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Leserbriefe


Wenn all die Mahner

die jetzt im „Westen“ angesichts der Fälle Assange und Snowden Defizite bei der Demokratie und der Freiheit im „Westen“ sehen und lauthals Kritik üben nur mit 10% dieser Energie auch die Freiheit des ukrainischen Volkes verteidigen und den gegen die Ukraine Krieg führenden Diktator im Kreml ihre Stimme erhoben hätten.

Man könnte ihnen ihre Besorgnis fast abnehmen.

Fast.

Aber so laut man die USA beschimpft, so leisetreterisch verhält man sich Putin gegenüber.

Bezeichnend.

Ulrich Schneider, , 26. Februar 2024

Der Schweizer Schlusspunkt des Richterschen Umgangs mit dem Thema des Nationalsozialismus

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Sehr geehrter Herr Woller
Vielen Dank für diesen erhellenden Beitrag. Sie schreiben zutreffend:
"Dieses Exemplar des «Birkenau-Zyklus», das quasi an den Ort des Geschehens zurückgefunden hat, ist ein Extrakt und zugleich eine Art Schlusspunkt des Richterschen Umgangs mit dem Thema des Nationalsozialismus und der Vernichtung der europäischen Juden."
Einen Beitrag zum Schweizer Schlusspunkt des Umgangs mit dem Thema des Nationalsozialismus haben wir mit dem DOK - Film "Ende der Erinnerung?" realisiert, siehe unsere Homepage AVA-Scheiner.ch
Auch im Film steuert die Ausstellung des Malers Gerhard Richter, der sich gezielt mit den Schicksalen einiger Mitglieder der " Kontaktstelle für Überlebende des Holocaust in der Schweiz" auseinandergesetzt hat, einen Erzählstrang bei.
Die Buchcovers der 15 Bücher umfassenden Publikation die den Titel trägt «Mit meiner Vergangenheit lebe ich» sind Teile seines vierteiligen Werks «Birkenau». Gerhard Richter hat 2016 die Herausgabe der Publikation im Suhrkamp-Verlag Berlin ermöglicht.
Ueber ein Feedback Ihrerseits zum Film würden wir uns sehr freuen.
Mit herzlichen Grüssen
Peter und Susanne Scheiner

Peter Scheiner, Kilchberg, 25. Februar 2024

Assange, Snowden, Ellsberg

In einer funktionierenden und glaubwürdigen Demokratie müssen Whistleblower-Aktivitäten grundsätzlich möglich sein. Offenbar ist die amerikanische Demokratie nicht glaubwürdig. Die Behandlung von Julian Assange wegen seiner wahrheitsgetreuen Aussagen zum Irakkrieg ist seit Jahren haarsträubend und einer Demokratie unwürdig.

Ruth Obrist, Zürich, 25. Februar 2024

Das Körnchen Wahrheit in der Rechtfertigung von Krieg

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Danke für die Buchbesprechung! «Trägt der Westen eine Mitschuld am Vorgehen Putins? Und enthält nicht manches von dem, was Putin zur Rechtfertigung seines Krieges vorbringt, ein Körnchen Wahrheit?»
Der Westen trägt keine Mitschuld. Das Böse kam schon immer aus Russland. Das wissen wir vom Kalten Krieg. Die Guten sind im Westen.
Der Warschauerpakt wurde nach dem Ende des Kalten Krieges aufgelöst, die NATO nicht. Sie verkörpert das Gute, das Gerechte.
Wo wären wir hingekommen, wenn der Warschauerpakt in Mexico, Cuba, Kanada, an den amerikanischen Grenzen gestanden hätte?
«Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.» Die Russen sind nicht die einzigen, die diese Politik verinnerlicht haben (Irak, Afghanistan, Vietnam etc.)

Ruth Obrist, Zürich, 25. Februar 2024

Die Schweiz hat ihre Neutralität bereits ein Stück weit aufgegeben. Sie ist zur Kriegspartei geworden.

