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Leserbriefe


Längerfristig lassen sich die Probleme nicht mit der Technik lösen

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Mass halten. Sich der Natur anpassen. So sollte wohl die Devise der Zukunft lauten.

Nicht Sprengungen und andere technische Lösungen braucht es am Ende. Wir haben lange genug auf diese Mittel vertraut.
Da kommt mir die Situation am Aralsee in den Sinn.
Wie lange braucht es, bis der Bodensee ausgetrocknet ist?
Wie lange kann dort laufend diese Unmenge an Wasser entnommen werden, damit die Menschen zweimal täglich duschen können?
Ich hätte nicht gedacht, dass wir so massiv und so schnell lehren müssen, dass ein anderes Verhalten angesagt ist.
Wie lange braucht es wohl, bis die Welt begreift, dass es höchste Zeit für ein Umdenken und anders handeln ist.

judith Hauptlin, 9413 Oberegg, 4. August 2026

Israel-Apologet Marc Seiler irrt ganz bewußt!

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Wenn Marc Seiler in seinem Leserbrief meint, die Ursache für die gegenwärtige Kriegslage im Nahen Osten sei "die als Iranische Staatsräson verkaufte Zerstörung Israels.", dann verbreitet er leider nur die bekannte Propaganda der israelischen Rechtsaußenregierung. Was seitens des Irans immer wieder betont wird - und so lautete auch die im Westen meist falsch wiedergegebene seinerzeitige Forderung des iranischen Präsidenten Ahmadinejat: "Das brutale Besatzungsregime Israels und die Unterdrückung und Entrechtung des Palästinensischen Volkes muß verschwinden!" Dem kann man nur zustimmen, auch wenn man das Mullah-Regime ansonsten ablehnt. Bislang sind militärische Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und Israel immer(!) zuerst von Israel ausgegangen, nicht umgekehrt.

Björn Luley, Frankfurt Main, 3. August 2026

Beruhigend und doch auch das Gegenteil

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Beruhigend dass es noch möglich ist, dass Zeitungen offen ihre Meinungen veröffentlichen können, beunruhigend dass das System Trump mit der heutigen grossen Pest - Anwälten - es schon schaffen in die Pressefreiheit einzugreifen. Dass der Nazi Trump seinen Netanjahu weiterhin unterstützen wird ist zwar ärgerlich aber schlüssig wenn man die vorgeschlagenen "Deals" mit Gaza als Holiday Resort oder Kubas Rückverwandlung in ein grosses Bordell mit Casinos durch US-Mobster genauer anschaut. Der Mob hat bedeutend mehr Papiere gegen Trump in der Schublade als wir alle denken ! Ein Schnippen und der nächste Sniper trifft - garantiert.
P.S.: Wie siehts eigentlich in Iran etc. aus mit der Pressefreiheit ? Kennen die eigentlich so etwas wie Meinungsfreiheit ?

Marc Seiler, Basel, 2. August 2026

Flüchtlingsstatus ist hoffnungslos veraltet.

Mit dem Uno-Migrationspakt öffnen sich die Schleusen für die ganze Welt. Europa muss den hoffnungslos veralteten Flüchtlingsstatus aus dem Zweiten Weltkrieg neu definieren und an die gewandelten Umstände und Bedürfnisse anpassen. Wenn Europa nicht resolut den Riegel schiebt, verliert es die Kontrolle über die Einwanderungspolitik komplett und wird von Flüchtlingen aus aller Welt überrannt.

Alex Schneider, Küttigen, 1. August 2026

Schlechter Geschichtsunterricht - oder zu niedrige Geburtenraten?

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Manchmal sind alte Leute etwas vernünftiger als junge, wenn auch nicht immer. Aber ältere Leute sind es sich gewohnt, abzustimmen. Früher musste man dafür an die Urnen gehen, deshalb ist man es sich eher gewöhnt. Vielleicht brauchte es in den Schulen besseren Geschichtsunterricht (nicht nur Mischmaschfächer) und auch besseren Unterricht in Staatskunde.

