In diesen Tagen begeht man den 200. Geburtstag eines der Grossen der Musikgeschichte. Richard Wagner wird gefeiert. Nur zu gerne lässt man sich von seiner Musik berauschen: ein Genie, nichts weniger. Ein Genie, leider, das uns einen Stachel ins Fleisch treibt. Wagner war ein notorischer Antisemit. Blättert man in seiner Schmähschrift „Das Judenthum in der Musik“, mit der er sich ein Leben lang gebrüstet hat, kann es einem schlecht werden. Kein Zweifel: Das Genie Wagner ist als Mensch mit derartigen Überzeugungen verachtenswert. Den Zwiespalt, Musik zu geniessen, die ein Verachtenswerter komponiert hat, wird man nicht los. Ein ethisch-ästhetisches, ein unlösbares Problem: weder kann man Wagners Antisemitismus kleinreden oder verzeihen, noch liesse sich beweisen, dass dieser Dreck seine Musik vergiften würde. Wie gehen die Regisseure seiner Opern mit dem Konflikt um? Der eine, Burkhard C. Kosminski in Düsseldorf, macht aus Tannhäuser einen Nazi, der Juden erschiesst. Eine Provokation von seltener Einfältigkeit. Sie hat ein paar Besucher buchstäblich krank gemacht und den Intendanten des Theaters dazu bewogen, die Aufführung abzusetzen. Der andere, Hans Neuenfels, der in Zürich eine Aufführung über das Leben des Komponisten inszeniert, kennt das Dilemma, wenn er in einem Interview von dem „grässlichen Etwas“, vom „verbrecherischen Punkt“ in Wagners Biografie spricht - und dann meint, Wagner mit den Nazis gleichzusetzen sei für ihn „absolut indiskutabel“. (Christoph Kuhn)
Damals, an einem 18. Juli:
Geburt von Heinrich Bullinger - Tod von Caravaggio - Hero wird deutsch
Es geschah an einem 18. Juli
1374: Tod von Francesco Petrarca, italienischer Dichter.
1504: Geburt von Heinrich Bullinger, Schweizer Reformator, Nachfolger des im Zweiten Kappeler Krieges getöteten Ulrich Zwingli.
1610: Tod von Caravaggio, italienischer Maler.
1620: Im Veltlin, das damals Untertanengebiet von Graubünden war, werden alle Protestanten getötet, etwa 600 Menschen.
1864: Geburt von Ricarda Huch, deutsche Schriftstellerin.
1895: Tod von Karl Schenk, Schweizer Bundesrat von 1863 - 1895 (Bern/FDP).
1922: Geburt von Georg Kreisler, österreichischer Kabarettist.
1925: Hitlers „Mein Kampf“ erscheint.
1942: Geburt von Adolf Ogi, Schweizer Bundesrat von 1987 - 2000 (Bern/SVP).
1950: Geburt von Richard Branson, britischer Unternehmer, Ballonfahrer.
1969: Ende des „Fussballkrieges“ zwischen Honduras und El Salvador.
1994: Bombenanschlag auf ein jüdisches Zentrum in Buenos Aires, 88 Tote.
1995: Der Lenzburger Hero-Konzern wird deutsch. Käufer ist die deutsche Schwartau-Gruppe von Arend Oetker.
2011: Der Goldpreis überschreitet erstmals das Rekordniveau von 1600 Dollar.
2012: Bei der Explosion eines Reisebusses sind in Bulgarien mindestens vier israelische Touristen getötet worden. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt. Augenzeugen berichten von einem Selbstmordanschlag am Flughafen der Schwarzmeer-Stadt Burgas.






