Ich habe den Eindruck, unsere Medien, Partei gegen Russland, spielen die Niederlagen Selenskyjs herunter. Umso mehr sollte die Schweiz aussteigen aus diesem Krieg, die Sanktionen beenden und zurückkehren zur Neutralität. Dies wäre keine, wie es heisst, «Kapitulation vor dem Aggressor», sondern für einen Kleinstaat die einzig vernünftige Politik. Nur eine neutrale Schweiz kann, wenn überhaupt, zum Frieden beitragen.

Alex Schneider, Küttigen, 25. Februar 2024

Vincenz-Prozess

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Mir gehen die hochgradig polemischen Besserwisser-Kommentare zu unserer Justiz
enorm auf die Nerven.

Nachdem ein Koalition von Justizprofessoren (Theorie bis zum Stillstand) und Anwaltslobby (Selbstbedienung) unsere ganze Justiz per Gesetzen und Verfahren langsam aber sicher lahmlegt, finde ich schon den Titel fragwürdig.

Sie wissen schon, dass das Urteil nicht abschließend ist? Und auch wenn, es ist ein Indiz mehr, dass unsere Justiz eine Anwaltsjustiz wird. Oder schon geworden ist.

Es geht schon lange nicht mehr um Recht/Unrecht, um Schuld/ Unschuld. Es geht nur noch um Formalitäten.

Folge: Wir brauchen dauernd mehr Polizei, Stawa, Richter etc. Gleiche Fälle brauchen bis 30% mehr Aufwand. Und irgend ein Komma im Verfahren findet man immer.

Als SP-Kantonsrat und Justizkommissionsmitglied kann ich mir sinnvoller Staatsstellen vorstellen, als diese immer größere Justizbürokratie. Aber es braucht sie nun, eben weil die Lobbys und Theoretiker nicht zu stoppen sind.

Urs Huber, , 23. Februar 2024

Spiegelung, Ununterscheidbarkeit, Verwechslung und Illusionismus

Ein Problem bei der liberalen Haltung besteht darin, dass ein Liberaler oder eine Liberale glauben könnte, es gäbe einen notwendigen oder kausalen Zusammenhang zwischen liberaler Haltung und menschlicher Härte. Bei der linken Haltung kann es sein, dass jemand glauben könnte, dass zwischen linker Haltung und Paternalismus eine Kausalität vorliege. Ein weiteres Problem ist die Diffusion und Verwechslung zwischen Beruf (institutionell, privat) und dem Individuellen und Subjektiven des/r Berufs-Ausübenden. Diese Gefahr droht immer. In unserem rechtlich-politischen System formt daher der Begriff der Kritik das elementare Sicherungssystem dagegen, in der Ausführung ist das die Unversehrtheit des Individuums/Subjekts, die Gewaltentrennung, das Mehrparteiensystem, das (halb-)direktdemokratische System, Pressefreiheit, Denk-, Rede- und Meinungsfreiheit, Kunst- und Kulturfreiheit, Wissenschaftsfreiheit und andere. Ich habe schon Sorgenfalten auf der Stirn, wenn ich mir den Zustand der westlichen Gesellschaften anschaue. Und ich für meinen Teil kann mich als westlicher Mensch nur mit der westlichen Gesellschaft befassen.

Sam Spalinger, , 23. Februar 2024

Assange

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Es ist erfreulich, dass nicht USA; UK Medienschaffende sich befugt fühlen, sich in diese causa einzubringen. Sie werden von den zuständigen Stellen in den USA, UK ernst genommen und in ihren Überlegungn pro/contra Assange miteinbezogen, nicht wahr? Ja, sie wissen um ihre Wirkmacht. Die Justiz der USA, der UK wird vor ihrer Bedeutung einknicken.