Ruth Obrist, Zürich, 31. Juli 2026

Eine weitere ausufernde persische Märchenstunde des Herrn Professor

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Vom Hundertstel ins Tausendstel wird aufgezählt was an Unbedeutendem passiert. Dabei wird immer die Ursache des ganzen Problems schön versteckt hinter belanglosen Details. Die Ursache ist die als Iranische Staatsräson verkaufte Zerstörung Israels. Würde diese wegfallen wäre auch mit den USA ein Abkommen möglich - mit dem hoffentlich demokratischen Nachfolfer Trumps natürlich. Ausserdem ist Saudiarabien für die Ökonomie der westlichen Welt bedeutend wichtiger als alle iranisch geführten Terrorgruppen rund um Israel ! Anstatt Jemen als das zu benennen was er schon lage ist - ein dysfunktionaler Staat in Fraktionen zersplittert tlw. bestehend aus Grossfamilien die überall um "humanitäre" Hilfe betteln !

Marc Seiler, Basel, 31. Juli 2026

Neoliberalismus und Ethik von Funktionseliten

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Ich finde es falsch, die "nächste Gefahr des Fremden" zu beschwören. Da hat Europa ja auch eine lange Tradition. Auch würde ich mir persönlich eine solche Denke nicht antun. Schon gar nicht als junger Mensch.

Was China betrifft, China hat den Europäern genug lange angeboten, sich bspw. an der Neuen Seidenstrasse zu beteiligen. Wenn man die ökonomischen und soziokulturellen Zusammenhänge des Neoliberalismus nicht kennt, kann man nur (zum jetzigen Zeitpunkt was die Funktionseliten und höher betrifft: im Double-Bind-Modus zwischen Narzissmus und Überheblichkei einerseits und andererseits Frustration und Aggression) im Nebel auf Sicht fahren, es wirkt allerdings so, mit 500 km/h.

Der Globale Süden und Osten hat schon lange damit begonnen, Funktionseliten mit ausgeprägtem ethischen Verständnis auszubilden.

Ist eine komplexe Gesellschaft vom Zerfall bedroht, dann liegt das nie an der Unter- und Mittelschicht, sondern an den Funktionseliten und höher. Denn in der Unterschicht und Mittelschicht kann man nie agieren, sondern nur reagieren.

Samuel Spalinger, , 30. Juli 2026

Die Schwierigkeit, die Jungen für eine langfristige Politikperspektive zu gewinnen.

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Die Hälfte der tatsächlich Abstimmenden ist über 60 Jahre alt. Das hat bei den Abstimmungsresultaten jeweils einen Überhang der Meinung der älteren Stimmbevölkerung zur Folge. Ist das schlimm? Schlimm ist es nur, wenn die kurzfristigen Folgen eines Abstimmungsresultates die langfristigen Folgen übertreffen.

Kurzfristige Erfolge einer Abstimmung sind zum Beispiel die Abstrafung einer ungeliebten Partei, die Erwartung, zu den Gewinner:innen einer Abstimmung zu gehören und so dem Mainstream zu gefallen, ein rascher positiver Effekt auf die eigenen Einkommens- und Vermögensverhältnisse.

Langfristige Erfolge einer Abstimmung sind etwa das wirtschaftliche und gesellschaftliche Wohlergehen des ganzen Volkes, Erhaltung der Volkssouveränität, Sicherung des durch vorangehende Generationen geschaffenen Wohlstandes.

Wegen der längeren Lebensperspektive wäre eigentlich zu erwarten, dass sich die Jungen mehr für die langfristigen Folgen einer Abstimmung einsetzen würden. Das ist aber nicht der Fall: Grundsätzlich vermeiden die Jungen die politische Diskussion in ihren Kreisen eher als die Alten, weil sie halt sehr schnell ausarten und zu unbeliebten Streitereien führen kann. Weil PRO und CONTRA Argumente oft gleichermassen plausibel erscheinen, verzichten die Jungen oft auf das Abstimmen oder sie entscheiden sich bei emotional aufgeladenen Abstimmungen und unter Gruppendruck für den kurzfristigen Erfolg.

Alex Schneider, Küttigen, 30. Juli 2026

Unabhaengigkeitsutopisten?

