Wie halten wir es mit der Religion?

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Wie halten wir es mit der Religion?

Von Stephan Wehowsky, 14.12.2012

In der Ausgabe Winter 2012 von Lettre International steht ein Essay zum Thema der Religion in unserer Zeit. Darin werden philosophische und soziologische Perspektiven zu einer höchst interessanten Diagnose unseres Zeitgeistes verbunden.

Der Darmstädter Professor für Soziologie, zudem studierter Philosoph und Psychologe, Gerhard Gamm, seziert unsere Sehnsüchte, Stimmungen und Geisteshaltungen in Anbetracht der merkwürdigen Tatsache, dass die Religion in unserer modernen Welt entgegen vielen Prophezeiungen nicht untergegangen ist. Allerdings kann man auch nicht behaupten, dass sie weiter so existiere wie in den Zeiten vor unserer technisch-wissenschaftlichen Welt. Sie hat sich verändert und erleidet zumindest innerhalb Europas in Gestalt der Kirchen einen Schwächeanfall nach dem anderen.

Der rasende Stillstand

Aber tot ist die Religion nicht. Sie meldet sich, wie Gamm ausführt, als „metaphysisches Bedürfnis“. Hinter diesem etwas seltsamen Ausdruck steht die Erfahrung, dass unsere Welt nicht so perfekt ist, wie sie eigentlich nach den Plänen ihrer Konstrukteure und Betreiber sein sollte. Selbst in den vergleichsweise reichen und sicheren Gesellschaften stellt sich bei den meisten Menschen ein Gefühl des Mangels ein, eines Mangels an Sinn.

Es gibt ein Gefühl des Leerlaufs und es gibt ein Gefühl dafür, dass der Fortschritt nicht das hält, was mit ihm versprochen worden ist. Zu viele Dinge laufen schief – von der Wirtschaftskrise, sozialen Verwerfungen, Kriegen bis zum Klimawandel. Und alle schönen beziehungsweise beruhigend klingenden Worte der Wirtschaftsführer und Politiker samt ihres Aktionismus ändern daran nichts. - Paul Virilio hat das in einem Buch als "rasenden Stillstand" (Hanser 1992) beschrieben.

Das "metaphysische Bedürfnis"

Der Einzelne, der dies spürt, fühlt sich fremd in dieser Welt. Er sucht für sich Antworten auf die Frage nach seiner Aufgabe und vor allem nach dem Sinn seines Lebens. Das ist das „metaphysische Bedürfnis“. Es wird befriedigt, etwa indem man sich einer Bewegung anschliesst oder intensiv am sozialen Leben teilnimmt. Eine solche Konstellation, schreibt Gerhard Gamm, „verleiht einem Flügel, weil man bewusst oder unbewusst weiss, warum man etwas tut“.

Das aber kann sich als Falle erweisen. Denn es zeigt sich immer wieder, dass hehre Ziele nicht erreicht werden und die edelsten Bewegungen zu übelsten Praktiken greifen. Weil dies seit Anbeginn der Menschheit eine wiederkehrende Erfahrung ist, haben Philosophen wie Hegel und Nietzsche Kritik an der Vorstellung von einem Sinn in unserem Leben geübt. Auch Gamm konstatiert: „Die säkularen Heilsversprechungen haben ihr Soll nicht annähernd erfüllt.“

Provokation als Befreiung

Auch die moderne Kunst kann als Sinnkritik gedeutet werden. Ihr Aufstand gegen unsere Sehgewohnheiten etwa im Kubismus oder ganz allgemein in der abstrakten Malerei, ihre Lust an der Provokation und am Zerbrechen von Konventionen markiert immer wieder die Tatsache, dass unsere Gesellschaft bei weitem nicht das ist, wofür sie sich ausgibt. Unsere Gesellschaft ist nicht edel, sondern roh, aber es gehört zu ihrem Gang, den Blick auf diese unliebsamen Tatsachen zu verstellen.

