Die Brücke des Teufels

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Die Brücke des Teufels

Von Journal21, 15.05.2016

Aus Anlass der Neat-Eröffnung hat die Nationalbibliothek wenig bekannte historische Illustrationen des Gotthards online gestellt.

Die Bilder stammen aus der Graphischen Sammlung der Nationalbibliothek und entstanden im 18. und 19. Jahrhundert. Dabei sind auch Fotografien aus dem Eidgenössischen Archiv für Denkmalpflege.

Erstmals ist 1234 eine Reise über den Gotthard dokumentiert. Vermutlich haben die Walser um das Jahr 1200 herum erstmals einen Saumweg mit Brücken gebaut. Die Schöllenenschlucht mit ihren steil abfallenden Felswänden war ein echtes Hindernis.

Beginnen wir die Reise über den Gotthard in Göschenen im Kanton Uri.

Göschenen im August 1902. Im Vordergrund die \"Zollbrücke\".
Göschenen im August 1902. Im Vordergrund die "Zollbrücke".

Göschenen, August 1902, die \"Häderlisbrücke\"
Göschenen, August 1902, die "Häderlisbrücke"

Die Schöllenen-Schlucht mit der sagenumworbenen Teufelsbrücke im Jahr 1775. Johann Jakob Keller
Johann Jakob Keller: Die Schöllenenschlucht mit der sagenumwobenen Teufelsbrücke im Jahr 1775

Die Teufelsbrücke von Salomon Gessner, 1781. Pflichtstoff jeder Primarschule ist die Sage, nach der es den Urnen nicht gelungen war, in der Schöllenen eine Brücke über die Reuss zu bauen. So wurde der Teufel gebeten, einen Übergang zu errichten. Der willigste sofort ein, unter der Bedingung, dass er die Seele des Ersten, der über die Brücke geht, behalten darf. Kurz danach stand das hölzerne Bauwerk und die schlauen Urnen schickten einen Geissbock über die Brücke. Der Teufel, wutentbrannt, wollte einen riesigen Felsbrocken auf die Brücke schleudern, um sie zu zerstören. Doch eine fromme Frau ritzte ein Kreuz auf den Stein. Der Teufel, verwirrt, verfehlte die Brücke, und der Stein kollerte bis nach Göschenen hinunter.
Salomon Gessner: Die Teufelsbrücke, 1781. Pflichtstoff jeder Primarschule ist die Sage, nach der es den Urnern nicht gelungen war, in der Schöllenen eine Brücke über die Reuss zu bauen. So wurde der Teufel gebeten, einen Übergang zu errichten. Der willigte sofort ein, unter der Bedingung, dass er die Seele des Ersten, der über die Brücke geht, behalten darf. Kurz danach stand das hölzerne Bauwerk und die schlauen Urner schickten einen Geissbock über die Brücke. Der Teufel, wutentbrannt, wollte einen riesigen Felsbrocken auf die Brücke schleudern, um sie zu zerstören. Doch eine fromme Frau ritzte ein Kreuz auf den Stein. Der Teufel, verwirrt, verfehlte die Brücke, und der Stein kollerte bis nach Göschenen hinunter.

Die Teufelsbrücke, Aquatinta, koloriert, nach 1829, Simon Daniel Lafond
Simon Daniel Lafond: Die Teufelsbrücke, Aquatinta, koloriert, nach 1829

Das Urnerloch bei Andermatt von Salomon Gessner, 1781. Der 64 Meter lange Tunnel wurde 1707/1708 in elf Monaten gebaut. Es handelt sich um den ersten Tunnel auf einer Alpenstrasse. Die Baukosten waren fast doppelt so hoch wie geplant.
Salomon Gessner: Das Urnerloch bei Andermatt, 1781. Der 64 Meter lange Tunnel wurde 1707/1708 in elf Monaten gebaut. Es handelt sich um den ersten Tunnel auf einer Alpenstrasse. Die Baukosten waren fast doppelt so hoch wie geplant.

Blick aus dem Urnerloch Richtung Andermatt, gezeichnet und geäzt von M. Kälin und J. Suter, Aquatinta koloriert, 1833
Blick aus dem Urnerloch Richtung Andermatt, gezeichnet und geäzt von M. Kälin und J. Suter, Aquatinta koloriert, 1833

Andermatt um 1870
Andermatt um 1870

Hospental, Farbkupferstich zwischen 1790 und 1794
Hospental, von Osten gesehen, Farbkupferstich zwischen 1790 und 1794

Ansicht von Hospental von Südosten mit Blick auf Kirche und Kastell, Umrissradierung, koloriert, 1792
Ansicht von Hospental von Südosten mit Blick auf Kirche und Kastell, Umrissradierung, koloriert, 1792

Gotthardpass, Salomon Gessner, 1785
Salomon Gessner: Gotthardpass, 1781

Gotthardpasshöhe mit Hospiz und See; in der Mitte des Textes: Päpstliches Wappen gekrönt mit der Tiara; Farbkupferstich, 1788
Gotthardpasshöhe mit Hospiz und See; in der Mitte des Textes: Päpstliches Wappen gekrönt mit der Tiara; Farbkupferstich, 1788

Gotthard, Passhöhe, 1870
Gotthard, Passhöhe, 1870

Gotthard, Abstieg auf der Tessiner Seite, links im Bild der Ticino, Salomon Gessner, 1781
Salomon Gessner: Gotthard, Abstieg auf der Tessiner Seite, links im Bild der Ticino, 1781

Die Kapelle von Stalvedro bei Airolo am südlichen Fuss des Gotthards, Salomon Gessner, 1786
Salomon Gessner: Die Kapelle von Stalvedro bei Airolo am südlichen Fuss des Gotthards, 1786

Airolo, Johann Friedrich Wagner, 1838
Johann Friedrich Wagner: Airolo, im Hintergrund der Gotthardweg, 1838

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