mit nicht kosmopolitischen Menschen, die ich als Mitglied einer internationalen Familie aus drei Kontinenten und sechs Ländern ziemlich oft führen muss, darf, will. Allerdings musste ich feststellen, dass rationale Argumente gegen Vorurteile oft ins Leere laufen. Das macht mich rat- und hilflos. Gibt es dagegen nicht ein nützliches Rezept? - Im Übrigen sind Ihre Artikel für mich immer wieder eine Freude zu lesen. Sie geben Denkanstöße, was in dieser oberflächlichen Zeit nicht selbstverständlich ist. Herzlichen Dank und freundlich Grüße, Ingeborg Ali

Ingeborg Ali, Hamburg, 4. Dezember 2022

Iran

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In den nächsten Jahren wird es noch richtig gefährlich in der Region. Das Regime im Iran hat sich festgelegt, sie wollen Atomwaffen zur Vernichtung Israels. Damit steigt das Eskalationsrisiko enorm. Israel, Saudi-Arabien und die UAE werden nicht zulassen, dass der Iran sein Ziel erreicht. Das ist auch der Grund für die verstärkte Annäherung dieser Staaten an Israel. Zudem wird in der ganzen Region seit Jahren massiv aufgerüstet.

Boris Kerzenmacher, Frauenfeld, 4. Dezember 2022

Es braucht ein eigenständiges Fach Geschichte mit genug Lektionen

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Konzentriertes Lesen und die gründliche Auseinandersetzung mit Texten ist eine zentrale Voraussetzung für kritisches Denken und die politische Mündigkeit. Das Hinführen unserer Jugend zu Büchern geschieht schon in frühen Kinderjahren mit dem Erzählen von spannenden Geschichten. In der Mittelstufe ist es der Realienunterricht, der mit attraktiven Themen die Welt ins Schulzimmer bringt und den Wortschatz enorm bereichert. Und auf der Oberstufe wurde den kulturbildenden Fächern Geschichte, Geografie und Biologie bis vor Kurzem viel Aufmerksamkeit geschenkt.
Doch der schulische Kulturbereich ist mit dem neuen Sammelfach "Zeiten, Räume, Gesellschaften" arg unter Druck geraten. Nur magere drei Wochenstunden werden für das überfüllte Containerfach im neuen Lehrplan eingesetzt. In der Praxis reicht es für den Bereich Geschichte meist nur für eine Wochenlektion und mit der fachlichen Ausbildung mancher Lehrpersonen ist es nicht weit her. Wie sollen Jugendliche Interesse für politische Themen entwickeln, wenn sie nie auf spannende Weise erfahren haben, wie gesellschaftliche und technische Entwicklungen in den letzten zweihundert Jahren verlaufen sind? Jugendliche suchen das Dramatische in vergangenen Ereignissen und entdecken später, dass auch die aktuelle Gegenwart voller bedeutender Nachrichten ist. Deshalb braucht es ein eigenständiges Fach Geschichte, in welchem gut ausgebildete Lehrpersonen in mindestens zwei Lektionen pro Woche attraktiven Unterricht bieten.

Hanspeter Amstutz, 8320 Fehraltorf, 2. Dezember 2022

Lesekompetenz nimmt ab - wirklich?

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Die Lesegewohnheiten haben sich sehr verändert; da gebe ich Herrn Bossard recht. Ebenso pflichte ich ihm bei, wenn er feststellt, dass die Fähigkeit, verschiedene Texte gründlich und kritisch lesen zu können, eine grundlegende Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie ist. Aber ein Blick zurück - ich bin gerade 77 Jahre alt geworden - lassen mich daran zweifeln, dass diese Fähigkeit früher breiter vorhanden gewesen sei.
1. Gelesen wurde in den damaligen "bildungsfernen" Umgebungen wenig bis gar nicht (sehr viele Familien waren vor allem mit dem Überleben beschäftigt!); daran änderte auch die damalige Schule nichts.
2. Wer Tageszeitungen las, las "seine" Parteizeitung. Es gab keine Zeitungen, welche verschiedene oder gar gegensätzliche Meinungen darstellten, wie das bei den grossen Tageszeitungen heute üblich ist. "Blasen" sind nichts Neues!
3. Wer zu Hause oder in seinem engeren gesellschaftlichen Umkreis nur Schlagworte oder gar nichts Politisches mitbekommt, bei dem werden auch 10 Wochenlektionen Staatskundeunterricht nichts bringen.
Kurz: Das Problem sind nicht die zum Teil fragwürdigen Schulreformen; wo und wie man ansetzen müsste, weiss ich auch nicht. "Im Hause muss beginnen..." - aber wenn es dort nicht beginnt, wo dann?