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Vor langer Zeit waren Unabhängigkeit und Selbstbestimmung geradezu das Wichtigste, was es zu erreichen galt. Der junge Herr Acklin scheint davon nichts zu halten. Nur eine direkte Demokratie à la Suisse (verständlicherweise unbeliebt bei den Bürokraten) kann dies erhalten. Viele EU Europaer beneiden uns um unser System. Sie wissen und fuehlen, wie es sich in der EU lebt.
Ohne Zweifel ist die EU eine äußerst wichtige Formierung, welche als Balance zu den USA und China außenpolitisch agieren muss. Allerdings ist sie zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage, diese Funktion wirkungsvoll zu übernehmen. Herr Acklin zeigt die wesentlichsten Probleme auf. Dazu kommt steuergelderverschwenderischer Unsinn, regulatorische Strangulierung der Wirtschaft (typisch deutsch), No-Brainer hin und her nach Straßburg, absurde Immigrationsgesetze u. v. m.
Mit anderen Worten, solange diese Probleme nicht gelöst werden, darf die Schweiz nicht näher an die EU treten. Man sieht an der EU, wie eine repräsentative Demokratie eben nicht das Volk (Souverän) vertritt, sondern die Bürokraten im System.
Hundertmal, NEIN DANKE. Wie so schoen vormuliert: Lieber den Kopf eines Gockels sein als den Schwanz eines Ochsen!
Bitte gut überdenken und besser schätzen, was wir in der Schweiz haben. Kriecht nicht in den Hintern der EU.

Andre Zimmermann, Tokyo, 29. Juli 2026

Das eigentliche Systemproblem

Deradikalisierung bleibt ein Angebot, während Sicherheit eine staatliche Pflicht ist. Warum begreifen Politik und Institutionen das scheinbar nicht?
Resozialisierung wird häufig als moralisch höherwertige Position behandelt, während die Sicherheitsinteressen potenzieller, noch unbekannter Opfer abstrakt bleiben.
Genau dort liegt der Fehler. Der Fall zeigt eine gefährliche Differenz zwischen rollenbezogener Richtigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung.
Der Richter prüft Haftgründe und Verhältnismässigkeit, der Anwalt schützt die Rechte seines Mandanten, der Psychologe beurteilt nur die begrenzt sichtbare Person, der Bewährungshelfer verfolgt Resozialisierung und Politiker verweisen auf Zuständigkeiten und bestehende Gesetze. Jeder kann innerhalb seiner Funktion korrekt gehandelt haben und trotzdem produziert das Gesamtsystem ein katastrophales Ergebnis. Das ist eine Form organisierter Verantwortungszerstreuung: Alle bearbeiten ihren Ausschnitt, doch niemand trägt die Gesamtverantwortung für die Frage, ob die Bevölkerung vor der konkret identifizierten Hochrisikoperson ausreichend geschützt ist. Dazu kommt eine asymmetrische Fehlerlogik, denn wird jemand zu Unrecht inhaftiert, ist der staatliche Eingriff unmittelbar sichtbar, individuell zurechenbar und juristisch angreifbar. Wird eine gefährliche Person freigelassen, bleibt der Fehler zunächst unsichtbar. Die möglichen Opfer sind noch unbekannt und statistisch abstrakt. Die Balance finden zu wollen, ist nicht einfach.

Thomas Stopfkuchen, Schötz, 28. Juli 2026

In die Tiefe gehen

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Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig hat vor über 15 Jahren ein interessantes Buch zum Thema Jugendkriminalität und Einwanderung mit dem Titel "Das Ende der Geduld" geschrieben.
Das war so etwas wie ein Weck- oder Hilferuf! (Meine Interpretation - die Autorin lebt heute nicht mehr - ob sie sich umgebracht hat oder ob sie entführt und ermordet wurde, ist unklar.)
Hätte man ihren Ansatz weiter verfolgt oder sie sogar unterstützt, dann wüsste man heute ev. Wege aus dieser Misere - andere Wege, als die AfD sie propagiert.
Wenn ich jetzt unsere Medien sehe:
- Die befassen sich vor allem mit Sport und Spielen - sprich FUN.
- Ja und jetzt gerade mit den Waldbränden in Europa und vielleicht ein wenig weiter entfernt.
- Bücher gibt es zum Glück noch, welche den Tatsachen auf den Grund zu gehen versuchen und hie und da ein Artikel in einer Zeitung, selten ein Radio oder TV-Bericht oft zu später Stunde.
Die Hauptmedien - welche zur Hauptsache das grosse Publikum erreichen, sind gefüllt mit Sauglattistmus.
Richtig so, das Gros der Menschen ist vor allem interessiert an solchen Ablenkungen. Das zeigt z.B. wieviel Geld Menschen für die letzte Fussball-WM ausgelegt haben.
Dabei hätte man die Spiele gescheiter boykottiert.