Es ist ein Akt der Befreiung, gegen den vorgetäuschten Sinn anzugehen. Doch in der Rebellion liegt kein Heil. Wo aber lässt sich Halt finden? Die Religionen offerieren ihn. Und wenn man sich klarmacht, wie prekär heute die Lebenssituation vieler Menschen ist, verwundert es nicht, dass gerade Sinnangebote fundamentalistisch ausgerichteter religiöser Strömungen auf grosse Nachfrage stossen. Mit einem Schlag sind zwei Probleme gelöst: Der Sinn des eigenen Lebens steht unverrückbar fest, und man gehört einer starken und einmütigen Gemeinschaft an. Die einzige Bedingung dafür ist, dass der Verstand abgeschaltet wird. Denn sonst kann „das grosse Illusionstheater der Religion“ nicht funktionieren.

Der Mensch als "Heiliger

Was aber, wenn man diesen Weg nicht beschreiten will? Hier kommt bei Gamm der soziologische Blick ins Spiel. Dieser Blick enthüllt höchst aufschlussreiche Verschiebungen. Es zeigt sich nämlich, dass die ursprünglich transzendenten Elemente der Religion wie Gott, Seele und Unsterblichkeit im Zeichen unseres technisch-wissenschaftlichen Weltbildes ins Diesseits verlegt werden, aber an ihrem hohen Rang nichts einbüssen.

Die Bedrohtheit des Menschen in der technisch-wissenschaftlichen Welt liefert die Dynamik für diese Verschiebungen. Was ist der Mensch aus naturwissenschaftlicher Sicht? Menschen seien „Hautsäcke voller Biomoleküle“, zitiert Gerhard Gamm den ehemaligen Direktor am MIT, Rodney Allan Brooks. Das klingt zynisch, aber es ist nun einmal eine Tatsache, dass sich aus naturwissenschaftlicher Sicht die Würde, die Freiheit oder die Einzigartigkeit des Menschen nicht erweisen lässt. Daher ist es nötig, diese Qualitäten geradezu emphatisch gegen die Trivialisierung des Menschen in der technisch-wissenschaftlichen Zivilisation zu stellen.

Gamm sieht seit Hegels Zeiten eine „Sakralisierung der Person“ am Werke, die mit der „Vertiefung der Subjektivität“ einhergeht. Der Mensch selber ist in der säkularen Welt zum letzten „Heiligen“ geworden. Ein Trendforscher würde sagen: Der Trend zur Profanisierung setzt den Gegentrend zur Sakralisierung frei.

Religion ist Privatsache

Das klingt abstrakt, lässt sich aber an einem Thema wunderbar beobachten: den Menschenrechten. Gerade weil Menschen weltweit de facto erniedrigt, gefoltert und massenweise ermordet werden, bekommt die Verteidigung der Menschenrechte eine immer höhere Bedeutung. Man sieht hier sehr gut die Plausibilität: Wenn der Mensch sich nicht selbst aufgeben will, muss er für sich einen Wert einsetzen, der nicht mehr verhandelbar ist.

Das geht nur über die Erhebung der Subjektivität zum höchsten Prinzip. Das hat unter religiösen Gesichtspunkten gleich mehrere Konsequenzen. So ist es normal und üblich, dass sich jeder aus dem gut bestückten Korb der Weltreligionen seine eigene Religion zusammenbastelt. Man nimmt die Ingredienzien, die einem einleuchten und gefallen. Religion ist, so Gamm, buchstäblich zur „Privatsache“ geworden. Für die etablierten Kirchen hat das wiederum zur Folge, dass deren Normierung von Glaubensaussagen als unerträglicher Widerspruch zur subjektiven religiösen Ekstase erlebt wird. Die Kirchen stehen gegen die Privatreligion.

Der Blick auf die vorletzten Fragen

Eine andere Verschiebung, die Gamm beobachtet, liegt im Wechsel des Fokus von den „letzten Fragen“ im Jenseits auf die „vorletzten Fragen“ im Diesseits. So gibt es einen Blickwechsel von der Frage nach dem ewigen Leben zum Thema des Sterbens. Das Interesse liegt heute auf dem „menschenwürdigen Sterben“. Die Frage, was im Jenseits ist oder nicht ist, interessiert die meisten Menschen nicht mehr, weil sie sich im Rahmen des modernen Weltbilds nicht beantworten lassen.