Roland Gerber, Rombach, 28. November 2022

Bildung und Lesekomptetenz

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Sehr geehrter Herr Bosshard
Sie greifen ein zentrales Problem auf und Ihre These, dass Bildung, insbesondere Lesen und Schreiben, für die Demokratiefähigkeit und für die allgemeine und politische Teilhabe an der Gesellschaft eine Schlüsselkompetenz ist, kann ich voll und ganz unterstützen. Und auch ihre Kritik, dass sehr viele Themen der Schule zugeschoben werden, sehe ich ähnlich. Die Konsequenz aber aus all dem wäre aber doch, dass auch die Rolle der Eltern erwähnt wird, das Vorbild der lesenden Eltern, das anregende Tischgespräch in der Familie, das Interesse am Diskurs. Es ist mir natürlich bewusst, dass Eltern aus bildungsfernen Schichten auch weniger Zeit und Energie dafür aufbringen. Die Lehrpersonen und die Schule übernimmt für diesen Teil der Bevölkerung sehr häufig wichtige pädagogische Aufgaben. Leider präzisieren Sie nicht, was Sie genau erwarten von der Schule und aus Ihrem Satz
„Nicht «mehr und Zusätzliches» wäre gefordert, sondern Kontrastives, eine Art Gegenhalten im Verhältnis der Schülerinnen und Schüler zu formaler Sprache und Diskursivität.“
verstehe ich leider zu wenig, was Sie damit meinen. Und so muss es doch wiederum die Schule richten...oder wie soll ich das verstehen?

Doris Hausherr, Zürich, 28. November 2022

Stimmabstinenz der Jungen ist erklärbar!

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Die Komplexität von Abstimmungsvorlagen lässt sich in vielen Fällen nicht reduzieren. Wer sich nicht täglich mit dem politischen Geschehen befasst, hat kaum eine Chance, sich über politische Fragen eine eigene Meinung zu bilden. Berufliche Anforderungen in der Jugendzeit, Freizeitaktivitäten und unpolitische Eltern sind kein guter Boden für politische Bildung. Politik ist meist eine trockene Materie. Der Einfluss einer einzigen Stimme ist meist bedeutungslos. Da der staatspolitische Unterricht im Vergleich zu Sport, Musik und Kultur minimal gehalten wird (Steckt da politisches Kalkül dahinter?) bleiben kurzfristig nur Anreize (Verlosungen bei Wahlen und Abstimmungen) oder der Stimmzwang, um die politische Beteiligung der Jungen zu verbessern.

Alex Schneider, Küttigen, 28. November 2022

Westliche Unterstützung für die Ukraine

Wir sind doch alle für die Ukraine und gegen Russland. Wir akzeptieren eine grosse Anzahl Geflüchteter und akzeptieren auch fraglos kalte Heizungen und kaltes Wasser. Wir haben schliesslich Erfahrung damit - wenigstens die Älteren. Russland hat die NATO-Osterweiterung bis an seine Grenzen zu akzeptieren! Wo kämen wir denn sonst hin?

Ruth Obrist, Zürich, 26. November 2022

Nur kaltes Wasser? Das hatten wir schon 1969

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Kein Warmwasseranschluss in den WC's unserer einfachen Einfamilienhäuser, das hatten wir schon 1969. Nun bringt man Fett und andere Rückständ in kaltem Wasser einfach schlechter weg. Und genügt das berühmte Händewaschen mit nur kaltem Wasser gegen Corona-Viren? Ins gleiche Kapitel ging damals "kein Lift" in einer grösseren Wohnsiedlung an einem Hang. Heute müssen sich die Menschen, die nicht mehr Treppen steigen können, eine neue Bleibe suchen, denn nachträgliches Einbauen von Lift und Warmwasseranschluss ist teuer.