Nur ein gebildetes Volk kann Verantwortung übernehmen.
Bildung bedeutet Sachen zu hinterfragen, mitzudenken und in die Tiefe zu gehen. Das führt zu einer widerständigen, interessierten Bevölkerung - Brot und Spiele wie im alten Rom in den Untergang.

Judith Hauptlin, 9413 Oberegg, 28. Juli 2026

die wirkliche Welt

Ich habe genug lange temporär in Handwerksberufen und auf dem Bau gearbeitet und man müsste halt auch sagen, dass die Arbeit in diesen Berufen sehr gefährlich sein kann. Ich hatte einmal einen Auftrag im Hochbau, da hatte ich grosse Angst (und sehr viel Glück - es schaudert mich noch heute wenn ich daran denke), musste die Arbeit aber trotzdem ausführen, denn jemand musste es ja tun und ich brauchte Geld.

In diesem kapitalistischen System wird sozialer Status über den Geldwert zugewiesen. Endlich die Löhne von real produktiven und systemisch wirklich wichtigen Berufen erhöhen.

Wer braucht Banker und Kunstgeschichteprofessoren, letztere schwurbeln vom "Schweiss der Arbeiterklasse", selber aus Akademikerfamilien stammend und im gesamten Leben nie jemals ein reales Werkzeug gesehen, ausser im akademistischen Kunststempel eines westlichen Oligarchen als "Ready-Made" oder "Objet trouvé". Der Professor, vom Oligarchen mit viel Geld akademisch hochgeblasen, zusammen mit dem wie der Professor durch Assessments und Castings fein säuberlich ausgewählten Starkünstler mit 50 prekär angestellten Assistenten und Handwerkern, als strategische Symbiose Oligarch-Professor-Künstler für gesellschaftliche Macht.

Eine zynische und nihilistische Welt.

Samuel Spalinger, , 26. Juli 2026

Wirklich ?

Arts & Crafts war die Anerkennung des Handwerkes und der Handwerker ohne intellektuelles Geschwurbel sondern ein Rückgriff auf die Schönheit unter Weglassen serieller Produktion. Natürlich unbezahlbar und unwirtschaftlich sodass die ursprüngliche Idee einer Einrichtung eines Hauses als Gesamtkunstwerk sehr bald verschwand. Viel wichtiger war die Integration und künstlerische Freiheit der Frauen (Watts Cemetery Chapel von Mary Seton Watts) und das Weglassen der Vorherrschaft "akademischer" Kunst. Schön zu sehen bei Newlyn Copper als Ausweg für die arbeitslosen Fischer.
In Zentraleuropa durfte natürlich Prof. XY noch jeden Monat ein neues akademisches Gepinsel feiern mit "Röhrender Hirsch nach rechts/ links/ in die Ferne schauend" . In D wurden Zinngegenstände als "etwas schönes für jeden Haushalt" (Kayserzinn) beworben und die Künstler wurden eingekauft. In F hat sich eine Symbiose von Künstlern und Manufakturen erhalten die auch heute noch geschätzt werden ( Mougins (Picasso), Majorelle, Gallé etc.). Altershalber habe ich meine Sammlung von über 2000 auf 400 Einzelstücke geschrumpft und v.a. Einzelstücke ausserhalb von Serien behalten. In der CH existierte der Stil "pomme de pin" vorallem entlang der Juragrenze (La Chaux-de-Fonds).