Aber es ist nicht so, dass nur Fragen, die sich auf das Jenseits beziehen, unbeantwortbar sind. Ganz im Gegenteil zeigt sich, dass die Wissenschaft, je mehr sie über das physische Leben weiss, desto weniger über schlüssige Definitionen verfügt. So lässt sich wissenschaftlich die Frage nach dem Lebensbeginn nicht beantworten. Denn die Grenzen sind fliessend, und eine scharfe Definition ist eine Glaubenssache geworden. Gerhard Gamm resümiert:

"... so ernst wieder auch nicht"

„Unter den reflexiven Bedingungen der Moderne brechen metaphysische Fragen erneut auf. Sie stellen sich jedoch neu und anders: Ab wann können oder sollen wir vom Anfang des 'menschlichen' Lebens sprechen? Wann ist ein Mensch wirklich tot? An welchem Punkt sollten wir einer grenzenlosen Gerechtigkeit unüberschreitbare Grenzen setzen?“

Der Essay von Gerhard Gamm - der natürlich viel ausführlicher und differenzierter ist als hier resümiert - verbindet analytischen Scharfsinn mit einem tiefen Verständnis unseres Lebensgefühls. Und der Philosophie. Mehrfach bezieht sich Gerhard Gamm auf Theodor W. Adorno. Der hat zur Ernsthaftigkeit der philosophischen Auseinandersetzung mit den Ansprüchen des Zeitgeistes und eben auch der Religion geschrieben: Die Philosophie „ist das Allerernsteste, aber so ernst wieder auch nicht“.

Übrigens sind es diese Perlen, die Letttre International immer wieder lesenswert machen.

Kommentare

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eigenartig !! praktisch alle religionen glauben an gott !! viele propheten werden bei fast allen bestaetigt und trotzdem findet man nicht zueinander !! es sind eindeutig die oberhauepter , die an ihren machtstrukturen haengen und die glauebigen gemeinschaften gegen einander aufhetzen!! echte versoehnung will keiner!! jeder wuerde machtanspruch verlieren auf kosten anderer !! vergesst kirchen, tempel, moscheen und was es noch giebt !! die bibel ist und bleibt das standardwerk !!

wer hat denn das biebel lesen vor langer zeit verboten, ja, es war verboten !! du sollst den sabat heiligen, nur ist das eben nicht der heutige sonntag, eben nicht !!die echten juden , feiern ihn richtig !! wer wurde denn alles zu kezern, hexen , zauberer, ec. von wem erklaert ?? mit wem war gelli, syndona ect. verbandelt ?? der vatikanbank hoechste, kardinal marzinkus , durfte den vatikan nicht mehr verlassen !! er waere sofort von der policia finanza verhaftet worden !! warum verstarb ein kerngesunder 33 tage paspst der den machenschaften auf der spur war , und einige hochkaraetige vatikanbewohner anderntags absetzen wollte?? jeder papst wird gruendlich auf seinen gesundheitszustand untersucht, luciano war kerngesund !!kein papst wuerde es ueberleben, den vatikan zur echten christlichen kirche umzubauen !! zu sehr in satanische machenschaften verstrickt bis heute !!

viel blabla, blaaaa !! religionen, blabla blaa !! lest die bibel, langsam und immer wieder, lasst die frohe botschaft jesus christus aufnehmen und setztes um !! vatikan und unfehlbarer, zudem heiliger vater oha, oha, spricht heilig und will suenden vergeben , was nur gott kann !! dann mal prost christentum !! von den falschen propheten warnt die biebel mehrfach und ausdruecklich !! ganz offiziell arbeitet jetzt der vatikan mit logen und geheim buenden, tolles christentum !! nein, kein witz oder luege, tatsache !!