Richard Ephraim Scholl , , 23. Februar 2024

Assange

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E. Snowden und J. Assange gehören nicht in einen Topf. E. Snowden hat vermieden, Leute zu gefährden und die Auswahl der Daten journalistisch verantwortungsbewussten Profis überlassen. Er hat auch keine schmutzigen, sondern technisch fortgeschrittene Methoden verraten, die jeder Geheimdienst der Welt gerne hätte und nutzen würde. J. Assange hat nichts Schmutziges aufgedeckt, sondern Dokumente zu einem bereits bekannten und berichteten Verbrechen veröffentlicht. Was er völlig unredigiert aufgedeckt hat, waren diplomatische Kontakte, wodurch er viele Menschen in Lebensgefahr gebracht hat. Dieses Vorgehen ist ebenso von seinen engsten Mitstreitern verurteilt worden

Boris Kerzenmacher, , 23. Februar 2024

Die Verantwortung fällt auf Putin

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Und genau das wird Wladimir Putin nicht im geringsten beeindrucken, denn diesen Mann beeindruckt gar ncihts, ausser vielleicht er selbst. Denn in meinen Augen ist er ein Egoman, der aus dem, was er den Russen abverlangt, schöpft, was ihn innerlich gross macht: nur darum geht es ihm. Vordergründig und mit allen Konsequenzen handelt er im Namen des russischen Volkes. Aber nur ein Mann, der sein Volk verachtet, handelt wie Putin, der ein Mann voller Komplexe und ungeklärter persönlicher Probleme zu sein scheint. So passt er wunderbar schrecklich zu andern Diktatoren der Gegenart und der Vergangenheit. Der Blick in sein fotografiertes Gesicht, den ich normalerweise vermeide, spricht davon Bände.

Bernhard Graf

Bernhard Graf, Arogno, 17. Februar 2024

Meine Erinnerungen

Ich war sowohl an der legendären SP Versammlung in Madretsch,wie auch an der Versammlung der SP Gesamtpartei im Volkshaus Biel dabei.Beiderorts erlitten Frank Meyer und seine elitären Freunde vom Büro Cortesi eine vernichtende Niederlage. Es war definitiv das "einfache Volk" das Nein zu Franks Höhenflügen sagte.
Aus Rache gründeten sie die Freien Bieler Bürger, ich war auch an der ebenso legendären Sitzung der Parti socialiste romand dabei , als diese mit F. T. abrechnen wollte, der die ganze Arbeit für die FBB gemacht hatte. (ob linke oder rechte Revolutionen, den Preis bezahlen immer einfache Menschen).
In aller Liebe und Güte: "Keine universitäre Bildung zu haben ,machen einen Menschen nicht automatisch zum Proleten".
Herr Meyer macht es sich sehr sehr einfach.Der Klassenfeind der heutigen Schreinermeisterin heisst weder Matea Meyer noch Cedric Wermuth, sondern IKEA

Andreas Willy Rothenbühler, Chironico, 17. Februar 2024

Leninismus

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Ich denke, Präsident Putin ist in der Tradition Lenins geblieben und diese Politik hinterlässt viele Tote. Lenins Leichnam sollte endlich bestattet werden!

Peter Thommen, Basel, 17. Februar 2024

Er war als "wertefreier Taktierer" gefährlich für Putin, aber kein "Heiliger"

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Für den Tod von Alexei Anatoljewitsch Nawalny mit nur 49 Jahren ist sicher die unmenschliche Gefangenschaft verantwortlich, welche Putin "dank" seinem frühzeitigen Tod vor einem künftigen Konkurrenten definitiv "erlöste".
Nawalny ist jedoch kein Oppositioneller, welcher Russland in Richtung einer liberalen und demokratischen Gesellschaft geführt hätte, siehe das Kapitel "Positionen" beim Artikel zu Alexei Anatoljewitsch Nawalny in wikipedia.
Der Dichter Lew Rubinstein beschrieb ihn als „talentiert, aktiv und sehr gefährlich“, da er kein Wertesystem habe. Nach Auffassung von Gwendolyn Sasse vermied Nawalny es bewusst, sich auf ein politisches Programm für die Zeit nach Putin festzulegen. Er habe nach seinen früheren politischen Äußerungen eine politische Verortung im System umgangen und konzentrierte sich auf taktische Schwerpunkte, die Zusammenarbeit der oppositionellen Kräfte und auf Wahlen. Ob er die Positionen, die auf Kritik stießen, aufgegeben hat oder nur nicht mehr öffentlich vertrat, könne man nicht genau wissen.