Brigitte Poltera, Wädenswil , 25. November 2022

Danke

Lieber Kollege, nur einen Dank will ich hier schicken. Bei der Lektüre des T-A-Artikels habe ich spontan das gleiche Urteil (und Gefühl) produziert – aber nicht in die Tasten gegriffen. Ich bin froh, dass Du das getan hast. Mit besten Grüssen, Robert R.

Robert Ruoff, Le Prédame, 25. November 2022

Danke!

Vielen Dank für diesen Artikel. Der TA-Artikel hatte mich geärgert und zwar genau aus den von Ihnen angesprochenen Gründen.
Ich finde es sehr bedenklich, wenn eine Zeitung, die sich zu den seriösen Medien zählt, solche near-fake Nachrichten verbreiten muss. Damit wird das ohnehin bedenklich schmale Vertrauen zu den Medien weiter geschwächt.

Christian Flury, Wangen , 25. November 2022

Leserbriefe

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Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich schätze journal21.
Allerdings, so meine persönliche Statistik, sind es wenige Leser oder Leserinnen, die wiederholt für eher langweilige und wenig inspirierende Leserbrief-Beiträge sorgen.
Woran liegt das? Auf mich wirkt das abwertend für journal21.
Zu vergleichen mit z.B. dem Nebelspalter, bei dem die einzelnen Stellungnahmen zu einem Artikel meistens x:0 sind.
Trotzdem, merci für die Arbeit des ganzen journal21-Team.
Freundlich grüsst, Heinz Meyer

Heinz Meyer, , 24. November 2022

Woke ist gefährlich für die Gesellschaft

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Woke (englisch „erwacht“, „wach“, ist ein im afroamerikanischen Englisch in den 1930er Jahren entstandener Ausdruck, der ein „erwachtes“ Bewusstsein für mangelnde soziale Gerechtigkeit und Rassismus beschreibt). Wenn ich lese, wie die UBS sich bei ihren Stellenanzeigerweisungen in einem Woker- Labyrinth verrennen und lächerlich machen oder, noch schlimmer, eine Berner Beiz eine Band diskriminiert, die das macht, was man in der Kultur schon immer tat: Von der menschlichen Vielfalt schöpfen. Und wenn ich dann noch lächelnd zur Kenntnis nehme, wie der Schuss gegen den Ballermannschlager Layla völlig nach hinten los ging, frage ich mich, bis die Woker endlich merken, auf welchem Abstellgleis sie sich bewegen. Woker haben also diesen afroamerikanischen Trend der1930er angeeignet und diese amerikanische «Unkultur» übernommen. Sie dürften folgerichtig auch keine Spaghetti Bolognese, Hamburger oder Kebap mehr essen. Und Deep Purple, welche in Made in Japan, kurz ein Schweizer Volkslied anspielten, müssten auch auf die schwarze Liste zusammen mit der gesamten modernen Pop- und Rockmusik, welche sich überall bedienten. Es genügt, dass man kein Radio oder Fernsehen einschalten kann, ohne erzieherisch durch Modethemen indoktriniert zu werden.
Woke ist eine Gefahr für unsere Gesellschaft. Bei Politikern macht mir dies wenig Angst: Denen geht es nicht um Inhalt, sondern nur um Wahlen und ihr Einfluss ist inzwischen gesellschaftlich irrelevant.

Michel Ebinger, Rotkreuz, 21. November 2022

Ukraine

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Die USA werden dem Kreml schon signalisiert haben, dass im Fall eines russischen Atomangriffs die Ukraine schnell über Waffen mit sehr viel mehr Reichweite verfügen wird und über ein sehr weitreichendes Wohlwollen im Rest der Welt, was die Auswahl russischer Ziele angeht.
Der Kreml hat täglich weniger Freunde. Selbst China entfernt sich immer weiter vom Kreml und versteht wer chinesische Waren kauft. Nämlich der Westen.

Boris Kerzenmacher, Frauenfeld, 21. November 2022

ein artikel der die augen öffnet

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dieser artikel bringt es auf den punkt. vie len dank fpür die klaren worte.
die frage des „woher kommt diese entwicklung…“ ist leider noch nicht abgehandelt. social media, minderheiten zu ernst nehmen, fehlende politische führung und nicht wiederwahl… zeitgeist…
und: wo führt das hin… wer hält dagegen.
wäre interessant einmal in gleicher akribistischen art davon zu lesen.

hugo waibel, uznach, 20. November 2022