@Fritz.P.Schaller Rom, allgemein gesicherte Geschichte, Familienchronik .....exotische Esoterik? Mein Kommentar mag ja einigen Leuten unangenehm sein, aber er beruht ausschliesslich auf Überlieferungen aus jener Zeit .Dies noch ausgerechnet aus jenen fortlaufenden Augenblicken, die sie als Ewigkeit bezeichen! Glaube und Vernunft widersprechen sich doch nicht! Wenn Raum und Zeit sich untrennbar von der Materie als Trinität erweisen etwa so wie Vater, Sohn und heiliger Geist oder für die Wissenschaft als Energie, Materie und Geist, manifestieren sie sich im Christentum als Glauben ,Lieben, Hoffen. Dies ist das Schicksal des noch nicht wissenden aber denkenden Menschen.Tausende von Jahren ein "Suchen nach Gott", dabei steckt er ohne dass es jemand gemerkt hätte in Ihnen und in allem und allen!. Durch innere und äussere Begebenheiten d.h.durch Gene, gelerntem, gedrilltem, künstlich angepasstem oder wider ihre persönlichen Eigenschaften erzwungenen Einflüssen, gehen Sie dann ähnliche Risiken ein wie ihre Kaffeemaschinen. Sollten Sie gegen die Betriebsanleitung verstossen, werden Sie mit Defekten konfrontiert. Gott hat immer recht, auch wenn es uns vielfach auch unbegreiflich erscheint. Christus jedoch ist das Geländer wo wir uns wirklich festhalten können. Man sollte aufhören zu suchen! Gott ist jederzeit erreichbar und zwar....in Ihnen! Das gilt für Moslems genau so, wie für Juden oder Christen.

@catari Danke, für die Ausführungen. Sie sind ein Mensch, der glaubt. Sie können unterscheiden zwischen Heiligem und Profanam. Das allzuviele Menschen, davon keine Ahnung haben, beweist auch der Schreiber, mit dem Doppel-ten Vornamen Fritz P. Dies sind die Pharisär und Schriftgelehrten von Heute ! Schöpfen und schöpfen aus ihren eigenen Phantasien und ver-meintlichem Wissen. Wehe, wenn man ihren Ausführungen nicht folgen kann resp. nicht will...

@catari Danke, für die Ausführungen. Sie sind ein Mensch, der glaubt. Sie können unterscheiden zwischen Heiligem und Profanam. Das allzuviele Menschen, davon keine Ahnung haben, beweist auch der Schreiber, mit dem Doppel-ten Vornamen Fritz P. Dies sind die Pharisär und Schriftgelehrten von Heute ! Schöpfen und schöpfen aus ihren eigenen Phantasien und ver-meintlichem Wissen. Wehe, wenn man ihren Ausführungen nicht folgen kann resp. nicht will...

@catari Danke, für die Ausführungen. Sie sind ein Mensch, der glaubt. Sie können unterscheiden zwischen Heiligem und Profanam. Das allzuviele Menschen, davon keine Ahnung haben, beweist auch der Schreiber, mit dem Doppel-ten Vornamen Fritz P. Dies sind die Pharisär und Schriftgelehrten von Heute ! Schöpfen und schöpfen aus ihren eigenen Phantasien und ver-meintlichem Wissen. Wehe, wenn man ihren Ausführungen nicht folgen kann resp. nicht will...

Des Anonymus "catari" dümmlicher "Kommentar" scheint mir eher in das Repertoire exotischer Esoteriker zu passen als zu dem Stephan Wehowski besprochenen hervorragenden Essay von Gerhard Gamm. Lassen wir das!

Bemerkenswert ist der Ansatz beim "metaphysischen Bedürfnis" des Menschen. Dieses genauer zu ergründen, führt nämlich näher an das Phänomen Religion heran, als die übliche Soziologie der religiösen Bekenntnisse und Lehren.

Es ist ja ein gewaltiger Unterschied, ob ein moderner Mensch sich primär am modernen Wissen orientiert oder primär an religiösen Lehren.

Wer beispielsweise den religiösen Begriff der "Ewigkeit" mit Hilfe der Evolution deutet, der wird nicht - wie allgemein üblich - an eine ausgedehnte oder unendlich fortdauernde Zeit denken, sondern "Ewigkeit" als konzentrierte Gegenwart verstehen. Gestern war Gegenwart, heute ist Gegenwart, morgen wird Gegenwart sein. Die Gegenwart ist Ewigkeit als dynamischer Prozess. Das "Jetzt" ist unsterblich, es vergisst nichts Vergangenes, aber transformiert die Wirklichkeit unaufhaltbar in eine offene Zukunft hinein. Jedes "Jetzt" ergiesst sich in das nächste hinein, fliessend ohne Bruch.

