Warum es in Gaza keine Luftschutzräume gibt

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Warum es in Gaza keine Luftschutzräume gibt

Von Uri Russak, Israel - 16.07.2014

Gegen die Luftangriffe Israels im Gazastreifen gibt es keine Schutzräume für die Zivilbevölkerung, wohl aber für die Hamas-Führung. Es fehle nicht am Geld, meint unser in Israel lebender Autor.

Israelkritische Beobachter beweinen die ach so unfaire Tatsache fehlender Luftschutzräume für die Bevölkerung in Gaza zum Schutz vor israelischen, von Hamas provozierten, Bombenangriffen. Dieser Mangel, offenbar von Hamas mit Vorbedacht und Hintergedanken „kreiert“, hat nichts mit fehlender Finanzierungkraft zu tun, sondern hilft die Verlustzahl gazanischer Zivilopfer hoch zu halten.

„Wo ist das Geld?“

Denn die Zivilisten Gazas, die Frauen, Kinder und Alten sind die politische Knetmasse der Hamas. Damit wird ihre Opferzahl hochzuhalten, die dann der Weltöffentlichkeit gals „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ verkauft werden kann. Gegen zweihundert Opfer soll es in Gaza bisher gegeben haben, der Vergleich mit der offiziellen Zahl von zwischen 1200 und 1400 im Jahr 2012 muss für Hamas frustrierend sein. Der Gegensatz zur Zahl israelischer Todesopfer, nämlich bisher Null (ausser einer Frau in Tel Aviv, die beim Aufsuchen des Luftschutzraums einen Herzinfarkt erlitt) ist krass. Man fragt sich, warum diese Diskrepanz? Warum haben Israelis (nicht alle, aber die meisten) Luftschutzräume und die Araber in Gaza nicht?

Geldmangel kann es nicht sein. Denn Geld strömt zur Hamas aus arabischen Ländern, von der UNO und den westlichen Staaten. Nicht nur Geld, sondern auch Naturalien, wie Baumaterial, Lebensmittel, Wasser und elektrischer Strom aus Israel, die auch heute, zu Kriegszeiten noch fliessen. (Nebenbei: eine Hamas-Rakete zerstörte einen Kabelmast in Gaza selbst und unterbrach die Stromversorgung für rund 70‘000 Menschen.) Es lohnt sich die populäre Frage, die der heutige israelische Finanzminister Yaris Lapid bei den vergangenen Wahl stellte, zu wiederholen: „Wo ist das Geld?“. Das Spendengeld aus aller Welt.

Bunker für die Hamas-Bosse

Ja, wo ist das Geld -  die Milliardenspenden an die Hamas? Statt in die Infrastruktur Gazas für seine darbende Bevölkerung wurde vor allem eine Raketenindustrie aufgebaut, aber auch sehr tief unter der Erde vergrabene Luftschutzkeller und ein riesiges System unterirdischer Gänge und Tunnels, zu denen auch die inzwischen weitgehend von der ägyptischen Armee zerstörten Schmuggeltunnels, aber auch die Tunnels für Terrorangriffe in Israel gehören. Die enormen Raketenlager gehören auch dazu. Aber, und da liegt das Geheimnis, diese unterirdischen Bunker und Luftschutzräume sind ausschliesslich der Hamas und ihren Anführern vorbehalten, die dort mutig die Bombardierung und Zerstörung des Lebensraum ihrer Bevölkerung überstehen, deren Häuser dazu dienen, Abschussrampen der Hamas-Raketen nicht nur tarnen, sondern damit auch die zivile Bevölkerung zur Geisel zu nehmen.

Wären diese Luftschutzräume auch für die Bevölkerung zugänglich, wären die Opferzahlen in Gaza weit geringer. Dieser Israel von Hamas aufgezwungene Krieg dient dazu, möglichst viele palästinensische Opfer zu erzeugen.

Jubelt die Bevölkerung?