Vielleicht ist es dieses "wertefreie Taktieren", welches ihn, verbunden mit seinem Nationalismus, für das "System Putin" besonders gefährlich machte.

Vielleicht kann J21 eine tiefergehende und differenzierte Analyse der politischen Position von Navalny publizieren?

Hans-Peter Korn, , 16. Februar 2024

Ukraine

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V. Putin beseitigt jeden, der ihm in die Quere kommt. Sofort oder langsam.
Diejenigen im Westen, die immer noch von berechtigten "Sicherheitsinteressen" V. Putins sprechen, werden auch diesen weiteren Toten gleichgültig zur Kenntnis nehmen.

Boris Kerzenmacher, Frauenfeld, 16. Februar 2024

Hottinger

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Wie weitblickend er doch war. Der hier nochmals abgedruckte Artikel zeigt es. Hätten die Israelis die Zeilen damals gelesen, würden sie heute vielleicht nicht vor diesem Desaster stehen. Es gibt Leute, die nicht ersetzbar sind. Arnold Hottinger ist einer von ihnen.

Marlène Zehnder, , 15. Februar 2024

Arnold Hottinger

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Sehr geehrte Redaktion, Arnold Hottiger war ein Antijudaist und Israel-Hasser vom feinsten und leider kein objektiver Journalist!
Er hatte immer nur gegen Israel berichtet und so einer ist für euch ein ausgewiesener Nahostkenner…unglaublich!
Mit hobelspanischen Grüssen Walter Gurtner Gröderstrasse 62 in 4658 Däniken

Walter Gurtner, , 15. Februar 2024

Arnold Hottinger

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An die Redaktion von Journal 21. Wie ich den Hottinger vermisse! Gerade jetzt wieder…... Vielen Dank für Ihre Arbeit. Mit freundlichen Grüssen Claudia Geisser

Claudia Geisser, , 15. Februar 2024

Als ob!

Als ob die Regierung Netanyahu eine glaubwürdige Quelle wäre!
Als ob die Diskreditierung der UNRWA dieser Regierung nicht bestens ins Kalkül passte!
Als ob die Obstruktion der UNRWA mittels Entzug der Mittel nicht Hand in Hand ginge mit den ethnischen Säuberungsbemühungen der israelischen Regierung und zugewandter Siedlerverbände.
Unter diesen Voraussetzungen scheint mit die Formulierung 'umstrittener Leiter des umstrittenen Hilfswerks' bestenfalls ungeschickt, im schlechteren Fall eine unnötig willfährige Übernahme menschenverachtender Regierungspropaganda.

Stefan Daehler, Burgdorf, 15. Februar 2024

Propaganda oder Wahrheit

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Man kann entweder der russischen Version der Geschichte glauben oder der westlichen. Dazwischen gibt es nichts. Die Wahrheit liegt aus westlicher Perspektive selbstverständlich im Westen.

Ruth Obrist, Zürich, 14. Februar 2024

Israels Kampagne gegen die UMRWA

Ihr Bericht über die Angriffe Israels gegen die UNRWA ist nichr ausgewogen.
Er verschweigt die vielen UNWRA-Mitarbeiter, die OIpgfer der Bo,benangriffe Israels auf den Gazastreifen wurden . Diese Zahl steht in keinem Verhältnis zu den 12 Mitarbeitern die beschuldigt werden, sich an dem Massaker vjn 7. 10. beteiligt zu haben.
Es wurden mehrals 100 Lehrkräfte getötet, Mitarbeiter der UNWRA, die Ärzte, die Opfer der Bombardements wurden , UNRWA -Leute. usw.
Das sind Kollateralschäden? Ernsthaft?
Waren es Fehlwürfe, die alle Universitöäten und Kultureinrichtungen im Gaza
zerstörten?
Etwas mehr Objektivität bitte. Das ganze Bild bitte, nicht nur den Ausschnitt aus israelischer Regierungsperspektive.

Hartmut Linnder, Berlin, 14. Februar 2024