Wie der Phönix

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Wie der Phönix

Von Journal21, aktualisiert - 04.03.2020

Joe Biden gewinnt überraschend Texas sowie neun weitere Staaten. Bernie Sanders siegt in Kalifornien, Vermont, Colorado und Utah. Bloomberg gibt auf.

In 14 amerikanischen Bundesstaaten fanden am Super Tuesday Vorwahlen (Primaries) statt.

Joe Biden, dessen Wahlkampf lange Zeit schwächelte, feiert dabei ein eindrückliches Comeback. Der 77-jährige frühere Vizepräsident gewinnt in neun oder gar zehn Staaten, nämlich in

  • Texas, Virginia, North Carolina, Alabama, Tennessee, Oklahoma, Arkansas, Minnesota, Maine und Massachusetts.

Der 78-jährige Bernie Sanders, Senator aus Vermont, der laut Meinungsumfragen als Frontrunner in die Wahlen ging, erzielte die meisten Stimmen

  • in seiner Heimat Vermont sowie in den Bundesstaaten Colorado, Utah und Kalifornien.

Kalifornien

Nach Auszählung von 87 Prozent der Stimmen liegt Sanders in Kalifornien klar in Führung (Sanders: 34 Prozent, Biden: 25 Prozent). Die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) rief ihn bereits zum Sieger aus. Damit gewann Sanders den „biggest prize“ des Super Tuesday (415 Delegierte). 

Mike Bloomberg kommt laut bisheriger Auszählung in Kalifornien auf 15 Prozent und Eliabeth Warren auf 12 Prozent. 

Texas

In Texas (228 Delegierte) kommt Biden nach Auszählung von 97 Prozent der Stimmen auf 33 Prozent der Stimmen, Sanders auf 30 Prozent. Die New York Times erklärt den ehemaligen Vizepräsidenten zum Gewinner in Texas.

Bloomberg kommt in Texas auf 15 Prozent und Elizabeth Warren auf 11 Prozent. 

Chancenloser Bloomberg

Der Milliardär Mike Bloomberg, der 78-jährige frühere Bürgermeister von New York, blieb chancenlos. Er gewann einzig den Caucus in Amerikanisch Samoa. Bloomberg hat für den Wahlkampf fast eine halbe Milliarde Dollar ausgegeben – und diese wohl in den Sand gesetzt.

Bloomberg liess inzwischen verlauten, er ziehe sich aus dem Rennen zurück und unterstütze Biden.

Enttäuschende Warren

Chancenlos blieb auch Elizabeth Warren, die 70-jährige Senatorin aus Massachusetts. In ihrem Heimatstaat erzielt sie zwar mit etwa 21 Prozent ihr bestes Ergebnis, liegt aber klar hinter Biden und Sanders.

Vor allem in Kalifornien und Texas war der Andrang in den Wahllokalen enorm. Auch Stunden nach der offiziellen Schliessung bildeten sich vor den Wahlbüros noch immer lange Schlangen von Abstimmungswilligen. 

Laut der New York Times stimmten vor allem Schwarze, Suburbans und ältere Leute für Biden. Für Sanders votierten Junge und Latinos.

Am Sonntag und Montag hatten die Demokraten Pete Buttigieg und Amy Klobuchar auf eine weitere Kandidatur verzichtet und sich hinter Biden geschart.

Gewählt wurde am Super Tuesday in folgenden Staaten (in Klammern die Anzahl der zu vergebenden Delegiertenstimmen)

* Kalifornien (415)
* Texas (228)
* North Carolina (110)
* Virginia (99)
* Massachusetts (91)
* Minnesota (75)
* Colorado (67)
* Tennessee (64)
* Alabama (52)
* Oklahoma (37)
* Arkansas (31)
* Utah (29)
* Maine (24)
* Vermont (16)

Auch die Republikaner führten Vorwahlen durch. Da Präsident Trump als gesetzt gilt, erwecken sie keinerlei Aufmerksamkeit.

(J21)

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