Dadurch, dass die Hamas-Regierung von der Bevölkerung seinerzeit demokratisch gewählt worden ist, und weil dieselbe Bevölkerung seither diese Regierung des internen und externen Terrors toleriert und ihr beim Abschiessen der Raketen auf Israel zujubelt, ist auch die Bevölkerung nicht ganz unschuldig an dieser sich wiederholenden Situation. Hamas ist eine religiöse islamistische Organisation, basierend auf Hass. Fortschritt, sei er wirtschaftlich, technologisch oder sozial interessiert sie nicht. Ihr Hauptziel ist die Zerstörung Israels und der westlichen Kultur. Nur westliche Waffentechnologie ist ihr genehm.

Kommentare

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Es ist traurig, was sich hier einige Leute an den Kopf werfen.
Auf der einen Seite sind die gnadenlosen Befürworter der israelischen Politik und auf der anderen die gnadenlosen HAMAS Versteher.

Ich habe aufgrund eigener persönlicher Erfahrungen etwas gegen isralische Soldaten. ( nach einem Einsatz mit blauer Weste und blauem Helm ). Aber ich sehe auch die Angst der israelischen Mutter wenn sie ihr Kind an sich drückt, ich habe die Verzweiflung der arabischen Mutter gesehen als israelische Soldaten gezielt auf einen UN-Stützpunkt geschossen haben in dem sie Zuflucht gesucht hatte.

Es sind NICHT die Israelis, es sind verrückte Rabbiner und das Geschmeiss das ihnen nachläuft. Es sind NICHT die Palästinenser, es sind die irren Fanatiker und die durch sie aufgehetzten Jugendlichen.

Es sind Politiker wie Golda Meir, die zum Mord an arabischen Kindern aufgerufen hat, es sind die Diktatoren der Terrorgruppen die den Krieg wollen.
Es sind nicht die Muslime die Krieg und Terror wollen, es sind nicht die Juden die eine Weltherschaft wollen. ( von wem stammt diese hohle Behauptung ?? )

Es sind die Kriminellen in Politik und Wirtschaft beider Seiten, die sich eine goldene Nase verdienen wollen. Und das stimmt mich zornig und zugleich tieftraurig.

Die Einfallt der Menschen beider Seiten läßt mich verzweifeln. Haben sie es doch in der Hand Frieden zuschaffen und als Nachbarn zusammen zu leben, aber sie müssen die Möglichkeit in die Hände von machtgierigen Politikern und Predigern geben.

"Es sind Politiker wie Golda Meir, die zum Mord an arabischen Kindern aufgerufen hat..." Nie im Leben hat Golda Meir zu so etwas aufgerufen.
D a s a b er hat Golda Meir geschrieben:
"Wenn die Palästinenser ihre Kinder m e h r l i e b e n, als sie die Juden hassen.... d a n n gibt es Frieden !

Israel hätte nie Baumaterialien für Bunker geliefert. Das ist eine Mär. Wäre auch etwas komisch wenn Israel dem Gazastreifen 2007 eine Diät verordnete, wie Ha'aretz im Juni 2009 mit einem Regierungsdokument mit dem Titel „Grenzwerte“ („Red Lines“) aufdeckte. Wo pedantisch anhand der Bevölkerungszahl die Kalorien zusammengezählt wurden um nur soviel durchzulassen, dass sie knapp über dem von den Welternährungsexperten der Vereinten Nationen definierten Hungerniveau liegen. Aber Zement und Stahl hätten sie in Hülle und Fülle liefern sollen?

Herr Russak,

kann es nicht sein, dass die Hamas von den Israelis finanziert werden, und die Illusion erzeugen sollen, dass sie mit ihren Spielzeugraketen in Israel Menschen töten wollen, während ihnen das Leben der (angeblich) eigenen Leute nichts wert ist?
Wer finanziert die Hamas denn? Und warum? Das sollte sich doch jeder vernünftig denkende Mensch fragen. Und auch, wer davon den meisten Nutzen hat...