Marc Seiler, Basel, 26. Juli 2026

Handwerk: ästhetischen Aufwertung bei gleichzeitiger sozialer Abwertung

Ja, viele Menschen entdecken Handwerk heute als Hobby: Sie backen Sauerteigbrot, töpfern oder bauen Möbel, meist freiwillig, selbstbestimmt und vor allem wirtschaftlich abgesichert. Doch Ihre Formulierung: „nicht als ökonomisch ernstzunehmende Produktionsweise, sondern als menschliche Seinsweise“ finde ich problematisch. Sie reproduziert unbeabsichtigt genau jene Geringschätzung, die Sie kritisieren. Handwerk erscheint als therapeutischer oder philosophischer Erfahrungsraum für Menschen, deren eigentliche ökonomische Stellung anderswo abgesichert ist.
Für den Sanitär, den Zimmermann, den Maurer oder den Schlosser ist Handwerk dagegen tägliche Erwerbsarbeit, und das unter Zeitdruck, körperlicher Belastung, einhalten von Normen, Haftung und Preisdruck. Während das handgemachte Produkt kulturell aufgewertet wird, bleibt die gesellschaftliche Anerkennung derjenigen, die beruflich damit ihr Geld verdienen müssen, oft gering.
Gerade akademisch geprägte Milieus romantisieren das Handwerk gern, behandeln den Handwerker sozial jedoch nicht selten von oben herab. Beruf und Bildungsabschluss wirken weiterhin als Statusmerkmale, ob bei Partnerbörsen oder in gesellschaftlichen Netzwerken.
Ihr Grundgedanke verdient eine sozialkritische Ergänzung und eine Frage: Warum also verehrt eine Gesellschaft handwerkliche Tätigkeiten als Ausdruck von Authentizität, während sie den beruflichen Handwerker häufig weiterhin als sozial nachrangig behandelt?

Thomas Stopfkuchen, Schötz, 25. Juli 2026

Der Mut der Kalabrier

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Wenn alle den Mut hätten - so wie in Kalabrien - dem amerikanischen Präsidenten Trump zu trotzen! Aber diesen Mut hat niemand sonst.
Ich mag mich noch gut erinnern, wie Arnold Hottinger den Namen „Trump“ ausgesprochen hat, nämlich so, wie man ihn auf Deutsch aussprechen würde.

Ruth Obrist, Zürich, 24. Juli 2026

Der alte Präsident und seine willige Entourage

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Bereits im Herbst 2023, nach dem ersten kurzen Waffenstillstand, hätte die amerikanische Regierung das Massaker der israelischen Armee im Gazastreifen stoppen und verhindern können.
Stattdessen wurden, wie der obige Artikel zeigt, die Waffen für die vollständige Zerstörung des Gebietes und der Tötung von Zehntausenden geliefert.
Immer waren Sullivan und Blinken als Akteure dabei.

Heinrich Trudel, , 24. Juli 2026

Ja, so ist Krieg, deshalb ist Frieden und Abrüstung

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In ihrem Bericht erhält der Tod für einmal ein Gesicht.
Das Leben einer ganz jungen hoffnungsvollen Frau ist ausgelöscht.
Wenn ich an die vielen Toten in der Ukraine, in Russland, in Gaza, in Libanon, im Iran etc. und die ganze Zerstörung darum herum denke,
dann bekomme ich das heulende Elend.

Unsere Leader können in der ganzen Welt herum jeten und Befehle zur Tötung von Menschen und Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen erteilen. Dies kann sogar mit Drohnen vom Sofa aus erfolgen.
In was für einer gestörten Welt leben wir eigentlich???

Als ich vor etwa 50 Jahren mit gut 25 Hiroshima besucht habe und die Zerstörung dort hautnah erlebt habe, bin ich Pazifistin geworden.
Ich plädiere deshalb dafür, dass die Schweiz sofort alles menschenmögliche tut, dass dieses weltweite Töten und Zerstören aufhört.
Ich bin in einer Schweiz aufgewachsen, in der Humanität und Frieden eine wichtige Bedeutung hatten.
Und jetzt muss ich erleben, dass wir mit unseren Steuern in diesen Hochrüstungs-Blödsinn einsteigen.