Ich meine, dieser Wandel der Wirklichkeits-Vorstellungen hat massive Konsequenzen auf religiösen Themen wie "Jenseits", das "Göttliche", Sterben, Leben nach dem Tod usw, die noch immer im Licht der antiken griechischen Philosophie gedacht werden; nach der antiken griechischen Philosophie wird die metaphysische Welt geistig, statisch und immer gleich gesehen im Gegensatz zur vergänglichen materiellen Welt (bei Platon extremer als bei Aristoteles). Diese Spaltung der Wirklichkeit ist heute schlicht nicht mehr haltbar.

Ich meine darum: Alles, was die Religionen an Lehren transportieren, muss neu durchdacht werden, wollen sie dem "metaphysischen" Bedürfnis der Menschen entsprechen.

Gamm denkt mir Recht: "Aber es ist nicht so, dass nur Fragen, die sich auf das Jenseits beziehen, unbeantwortbar sind." Unwissen ist in der Tat nicht der Restbestand des Wissens, sondern sein Grundbestand (à la Sokrates).

Gamm setzt aber in seiner Fragestellung leider voraus, dass religiöse Fragen grundsätzlich beantwortbar sein müssten, wenn denn von religiöser Identität gesprochen werden kann. Dem ist aber nicht so. Wir haben es im religiösen, bzw. metaphysischen Bereich nicht mit Antworten zu tun, sondern mit je zeitbedingten Interpretationen und Deutungen von Wirklichkeit.

Ich habe mich aus religionsphilosophisch-theologischer Sicht mit dem Thema befasst und gehe in meinem jüngsten grossen Essay von der Beziehung zwischen Existenz und Transzendenz aus. Dabei spiele ich die Frage durch: Inwiefern können die Religionen, im besonderen die christliche, dem "metaphysischen Bedürfnis" glaubwürdig entsprechen. (Siehe mein Buch: Fritz P. Schaller, Nach Gott und Religion, Vision für einen jungen christlichen Humanismus. Lit Verlag 2012).

Ich glaube, dass es primär um das Verständnis der Menschlichkeit des Menschen geht und sekundär um die Frage, was die Religionen Konstruktives und Glaubwürdiges dazu betragen können. Ein religiöses Bekenntnis kann ja nicht am Anfang einer Sinnsuche stehen, sondern möglicher- aber nicht notwendigerweise am Ende.

Zion bedeutet Burg, oder himmlische Stadt wie Jerusalem, Rom oder Sion. Rhone, Rhein und Donau oder Danubius waren nach römischem empfinden Vesuvflüsse. Vesuvflüsse aus dem Wasserschloss der späteren Eidgenossenschaft, der heutigen Schweiz. Der bedeutendste Vesuvkaiser neben Titus und Mettius war bekanntlich Vespasianus...die walliser Ortschaft Visp ist nach ihm benannt. In der Nähe liegt Raron mit einem Burgturm. Namens: Viztum...Vesuvium. aus dem 12 Jh! Catharos ist griechisch und bedeutet rein. Veri christiani ....gekommen aus der südfranzösischen Stadt Albi auch Albigenser genannt. Im März 1244 kapitulierten die Catharer in Montsegur und wurden verbrannt. Nicht alle! Einige verschwanden mit samt dem heiligen Gral zum befreundeten Fürsten nach Savoyen. Dort in Haut-Savoyen wollten und durften sie bleiben. Durch die damaligen Witterungsumstände wurde dies aber unmöglich. Sie zogen weiter nach Martigny zum Bischof von Sion der ihnen einen Platz in Leuk anbot. Da sie damals ( 1291 - auch Gründungsjahr der Eidgenossenschaft durch den Rütlischwur ) schon schreiben konnten, wurden es für beide Seiten eine Gewinn-Situation würde man heute sagen. Catharer oder Albigenser und Tempelritter pflegten früher eine Hochkultur des friedlichen Zusammenleben von Christen, Juden und Moslems. Gemeinsam in blühender Umgebung mit angenehmem Reichtum in Südfrankreich. ( Langedoc ) Das alles wurde dann durch den Neid und Habgier der Wüteriche aus dem Norden zerstört.Der heilige Gral aber, die gelebte uneingeschränkte Liebe von Christus zu allen Wesen und Dingen einer noch unvollkommenen Welt lebt weiter..... im und durch das Blut Christi.

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