Gallus: sie scheinen Krieg als sportlichen Wettbewerb zu sehen, in dem alles, Waffen und Opfer, buchhalterisch gezählt werden, damit ja keiner einen Vorteil hat. Kriege werden nicht durch „Fairness“ gewonnen, sondern durch Motivation, Klugheit, Mut und Technologie. Sollten sie lesen können, lesen sie Sun Zi über die Kriegskunst. Gerade dieser Krieg in Gaza, wie fast alle Kriege um Israel, ist ein Krieg um Israels Überleben gegen einem Feind, der barbarischer nicht sein könnte. Fairness darf es gegenüber einem Feind wie diesen schon gar nicht geben, nur gegenüber den unschuldigen Opfern, was mit einem Feind wie Hamas schwierig ist, da es Unschuldigen als Geiseln missbraucht, sich hinter ihnen versteckt und sie damit umbringen lässt. Objektivität heisst nicht Tatsachen zu ignorieren. Ich kann nur die von Russak geschriebene Tatsache wiederholen, wie Hamas den Bürgern Gazas den Schutz vor israelischem Beschuss verweigert, weil sie bewusst und zynisch die Maximierung ziviler Opfer will.

Auch für Sie gilt was K. Kühne weiter unten sagte: “Ihre Zeilen, Herr Hosenlupfer, bringen die Menschheit definitiv nicht weiter, sie legen aber Zeugnis ab, wie tief der Zynismus einen Einzelnen fallen lässt.’

Wie kommen Sie, Herr Hosenlupfer, auf die Behauptung, dass die Hamas Frauen undKinder als Schutzschilde benutzt. Ach so, Krieg heisst auch, dem Gegner irgendetwas anzuhängen. Die jüdisch beherrschte Weltpresse und die Filmindustrie versuchen seit Jahren, sprachliche Begriffe zu prägen:
Araber, Palästinenser = Terroristen
Hamas, Fatah = Hinterhältige Lügner und Betrüger
Islamisten = Mörder
Israeli/Juden = Ehrlich, mutig. Verteidiger der westl. Werte.
Siedler = Gottesfürchtige urbarmacher der Wüste.
Orthodoxe Juden = Bewahrer des Glaubens.
Das, Herr Hosenlupfer, ist der Krieg der Worte und Begriffe. Diesen Krieg haben Sie bisher beherrscht und Menschen beeinflusst.
Mit dem Internet können sich die Menschen wieder neutraler orientieren. Es wird kommen, wie bei der Reformation: Als die Kleinen Leute die Gutenbergbibel lesen konnten, war es um die alleinige Macht der kath. Kirche geschehen. Das Internet wird die Desinformationen und Lügen Israels kontinierlich offen legen.
Man wird sich von Ihnen abwenden. Ihnen wird nur die Atombombe bleiben.

Da Sie herr Russak, wissen, dass sich die Hamas Führer in Bunker verkriechen und die zivielbevölkerung draussen bleibt, weiss das auch das auch Israel. Warum also Bomben auf Zivilisten werfen?

Herr Russak, haben Sie den Artikel ihres Kollegen Herr Scheben schon gelesen? Was Objektivität anbelangt könnten Sie sich ein Beispiel nehmen

Sehr guter Artikel von Uri Russak, der weiss, wovon er schreibt. Es ist klar, dass diejenigen, welche die Schuld ohnehin immer nur bei Israel suchen, darüber nicht glücklich sind. Lieber glauben diese Leute der Propaganda aus Pallywood. Leider vergeht immer eine gewisse Zeit, bis einwandfrei feststeht, dass z.B. ein Bild mit einem schwerverletzten Kind, schon Wochen früher in Syrien aufgenommen worden ist, oder, dass die zerfetzten Leiber nicht den Juden anzulasten sind, sondern einem Unfall während einer Parade der Hamas.