Ich bitte deshalb alle Politikerinnen und denkenden Menschen endlich zur Besinnung zu kommen und alles dafür zu tun, dass diese verheerende Entwicklung gestoppt werden kann.

Judith Hauptlin, , 24. Juli 2026

Masslose Strafmasse

Der Fall in Turin bewegt. Dass ein mit Waffen bedrohter Besitzer eines Bijouterie-Ladens durchdreht, den beiden Tätern nachrennt und sie erschiesst, ist ein typischer Fall von Notwehr-Exzess. Ausser in den USA wäre ein solcher fast überall strafbar. In dieser Hinsicht ist der Schuldspruch von Turin nachvollziehbar. Allerdings ist in England und einigen anderen Ländern dann die Folge, dass die Tat wie ein gewöhnlicher Mord behandelt wird. Dies kann zu schockierenden Ergebnissen führen. Das Turiner Strafmass von 14 Jahren, das hierzulande nur selten gegen "echte" Mörder verhängt wird, wirkt völlig unverhältnismässig. Solche masslosen Strafen sind in Italien leider nicht unüblich, auch bei fahrlässiger Tötung. In der Schweiz und vielen anderen Ländern würde die Strafe bei Notwehrexzess massiv reduziert. Hätte der Täter fünf Jahre bekommen, was im Vergleich zur Schweiz noch immer viel wäre, wäre der Fall kein Wahlkampfthema geworden.
Martin Killias, em. Prof. für Strafrecht (Uni St. Gallen)

Martin KILLIAS, Lenzburg, 21. Juli 2026

Israels Weg in die Sackgasse

Ignaz Staub spricht Klartext: Seine Schilderungen belegen sachlich und niederschmetternd zugleich die mitmenschenverachtende Grossmachtpolitik Israels, die drauf und dran ist, jede Sympathie zu verspielen. Wie lange macht Trump da noch mit? Wie lange macht die EU noch die Faust im Sack? Jede Kritik wird alsogleich als antisemitisch angeprangert. Völkermord bleibt Völkermord, Israel gehört international geächtet, seien wir solidarisch mit den willkürlich getöteten, erniedrigten und vertriebenen Palästinensern.

Joseph Auchter, Meilen, 20. Juli 2026

Verhindert das Recht auf Waffenbesitz Verbrechen? Nein!

Wie Heiner Hug schreibt, gehört die Sicherheit in Italien seit jeher zu den Hauptthemen der äussersten Rechten. Sie wird auch in Italien nicht müde, die Gefahr von Kriminalität, Aggression, Gewaltbereitschaft, Verbrechen, Strassenkriminalität, Vergewaltigung und psychischer Gewalt zu schüren – obwohl die Zahlen keinen eindeutigen Trend zu einer Zunahme der Straftaten belegen.
Die Rechtspopulisten und Rechtsextremen fordern daher das Recht auf Waffenbesitz zur Selbstverteidigung. Aber verhindert das Recht auf Waffenbesitz Verbrechen? Nein! In den USA mit den vielen Feuerwaffen im privaten Besitz ist die Mordrate durch Feuerwaffen deutlich höher als in anderen Ländern.
Sogar Donald Trump plädierte früher auch für schärfere US-Waffengesetze. Er warf den Republikanern damals vor, den Waffenfans immer nur nach dem Mund zu reden. Aber schon 2016, vor den Präsidentschaftswahlen, forderte er jedoch genau das Gegenteil – und seine Anhänger jubelten. Trump versprach sogar waffenfreie Zonen abzuschaffen, etwa in Schulen, Bahnhöfen oder Restaurants.
In der Schweiz wäre ein schärferes Waffenrecht auch am Platz. Damit könnten besonders Suizide mit Schusswaffen verhindert werden. Immer noch nehmen Soldaten ihre Waffe nach Hause, sei es die Pistole oder das Sturmgewehr. Dies sollte abgeschafft werden. Die Pistole und das Gewehr sollten nach dem Militärdienst wie in anderen Ländern nicht mehr nach Hause mitgenommen werden.

Heinrich Frei, 8050 Zürich, 19. Juli 2026