Ihre Zeilen, Frau Bisang, bringen die Menschheit definitiv nicht weiter, sie legen aber Zeugnis ab, wie tief der Zynismus einen Einzelnen fallen lässt.

Bilder von getöteten Kindern sind in der Propaganda die
beste Munition, weil jeder Mensch von der Natur mit einem
Schutzbedürfnis für kleine Kinder ausgestattet ist.
Richtige Bemerkung, heiliges Land ist ein verfluchtes Land.
Die Konflikte dort füllen unsere Nachrichtensendungen schon
seit mehr als einem halben Jahrhundert. So hatten die
Nachrichtensprecher immer etwas zu berichten, auch wenn
in der restlichen Welt nichts passiert ist. Wenn man beim
Zuhören auch etwas denkt, dann kommen einem einige
Fragen. Warum wurden die Tötungen von Juden in den
Konzentrationslagern nicht mit Bombardierungen der
dorthin führenden Gleise gestoppt oder wenigstens
gebremst? Warum hat das kleine Israel beim Patentamt
so viele Patente und die viel größeren arabischen Staaten
fast nichts? Kann da jemand beantworten?

"Wären diese Luftschutzräume auch für die Bevölkerung zugänglich, wären die Opferzahlen in Gaza weit geringer."
Stimmt, und würde die israelische Regierung Todesopfer der Zivilbevölkerung nicht billigend in Kauf nehmen, wären die Opferzahlen in Gaza auch weit geringer.
Letztendlich ist es wieder mal zu spät um die Spirale der Gewalt aufzuhalten. Israel kann es natürlich nicht hinnehmen, wenn es mit Raketen beschossen wird. Würde Israel das tun, würden die Täter einfach weitermachen. Allerdings ist die Reaktion wieder einmal völlig unverhältnismäßig.
Das Einzige was die Israelis damit erreichen ist mehr Hass. Solange Israel militärisch haushoch überlegen ist, kann sich das die Regierung leisten. Ob sich das aber auch noch in 50 oder 100 Jahren so verhält? Ich wünschte die israelische Regierung würde sich auch langfristig um die Sicherheit ihrer jüdischen Bevölkerung kümmern. Das kann man nur mit dem Abbau von Hass erreichen. Eine Blendung der Justitia wäre da z.B. ein Anfang...

Manchmal kommt mir das heilige Land wie ein verfluchtes Land vor. Ein Land wo die heiligen Stätten eher goldene Kälber sind und die guten Botschaften von Abrahams Gott kaum noch gehört werden. Mein Beileid gilt den Opfern auf beiden Seiten, meine Verachtung den Tätern auf beiden Seiten.

Der Autor tut so, als ob die auf Gaza fallenden Bomben ein Naturereignis wären. Es scheint für ihn nicht vorstellbar, dass die israelische Armee das auch unterlassen könnte.

Einäugiger Artikel, da ziehe ich den von Helmut Scheben vor, der bemüht sich wenigstens um die menschlichen Aspekte.

Israel hat die Wahl, sich für den Frieden zu entscheiden. Bomben töten. Das ist Netanyahus Verantwortung

Ignoranz und Dummheit tötet auch.

il ne faut pas prendre son cas pour une généralité

Auf den Tag da die Palästinenser die Hamasanführer ins Mittelmeer werfen und ihnen den Vogel zeigen, wenn diese von ihnen verlangen, sich als Schutzschilde auf Häuser zu stellen und am besten noch ihre wehrlosen Kleinkinder mitzunehmen, wird man wohl noch lange warten können.
Bis dahin geht das Morden weiter.

Zivilisten vorschicken um eine Agenda zu verwirklichen sieht man auch im Westjordanland. Und die Siedler nehmen auch ihre Kinder mit. Wer sich dieser Armee von Siedlern in den Weg stellte war natürlich ein zivilistenmordender Terrorist.
Aber der Palästinenser verteidigte nur sein Land, wie jetzt Israel.
Ich glaube beide Völker müssten ihre eigene Führung ins Meer werfen.

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